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Walliser Bergträume

Bericht vom 19. – 22. August 2021 I Bus Route 3

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Barbara Alheit

Barbara-Alheit-Neu

«Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derjenigen die die Welt nicht angeschaut haben» (Alexander von Humboldt)

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Wie bist du Reiseleiterin geworden?

Ich sass mehr als 25 Jahre am Reisebüro Schalter und verkaufte Reiseträume – mein erlernter Beruf, dann habe ich mich fürs «Reisen mit Gästen» beworben und mir gefällts!

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Ich bin einfach gerne in den vielen Ländern unterwegs und kann auch die Anzahl der Reisen auf mein Leben zuschneiden.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Ich mag Menschen, ich gehe gerne auf sie zu, ich arbeite gern im Team mit den Chauffeuren bzw. Chauffeusen! Ich liebe es auch individuell auf meine Gäste einzugehen. Es ist mir auch ein grosses Anliegen auch auf meine Einzelreisenden gut zu achten!

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Abgesehen vom sehr guten Umweltgedanken, sagt der Name Gruppe schon viel aus. Man reist nicht alleine, lernt viele neue Menschen kennen- oft entstehen neue gute Bekanntschaften und auch Freundschaften.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiter bei Car Tours am besten?

Bei Cartours gefällt mir besonders, dass ich meine Persönlichkeit leben darf, ein gutes Verhältnis zu den Kolleginnen und Kollegen in Altendorf pflegen kann.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Dieses Jahr war die 12 tägige Skandinavien Reise, neben Sardinien mit der wunderbaren Chauffeuse Romy und Prag-Budapest-Wien mit dem legendären Yvo, eine der Höhepunkte- ein tolles Team mit Armin und Matthias als Chauffeure und einer ganz wunderbaren Reisegruppe. Besonders gerne bin ich generell auf längeren Reisen unterwegs!

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Als ich mit den Chauffeuren Armin und Matthias in Skandinavien nach der Tagesetappe eine Fahrradtour unternahm. Wir hatten nur 2 Räder zu dritt zur Verfügung. So sass ich auf dem Gepäckträger. Einer der Reifen war aber schon recht lädiert, aber die Herren der Schöpfung wollten ihn doch noch aufpumpen- mit den Gedanken ganz offensichtlich bei Busreifen! Die Wetten, wie lange das halten würde, waren nach ca zehn Metern klar gegen mich ausgegangen, denn nach dem Knall mussten wir laut lachend zu Fuss zum Hotel zurück!

Was war dein schönstes Erlebnis bei Car Tours Reisen?

Meine schönsten Erlebnisse bestehen auch darin, dass ich oft auch nach meinen Reisen mit den Gästen Kontakt habe- sie schicken mir Fotos, ich lasse sie an meinen Reisen teilhaben, wir tauschen uns aus und daraus sind auch schon Freundschaften entstanden!

Walliser Bergträume

 

Werden wir von den Bergen träumen? 45 Viertausender erwarten uns. Und die stehen auf einem Raum von etwas mehr als 5000 km2!

Man könnte meinen unsere Reise führt uns in die weite Ferne.

Aber schon die heutige Abfahrtszeit in St Gallen um 8 Uhr morgens, verrät eine eher nähere Destination.

Peter, unser erfahrener und lieber Chauffeur, kutschiert uns geradezu, via Zürich und Aarau, Richtung Süden.

300 Sonnentage pro Jahr schenken sie diesem Tal, das von einer atemberaubenden Berglandschaft geprägt ist.

Das Wallis empfängt uns mit blauem, fast wolkenlosen Himmel und warmen Spätsommertemperaturen.

Die sonnenseitigen Berghänge gehören den Trauben, die bald zu edlen Weinen heranreifen sollen. 40 % des Schweizer Tropfens reifen hier. Aber die Rhone-Ebene bringt auch beste Voraussetzungen für das Gedeihen von Gemüse und Früchten. Weiss noch jemand welche süssen Früchte hier noch gedeihen? Natürlich erfahren wir das in unserem schönen Bus 😉

Wir passieren den Hauptort Sitten oder auch Sion genannt, dessen Sprachenanteil heute zu 70% französisch und nur mehr knappe 4% deutsch ist. Unweit von unserem heutigen Ziel Brig/ Naters, kommt die Ausfahrt Mund. Hier könnte man für die Ernte eines Gewürzes seinen Ferienbudget schon kräftig überziehen. Um was es sich handelt? Ich sehe nicht wer mir von meinen lieben Gästen was zuruft, aber die Antworten sind vielfältig und an diesem Reise-Nachmittag steigt die bereits gute Stimmung!

 

Unser Hotel erwartet uns schon und nach dem Beziehen unserer hübschen Zimmer, bleibt bis zum mit Liebe gekochten Abendessen, das als Halbpension gereicht wird, noch freie Zeit zum Erkunden der Gegend.

