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Silvesterzauber in Nürnberg

Bericht vom 30. Dezember 2021 – 2. Januar 2022| Bus Nummer 4                              

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Silvesterzauber in Nürnberg 1

Veronika Haltinner

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Silvesterzauber in Nürnberg

4 Reisetage ab Fr. 769.-

Reisedatum Dezember 2022

Silvesterzauber in Nürnberg 2

Verbringen Sie mit uns einen exklusiven Jahreswechsel im legendären Le Meridien Grandhotel im Herzen von Nürnberg. Die Stadt wird Sie mit ihrem mittelalterlichen Flair, einer unglaublich schönen Altstadt und mit der Kaiserburg bezaubern! An Silvester erwartet uns eine schöne Silvesterfeier im historischen Ballsaal und am Neujahrstag flanieren wir durch die zwei Städtejuwelen Bamberg und Bayreuth. Ein wunderbarer Jahreswechsel in bester Gesellschaft und zu einem absoluten Top-Preis!

Silvesterzauber in Nürnberg

Im vergangenen Jahr gab es keine Silvesterreisen, auch dieses Jahr mussten viele abgesagt werden und so haben wir bis kurz vor der Abreise gezittert. Würde diese Silvesterreise stattfinden können? Als Grünes Licht kam, war die Freude bei Peter, unserem erstklassigen Fahrer von Zerzuben, mir und dem Team vom 2. Bus gross.

Die Anreise nach Nürnberg verläuft reibungslos und bereits gegen 16.00 Uhr erreichen wir unser mit festlichen Lichterketten dekoriertes Hotel, das Le Meridien Grand. Nach dem Zimmerbezug stürzen wir uns in das weihnachtlich beleuchtete Zentrum der Altstadt, wo reger Betrieb herrschte, um erste Eindrücke zu sammeln. Später erwartete uns ein leckeres Büffet im Restaurant La Brasserie unseres Hotels. 

 

31. Dezember 2021 – NÜRNBERG

Die Frankenstadt Nürnberg ist nach München die zweitgrösste Stadt des Freistaates Bayern. Ansonsten hat man wenig Gemeinsamkeiten mit den Altbayern im Süden. Lederhosen, Dirndl und Schuhplattler haben hier im Norden Bayerns nichts verloren, man spricht fränkisch nicht bayrisch, isst keine Weisswürste – nur das Bier liebt man im gleichen Masse, auch wenn man es hier nicht massweise trinkt. Die Bayern und Franken mögen sich nicht besonders, man ist dauernd im Wettstreit, und freut sich spitzbübisch über Kleinigkeiten so auch, dass der Fernsehturm Nürnbergs, das Nürnberger Ei, einen halben Meter höher ist als der Olympiaturm in München.

Nach einem reichhaltigen Frühstück werden wir von Peter und Petra, unserer kundigen Stadtführerin, abgeholt. Etwas wehmütig erzählt uns Petra, dass dies ihre letzte Stadtrundfahrt im Bus ist. Nürnberg versuche autofrei zu werden und ab 2022 sind nur noch Stadtrundgänge erlaubt.

Entlang der Nürnberger Stadtmauer, der längsten noch erhaltenen Mauer Mitteleuropas, fahren wir zum Justizpalast mit dem namhaften Schwurgerichtssaal 600. Hier fanden nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Nürnberger Prozesse gegen die Kriegsverbrecher statt. Der Saal 600 war der größte Gerichtssaal Nordbayerns und weitgehend unzerstört, im Gegensatz zum Rest der Stadt, die 90% in Trümmern lag.

Beim Johannes Friedhof, der unter Denkmalschutz steht, und wegen der vielen Rosenbüsche auch Rosenfriedhof genannt wird, steigen wir aus. Nebst vielen Persönlichkeiten befindet sich hier auch das Grab von Albrecht Dürer, dem wohl bekanntesten Künstler Nürnbergs. Sein prominentes Aquarell „Feldhase“ ist mit der Stadt ebenso untrennbar verbunden.

Unterhalb der Nürnberger Burg, dem Wahrzeichen der Stadt, erbaut auf dem steinigen Felsen, der der Stadt den Namen gab, verlassen wir den Bus. Ein gewaltiger Ausblick bietet sich uns vom höchsten Punkt der Stadt.

Hier wartet Kurt auf uns, ein zweiter Stadtführer, um mit der Hälfte unserer Gruppe die restliche Besichtigung zu Fuss weiterzuführen.

