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Südenglands Traumküsten

Bericht vom 12. – 19. Mai 2019 | Bus Nummer 27

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Heidi-Halter-NEU

Heidi Halter

Kaum zu Hause, zieht es mich wieder in die Ferne

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Nach Jahren in einem Bürojob wollte ich die letzten Jahre meines aktiven Berufslebens mit einer Tätigkeit ausfüllen die mir wirklich Spass macht.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Der Umgang mit Menschen, das Organisieren und Improvisieren, die immer wieder neuen Destinationen, die meist tollen Leute und die Zufriedenheit wenn sich die Gäste mit einem „danke, es war toll“ verabschieden nach einer Reise

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mein Bestreben, mit 100% zufriedenen Kunden von der Reise zurückzukommen.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Meist geht es auf einer Gruppenreise lustig zu, die Leute verstehen sich gut, können sich über das Erlebte austauschen und oft wird gelacht (oder gar gesungen) im Bus.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei car-tours.ch am besten?

Ich kann mich darauf verlassen, dass das Programm gut ausgearbeitet ist, dass die Hotels, Restaurants, etc. gut sind. Zudem kommt niemals Routine auf, jede Reise ist wieder anders.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich bin Schottland Fan geworden, ganz besonders die Highlands begeistern mich. Und…. Ich liebe Haggis.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Es gibt unzählige Reisen die ich gerne machen würde und wenig bis keine Destinationen die mich nicht interessieren. Der absolute Hit wäre natürlich eine Reise zu den Nordlichtern, da ich von Astronomie und allem was damit zusammenhängt fasziniert bin.

Was auf jeder Reise unverzichtbar?

Das NW Fähnli ist immer dabei

Welches Buch darf auf keiner Reise fehlen?

Habe während der Reisen keine Zeit zum lesen ?

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Sankt Petersburg habe ich privat schon besucht, würde aber eine car-tours-Reise dorthin absolut super finden.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Wir fuhren auf einen Parkplatz in Schottland, da sagte der Chauffeur „super, da um die Ecke sind ja auch gleich Toiletten“. So liess ich die Leute aussteigen und schickten sie in die Richtung dieser Toilette. Sie kamen alle wieder und sagten, dass sie keine Toiletten gefunden haben… Als ich dann nachschauen ging, kam ich zu einem Schild wo stand „To let“. Wir alle (auch der Chauffeur) haben uns köstlich darüber amüsiert und lachten wenn immer wir ein „to let“ Schild sahen während der ganzen Reise.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast und dein schönstes Erlebnis bei car-tours.ch Reisen?

Eine ganze Gruppe Westschweizer Gäste dankte mir mit dem wunderschönen Lied La Montanara zum Abschied. Das ging echt unter die Haut, es waren sehr gute Sänger in der Gruppe und ich musste mir fast ein Tränchen der Rührung wegwischen.

Wohin reist du privat?

Für private Reisen zieht es mich in den asiatischen Raum.

Südenglands Traumküsten

Rosamunde Pilcher Bilderbuch Landschaften

Wildromantische Küsten mit schroffen Steilküsten

Wundervolle Wanderungen bei perfektem Wetter

Kurz: eine perfekte Wanderreise

Gestern sind wir von dieser wundervollen Wanderreise zurückgekommen und ich konnte mich von 32 zufriedenen und glücklichen Teilnehmern verabschieden. Nun sitze ich hier, schaue in das trübe Regenwetter und erinnere mich an die schönen Tage mit Euch in Südengland. Ich bin sicher, dass mir diese traumhaften Landschaften noch sehr sehr lange in Erinnerung bleiben werden. Es war einfach nur schön!

Wie sagt man so schön: wenn Engel reisen bleibt das Wetter schön. So jedenfalls haben wir Wanderlustigen das in Südengland erlebt. Ab Reisebeginn war die Stimmung heiter und entspannt im Bus und unser Chauffeur Michi und ich wussten von Anfang an, dass das eine sehr angenehme Woche werden würde.

