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Auf heissen „Kohlen“ durch Sachsen

Bericht vom 4. – 8. Oktober 2020 | Bus Nummer 7

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Isabella Raimann

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Auf heissen „Kohlen“ durch Sachsen

5 Reisetage ab Fr. 699.-

Reisedaten April, Mai, September & Oktober 2021

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Wo Volldampf auf Kohldampf trifft! Auf dieser Reise erwartet Sie Dampfzugromantik pur zwischen Moritzburg und der Sächsischen Schweiz. Geniessen Sie die nostalgische Atmosphäre bei Fahrten mit historischen Dampfloks und einem Schaufelraddampfer durch malerische Kulisse. Eine grossartige Reise mit der zauberhaften Stadt Dresden als Ausgangspunkt!

Auf heissen „Kohlen“ durch Sachsen 4. – 8.Oktober 2020

Ein geschichtsträchtiger Termin war der Tag vor unserer Anreise. Am Samstag feierte ganz Deutschland den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit und damit der Wiedervereinigung eines Landes, welches viele Jahre getrennt war.
Nach der Fahrt durch Baden-Württemberg und Bayern passierten wir mit dem Reisebus von Zerzuben auch die „alte“ Grenze vom Westen in den Osten nach Sachsen. In der Nähe, wo wir auf der Autobahn Richtung Zwickau und Dresden diese Grenze passierten, befand sich früher der Eisenbahn-Grenzübergang Hof zwischen der BRD und DDR. In Zwickau wurde das Ostfahrzeug schlechthin gefertigt, der Trabant oder wie er auch liebevoll genannt wird, der Trabbi.
Es ist schon schön, wie leicht es heute ist, diese Grenze zu passieren und das wunderschöne Sachsen zu besuchen. Mich freute es zusammen mit den Gästen noch mehr, dass wir in diesem speziellen Jahr überhaupt mit so positiver Freude dieses Bundesland besuchen konnten. Mit 15 Gästen sind wir zwar eine kleine Gruppe, aber die Freude und Stimmung im Bus ist mindestens doppelt so hoch.
Unser Fahrer Peter hat uns ruhig und sicher nach Dresden gefahren. Nach einem feinen Abendessen in unserem 4-Sterne Hotel Wyndham Garden freuten wir uns auf ein Ausschlafen in den schönen und guten Zimmern des Hotels.
Gestärkt nach einem feinen Frühstücksbuffet waren wir gespannt auf einen Tag in der Stadt Dresden, die auch „Elbflorenz“ genannt wird. Das zu Recht, wie wir später erfahren durften. Diese wunderschöne grüne Kunst- und Barockstadt an der Elbe mit ihren schönen Brücken begeisterte uns sehr. Der Zwischendurch gefallene Regen hat dem keinen Abbruch getan. Die lokale Stadtführerin Susanne hat uns erst mit dem Bus einen guten Überblick über die Stadt und ihre Geschichte vermittelt, bevor wir dann zu Fuss die wunderschöne Altstadt zusammen entdecken konnten. Wir hatten Glück und der Bus konnte direkt vor „dem schönsten Milchladen der Welt“ parkieren. Pfunds Molkerei ist wirklich prachtvoll, an den Wänden, Decken und am Boden findet sich wunderschöne Keramikkunst von Villeroy & Boch und der Laden ist voll mit wunderschönen Geschenkartikeln, wie Milchseifen und schöne Metalldosen dazu, sowie auch feinen Frischprodukten aus Milch. Wie gut kam damals der Fabrikantensohn Paul Gustav Pfund 1879 mit sechs Kühen nach Dresden, um die Bevölkerung Dresdens mit Frischmilch zu versorgen. Er hat damals den Grundstein für dieses Laden gelegt, welcher es sogar ins Guinness Buch der Rekorde schaffte. Dresdens Altstadt ist DAS Zeichen für den Wiederaufbau. Durch die Bombenangriffe im Februar 1945 zu grossen Teilen fast komplett zerstört, zeigt sie sich heute wieder in vollem Glanz. Dieser Stadtteil ist voller historischer Bauwerke, viele davon wurde wieder aufgebaut. Aber durch das Austreten von Eisen auf dem Sandstein wirkt es älter als das Baumaterial tatsächlich