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Zauberhaftes Dresden & märchenhafter Spreewald

Bericht vom 29. August – 2. September 2021 I Bus Route 3

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Heidi Halter

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Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Nach Jahren in einem Bürojob wollte ich die letzten Jahre meines aktiven Berufslebens mit einer Tätigkeit ausfüllen die mir wirklich Spass macht.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Der Umgang mit Menschen, das Organisieren und Improvisieren, die immer wieder neuen Destinationen, die meist tollen Leute und die Zufriedenheit wenn sich die Gäste mit einem „danke, es war toll“ verabschieden nach einer Reise

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mein Bestreben, mit 100% zufriedenen Kunden von der Reise zurückzukommen.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Meist geht es auf einer Gruppenreise lustig zu, die Leute verstehen sich gut, können sich über das Erlebte austauschen und oft wird gelacht (oder gar gesungen) im Bus.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei car-tours.ch am besten?

Ich kann mich darauf verlassen, dass das Programm gut ausgearbeitet ist, dass die Hotels, Restaurants, etc. gut sind. Zudem kommt niemals Routine auf, jede Reise ist wieder anders.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich bin Schottland Fan geworden, ganz besonders die Highlands begeistern mich. Und…. Ich liebe Haggis.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Es gibt unzählige Reisen die ich gerne machen würde und wenig bis keine Destinationen die mich nicht interessieren. Der absolute Hit wäre natürlich eine Reise zu den Nordlichtern, da ich von Astronomie und allem was damit zusammenhängt fasziniert bin.

Was auf jeder Reise unverzichtbar?

Das NW Fähnli ist immer dabei

Welches Buch darf auf keiner Reise fehlen?

Habe während der Reisen keine Zeit zum lesen 🙂

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Sankt Petersburg habe ich privat schon besucht, würde aber eine car-tours-Reise dorthin absolut super finden.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Wir fuhren auf einen Parkplatz in Schottland, da sagte der Chauffeur „super, da um die Ecke sind ja auch gleich Toiletten“. So liess ich die Leute aussteigen und schickten sie in die Richtung dieser Toilette. Sie kamen alle wieder und sagten, dass sie keine Toiletten gefunden haben… Als ich dann nachschauen ging, kam ich zu einem Schild wo stand „To let“. Wir alle (auch der Chauffeur) haben uns köstlich darüber amüsiert und lachten wenn immer wir ein „to let“ Schild sahen während der ganzen Reise.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast und dein schönstes Erlebnis bei car-tours.ch Reisen?

Eine ganze Gruppe Westschweizer Gäste dankte mir mit dem wunderschönen Lied La Montanara zum Abschied. Das ging echt unter die Haut, es waren sehr gute Sänger in der Gruppe und ich musste mir fast ein Tränchen der Rührung wegwischen.

Wohin reist du privat?

Für private Reisen zieht es mich in den asiatischen Raum.

Zauberhaftes Dresden & märchenhafter Spreewald

 

Juppiee, endlich wieder reisen! In den vergangenen Monaten hatte ich, soweit das Wetter es zuliess, die Profile meiner Wanderschuhe bei schönen Wanderungen in den Bergen abgelaufen, aber immer wieder meldete sich das Fernweh. Und nun endlich wieder eine Reise begleiten und dann gleich eine wunderschöne Fahrt nach Dresden und in den Spreewald. Die Wetterprognosen waren, wie wir es bereits den ganzen Sommer über gewohnt waren, eher düster, aber wir würden das Beste daraus machen.

Beim Einsteigen in Bern, zu sehr früher Stunde merkte ich, dass meine Vorfreude geteilt wurde. An den Einstiegsorten sah ich in erwartungsvolle Gesichter, alle waren froh, endlich wieder zu reisen und etwas zu erleben. Alle Gäste waren pünktlich und schon bald waren wir auf der Fahrt nordwärts. Auch die Staus bei Memmingen und Ulm konnten unsere Vorfreude nicht trüben. Nach den langen Monaten zu Hause liessen wir uns durch einige Staus sicher nicht die Laune verderben. Am Abend wurden wir mit Freude im Hotel erwartet und begrüsst, auch dort freute man sich, endlich wieder eine Cartours Gruppe zu begrüssen.

