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Elba, Ischia & Capri

Bericht vom 5. – 11. Mai 2022 | Bus Nummer 1                             

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Elba, Ischia & Capri 1

Cornelia Scalenghe

„Reisen kostet zwar Geld doch man wird trotzdem jedes Mal reicher“.

Elba, Capri, Ischia

Das tönt wie aus einem Film aus der 60- Jahren, in der Hauptrolle Sophia Loren. Doch fangen wir vorne an. Mein Chauffeur Yvo und ich dürfen genau 31 Gäste auf unserer Reise begrüßen; eine bunte Mischung aus der ganzen Deutschschweiz. Unser erstes Ziel ist heute Marina di Grosseto, wo wir im Hotel Ricci unsere ersten 2 Nächte verbringen werden. Alles läuft planmäßig, im Bus gibt es genügend Platz und so können wir uns erstmals „beschnuppern“. Wir fahren durch die wunderbare Poebene, an Parma vorbei, über den Cisapass bis wir in La Spezia erstmals das Meer sehen. Leider begleitet uns der Regen während der ganzen Fahrt ein bisschen, doch eigentlich sollte sich das Wetter in den nächsten Tagen verbessern. Unser Hotel in Marina die Grosseto erwartet uns zum Abendessen und gut gestärkt aber müde von der Fahrt, legen sich meine Gäste bald schlafen, denn am nächsten Morgen geht’s gleich früh los in Richtung Piombino. Die Anfahrt ist zwar nicht weit, aber wir wollen unsere Fähre auch nicht verpassen. Doch ganz im Gegenteil; wir haben kaum Verkehr und haben deshalb Glück, das wir mit der früheren Fähre mitfahren können; das heißt also sogar eine Stunde mehr Zeit auf Elba.

Antonietta, unsere Reiseleiterin ist auch schon da und in Portoferraio angekommen, fahren wir zur Sommerresidenz Napoleons, der Villa San Martino. Während einem kleinen Spaziergang, erfahren wir einiges über die Zeit, die Napoleon auf Elba verbrachte. Während seines zehnmonatigen Exils war er keineswegs ein Gefangener, sondern brachte viele Erneuerungen auf die Insel und war deshalb bei den Bewohnern sehr beliebt. Doch lassen wir die Geschichte Vergangenheit sein und erfreuen uns an der schönen Natur der Insel, dieser typischen Vegetation, der macchia mediterraneo, welche aus dicht wachsenden, schwer zugänglichen und immergrünen Sträuchern besteht. Doch finden wir hier auch exotische Pflanzen wie Feigenkaktus, Agave, Palmen und eine Vielzahl wilder Orchideen. Unsere Fahrt bringt uns nach Procchio, wo wir ganz in der Nähe einen kleinen Fotostopp einlegen und zwar beim bekannten Felsen der Pauline; Pauline, die lebenslustige Schwester Napoleons, soll hier immer nackt gebadet haben. Das lassen wir uns nicht nehmen und halten dies auf unseren Kameras fest.

