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Zauber der Provence

Bericht vom 25. – 29. April 2018| Bus Nummer 9

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Jacqueline Dähler

Eine Entdeckungsreise besteht nicht darin, nach neuen Landschaften zu suchen, sondern neue Augen zu bekommen. Marcel Proust (1871 – 1922)

Weitere Infos

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiter bei Car Tours am besten?

Dass ich mitverantwortlich sein kann, den Gästen unvergessliche Tage zu ermöglichen.

Was unterscheidet Car Tours Reisen von anderen Reisegesellschaften?

Die vielfältigen, spannenden Reisen mit professioneller Betreuung während der ganzen Reise und die sorgfältige Organisation.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Europa hat enorm viel zu bieten und es gibt traumhaft schöne Orte und Sehenswürdigkeiten. Ich kann mich nicht für „eines“ entscheiden. Eher zieht es mich in die nordische Gegend.

Wer ist dein Held in der Geschichte des Reisens?

Grosse namhafte Entdecker sind sicher Helden, aber ich möchte eine Frau erwähnen.

Alexandra David-Néel war eine französische Orientalistin und Reiseschriftstellerin, die Indien, China und Zentralasien bereiste, als vermutlich erste westliche Frau 1924 die verbotene Stadt Lhasa in Tibet betrat und in der Heimat als „Frau auf dem Dach der Welt“ bekannt wurde. Sie wurde am 24. Oktober 1868 in Saint-Mandé in Frankreich geboren und starb am 8. September 1969 im Alter von 100 Jahren in Digne-les-Bains.

Wohin reist du privat?“

Ich durfte weltweit sehr viele Länder bereisen. Heute verbringe ich am liebsten Ferien in meiner zweiten Heimat Frankreich.

Zauber der Provence

„Die Gegend hier ist voller unentdeckter Schätze. Bisher hat sich noch niemand gefunden, der sich in seinen Darstellungen der Reichtümer, die hier schlummern, würdig gezeigt hätte.“

Das hat Paul Cézanne 1896 geschrieben, und dieser Satz ist heute noch eine Aufforderung an alle Menschen, die Provence zu entdecken.

Unsere 5 tägige Reise startete in St. Gallen, bei herrlichem Frühlingswetter und in einem ganz neuen Bus der Firma Zerzuben. Im Grauholz war unsere kleine Gruppe komplett, via Genf – Annecy und durch das Val d’Isère, welches berühmt ist für seine reichhaltigen Baumnussplantagen, erreichten wir am frühen Abend unser Hotel in Uzès.

Bereits am nächsten Tag erwartete uns eines der vielen Highlights, ein wildromantischstes Bahnerlebnis, die Fahrt mit dem Ardèche-Dampfzug. Die historische Bahnstrecke führte uns durch die spektakulär schöne Doux-Schlucht ins zauberhafte Grün der Ardèche. Voller Spannung konnten wir der handbetriebenen Drehung um360° der alten Dampflokomotive zusehen, bevor wir wieder zum Bahnhof in Tournon-St.Jean zurückkehrten. Bei sonnigem Wetter und angenehm warmen Temperaturen entdeckten wir am späten Nachmittag die zauberhafte kleine Stadt Uzès mit dem grandiosen Platz aux Herbes. Zeit für ein Pastis, typisch für Südfrankreich.

Der nächste Tag führte uns in die alte Hauptstadt der Provence, Aix-en-Provence. Die unvergleichliche Mischung aus aristokratischer Ruhe, fröhlichem Trubel, architektonischen Kostbarkeiten, schillernden Kulturangeboten, farbenprächtigen Märkten und wissenschaftlicher Kompetenz strahlt weit über die Provence hinaus. Paul Cézanne hatte sich 1902 im Norden der Altstadt ein Atelier gebaut, das seit seinem Tod 1906 bis heute praktisch unverändert blieb. Leider hatte es während unseres Aufenthaltes viele grosse Baustellen, welche das typische Bild dieser Stadt etwas trübten. Trotzt allem, der gemütliche Stadtrundgang durch die Altstadt zeigte uns, wie herrlich diese Stadt ist. Am Nachmittag fuhren wir ins schöne Hinterland nach Manosque und besuchten dort die bekannte Kosmetikfirma L’Occitane und liessen uns in die Welt der Düfte verführen und erfuhren viel über die Geschichte und Herstellung dieser hochwertigen Produkte.

„Sur le Pont d’Avignon l‘on y dance l‘on y dance…“singend eingestimmt freuten wir uns auf den Besuch dieser geschichtsträchtigen Stadt. Unser Hauptaugenmerk galt dem Papstpalast: das heutige UNESCO Weltkulturerbe war einer der grössten gotische Paläste. Er diente im 14. und 15. Jahrhundert sieben Päpsten als Residenz.

Was wäre eine Reise nach Frankreich ohne ein Weingut! Wir besuchten ein altes lokales, gallorömisches Anwesen mit zauberhaftem Garten und alten Olivenbäumen. Nach römischer Rezeptur wird hier noch einmal im Jahr mit einer originalgetreuen, von Hand betriebenen Holzweinpresse Wein produziert und in Amphoren zur Gärung abgefüllt. Neben diesem nicht alltäglichen Wein, gab es auch solche, die nach heutiger Tradition verarbeitet werden.

Zum Abschluss dieser Reise noch ein gewaltiges Monument: der Pont du Gard! 2000 Jahre alt und immer noch die schönste Wasserleitung der Welt. Das dreistöckige, 49m hohe und im obersten Teil 275m lange Aquädukt über dem Fluss Gardon, wenige Kilometer von Uzès entfernt. Die Römer haben die Brücke im 1Jh als Teil der knapp 50km langen Leitung konstruiert, die Tag für Tag 20‘000m3 Wasser von der Eure-Quelle bei Uzès nach Nîmes spülte. Der Pont du Gard, von der UNESCO als Welterbe eingestuft, ist heute Teil der grossen Anlage Domaine du Pont du Gard. Wir waren uns einig: Diese Brücke muss man gesehen haben!

Edith, unsere lokale Reiseführerin, hat uns drei Tage lang begleitet und uns viel Spannendes über die Provence erzählt.

Begeistert von diesen fünf Tagen fuhren wir mit unvergesslichen Eindrücken wieder zurück.

Wir waren eine tolle Gruppe, alle haben sich wohl gefühlt, begleitet von unserem super Chauffeur Christoph und perfektem Wetter.

Was wollen wir noch mehr…Euch allen vielen Dank, es war schön mit Euch, hoffentlich bis bald wieder.

Eure Reiseleiterin

Jacqueline

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