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes stand der Besuch einer Gurkeneinlegerei in Böblitz auf dem Programm. Die Einlegerei wurde im Jahre 1932 gegründet und wird seitdem als Familienbetrieb geführt. Zwei Besucher Betreuerinnen führten uns durch die Anlage, mit einem Abstecher in den Garten wo die Kräuter wachsen die zur Verarbeitung einiger Gurken gebraucht werden. In der Produktionhallen herrschte reger Betrieb, an diesem Morgen wurden geschälte Gurkenstücke in Gläser abgefüllt

Zuletzt durften wir natürlich eine grosse Gewürzgurke kosten, Corona bedingt nicht in Selbstbedienung, sondern jedem in einem kleinen Schälchen serviert. Zum Schluss besuchten wir den Verkaufsladen und da wurde sehr viel eingekauft. Die Körbe füllten sich mit Gurken mit DDR Rezept, Curry Gurken, Dill Gurken, Knoblauchgurken, Meerretich Gurken, Chili Gurken, etc.etc. In diesem Moment dachte ich nicht daran, dass ich all diese Gurken Herrlichkeiten dann auch nach hause tragen musste, die Verlockung war einfach zu gross.

Dann ging die Fahrt weiter zum Bootshaus Renus im Spreewald. Hier teilte sich nach der letzten Eiszeit vor rund 20000 Jahren die Spree in ein fein gegliedertes Netz von Fliessen und Kanälen. So entstand ein grosses Binnendelta. Heute durchziehen diese Wasserstrassen eine seit Jahrhunderten von Menschen geprägte und dennoch weitgehend naturnahe Auenlandschaft.

Es warten bereits zwei Holzkähne auf uns. Vor der Abfahrt konnten wir noch das Mittagessen bestellen und dann ging’s los auf ruhigem, dunklem Wasser einen schmalen Fliess entlang. Fast lautlos glitt er auf den Kanälen durch das Biosphärenreservat. Einst das einzigste Fortbewegungsmittel im Spreewald, dient er heute vorrangig dem „Transport“ von Spreewaldgästen. Auf diesem typischen Spreewaldkahn, ein flaches Gleitboot, vorn breiter als hinten und so eine Art Landungsboot, mit dem der Bauer vom Fließ „auf die Wiese fährt“ erzählte uns der Fährmann auch, dass an einigen Orten im Spreewald die Post per Kahn zugestellt wird und das seit über 124 Jahren, da seit über da viele Dörfer lange Zeit nicht mit dem Straßennetz verbunden waren.

Wir erfahren auch einiges über die Umgebung. Auch zu sehen gab es viel, kleine pelzige Tiere die am Wasserrand schliefen, knorrige Baumwurzeln und Baumstämme die im Wasser liegen und vieles mehr. So wurden wir durchs Wasser gestakt mit einem 4 Meter hohen Staken, aus Eschenholz geformt. Da solche Staken ab und zu auch brechen können, gab es im Kahn Ersatzstaken, für alle Fälle. Aber dann wurde die wunderbare Ruhe plötzlich durch ein feines Geräusch gestört. Es begann zu regnen, erst nur fein und verhalten, dann immer stärker. Der Fährmann gab uns eine durchsichtige Plache die wir über uns halten konnten um nicht nass zu werden. So verlief die Rückfahrt zum Bootshaus leider im Regen. Nach dem deftigen Mittagessen wagten sich einige Mutige trotz Regen wieder auf den Kahn und wurden eine weitere Stunde durch die Wasserstrassen gestakt. Der Rest der Gruppe sass gemütlich bei Kaffee, Cassisschnaps und Kuchen im Restaurant und wartete auf die Kahnfahrer. Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir einen kurzen Fotostopp beim Schloss Moritzburg, so konnten die Gäste den Schuh von Aschenputtel fotografieren.