Unsere Mittagspause verbringen wir in Marina di Campo, dem Ort, mit dem längsten Sandstrand der Insel; knapp 2 Kilometer lang. Das Wetter ladet nicht unbedingt zum Baden ein, aber es bleibt trocken und die Stimmung bei meinen Gästen ist sehr ausgelassen. Am Nachmittag fahren wir weiter nach Porta Azzurro, wo es noch zum Kaffee trinken oder Eis essen reicht. Dann heißt es Abschied nehmen von dieser grünen, vegetationsreichen Insel. Abends packen wir unsere Koffer für die morgige Weiterreise Richtung Süden. Schon vor dem Frühstück treffe ich meinen Chauffeur Yvo beim Fensterscheiben putzen. In der Nacht hat es etwas geregnet, doch nun scheint wieder die Sonne und meine Gäste möchten natürlich die schöne Aussicht genießen. Auf ihn kann ich mich einfach verlassen. Die ersten Gäste bringen die Koffer und wir verlassen die Toskana und werden in den Albaner Hügeln, genauer gesagt im bekannten Weingebiet Frascati zu einem gemütlichen Mittagessen erwartet. Schon in der Antike wurden hier römische Patrizier-Villen erbaut und der Ort war bei den reichen Römern als Sommeraufenthalt sehr beliebt; vor allem um der Hitze Rom’s zu entgehen. Ebenfalls in der Nähe befindet sich Castel Gandolfo, die Stadt, welche schon seit dem 17.Jh dem Papst als Sommerresidenz dient. Bekannt ist das Gebiet aber auch wegen seines ausgezeichneten Weines, dem Frascati Bianco, einem wichtigen DOC- Schaumwein. Und dieser fließt bei unserem Mittagessen unsere Kehlen herunter. Neben dem guten Essen werden wir auch mit Live-Musik unterhalten und zu guter Letzt gibt es ein kleines Ständchen für unser Geburtstagskind Marianne. Da ist es nicht verwunderlich, dass am Nachmittag im Bus erstmal Ruhe herrscht und sich meine Gäste einen kleinen Mittagsschlaf gönnen. Werner hat noch nicht einmal bemerkt, dass er seine Tasche vergessen hat; als ich ihn nach einem Anruf des Kaffees aufwecke. Alles halb so schlimm und wir finden eine Lösung, so dass die Tasche mit Wohnungs- und Autoschlüssel den Weg in die Schweiz zurückfindet.

Am frühen Abend treffen wir dann im modern eingerichteten 4-Sterne-Hotel „Giulio“ ein und lassen den Tag mit einem Spaziergang am Meer oder ganz einfach beim Abendessen ausklingen.

„Das Leben ist zu kurz für irgendwann!“

Morgen früh fahren wir in das hektische Neapel, wo Verkehrsschilder eher ein Fremdwort sind. Heute ist Sonntag und es ist verhältnismäßig wenig los, in der Hauptstadt Kampaniens. Schon von weitem erkennen wir hinter dem Hafen der Vesuv, der gerade mal 9 km vom Stadtzentrum Neapels liegt. Das letzte Mal brach er zum Glück im Jahr 1944 aus, als sich im Zweiten Weltkrieg gerade amerikanische Truppen und Kamerateams in Neapel aufhielten, die den Ausbruch mit der Kamera festhielten. Die Bilder gingen damals um die Welt. Doch wir erreichen mitten in der Stadt den Hafen Beverello, von wo wir mit einem Schnellboot zum heutigen Ausflug nach Capri gebracht werden. Ich bin überrascht, wie viele meiner Gäste diese Reise hauptsächlich wegen diesem einen Ausflug nach Capri gebucht haben. Ein Ehepaar holt seine Flitterwochen nach gut 30 Jahren nach, eine Dame wollte schon immer nach Capri, denn wie es so schön heißt, Capri muss man einmal im Leben gesehen haben. Ein anderer Gast hat als junges Mädchen von einem Buschauffeur aus der Nachbarschaft eine Postkarte aus Capri bekommen hat und träumte seither, diese Insel wenigstens einmal zu sehen…

Capri galt schon zu Zeiten des alten römischen Kaisers Tiberius, der hier mehr als ein Dutzend Luxusvillen baute, als „Insel der Elite“. Später liebten es Oscar Wilde, die schwedische Königin Victoria, Sophia Loren, Pablo Neruda, und andere berühmte Persönlichkeiten.  Vor allem die Schönheit der Naturlandschaften, das sonnige Klima und das blaue Meer haben etwas einzigartig Romantisches an sich und als ich im Bus das Lied der Capri Fischer anspiele, fühlen wir uns in eine andere Zeit zurückversetzt.

