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Dampfend durch den Schwarzwald!

Bericht vom 6. – 9. Juli 2017 | Bus Nummer 5

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Maria Abegg

„Eine Investition ins Reisen ist eine Investition in dich selbst.“ (Matthew Karsten)

Dampfend durch den Schwarzwald!

Mit einer gutgelaunten Gruppe und bei schönstem Wetter fuhren wir Richtung Schwarzwald. Schon bald nach der Grenze erreichten wir unser erstes Ziel, den Bahnhof „Zollhaus-Blumberg“. Der Bahnhof ist ein kleiner Nostalgiebahnhof und liegt etwas abseits von Blumberg. Trotzdem gibt es einige Verpflegungsmöglichkeiten rundherum, wo wir uns noch stärkten, bevor es auf die erste Zugfahrt ging. Im kleinen Museum im Bahnhof von Blumberg werden verschiedene nostalgische Gegenstände aus der Dampfeisenbahnzeit gezeigt. Spätestens als wir die Kartonbillete sahen, schwelgten wir in Erinnerungen an die guten alten Zeiten.

Von Blumberg fuhren wir mit der sogenannten „Sauschwänzlebahn“ nach Weizen. Die Dampfbahn heisst so, weil es diverse Kehrtunnels gibt und die Strecke um über das zweifache verlängert wurde um die Steigung zu überwinden, was die Bahn nicht wirklich schnell macht. Spätestens beim Fahren wurde klar, wie der Verlauf war, denn wir sahen ein und dieselbe Brücke oft mindestens zweimal. Nach knapp einer Stunde kamen wir in Weizen an. Viele nutzten die kurze Pause um ein Glacé zu essen oder ein Bier zu trinken. Danach fuhren wir wieder zurück nach Blumberg. Die Meisten haben die Seite gewechselt damit sie noch die andere Seite sahen. Müde, verschwitzt und verrusst kamen wir am Abend im Hotel an und freuten uns auf eine kühlende Dusche.

Am dritten Tag fuhren wir als erstes mit dem Car nach Sankt Blasien wo wir den Dom besuchten. Schon von aussen sah der Dom eindrücklich aus mit seiner gewaltigen Kuppel, aber viele wussten noch nicht, was sie drinnen erwartet. Im Dom drinnen war es sehr hell, freundlich und einladend, da alles in Weiss gehalten war inkl. Bestuhlung. Der Gegensatz zwischen dem düsteren Dom in Freiburg und dem hellen freundlichen Dom in Sankt Blasien könnte grösser nicht sein. Jemand meinte, sie habe das Gefühl direkt im Himmel gelandet zu sein.

Geistig frisch gestärkt fuhren wir weiter an den Schluchsee, wo eine stündige Schiffsrundfahrt auf uns wartete. Wir genossen die Ruhe auf dem Schluchsee, einer der saubersten Seen Deutschlands und ein Anglerparadies. Als wir vom Schiff stiegen, sahen wir bereits die Dampfbahn vorbeifahren, welche wir in Seebrugg besteigen werden. Aber erst gönnten wir uns Kaffe und Kuchen im Kurhaus in Schluchsee. Dort wurde uns eine Schwarzwälder Kirschtorte serviert, welche natürlich nicht auf dem Programm fehlen durfte!

In Seebrugg bestiegen wir die 3-Seen-Bahn, welche von Seebrugg nach Titisee fuhr, vorbei am Schluchsee, Wingfällweiher und Titisee. An die imposante Dampflokomotive waren zwei Wagen aus den 30er und 40er Jahren angehängt. Die 2. Klasse hatte noch Holzbänke, was aber gar nicht schlecht war, denn es war wieder einmal ein sehr warmer Tag. Auch konnten, wie früher üblich, die Fenster geöffnet werden. Wem es nicht reichte, nur den Kopf aus dem Fenster zu halten, konnte noch auf die Plattformen vor oder hinter dem Wagen rausstehen. Wenn es aber etwas aufwärtsging wurde man dort ordentlich eingerusst und musste schnell wieder reingehen und die Türe schliessen. Zwischendurch hatten wir auch die Möglichkeit auszusteigen und schöne Fotos des Nostalgiezuges zu schiessen. Die Betreibung der Bahnlinie ist Freiwilligenarbeit zu verdanken. Die Schaffner sind mit voller Begeisterung dabei. Ganz besonders bleibt uns bestimmt der Schaffner mit den orangen Rangierhosen in Erinnerung. Der arme Kerl musste vor der Abfahrt noch unter die Zugwagen kriechen und dabei hat es ihm die Hosen zerrissen und daher musste er in den Rangierhosen die Tickets kontrollieren, was ihm etwas peinlich war und zur allgemeinen Erheiterung beigetragen hat.

Das waren einige Eindrücke von der Reise im Schwarzwald. Natürlich gab es noch viel anderes, das nicht fehlen durfte, wie ein Besuch in Freiburg und einer Schnappsbrennerei oder der Besichtigung einer begehbaren Kuckucksuhr.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich noch ganz herzlich beim Chauffeur Arthur bedanken, welcher uns souverän mit dem Car durch den Schwarzwald gefahren hat und uns wieder wohlbehalten zurück in die Schweiz brachte.

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