Der nächste Tag verbrachten wir in Dresden. Auf einer Stadtrundfahrt sahen wir alle Sehenswürdigkeiten dieser wunderschönen Stadt, auch Elbflorenz genannt, fuhren über „das blaue Wunder“ in den Nobelbezirk Blasevitz. Vom Elbufer aus konnten wir dir auf der anderen Seite gelegenen Schlösser bewundern und fotografieren. Natürlich durfte ein kurzer Stopp bei Pfunds Molkerei nicht fehlen. Weiter ging’s dann zu Fuss durch die Altstadt, erst in den Zwinger, auf den Theaterplatz mit der weltbekannten Semperoper, weiter zur Brühlschen Terrasse und zur Frauenkirche. Nach dieser 3 stündigen Besichtigung waren alle hungrig und liessen sich von den feinen Düften die aus den Restaurants verführen um Mittag zu essen. Vielleicht eine typische Bratwurst oder eine deftige sächsische Kartoffelsuppe, oderq eine süsse Dresdner Eierschecke. Der Nachmittag war zur freien Verfügung. Zum einkaufen und bummeln, besichtigen, essen, was das Herz begehrte.

Unser letzter Ausflugs- , und zum Glück regenfreier Tag, führte uns zum altertümlichen Bahnhof Freital. Dort konnten wir die Einfahrt der dampfenden Lok der Weisseritztalbahn beobachten und dann unser Plätze einnehmen. Die 23 km lange Fahrt war interessant und abwechslungsreich, es gab zahlreiche kleine Bahnhöfe wo Passagiere ein- und ausstiegen. Im Luftkurort Kipling im Osterzgebirge, immerhin auf 531 m.ü.M waren wir dann am Endbahnhof angelangt und stiegen wieder auf den Car um. In gemütlicher Fahrt ging es dann durch die wunderschöne sächsische Schweiz, durch das Dorf Glashütte, weltbekannt durch die Uhrenfabrikation, durchs Müglitztal mit dem imposanten Schloss Weesenburg nach Pirna. In diesem schönen Städtchen, idyllisch an der Elbe gelegen, machten wir Mittagspause. So konnten die Gäste das Städtchen individuell erkunden, den Wochenmarkt besuchen, in einem Restaurant oder einer Imbissstube essen und es sich gutgehen lassen.

Am Nachmittag fuhren wir weiter in die Bastei, das imposante Kalksteingebirge bietet unzählige Fotosujets. Der gutangelegte Weg führte über die Bastei Brücke mit immer wieder atemberaubenden Aussichten rechts und links. Tief unten floss gemächlich die Elbe, von der Bastei fällt das schmale Felsriff über 94 m steil zur Elbe ab. Die Aussicht ins Elbtal und über das Elbsandsteingebirge ist grandios. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Bastei eines der meistbesuchten Orte in der sächsischen Schweiz ist.

Das letzte Reisetag kam viel zu schnell, besonders weil jetzt endlich schönes und trockenes Wetter war. Wir nahmen die zahlreichen Kilometer unter die Räder und fuhren zurück in die Schweiz. Im Kopf viele schöne Erinnerungen an Sachsen mit der Hauptstadt Dresden, an Brandenburg mit dem Spreewald und an die sächsische Schweiz mit Pirna und der Bastei. Die Koffer gefüllt mit Leckereien und natürlich zahlreichen Gurkengläsern.

Es war eine tolle Reise und jeder der Gäste hat viel zum Gelingen beigetragen mit Humor und auch Gelassenheit wenns ab und zu geregnet hat. Deshalb geht ein herzliches Danke an alle Reisegäste, mit der Hoffnung viele von euch bald wieder auf einer anderen Cartours Reise begrüssen zu dürfen. Natürlich geht ein ganz grosser Dank auch an unseren hervorragenden Chauffeur der uns ruhig und sicher durch die Gegend gefahren ist.

Heidi

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