ist. Beindruckend ist die Brühlsche Terrasse oder auch „Balkon Europas“ genannt. Sie ergibt eine wunderschöne Kulisse, welche wir dann auch später bei der Schifffahrt auf der Elbe bewundern konnten. Hier finden sich das Ständehaus und die Hofkirche. Daneben steht prachtvoll die Semperoper, sie gilt als eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Die barocke Pracht des Zwingers begeistert jeden Besucher. Er zeigt die Macht von August dem Starken und man kann sich richtig vorstellen, wie er sich hier früher vergnügt hat. Der krönende Abschluss des Rundganges bildet die Frauenkirche. Sie ist dank Spenden aus aller Welt zwischen 1993 und 2005 wieder aufgebaut worden. Nach etwas freier Zeit in Dresden haben wir uns wieder an der Elbe getroffen. Eine Schifffahrt von Dresden nach Blasewitz darf nicht fehlen, es ist eine der schönsten Flusslandschaften Europas und führt uns vorbei an drei Elbschlösser auf ehemaligen Weinbergen. Hinter uns bleibt die schöne Kulisse von Dresden auf der Brühlschen Terrasse mit den Wolken, wo immer mehr die Sonne durchkommt und gerade deshalb auch stimmungsvolle Bilder ergibt. Vorne kommen wir immer näher an das „Blaue Wunder“, die Brücke gilt als ein Wahrzeichen von Dresden und verbindet die Stadtteile Loschwitz mit Blasewitz. Es ist nicht nur ein Wunder wegen der 142 Meter Länge ohne Strompfeiler, sondern auch weil es durch wundersame Heldentaten einzelner Dresdner den zweiten Weltkrieg überstanden hat. Es ist auch ein „Blaues“ Wunder, denn die Brücke war ursprünglich grün und so recht erklären konnte man sich die Wandlung nicht, daher muss es wohl ein Wunder gewesen sein!
Märchenhaft geht es am nächsten Tag weiter. Auf der gemächlichen Fahrt mit der ältesten Schmalspurbahn Deutschlands der Lössnitzgrundbahn oder auch liebevoll „Lossnitzdackel“ genannt, „dampfen“ wir auf einer Strecke von knapp 17 km durch die Moritzburger Teichlandschaft. Anschliessend fahren wir auf die Moritzburg einem echten Märchenschloss. Es diente nicht nur August dem Starken als weiterer Ort für diverse Lebensfreuden, er nutzte es auch als Jagdschloss. Es liegt wunderbar in der Mitte eines grossen künstlichen Teiches und das Museum mit den Innenräumen beineindruckt mit vielen Kostbarkeiten, Trophäen und viel Geschichte. Wir freuen uns auch schon auf die Weihnachtszeit, wenn „3 Nüsse für Aschenbrödel“ wieder am Fernsehen gezeigt wird. Etliche Filmszenen wurden hier gedreht. So auch als Aschenbrödel vor dem Prinz nach dem rauschenden Fest flüchtete und auf den Stufen des Schlosses einen Schuh verloren hatte. Nun sind wir selber über diese Stufen gegangen. Auch wenn uns kein Prinz nachgerannt ist, war es ein schöner Besuch auf dem Schloss. Der Tag gestaltete sich sehr abwechslungsreich. Nach Aschenbrödel geht es zu Winnetou und Old Shatterhand, oder genauer gesagt dahin, wo diese Geschichten entstanden sind. Im ehemaligen Wohnhaus von Karl May, der „Villa Shatterhand“, erfahren wir während einer Führung viel über den Schöpfer dieser Figuren. Nach seinem Tod hat seine Frau zusammen mit dem Wiener Indianerfan Ernst Tobis, der sich Patty Frank nannte und mit dem Karl May eine tiefe Freundschaft verband, dieses Museum bestückt. Im Nebenhaus, der „Villa Bärenfett“, befindet sich eine beeindruckende Sammlungen der Indianer Nordamerikas. Patty Frank hatte diese zusammen getragen und noch zu Lebzeiten von Karl May diesem geschenkt. Mit der Führung sind wir somit nicht nur durch Sachsen gereist, sondern auch durch die frühe Geschichte der verschiedenen Indianerstämme und deren Kultur in Nordamerika. Ein voller Tag geht zu Ende und das Hotel bietet neben einem erneut feinen Buffet auch Erholung im Wellnessbereich.