 

Heute fahren wir nach dem Frühstück, bei herrlichem Wetter, um 8 Uhr 30 Richtung Täsch. Peter lädt uns am Bahnhof aus und nach einer kurzen Bahnfahrt erreichen wir das berühmte Zermatt. Gleich gegenüber befindet sich die Talstation zum Gornergrat. Mit gescannten Tickets besteigen wir die Bahn. Innerhalb der folgenden 33 Minuten Fahrzeit, klettern wir den Berg empor, halten an einigen Stationen, die anfangs sowohl zu bewohnten Gegenden wie auch zu Wanderwegen und Bergrestaurants führen. Schon nach kurzer Zeit steht er vor uns, der Toblerone Berg in seiner vollen Pracht. Das Matterhorn, immer bemüht ein paar Wolken um sich zu scharen, lädt heute zu besonders coolen Aufnahmen ein. Die Handys kleben förmlich an den Scheiben, um ja keine Spiegelungen zu erzeugen. Aber das ist natürlich noch nicht alles. Oben angekommen, habe ich Mühe meine „Schäfchen“ noch für letzte Instruktionen zusammenzuhalten, denn wir können uns an dem Panorama gar nicht satt sehen, das sich da vor uns aufgetan hat. Wie vom Toblerone Erzeuger geplant, erscheint der Monte Rosa mit seinem höchsten Gipfel Dufour, tatsächlich optisch kleiner als sein 156 m niedrigere Gipfel, den wohl die ganze Welt kennt.

Darum zieht das hier ansässige Matterhorn Museum Gäste an, die auch virtuell um das Horn fliegen können. Auf dem Aussichtsplatz oberhalb des Hotelrestaurants erfreuen wir uns nochmals der eindrücklichen Bergwelt, bevor wir wieder die Bahn hinunter nach Zermatt besteigen, um auch noch diesem berühmten und malerisch gelegen Ort einen Besuch abzustatten. Zurück in Täsch erwartet uns schon Peter neben den Bahngleisen, denn der Hotel Koch und seine freundlichen Mitarbeiter, haben schon für uns gekocht.

Am Samstag dauert die Fahrt am Morgen nur eine viertel Stunde zur ersten Bergfahrt auf die Bettmer Alp. Von dort führt ein Weg durch das malerische kleine Bergdorf, zu Fuss , mit Taxi, oder auch einem Ortsbüsschen, zur Talstation der Gondelbahn, die uns ganz nahe zum Aletschgletscher bringt.

Da liegt er vor uns, gefasst in eine breite Rinne. Die drei Firnströme fliessen vom wenig geneigten Konkordiaplatz weg und sind deutlich durch die dunklen, wie von Pinselstrichen gemalte Streifen zu erkennen. Der Ursprung liegt in der etwa 3800m hoch gelegenen Jungfrau-Region. Noch fliesst das ewige Eis vor uns in einer Kurve an den Berghängen vorbei. Was für ein Anblick.

Auch das kleine Gletschermuseum, in dem uns die Sennerin Anna gleich zu Beginn begrüsst, ist mit viel Liebe zum Detail ausgestattet. Hier wurde schon im 19.Jahrhundert gemessen und datiert, wie auch heute der aktuelle Rückzug erforscht wird.

Nach so vielen Eindrücken erfreuen wir uns, mit Blick auf die Berglandschaft, am servierten Mittagsmenü.

Gesättigt besteigen wir wieder die Gondel und geniessen den Flug über die Weiden hinweg ins Tal.

Denn es steht heute noch eine Weinprobe und das Abendessen im Winzerdorf Salgesch auf dem Programm.

Ersteres findet in der Weinkellerei der Familie Mathier statt, deren Besitzer mehrfach ausgezeichnete Winzer sind. Der Gaumen wird sowohl von weissen als auch roten Tropfen verwöhnt. Im Keller werden bei ausgelassener Stimmung noch diverse Fotos geschossen und über die Herstellung und den Gebrauch der Holzfässer debattiert. Natürlich sind wir nun hungrig und im nahegelegenen hauseigenem Restaurant, warten auch schon gedeckte Tische auf uns. Das Raclette mit verschiedenen Käsesorten und die gereichten Kartoffeln schmecken köstlich.

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Auch unsere Reise ins Wallis endet leider schon am kommenden Tag. Aber nach den sonnendurchflutenden Tagen in den Bergen, fallen heute auch die ersten Tropfen zahlreich aus den Wolken. Nur bei unserem Mittagshalt, im entzückenden Gruyère, kommen zum Abschied noch einige Sonnenstrahlen zum Vorschein.

 

Welch prächtige Tage, welch tolle Begegnungen und Erlebnisse dürfen wir mit nach Hause nehmen!

 

Klara, Alois, Melanie, Felicita, Hans, Quintin, Ursula, Karel, Maja, Asche, Hans, Madeleine, Barbara, Annamarie, Erika und Peter, danke dass Peter und ich Euch begleiten durften! Es war einfach genial!

 

Wir freuen uns auf unser Wiedersehen!

 

Herzlichst Barbara

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