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Wandern in den Cinque Terre

Bericht vom 10. – 14. Oktober 2018 | Bus Nummer 27

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Gisela-Jaehn-NEU

Gisela Jähn

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Mit 30 hatte ich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung – deshalb habe ich mich beim Imholz beworben und habe mehrere Jahre als stationäre Reiseleiterin vor allem für Städtereisen gearbeitet. Nach fast 20-jährigem Unterbruch arbeite ich nun seit Mai 2014 bei car-tours.ch, da einen die Reisebranche nie loslässt.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Die Vielfältigkeit dieses Berufes! Man lernt viele neue Menschen und Länder kennen, keine Reise ist wie die andere. Man kann sehr selbständig
arbeiten.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Ich bin flexibel in meinem Tun, kann mich gut anpassen und auf Menschen aller Art eingehen. Habe nie schlechte Laune !

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Man ist mit Gleichgesinnten zusammen, es entstehen Bekanntschaften oder sogar Freundschaften. Der Endpreis für den Kunden ist attraktiver.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei Car-Tours am besten?

Wie oben schon erwähnt, dass man sehr selbständig arbeiten kann. Man darf Beruf und Hobby verbinden.

Was unterscheidet car-tours von anderen Reisegesellschaften?

In erster Linie: Es ist immer eine Reiseleitung mit dabei. Exklusive Musikanlässe und Preis- Leistung ist unschlagbar.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Auf jeden! Jeder ist auf seine Art einmalig.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Eine gutes Verhältnis zu den Kunden, eine kollegiale Zusammenarbeit mit dem Fahrer und ein attraktives Programm.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Beim Konzert einer Blasmusik im Tirol hat mein Chauffeur dem Dirigenten gesagt, dass seine Reiseleiterin „unbedingt“ mal eine Kapelle dirigieren möchte ! Natürlich musste ich auf die Bühne und die Gäste, und auch ich, hatten an meinen Dirigentenkünsten unheimlich
viel Spass!

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Unbescheiden darf ich sagen, dass ich sehr viele tolle Komplimente von den Gästen bekomme.

Buchen Sie jetzt Ihr Reiseerlebnis!

 

Wandern in den Cinque Terre

5 Reisetage ab Fr. 599.-

Reisedaten Frühling / September 2020

cinque-terre-wandern-top

Die fünf Dörfer Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare wirken wie aus einer anderen Welt. Wie Schwalbennester kleben sie pastellfarben hoch über dem Mittelmeer. Wandern Sie bei dieser Reise auf uralten Pfaden mit grossartiger Aussicht durch Weinberge, Olivenhaine und an Steilhängen entlang, die mit Wolfsmilch, Ginster und Kakteen bewachsen sind. Zwischendurch tauchen die malerischen alten Dörfer auf, dann geht es wieder in unberührter Natur weiter – fantastisch!

Wandern in den Cinque Terre

Einmal eine Wanderung mit Car Tours zu begleiten, war für mich eine ganz neue Erfahrung. Schon den ganzen Sommer über lief diese Tour ganz hervorragend und nun durfte ich mit 46 Personen die wunderschöne Region der Cinque Terre „erwandern“. Wörtlich übersetzt heisst dies „Fünf Erden“, gemeint sind die fünf zauberhaften, wie Schwalbennester an den Berg gebauten Dörfer mit ihren farbenfrohen Häusern: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, von Norden nach Süden am ligurischen Meer gelegen. Wobei das Dorf in der Mitte, Corniglia, als einziges nicht am Meer, sondern hoch oben am Fels thront.

Unser Chauffeur Jürg fuhr uns am ersten Morgen mit seinem komfortablen Bus von St. Gallen, via Winterthur, Pfäffikon und Luzern, über Mailand, Parma, Cisa Pass, La Spezia sicher bis nach Marina die Pietrasanta, direkt am Meer gelegen. Das Hotel „Marzia“ liegt in der Region Toscana, wohingegen die Cinque Terre zur Region Ligurien gehört. Auf der Fahrt zu unserer Unterkunft durchfuhren wir auch noch die beiden Regionen Lombardei mit dem Hauptort Mailand, sowie die Emiglia Romana mit Bologna. Italien hat insgesamt 20 Regionen, wobei sich 18 auf dem Festland, resp. der Halbinsel befinden und dazu die beiden Inseln Sardinien und Sizilien, die politisch eine eigenständige Region darstellen. Das Hotel „Marzia“ ist ein typisch italienisches Badehotel mit relativ einfachen aber zweckmässigen, sauberen Zimmern und einem hervorragenden Frühstücksbuffet. Da die Italiener von Haus aus keine grossen Frühstückesser sind, überraschte uns das reichhaltige Buffet umso mehr. Auch das Personal war absolut top, zuvorkommend und herzlich. Am ersten Abend wurden wir mit einem grandiosen Aperobuffet überrascht, von dem viele Hotels der höheren Kategorie sich ein Stück abschneiden könnten. Auch durften wir uns nach jeder Rückkehr, vor dem Abendessen, mit kleinen Häppchen stärken.

Auf dem Reiseprogramm standen bei dieser Tour drei Wanderungen. Eine ca. 2-stündige, eine ca. 3 1/2 stündige und eine ca. 4 1/2 stündige. Die Cinque Terre darf man nicht unterschätzen, da es bergauf und bergab geht. Da die Wege zudem nur selten eben sind, muss man schon eine gewisse Kondition und Trittsicherheit mitbringen. Gutes Schuhwerk, Sonnenschutz, genügend Trinkwasser und einen Regenschutz gehören wie selbstverständlich zur Ausrüstung. Unsere Gäste waren in dieser Hinsicht vorbildlich – sah man doch sonst auf den Wegen Fussbekleidungen, über die man schlichtweg nur den Kopf schütteln konnte. Flip-Flops, offene Sandalen, Pumps…….!