Der letzte Tag in Sachsen ist nicht minder abwechslungsreich. Eine weitere Fahrt mit einer Dampfeisenbahn lässt Eisenbahnherzen höher schlagen. Die Weisseritztalbahn ist nicht nur die älteste öffentliche und planmässig in Betrieb stehende Schmalspurbahn Deutschlands, sie fährt auch durch eine vielseitige Landschaft über 34 Brücken ins Osterzgebirge. Vorbei geht es an historischen Bahnhöfen und wieder dampft es wie verrückt um uns herum. Peter wartet schon beim Bahnhof in Dippoldiswalde mit dem Bus auf uns. Wir fahren dann durch das Osterzgebirge und das Müglitztal Richtung Pirna. Vorbei geht es an Glashütten, ein Ort mit grosser Tradition für hochwertige Uhren und am Schloss Weesenstein. Pirna verdankt seinen Reichtum dem Sandstein, welcher neben etlichen Fürstenhäusern auch für die Frauenkirche in Dresden genutzt wurde. Pirna hat eine sehr reizvolle Altstadt und liegt direkt an der Elbe. Der weltbekannte Markplatz zeigt sich heute mit einem schönen Lebensmittelmarkt und Produkten aus der Gegend von seiner besten Seite. Der berühmte venezianische Maler Canaletto hat den barocken Charme dieses Platzes und der Stadt in mehreren Bildern festgehalten. Die Zeit für uns in dieser Stadt verging viel zu schnell. Dafür wurden wir noch im Brauhaus „Zum Giesser“ mit einer Spezialität der Gegend und des Hauses verwöhnt: Schwarzbiergulasch, Böhmische Knödel und Apfelrotkohl. Da schmeckte das Bier aus der eigenen Brauerei einfach köstlich dazu. Die Farbenvielfalt war nicht nur schön anzusehen, sie schmeckte auch, ob rotes, schwarzes oder helles Bier! Wer noch nicht genug hatte, konnte auch noch von dem Brauhaus hergestellte Edeldestillate verkosten. So war der nächste Abschnitt des Tagesprogramms gerade ideal, wir brauchen etwas zum Verdauen der Köstlichkeiten. Wir fuhren weiter durch die Sächsische Schweiz mit dem Elbsandsteingebirge. An der Bastei machten wir dann einen längeren Halt, so blieb genügend Zeit hier einen kleinen Verdauungsspaziergang oder eine kleine Wanderung zu machen. Je nach Gusto konnte man so diese beeindruckenden Landschaften geniessen. Prächtige Felsformationen, welche Kletterer aus aller Welt anziehen, schöne Wanderwege mit Aussichtsplattformen über die Sächsische Schweiz und über der Elbe boten für jeden etwas. Zum Abschluss dieses Tages gab es ein freies Abendprogramm, so nutzten die einen noch einen Stadtbummel für letzte Einkäufe. Es gibt schon erste Dresdner Stollen zu kaufen, das bekannteste Produkt aus Dresden, der hier Striezel genannt wird. Andere besuchten die Frauenkirche, wo an diesem Abend ein Orgelkonzert dargeboten wurde. Eine beeindruckende Orgel aus Tradition und Moderne in einem perfekten Umfeld für eine gigantische Akustik. Wiederum andere genossen ein Abendessen in der Stadt oder im Hotel. Wie gut dass es für alle frei war zu wählen, denn am nächsten Morgen geht es wieder früh los. Voll mit Eindrücken der „Sächsischen Schweiz“ in die unsrige Schweiz zurück.
Es war schön in Sachsen mit der Sächsischen Schweiz, die so heisst, da ausgewanderte Schweizer Maler es hier einfach auch schön fanden. Als Schweizer geht man gerne weg, aber kehrt auch immer wieder gerne in die schöne Schweiz zurück, vor allem, wenn es so sicher und gut geht wie mit Peter als Chauffeur und dem komfortablen Bus von Zerzuben. Der „Autobahn-Gott“ war auch auf unserer Seite und wir sind sehr gut durch die Strassen zu den einzelnen Austiegsorte zurückgekommen. Wir sind als kleine Gruppe in der Schweiz gestartet und als kleine Familie zurückgekehrt.

Wünsche Euch Allen viele schöne Erinnerungen an diese Reise und bleibt gesund.

Herzlichst
Eure Isabella Raimann

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