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Zillertaler Almabtrieb & Hoo Ruck Fest

Bericht vom 30. September – 3. Oktober 2022 | Bus Nummer 1                              

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Zillertaler Almabtrieb & Hoo Ruck Fest 1

Corina Isler Baetschi

Zicke-Zacke-Zillertal

In bester Feststimmung und voller Vorfreude auf ein Wochenende der Volksmusik macht sich meine bunt gemischte, sympathische Reisegruppe aus Zentral- und Ostschweiz am Freitag, 30. September 2022, übers Rheintal und Vorarlberg auf in Richtung Zillertal. Die Fahrt ist kurzweilig und wir stimmen uns beim Mittagshalt im Restaurant Traube in Braz bei Bludenz mit grossmehrheitlich Wiener Schnitzeln und einigen Kaiserschmarn aufs Wochenende in Österreich ein. Zusammen mit Chauffeur Peter Schönbächler sind wir 45 Personen – eine ideale Grösse fürs Hotel Standlhof der Familie Eberharter-Putz, die uns am späteren Nachmittag in ihrem heimeligen Haus in Uderns mit einem Apérogetränk und einem feinen Nachtessen begrüsst.

Den Samstag beginnen wir mit einer Fahrt in der historischen Dampfbahn auf der 32 Kilometer langen Schmalspur von Jenbach nach Mayrhofen. Bei einem Schnäpsle lernen wir uns auf den Holzbänken des 119-jährigen Dampfzuges näher kennen. Reisen wie zu Grossmutters und Grossvaters Zeiten bedeutet auch etwas näher zusammenzurücken – aber wir haben zum Glück alle keine Berührungsängste und als der zugestiegene Musiker auf seinem Akkordeon eine zackige Polka anstimmt, finden einige unter uns zwischen den Bänken sogar noch etwas Platz für ein erstes Tänzchen.

Richtig getanzt wird dann ein paar Stunden später am Frühschoppen des Hoo Ruck Festes zur Musik der Gruppe «Stark & Bearig». Am frühen Nachmittag zieht es uns aber alle nach draussen, denn es werden die ersten Kühe angekündigt und tatsächlich hören wir wenig später von weitem die Kuhglocken. Das Gebimmel kommt rasch näher und schon bald sehen wir die festlich geschmückten Kühe auftauchen. Wir sind beeindruckt und es wird fleissig fotografiert. Mit «Wir grüssen die Heimat» oder «Alpengruss» zieht die Herde der Familie Freihaus an uns vorüber und wir sind fast etwas traurig, als das Spektakel des Almabtriebes vorbei ist. Aber wir sind ja am richtigen Ort, um uns im Sennerei-Laden noch mit frischen Almprodukten einzudecken. Von Milch und Joghurt über Speck und Käse bis hin zu verschiedenen Schnäpsen sowie kleineren und grösseren Souvenirs ist im modernen Geschäft alles zu haben. Gut, dass der Kofferraum in unserem Zerzuben-Car gross genug ist!

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel, wo einige Gäste ihr schönes Dirndl, eine Lederhose oder ein besticktes Hemd mit Hirschhornknöpfen aus dem Koffer holen, erwarten uns am Abend erneut nicht nur musikalische, sondern auch kulinarische Leckerbissen. Begleitet von Käsespätzle, Sauerkraut mit Speck oder einem feinen Schweinsbraten stimmt uns die Mayrhofer Band Hollawax auf den Abend ein. Die Söhne von Musiklegende Erwin Aschenwald lassen es zackig angehen und bringen uns mit dem Zillertaler Ruf «Zicke zacke, Zicke Zacke, Heu Heu Heu» in der Mayrhofer Sennerei in Festlaune. Es folgen etwas leisere Töne des Tiroler Echos und natürlich die Hits des Erwin Aschenwald begleitet von persönlichen Geschichten aus seinem Leben. Es wird geprostet, geklatscht, gesungen und getanzt bis spät in die Nacht, wobei die Zellberg Buam den Musikabend mit wunderschönen Titeln wie «Tanz’n is a Freud», «Des isch bärig» oder «Tirolerbuam san wundervoll» krönen.

Wer denkt, der Volksmusikabend sei nicht mehr zu übertreffen, hat gefehlt. Am Sonntag sind die Mayrhofner qualitativ noch besser, und wir verzeihen es Erwin Aschenwald, dass er uns die eine oder andere Geschichte erneut auftischt. Schliesslich ist es seinen Freundschaften zu verdanken, dass wir auch in den Genuss der wunderschönen Bläser Klänge von Franz Posch mit seinen Innsbrucker Freunden kommen. Das ist Frühschoppen pur! Und als DJ Mox auch noch den letzten Leckerbissen – die Oberkrainer mit Gregor und Saso Avsenik – ankündigt, ist das Publikum in der Sennerei nicht mehr zu halten. Zusammen mit ihrer hervorragenden Oberkrainer Band geben uns Sohn und Enkel des weltberühmten Komponisten Slavko Avsenik Hits wie das «Trompeten-Echo», «Tante Mizzi», «Hinterm Hühnerstall» und zum Abschluss auch das wunderschöne Hirtenlied zum Besten. Was für ein Musikfest!

Text und Fotos: Corina Issler Baetschi

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