Wenn heutzutage bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt, können die Capri-Fischer ihre Boote zufrieden in Luxusjachten umtauschen, denn längst tummelt sich ein wohlhabendes Publikum aus Showbusiness-Stars, prominenten Politikern und Oligarchen auf der Insel. Und heute sind es eben wir mit unserem Reiseführer Antonio. Von Marina di Capri werden wir mit einem kleinen Shuttlebus bis oben auf die „piazetta“ gefahren und schon sind wir mittendrin. Wie immer ist viel los, doch gerade das macht Capri aus. Überall drängen sich Leute und versuchen, noch ein schöneres Foto zu machen oder sogar einen Blick auf einen VIP zu erhaschen. Wir spazieren zu den Augustus – Gärten und da sehen wir sie, die weltberühmten „faraglioni“, diese legendären Felsgipfel, die in jedem Reiseführer zu sehen sind. Dieser unglaubliche Blick, das stahlblaue Meer, das wird es wohl sein, das Capri so einzigartig macht. Antonio erzählt uns die Geschichte Capris, wer wo seine Villen gebaut hat und beantwortet Fragen, bis es Zeit zum Mittagessen ist. Wir haben Freizeit und wer Lust hat, kann am Nachmittag auf eigene Faust noch eine Bootsfahrt rund um die Insel unternehmen, die traumhaften Grotten sehen oder einfach noch etwas flanieren und in Marina di Capri die Zeit verbringen. So endet auch unser Ausflug in die Vergangenheit.

Am Montagmorgen dauert unsere Fahrt zu einem anderen Hafen Neapels, nämlich Pozzuoli etwas länger, denn es ist viel Verkehr, doch pünktlich erreichen wir unsere Fähre nach Ischia. Auch heute kann Chauffeur Yvo nicht mitkommen, denn auf der Insel Ischia sind ausländische Touristenbusse nicht mehr erlaubt. Die Straßen sind teilweise so eng, dass es nur für einheimische Busse erlaubt ist, hier zu fahren, genau wie an der Amalfi Küste und das ist auch gut so. Die temperamentvolle Marianna erwartet uns schon und legt gleich los. Unsere „Mamma“ für den heutigen Tag hat viel zu erzählen und bringt uns gleich zu einer kleinen Gratis Degustation von einheimischen Likören wie Limoncello, Fragolino, Rucolino..vor uns der berühmte Pilz von Lacco Ameno, eines der Symbole Ischias. Vorbei an den „giardini di Mortella“ und Forio erreichen wir das mediterrane Fischerdorf Sant‘ Angelo, ein kleines Juwel aus bunten Häusern, auf einem Tuffstein, und gleich gegenüber sieht man das Inselchen «Sant’Angelo Turm», das durch eine Landbrücke zum Festland verbunden ist. Hier verbringen wir unsere Mittagspause um dann frisch gestärkt am Nachmittag noch die letzte der 6 Gemeinden der Insel kennen zu lernen, Casamicciola. Von dort bringt uns die Fähre wieder zurück aufs Festland und wir haben die letzte unserer 3 Inseln kennengelernt.

Am nächsten Morgen geht es früh los, denn wir haben etwa 700 km zu fahren. Doch erstmal werden wir in der Toskana, im bekannten etruskischen Städtchen Montepulciano zu einer Wein Degustation eingeladen. Nebst anderen Weinen der Kellerei Crociani, verköstigen wir natürlich den bekannten Vino Nobile di Montepulciano. Ein besonders guter Tropfen und mit etwas Brot und Olivenöl, Schafskäse und „culatello“ gestärkt, haben wir noch etwas Zeit, der „Perle der Renaissance“ einen kurzen Besuch abzustatten. Es gibt viel kleine „Botteghe“, die ihre handgemachten Kunstwerke anbieten. Am Nachmittag wird es ruhig im Bus, die Gäste sind etwas müde und nehmen auch den riesigen Stau in Bologna gelassen. Endlich erreichen wir unser Hotel Parc in der Nähe von Peschiera del Garda, wo wir heute Abend mit einem riesigen Buffet verwöhnt werden. Hier bleiben keine Wünsche mehr offen und wir verbringen einen schönen Abend zusammen.

Am nächsten Morgen geht es dann Richtung Schweiz und ich muss ganz ehrlich sagen, die Gruppe ist mir in den letzten Tagen so ans Herz gewachsen, dass es mir etwas schwerfällt, mich zu verabschieden.

Grazie e arrivederci! Cornelia

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, wo wir nicht vertrieben werden können.“

 

 

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