Im Mittelalter war Nürnberg quasi der Nabel Europas. Es war Kaiserpfalz und mächtige Reichsstadt. Später galt die fränkische Metropole als des Reiches Schatzkästlein und war die Stadt der Reichsparteitage.

Kurt erzählt, dass die stattliche Burg im Mittelalter ungemütlich, feucht und nass war und über keine Möbel verfügte, so dass die früheren Reisekaiser ihr eigenes Bett mitbringen mussten. Über der Burg wehen drei Fahnen: die Bayernflagge, die Nürnberger Stadtflagge und die Frankenflagge, die oft, zu ihrem Entsetzen, mit der polnischen verwechselt wird.

Nach einem Rundgang verlassen wir die weitläufige Burg durch das Himmelstor, schlendern gemütlich die Strasse des Ölbergs hinunter zum Tiergärtnertorplatz wo sich das Wohnhaus Albrecht Dürers befindet, das heute sein Museum beherbergt. Die umliegenden Gaststätten mit Blick auf das spitzbogige Tiergärtner-Stadttor und die historischen Fachwerkhäusern sind sehr beliebt und vor allem im Sommer vielbesucht.

Weiter spazieren wir durch die verwinkelte Altstadt bis ins „Herz“ der Stadt mit dem wahrlich imposanten Alten Rathaus und dem Hauptmarkt. Hier stehen weitere Wahrzeichen, wie die Frauenkirche und der Schöne Brunnen, der bekannteste Brunnen Nürnbergs.

Eine Legende besagt, dass wer einmal am goldenen Ring des Schönen Brunnens dreht, drei Wünsche erfüllt bekommt, und wer gar dreimal dreht, kann sich über viele Kinder freuen.

Ein Muss für jeden Touristen ist, mittags Punkt zwölf Uhr, vor der Frauenkirche das Männleinlaufen abzuwarten. Nur einmal pro Tag huldigen die sieben Kurfürsten mit ihrem dreimaligen Rundgang den Kaiser. Das Schauspiel erinnert an den Zytgloggeturm in Bern.

Und genau hier, auf dem Balkon der Frauenkirche, unterhalb des Männleinlaufens, spricht jedes Jahr das blondgelockte Christkind im goldenen Gewand das traditionelle Eröffnungssprüchlein auf und eröffnet damit den weltbekannten Christkindlemarkt.

Nach so vielen Sehenswürdigkeiten ruft uns fussmüde Spaziergänger Nürnbergs Lieblingsgericht: „6 auf Kraut“; Nürnbergs Rostbratwürste auf Sauerkraut. Sie wiegen nur 25 Gramm und sind so lange wie ein Damenfinger. Dazu gehört selbstverständlich ein fränkisches Bier, wie ein feines Schanzenbräu oder Tucher.

Am Nachmittag bleibt noch Zeit selbständig durch die grösste Fussgängerzone Europas zu bummeln und das eine oder andere Mitbringsel zu kaufen. Ein Besuch bei Wicklein, der ältesten Nürnberger Lebküchnerei, darf nicht fehlen. Diese alte Tradition hat den Bürgern hier den Übernamen „Lebkuachapreissn“ eingebracht, aber auf Ihre Lebkuchen, die Elisen, sind sie stolz.

 

SILVESTER

Um 19.00 Uhr werden unsere Gäste im prächtigen Richard Wagner Saal unseres geschichtsträchtigen Hotels mit einem exquisiten Cocktail empfangen. Der Saal, dem Namen entsprechend mit Richard Wagner Motiven dekoriert, mit spektakulären Kronleuchtern dessen Licht sich in den saalhohen Spiegeln und Fenstern reflektiert, ist wunderschön. Fehlt nur das Orchester, aber das gibts sicher wieder zum kommenden Silvester. Das Galabuffet, mit einer Flut an Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts inklusive Schokoladenbrunnen wartet in der Lobby auf uns und jeder findet unter den circa fünfzig gluschtigen Gerichten etwas Feines.

Kurz vor dem Jahreswechsel bekommen alle Gäste ein Glas Sekt, um auf das Neue Jahr anzustossen. Happy New Year, etwas anders ohne Tanz dieses Jahr, aber trotzdem schön in diesem traumhaften Ballsaal.