Unsere erste Wanderung, eine Rundtour, führte uns, zuverlässig betreut von unseren zwei charmanten Wanderleiterinnen Francesca und Valeria, von Sestri Levante nach Punta Manara und wieder nach Sestri Levante. Korrekterweise muss ich allerdings erwähnen, SOLLTE uns führen. Der Wettergott meinte es an diesem Tag nämlich nicht so gut mit uns, er öffnete seine Schleusen genau über diesem Teilstück und zwang uns, die Wanderung in der Hälfte abzubrechen, da es zu gefährlich hätte werden können auf dem glitschigen Boden. Das Unwetter war der Ausläufer des Sturmtiefs vom Vortag über Mallorca. Der Abbruch und das Schmuddelwetter beeinträchtigen die Stimmung in der Gruppe aber in keinster Weise und nach einem feinen Mittagessen entschieden wir uns spontan, am Nachmittag einen Abstecher nach La Spezia zu machen. La Spezia ist der Hauptort der gleichnamigen Provinz und mit ca. 94000 Einwohnern die zweitgrösste Stadt in Ligurien, nach der Hauptstadt Genua.

Als wäre nichts gewesen, überraschte uns der nächste Morgen mit strahlendem Sonnenschein und alle freuten sich auf die zweite Wanderung von Levanto nach Monterosso al Mare. Bei dieser, mit ca. 12 km längsten der drei Touren, musste ein Höhenunterschied von 400 m überwunden werden. An uns für sich nicht sehr viel aber man darf die Cinque Terre, wie bereits erwähnt, vom Gelände her nicht unterschätzen. Unebene, zum Teil schmale Wege, hoch über dem Meer, durch Wälder und offenes Gelände verlangen vom Wanderer einiges ab. Die Teilnehmer unserer Reisegesellschaft brachten unterschiedliche Konditionen mit aber mit eisernem Willen schafften es alle bis ins Ziel. Nach einem erfrischenden Bad im immer noch angenehm warmen Meer oder einem Bier, einer Glace oder sonstigen Stärkung ging es mit dem Vorortszug zurück nach Levanto, wo uns Jürg bereits erwartete und uns sicher durch die teils recht kurvigen Strassen nach Marina di Pietrasanta chauffierte. Auf der Rückfahrt von einer Wanderung ist es in der Regel sehr still im Bus, gönnt sich doch jeder ein kleines Nickerchen. Busfahrer und Reiseleiter ausgenommen J

Für die dritte Wanderung starteten wir wieder im Städtchen Levanto, das sich übrigens schon ausserhalb der Cinque Terre befindet. Nur gerade eine Station mit dem Zug weiter, in Vernazza, hiess es wieder Rucksack und Schuhe gut schnüren und los nach Corniglia. Obwohl dies als leichteste Tour ausgeschrieben war, hatte es auch dieser Tag in sich. Vor allem die erste Steigung über zahlreiche hohe Treppenabsätze jagte so manchen Puls schon etwas in die Höhe. Einmal den höchsten Punkt auf ca. 280 m.ü.M. erreicht, konnten wir etwas ausspannen, ging es nun nur noch geradeaus oder nur mehr ganz leicht bergwärts. Die wunderschöne Aussicht auf ein türkisblaues Meer entschädigte uns für so manche Strapaze und nach knappen 2 ½ Stunden erreichten wir stolz und zufrieden das Örtchen Corniglia, das, wie schon erwähnt, als einziges der fünf Gemeinden, nicht am Meer liegt. Entsprechend ist das Touristenaufkommen dort etwas bescheidener. Von Corniglia machten wir mit dem Zug noch einen Abstecher in das weitest südlich liegende Riomaggiore. Somit hatten wir, bis auf Manarola, alle Cinque Terre Gemeinden besucht.

Einige Gäste, die den heutigen Tag etwas ruhiger gestalten wollten, nutzten die Möglichkeit, mit der sog „Cinque Terre-Card“ die gesamte Küste mit dem Zug abzufahren. Diese Karte ist einen ganzen Tag gültig und kann beliebig oft für Fahrten von A nach B und zurück eingesetzt werden. Wieder andere genossen eine Schifffahrt auf einem der zahlreichen Ausflugsboote. Das Schöne an unseren Reisen ist u.a. auch der Tatbestand, dass man nichts MUSS und (fast) alles DARF.

Wie alles Schöne im Leben, ging auch diese Reise viel zu schnell vorbei und am Sonntagmorgen früh hiess es leider schon wieder Abschied nehmen von „Bella Italia“. Die Rückfahrt gestalteten wir etwas anders als die Hinfahrt, dieses Mal fuhren wir der ligurischen Küste entlang nach Genua und von dort nordwärts via Alessandria, Mailand bis in die Schweiz. Infolge der üblichen sonntäglichen Staus am Gotthard und in Zürich verzögerte sich die Ankunft in St. Gallen aber wichtig ist in jedem Fall, dass alle gesund heim kommen.

Wir bedanken uns bei allen „Wandervögeln“ für die tolle Zeit – bis zum nächsten Mal.

Herzlichst

Gisela & Jürg

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