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Davos & Bernina-Express

Bericht vom 12. – 15. August 2021 I Bus Route 1

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Viola Schärer

Davos & Bernina-Express

*Bündner Zauber*

Was für ein Sommer! Nach endlosem Regen in der Schweiz bringt Hoch “ Elfi“ endlich den Hochsommer und die lang erwarteten, warmen Temperaturen. Ich schau kurz die Gästeliste durch, ob Elfi eventuell auch mitreist? Auf jeden Fall habe ich den Namen hinzugefügt – 4 Tage Sonnenschein, die uns begleiten.

So starten wir unsere 4-tägige Reise ins Bündnerland am Donnerstagmorgen um 09.00h in Basel. Peter, unser Chauffeur, ist wie immer pünktlich zur Stelle mit dem leuchtend blauen Zerzubenbus. In Luzern und Pfäffikon steigen noch weitere Gäste ein und jeder findet schnell sein Lieblingsplätzchen im Bus. In Sargans werden wir im Hotel/ Restaurant Post erwartet und

essen im Garten unter schattenspendenden Bäumen zu Mittag.

„S’isch nümme wiit“ meint Peter, als ein Gast fragt, wie lang wir noch fahren bis Davos. Recht hat er, denn schon um 14.30h sind wir in Davos auf 1560m über dem Meeresspiegel. Auf einem kleinen Rundgang mit dem Bus erfahren wir, wo Donald Trump während seines Aufenthaltes am Weltwirtschaftsforum (WEF) hier in Davos übernachtet hat, weshalb die Kirchturmspitze sich gedreht hat; wo im Winter die besten Skipisten sind und was aus den vielen ehemaligen Sanatorien für Lungenkranke geworden ist. Das Davoser Klima ist heute noch berühmt für seine Heilkraft, wenn auch eher sportliche Veranstaltungen Touristen aus aller Welt anziehen. In 2022 soll das WEF wieder in Davos stattfinden, je nach Corona-Situation.
Zurück zum Hotel Central. Diesen Namen trägt das Hotel nicht zu Unrecht. In wenigen Gehminuten erreicht man die Schatzalpbahn und die Bushaltestelle des Ortsbusses, der in wenigen Minuten zum Davoser See fährt.

Im Hotel werden wir in der stilvoll eingerichteten Empfangshalle mit einem Apero

begrüsst. Die Stimmung wird lockerer und man wechselt schnell zum vertrauen-schaffenden „Du“. Mit einem Aperitif ist unser Appetit so weit angeregt, dass wir uns zum Speisesaal begeben und uns kulinarisch verwöhnen lassen mit einem feinen 3-Gänge-Menü. Pizokel- eine Bündner Teigspezialität – wird zum Hauptgang serviert. Pizokel erinnern sehr an Spätzle, werden aber abwechslungsreich mit Gemüse, Lauch oder Fleisch kombiniert – wer kann dazu schon „nein“ sagen! Zufrieden schlafen wir ein und verpassen vor lauter Müdigkeit die Sternschnuppennacht, wunschlos glücklich!

Bun di- am nächsten Morgen begrüßt uns die Sonne: Elfi ist wieder mit dabei J
Heute führt uns der Weg über einige Bergpässe. Peter strahlt am Steuer und ist bereit für einen aufregenden, kurvenreichen Tag. Über den Flüela Pass erreichen wir den mondänen Kurort St. Moritz. Dort soll die Sonne an 322 Tagen im Jahr scheinen, heute ist hundertprozentig einer davon. Trotz Champagner-Klima entscheiden wir uns angesichts der noch frühen Morgenstunde für einen Kaffee. In der Conditorei Hanselmann kann man die traditionelle Bündner Nusstorte kaufen, ein Mitbringsel für die Lieben zuhause? So mancher Gast gerät ins Schwärmen vor dem 5* Hotel Padrutts Palace. Hier sind mehrere Aston Martin Sportwagen ausgestellt, Verkaufspreis ab 240.000 CHF aufwärts. Nur schnell ein Foto für den WhatsApp Status, bevor uns der weitaus komfortablere Bus abholt. Einige der Gäste verweilen bei einem Spaziergang am St. Moritzsee; das klare Wasser des Bergsees funkelt tiefblau in der Morgensonne. Der See („Lej da San Murezzan„ auf Rätoromanisch) liegt auf einer Höhe von 1768 Metern über dem Meeresspiegel und ist der kleinste der vier großen Oberengadiner

Seen (neben dem Silsersee, Silvaplanersee und dem Champfèrsee).