Eine P&O Fähre bringt uns in 90 Minuten über den Ärmelkanal von Calais nach Dover. Von weither sichtbar begrüssten uns die 106 Meter hohen Kreidefelsen in Dover. Welcher Anblick! Unter dem blauen Himmel legte die Fähre an auf englischem Boden und sofort gab‘s viel Neues zu sehen. Die typisch kleinen und schmalen englischen Häuser mit den zahlreichen Kaminen auf den Dächern die aufzeigen wieviele Chemines das Haus hat. Oder die satt grünen Wiesen und reizvolle Landschaft die uns in der Grafschaft Kent, auch der Garten von England genannt, begleiten auf unserem Weg zum Leeds Castle, einem der schönsten Wasserschlösser Grossbritanniens. Dort gab‘s viele Ah‘s und Oh‘s, die Anlage ist ganz einfach sensationell schön. In einem grossen Park mit vielen Tieren und schönen Pflanzen liegt das alte Schloss. Es war eine Freude dort einen längeren Aufenthalt zu machen.

Auf dem Weg weiter in den Süden nach Eastbourne fahren wir durch kleine, idyllische Dörfer, durch sanft welliges Hügelland und ehrwürdigen Landsitzen, umgeben von Gärten und weitläufigen Parks. Die Strassen sind sehr schmal, aber alles kein Problem für unseren super Fahrer Michi. Er fährt links als hätte er nie etwas anderes getan.

Unser Hotel in Eastbourne liegt direkt am Meer und entspricht genau einem typisch englischen Hotel wie ich es euch beschrieben habe. Alle haben sich hier wohlgefühlt und haben das gewünschte Essen bekommen. Ein grosses Bravo der Küchenmannschaft!

Unsere lokale Wander- und Reiseleiterin Frances begleitet uns am nächsten Tag auf unserer ersten Wanderung von Beachy Head, mit 162 m der höchste Kreidefelsen Grossbritanniens, mit herrlicher Sicht auf den Leuchtturm bis Birling Gap, wo wir eine Kaffeepause einlegen bevor die Wanderung weitergeht über die bekannten Kreidefelsen Seven Sisters. Ohne Zweifel sind das die eindruckvollsten Klippen im Süden Englands. Ich kann diese Wanderung kurz und bündig als fantastische Küstenwanderung bezeichnen. Man stelle sich eine Rosamunde Pilcher Küstenlandschaft vor mit steil abfallenden Weissen Kreidefelsen, tief unter und liegt ein Leuchtturm und das Meer donnert gegen die Küste. Ich gerate ins Schwärmen wenn ich diese Wanderung beschreiben soll. Einfach nur schön!

Auch die kurze Mittagspause in einem kleinen, typisch englischen Städtchen bleibt in schöner Erinnerung bevor es weitergeht zum nächsten Hotel in Bournemouth.

Am nächsten Tag führt uns der Weg direkt nach Cornewall, das Land der wildromantischen Küsten, malerischen Dörfer, liebevoll angelegten Gärten und geschichtsträchtigen Gegenden.

Wir besichtigen das malerische Fischerdorf Loo, gehen eine kurze Strecke zum Hannafore Point wo Michi mit dem Bus auf uns wartet und uns zu den grandiosen Lost Gardens of Heligan fährt. Wir erkunden den riesigen Garten, einige getrauen sich gar über die Hängebrücke. Ich selber war nicht so mutig und habe den Umweg genommen :-). Wir besichtigen den Gemüsegarten, den Jungle, den Bauernhof mit den Tieren und viele andere Teile dieser grossen Anlage. Kein Wunder bezeichnet man die Lost Gardens als einer der bekanntesten Gärten England.

Auch der nächste Tag beschert viele wunderbare Momente. Wir spazieren gemütlich von Penzanze bis Marazion und von dort zum bekannten St.Michaels Mount. Aber Achtung, wir müssen die Zeiten von Ebbe und Flut beachten. Einige kommen grad noch trocken zu Fuss zum Festland zurück bevor das Wasser beginnt anzusteigen, andere fahren die Strecke mit dem Schiff zurück. In Marazion haben wir genügend Zeit für einen Bummel und Mittagessen. Michi und ich finden ein kleines Lokal bekannt für die Leibspeise der Engländer Fish and Chips.