 

1. Januar 2022 – BAMBERG UND BAYREUTH

Die erste Nacht im neuen Jahr fiel etwas kürzer aus, aber wir freuen uns, nach dem einladenden Frühstücksbüffet, Oberfranken kennenzulernen. Natascha, eine charmante und sehr gebildete Dame, begleitet unseren Tagesausflug.

Bamberg liegt nur eine Stunde nördlich von Nürnberg. Vorbei an Fürth, wo der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger geboren wurde, fahren wir durch das Knoblauchsland, ein grosses Gemüseanbaugebiet. Baiersdorf ist die Hauptstadt des Meerrettich-Anbaus, hier Kren genannt.  Das Wasser der Regnitz, ein Nebenfluss der Main, sorgt für die notwendige Bewässerung.

Parallel zum Regnitztal verläuft der Main-Donau-Kanal, der die Main bei Bamberg mit der Donau bei Kehlheim verbindet.

Und wir alle kennen Levi Strauss, der Erfinder der Jeans. Sein Geburtsort ist Buttenheim bei Bamberg wo er 1829 als Löb Strauss geboren wurde. Im Alter von 18 Jahren ist er mit seiner Mutter nach New York ausgewandert. Das Levi Strauss Museum erzählt seine Lebensgeschichte und die Geschichte seiner berühmten blauen Hosen.

 

BAMBERG

Das Hochstift Bamberg, trägt den Beiname „Rom des Nordens“, denn wie die italienische Hauptstadt ist Bamberg auf 7 Hügeln entstanden und auf jedem Hügel befindet sich eine wichtige Kirche und bildet damit den geistlichen Stadtteil.

Barockstadt, Kulturstadt, Gärtnerstadt, Kunststadt, Bierstadt – einst gab es 68 Brauereien hier, heute sind es noch 9 – bekannt vor allem ist das Rauchbier.

Die Altstadt ist eine der größten weitgehend unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerne in Deutschland und daher seit 1993 Weltkulturerbe.

Heute am ersten Jahrestag, gehört die Stadt praktisch uns alleine. Wir flanieren einem Regnitzarm entlang, vorbei an der malerischen Reihe ehemaligen Fischerhäuser die liebevoll „Klein Venedig“ genannt wird. Dicht gedrängte Fachwerkbauten mit winzigen Vorgärten und eigenen Flusszugängen bestimmen das Bild dieses Stadtteils. Der Wasserstand ist bedrohlich hoch und einige Häuser und Balkons sind eindeutig in Schieflage.

Nun geht es hinauf zum Domberg mit dem alles überragenden Kaiserdom. Hier findet man den  weltberühmten Bamberger Reiter, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Bamberg. Daneben die Neue Residenz, mit dem imposanten Kaisersaal und dem hübschen Rosengarten, und die Alte Hofhaltung. Auf dem Domplatz findet das wichtigste Stadtfest, das Fronleichnamsfest, statt.

Kunigunde ist die Lieblingsheilige Bambergs. Alles dreht sich um Kunigunde und Ihren Ehemann Kaiser Heinrich. Das Herrscherehepaar hinterliess eine Fülle an Kirchenstiftungen und Klöster.

Einzigartig ist das farbenprächtige Brücken-Rathaus im Barock und Rokoko Stil. Da der Bischof von Bamberg den Bürgern für die Errichtung eines Rathauses nichts von seinem Grund und Boden abgeben wollte, schlugen die listigen Bürger Pfähle in die Regnitz und schufen somit eine künstliche Insel, auf der sie ihr Rathaus bauten. Die Regnitz markiert die alte Herrschaftsgrenze zwischen dem bischöflichen Berg und der bürgerlichen Inselstadt.

Nach soviel Kultur geht es auf der anderen Seite des Alten Rathauses in die bürgerliche Stadt mit malerischen Altstadtgassen und Boutiquen, wo wir uns im Café Graupner verwöhnen lassen.

 

FRÄNKISCHE SCHWEIZ

Zwischen Bamberg und Bayreuth erstreckt sich die Fränkische Schweiz auf etwa der Fläche des Kanton Aargaus oder Luzerns. Über einhundert Landschaften mit dem Zusatz „Schweiz“ gibt es in Deutschland. Es handelt sich um Landstriche und Ferienregionen, die aufgrund ihrer landschaftlichen Merkmale und Schönheiten der Schweiz ähneln, also dem einstigen Sehnsuchtsorte Schweiz nachempfunden sind.