Im Südwesten des St. Moritzersees befinden sich die Heilquellen von St. Moritz Bad. Ohne Wasser kein Leben! Seit 3500 Jahren ist die heilende Wirkung des Wassers hier bekannt, auch Papst Leo X. und der Naturheilarzt Paracelsus im Mittelalter wussten dies schon zu schätzen.
Zum Baden allerdings bleibt keine Zeit, per Bus geht es weiter über den Bernina Pass hinunter ins Val Puschlav nach Poschiavo. Stattliche Patrizierhäuser umrahmen eine italienisch anmutende Piazza. Eine architektonische Besonderheit ist das von Emigranten erbaute „Spaniolenviertel“ mit farbenfrohen Häusern. Ein bisschen fühlt man sich wie in Italien – parlare italiano- Spaghetti Poschiavo und feine Salami gibt es im Feinkostladen zu kaufen. Im Ristorante, in der Trattoria oder im Hostaria del Borgo gibt es leckere, regionale Köstlichkeiten des Val Poschiavo. Ein kleiner Tipp von mir: Capunet di Poschiavo – Puschlaver Spinatgnocchi, schmecken super lecker.

Jetzt folgt das Highlight des Tages: die Fahrt mit dem Bernina Express über den Bernina Pass. Im Panorama Wagen genießen wir eine Aussicht auf die Engadiner Bergwelt bei schönstem Wetter, Elfi sei Dank. Beim Bernina Hospiz erreichen die Gleise 2253 Meter, die mithin höchste Alpentransversale überhaupt. Ein Foto auf der Alp Grüm mit dem Piz Palü Gletscher im

Hintergrund für die Familie zuhause und schon fährt der Zug weiter.

Der zur Wasserkraftgewinnung genutzte Lago Bianco wird von gleich zwei Mauern gestaut. Der atemberaubende, türkisfarbene See entlockt so manchem Gast ein staunendes „Ohhhh“!

Handys und Kameras sind pausenlos im Einsatz.

Am späteren Nachmittag kommen wir in Pontresina an und fahren mit dem Bus über den Julierpass via Tiefencastel zurück ins Hotel nach Davos. Ein paar Murmeli entlang der Passtrasse entzücken nicht nur die Reiseleitung J

Einige Gäste treffen sich abends im Biergarten gleich neben dem Hotel. Eine gute Idee, um ein Mondsteinbier zu kosten, das hier in Mondstein ob Davos – der höchstgelegenen Bierbrauerei der Schweiz – hergestellt wird. Später treffen wir uns alle wieder zum gemeinsamen Nachtessen.

Viele schöne Eindrücke, die uns heute in den Schlaf begleiten.

 

Am nächsten Tag ist Ausschlafen angesagt! Außer für Peter, unseren Chauffeur. Ihn zieht es

zu früher Morgenstunde schon hoch auf den Berg und nach einer ca. 1,5- stündigen

Wanderung ab der Schatzalp Bergstation erreicht er die Bergwirtschaft Strelapass auf 2’352 Meter. Wir folgen etwas später nach, mit der Standseilbahn hoch zur Schatzalp, dem

Zauberberg.
Individuell begeben sich unsere Gäste auf Entdeckungstour:

– zum Botanischen Alpengarten Platinium, mit ca. 5000 verschiedenen Pflanzen-Arten und Sorten aus allen Gebirgen der Welt

– zum Wasserfall Rundgang

– Berggasthaus Alp Strela. Hier gab es viel Applaus für die musikalische Jodeleinlage von zwei unserer Gäste.

– zum Kaffee und Kuchen im Jugendstil-Hotel Schatzalp oder auf der Panorama Terrasse der Bergstation.

Das Hotel Schatzalp, ehemals ein Sanatorium der Luxusklasse, diente Thomas Mann als Hintergrund für seinen berühmten Roman „Der Zauberberg“. Zudem eignete sich die Schatzalp auch als beliebte Filmkulisse. 2014 wurde der Hollywood-Film „Ewige Jugend“ hier gedreht.
Zurück ins Dorf gelangt man entweder mit der Bahn oder auf dem Thomas Mann Weg und dem Eichhörnchenweg. Die niedlichen Waldbewohner sind absolut nicht scheu und freuen sich von kleinen Kinderhänden mit einem Nüssli gefüttert zu werden.

Fazit: Mit zauberhaften Gästen einen zauberhaften Tag auf dem Zauberberg verbracht.

Wer noch mag und sich abkühlen möchte, fährt mit dem Ortsbus zum Davoser See. Heute knapp mal 18 Grad, erreicht der Bergsee auch in heißen Sommermonaten kaum mehr als 20 Grad, doch dafür sorgt der thermische Wind für perfekte Segel- und Surfbedingungen und gilt als der windsicherste Alpensee in der Schweiz.

Den Abend lassen wir dann bei einem Abschiedstrunk im Biergarten ausklingen und kommen dabei nochmals in den Genuss von ein paar Jodelklängen von unseren musikalischen Gästen. Gänsehaut pur für so manch einen Zuhörer.

Am letzten Tag fahren wir dann mit einem ganzen Bündel von Eindrücken zurück zu den verschiedenen Einstiegsorten.

Die Bündner Nusstorte wird uns sicher an diese vier wundervollen, sonnigen Tage im Kanton Graubünden erinnern, wenn auch ohne die vielgepriesenen Röteli Truffes 😉 (Ein Tipp der Reiseleiterin, doch leider konnten wir diese Pralinen mit dem Röteli Schnaps in keinem Geschäft entdecken)

A revair und grazia fitg

Eure Reiseleiterin

Viola

 

 

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