Die Wanderung am Nachmittag führt uns vom kleinen Küstenort Sennen Cove bis zum Lands End. Die Spitze der Landzunge ist der westlichste Punkt Englands. Wir sind am Ende von England angekommen und können auf unserer Wanderung wieder eine grandiose Landschaft geniessen bis wir zum ersten, respektive letzten Haus in England kommen. Wieder kann ich nur sagen, einfach schön!

Unsere letzte Wanderung führt uns am kommenden Tag zu den spektakulären Bedruthan Stepps. Wir haben Glück, es ist Ebbe und die meisten Teilnehmer können die steilen Treppen hinunter zum Meer nehmen und dort auf dem „Meeresgrund“ wandern. Ich bleibe mit einigen Wandern oben und spazierte entlang der hochgelegenen Klippen, wieder mit grandioser Aussicht. Immer wieder wird fotografiert und gestaunt. Ein absolut fantastisches Naturschauspiel das sich unseren Augen bietet. Tief unter uns sehen wir die anderen Wanderer die zwischen den Klippen und Felsen spazieren und die Natur dort unten dank Ebbe geniessen können. Es muss mystisch gewesen sein dort unten; sagten mit doch Michi und andere Leute, dass man sich dort unten wie in einer anderen Welt gefühlt hat.

Noch hält der Tag aber eine weitere Überraschung bereit für uns. Der Besuch im idyllisch gelegenen Fischerdorf Clovelly. Ein 800 Meter langer Weg mit Klopfsteinpflaster und einigen Stufen führt nach unten zum Hafen. Im Ort leben zurzeit 400 Einwohner, wobei viele davon noch den klassischen Fischfang betreiben, was an den weissen Fischerhäuschen erkennbar ist.

Irgendwie fühlt man sich hier in ein Dorf der Cinque Terre versetzt. Steil liegt das Dorf an einem Abhang, die Bewohner benutzen Holzschlitten um ihre Vorräte zu transportieren. Leider ist die Sonne etwas hinter den Wolken verschwunden, aber auch so ist Clovelly ein Erlebnis. Als Mittagessen geniessen wir noch eine andere Spezialität, ohne die kein Englandbesuch komplett ist, Cream Tea! Scones, clotted Cream und Erdebeerkonfi.

Ja, und dann geht’s leider auf die Heimreise. Voller wunderschöner Erinnerungen fahren wir wieder Richtung Dover und nehmen die Fähre nach Calais. Während wir warten, dass wir auf die Fähre fahren können, sehen wir auf einem grossen Bildschirm unwahrscheinliche Zahlen! Am Vortag sind im Hafen von Dover

38498 Passagiere

4606 Personenwagen

474 Busse

6188 Lastwagen

abgefertigt worden. 54 mal fährt die Fähre und der Hafen Dover/Calais ist somit der betriebsreichste Fährhafen Europas.

Nach einer Zwischenübernachtung in Lille, wo wir zum erstenmal Regen sehen, machten wir uns am nächsten Tag auf die Heimreise. Dank ruhiger Strassen kommen wir pünktlich in der Schweiz an und in Pratteln gibts ein grosses Umarmen, auf Wiedersehen sagen, winken und Adressen austauschen bevor die Busse in verschiedenen Richtungen weiterfahren.

Mit etwas Wehmut lasse ich Euch gehen, liebe Wanderfreunde. Wir haben eine wunderschöne Woche zusammen verbracht und nun gehen wir wieder alle unsere eigenen Wege. Ich werde sicher oft an diese fantastische Woche und an euch alle zurückdenken und kann euch nur ein grosses Danke vielmal sagen für das schöne Zusammensein und hoffen, dass wir uns auf einer anderen Cartours Reise wieder treffen.

Ebenfalls ein grosses Danke an unseren super Chauffeur Michi, der uns sicher und ruhig nach Südengland und zurück gefahren hat.

Eure Reiseleiterin,

Heidi

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