Richard Wagner, der 1872 Bayreuth als Wohnort wählte, liebte es mit seiner Kutsche durch die Fränkische Schweiz zu fahren. Wagner liebte auch die Schweiz, lebte er doch mit seiner Ehefrau Cosima sechs Jahre in Tribschen, der kleinen Landzunge im Vierwaldstättersee.

Die Fränkische Schweiz ist insbesondere im Sommer ein beliebtes Touristenziel. Eine abwechslungsreiche Berg- und Hügellandschaft mit schwindelerregenden Kalkfelsen, die Jahr für Jahr Kletterer aus ganz Europa anlocken. Romantische Waldtäler und idyllische Flusstäler laden zum Wandern, Biken und Kanufahren ein. Höhlen aller Art gibt es in dem Karstgebiet zu entdecken und entlang der Burgenstrasse, einer Touristenstrasse zwischen Mannheim und Prag, findet man Burgen und Ruinen.

 

BAYREUTH

Bayreuth liegt im Fichtelgebirge. Unser erstes Ziel, das weltberühmte Richard-Wagner-Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Es war der Traum Richard Wagners seine eigenen Opernwerke aufzuführen und hier hat er zu Lebzeiten sein eigenes Denkmal geschaffen. Das Opernhaus ist nur während vier Wochen im Jahr geöffnet und während dieser Zeit werden 30 Wagner Werke präsentiert.

Das ruhige Bayreuth wird während der Bayreuther Festspiele zur Weltstadt. Wagnerianer aus der ganzen Welt eilen zu diesem Medienereignis ersten Ranges hierher. Natürlich kann man Wagners Opern überall hören aber den echten Wagner Fans geht es um die Akustik, den sogenannten „Bayreuther Klang“ im Festspielhaus, der einzigartig ist.

Das Festspielhaus ist bescheiden, Wagner selbst wollte keinen pompösen Bau. Bei der Eröffnung 1876 bekam es den despektierlichen Namen „Richard Wagners Scheune“.

Das Innere liess er wie ein Amphitheater bauen; der Zuschauerraum besteht aus völlig gleichmäßig ansteigenden Sitzreihen wodurch von allen Plätzen eine nahezu ideale Sicht gewährleistet ist. Kein Plüsch und Prunk, der komplette Innenraum besteht aus Holz, selbst die Stühle und es gibt bis heute keine Klimaanlage, trotz der oft sehr warmen Sommer.

Weltweit einzigartig ist der Orchestergraben, bekannt als „mystischen Abgrund“. Dadurch ist das Orchester unsichtbar fürs Publikum, das sich ganz auf die Bühne konzentrieren kann und es entsteht der sogenannte Bayreuther „Mischklang“.

Bayreuth hat zwei Opernhäuser. Unten im Stadtzentrum befindet sich das prächtige Markgräfliche Opernhaus aus dem 18. Jahrhundert, ein elegantes Logentheater.  Es zählt zu den wenigen im Original erhaltenen Theater- und Opernbauten der damaligen Zeit und dank des guten Erhaltungszustand wurde es 2012 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Mit Car-Tours haben Sie die Gelegenheit im Oktober die Richard Wagner Operngala hier zu besuchen.

Dann besuchen wir noch die Villa Wahnfried wo Richard Wagner mit Cosima und den gemeinsamen Kindern die letzten neun Jahre seines Lebens wohnte. Es war dies der erste und einzige Besitz Wagners der stets auf Pump gelebt hatte und oft vor seinen Gläubigern flüchten musste. Hier in Bayreuth hatte Wagner das erste Mal keine Geldsorgen. Seine Gruft befindet sich im Garten obwohl er in Venedig starb. Das Haus ist heute Teil des Richard-Wagner-Museum.

Viel Interessantes haben wir den ganzen Tag zu sehen und hören bekommen. Zurück in Nürnberg erwartete uns einmal mehr ein köstliches Abendessen und schon heisst es Koffer packen denn unsere Silvesterreise geht dem Ende zu.

Die Meteorologen sagten uns, dass es der wärmste Jahreswechsel seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Wir fühlten uns wie auf einer Herbstreise und konnten am 31. Dezember in einem Gartenrestaurant sitzen. Nürnberg, Bamberg und Bayreuth – sie alle waren einen Besuch wert und es gäbe noch viel mehr im schönen Frankenland zu entdecken. Ein Grund wieder zu kommen.

„Hätt‘ ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G’schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.“

Ihre Reiseleiterin Veronika Haltinner

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