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Pfingsten in Rom

Bericht vom 2.-5. Juni 2017 | Bus Nummer 2

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Jasmin

Unser Dasein ist wie eine Busreise: Man trifft sich, man trennt sich und dazwischen liegt das Auf und Ab des Lebens.

Pfingsten in Rom

Halb vier – der Wecker klingelt. Jetzt aber flugs unter die Dusche, die ersten Gäste warten in Basel bestimmt schon um halb fünf für die Pfingstreise nach Rom beim Bus. Und diesen – ebenso wie den Chauffeur – darf ich ja noch kurz kennenlernen: Welche Getränke sind für den Bordservice im Angebot, wie funktionieren Kaffee-Maschine und Mikrofon, wo platziere ich Gäste-Grüppchen, damit sie zusammensitzen können etc. Alles sieht gut aus. Der Fahrer ist sympathisch, der Bus fast neu und die Gäste sind an den verschiedenen Zusteigeorten pünktlich. Zügig gehts somit bis Bellinzona, wo der definitive Fahrer zusteigt und den zubringenden ablöst. Das Wetter ist prachtvoll, der Verkehr bis Mailand und anschliessend auf der bekannten Strada del Sole, einer mehrspurigen Autobahn aus den 60er Jahren, flüssig. Nach diversen Pausen für WC, Kaffee, Zigarette, Mittagessen und die Beine vertreten erreichen wir gegen 21.00 Uhr in Rom das komfortable 4*-Hotel Oly mit seinen grosszügigen und hellen Zimmern. Im nobel eleganten Speisesaal gibt es ein feines Abendessen, dann kann die Nachtruhe beginnen. Die brauchen wir auch dringend, denn die Anreise war schön, aber auch lang und sechs Stunden Führung durch die „Ewige Stadt“ erwarten uns am nächsten Tag. Das klingt anstrengend, ist es aber überhaupt nicht, denn wir haben eine ganz tolle lokale Reiseführerin, die uns per Bus und per Pedes kompetent, humorvoll und unermüdlich auf einen Spaziergang durch die römische Geschichte mitnimmt. Mit speziellen Geräten ausgerüstet sind wir ganz nah am Geschehen und erleben die Vergangenheit „live“. Spanische Treppe, Trevi-Brunnen, Pantheon etc. Die Zeit vergeht wie im Fluge und um 16.00 Uhr ist die erste Führung in Rom abgeschlossen. Es gibt eine Stunde Freizeit für all jene, die mit dem Bus ins Hotel zurückkehren möchten und „open end“ für die Gäste, die in der Stadt bleiben und später mit dem Taxi oder der U-Bahn zurückkehren möchten.

Am Morgen des dritten Reisetages macht der Chauffeur eine beunruhigende Entdeckung: Unbekannte hatten in der Nacht versucht, den vor dem Hoteleingang parkierten Bus aufzubrechen. Gott sei Dank ist ihnen das nicht gelungen, aber es macht doch bewusst, dass wir in einer italienischen Grossstadt sind und sich nicht alle Menschen auf dieser Welt mit ehrlicher Hände Arbeit ihre Existenz sichern können oder wollen. Das Vorkommnis ist jedoch schnell vergessen, denn die heutige Besichtigung des klassischen Roms, u. a. mit Kolosseum, Forum romanum, Basilika San Paolo etc. bringt alle schnell auf andere Gedanken, und auch diese Führung vergeht in Windeseile. Mich beschäftigt der Vormittag ganz besonders, denn ich brauche noch einen Gladiator. Wie auch schon auf einer Reise im April habe ich wieder zwei Damen in der Gruppe, die am gleichen Tag Geburtstag feiern – und zwar heute. Es ist mir immer ein Anliegen, dieses spezielle Ereignis mit einem besonderen Beitrag zu bereichern und nach reiflicher Überlegung kam mir die Idee, „Happy Birthday“ mit einem Gladiator in der Gruppe zu singen. Die Herren sind allerdings im Gegensatz zur Arena von Verona, wo sie zahlreich anzutreffen sind, im Bereich des Kolosseums nur spärlich vorhanden. Doch ich habe Glück. Wie bestellt finde ich einen in rot gekleideten Mann mit dekorativem Kopfputz, kurz bevor sich die lokale Reiseleiterin von der Gruppe verabschiedet. So gibt es noch ein ganz lustiges Foto-Shooting mit originellen Posen – auch für ein Gruppenbild – und einen anschliessend ebenso originellen Gesang, bevor wir um 13.00 Uhr in die nachmittägliche und abendliche Freizeit entlassen werden. Der Chauffeur nimmt um 17.00 Uhr die ersten Gäste mit ins Hotel, die anderen kehren später wieder auf eigene Faust zurück.

Früh am Morgen des vierten und letzten Reisetages wird gefrühstückt, das Gepäck im Bus verstaut und schon kann es losgehen mit der Heimfahrt. Noch einmal geniessen wir die Weite Umbriens und der Toskana mit den lieblichen Hügeln und schmucken Dörfern, umfahren berühmte Städte und das geschäftige Mailand, erhaschen einen Blick auf Como am gleichnamigen See und wissen in Chiasso, dass die Einsteigeorte nun zu Aussteigeorten werden und in greifbarer Nähe sind. Schön wars, interessant auch und schon freuen sich manche Gäste auf die nächste Reise in bequemen Car-Tours-Bussen.

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