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Auf grosser Tour im hohen Norden

Bericht Reisedatum: 20.Juni – 9.Juli 2016 | Bus Nummer 5

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Gisela-Jaehn-NEU

Gisela Jähn

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Mit 30 hatte ich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung – deshalb habe ich mich beim Imholz beworben und habe mehrere Jahre als stationäre Reiseleiterin vor allem für Städtereisen gearbeitet. Nach fast 20-jährigem Unterbruch arbeite ich nun seit Mai 2014 bei car-tours.ch, da einen die Reisebranche nie loslässt.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Die Vielfältigkeit dieses Berufes! Man lernt viele neue Menschen und Länder kennen, keine Reise ist wie die andere. Man kann sehr selbständig
arbeiten.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Ich bin flexibel in meinem Tun, kann mich gut anpassen und auf Menschen aller Art eingehen. Habe nie schlechte Laune !

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Man ist mit Gleichgesinnten zusammen, es entstehen Bekanntschaften oder sogar Freundschaften. Der Endpreis für den Kunden ist attraktiver.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei Car-Tours am besten?

Wie oben schon erwähnt, dass man sehr selbständig arbeiten kann. Man darf Beruf und Hobby verbinden.

Was unterscheidet car-tours von anderen Reisegesellschaften?

In erster Linie: Es ist immer eine Reiseleitung mit dabei. Exklusive Musikanlässe und Preis- Leistung ist unschlagbar.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Auf jeden! Jeder ist auf seine Art einmalig.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Eine gutes Verhältnis zu den Kunden, eine kollegiale Zusammenarbeit mit dem Fahrer und ein attraktives Programm.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Beim Konzert einer Blasmusik im Tirol hat mein Chauffeur dem Dirigenten gesagt, dass seine Reiseleiterin „unbedingt“ mal eine Kapelle dirigieren möchte ! Natürlich musste ich auf die Bühne und die Gäste, und auch ich, hatten an meinen Dirigentenkünsten unheimlich
viel Spass!

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Unbescheiden darf ich sagen, dass ich sehr viele tolle Komplimente von den Gästen bekomme.

Buchen Sie jetzt Ihr Skandinavienerlebnis!

 

Faszination Nordkap

12 Reisetage ab Fr. 1899.-

Reisedaten Juli 2020

Nordkap_Top

Faszination Nordkap – Der erste, der bereits 1664 das (damalige) Ende der Welt besuchte, berichtete begeistert darüber. Aber nicht nur die Tatsache an Europas nördlichstem Punkt angekommen zu sein, fasziniert bis heute, sondern natürlich der atemberaubende Blick über die unendlichen Weiten und das tiefblaue Meer im Schein der Mitternachtssonne. Bei dieser wohl konkurrenzlosen car-tours Reise ist der Weg das Ziel! Die langen, aber herrlichen Tagesetappen führen uns durch aufregende Traumlandschaften – freuen Sie sich auf unermessliche Weiten, gletscherbedeckte Berge, Wälder und imposante Hochebenen, malerische Fischerdörfer sowie schmucke Städte!

Helle Nächte – 20-tägige Traumreise zum Nordkap

Diese Reise war eine Wunschdestination von mir und car-tours.ch hat mir diesen Wunsch erfüllt. Das hiess nun aber auch vorbereiten, vorbereiten und nochmals vorbereiten !!! Wir Reiseleiter von Car Tours dürfen die Reisen zum grössten Teil selber kommentieren, wir haben lediglich in den Städten für die Führungen jeweils einen lokalen Reiseleiter. Das macht die Touren auf der einen Seite sehr interessant und anspruchsvoll, es bedeutet auf der anderen Seite aber sehr viel Arbeit mit Vorbereiten. Wie wir die Reise gestalten, ist uns mehrheitlich selber überlassen, d.h. das Reiseprogramm halten wir natürlich ein aber was wir wann und wieviel wir erzählen, können wir selber bestimmen. Meine Devise, mit der ich bis anhin sehr gut gefahren bin, ist : weniger ist mehr, eine gute Mischung macht es aus ! D.h. ich möchte den Gast nicht mit langwierigen Ausführungen und Jahreszahlen langweilen. Man soll ihm auch Ruhepausen gönnen.

Nun begann die langersehnte Reise in den Norden. Im Vorfeld gehen einem viele Gedanken durch den Kopf: schaffe ich 3 Wochen ohne Durchhänger, habe ich aufgestellte Gäste, wie ist die Teamarbeit zwischen dem Chauffeur und mir, wie kommt das Tagesprogramm bei den Gästen an ? Eine gewisse Nervosität und Respekt für die anspruchsvolle Aufgabe ist gesund und zeugt von der Ernsthaftigkeit, mit der ich an die Sache herangehe.

34 Reisende unterschiedlichster Natur haben sich ebenfalls auf dieses Abenteuer „eingelassen“. Auch für den Gast sind 3 Wochen Rundreise, bei der jede Nacht in einem anderen Hotel geschlafen wird, eine Herausforderung. Da heisst es fit sein. Es ist ja nicht nur die Reise an und für sich, die spannend sein wird, auch die Zusammensetzung der Gruppe ist ein wichtiger Faktor, der eine Reise zum guten Gelingen beiträgt.

Die Zusammensetzung meiner Gäste war in der Tat absolut perfekt – nicht ein einziges Mal gab es „menschliche“ Probleme untereinander. Dies ist übrigens ein Punkt, den ich gleich zu Beginn einer grösseren Reise mit den Gästen bespreche, d.h. ich biete ihnen Hand. Mit dieser Strategie bin ich bis jetzt immer sehr gut gefahren. Auch das Thema Pünktlichkeit spreche ich gleich am Anfang an.

Die Reise führte uns via Hannover, wo wir die erste Nacht verbrachten in Richtung Kiel, wo wir die Fähre nach Göteborg bestiegen. Die Fährüberfahrt war über Nacht, das Meer war ruhig und alle Gäste und auch der Fahrer fühlten sich sehr wohl an Bord.

Am nächsten Morgen hatten wir Schweden erreicht. Auf dem Weg Richtung Norden hielten wir in Gränna, darauf freute ich mich besonders. Ich kannte dieses reizende Städtchen von meiner letzten Skandinavienreise im Sommer 2015. Gränna ist bekannt für seine Süssigkeiten, besonders die farbenfrohen Zuckerstangen. In Stockholm stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm, um danach das nächste Etappenziel etwas ausserhalb Stockholms zu erreichen.

Weitere Höhepunkte reihten sich Schlag auf Schlag, angefangen beim Besuch und der Führung auf der Rentierfarm. Die zahmen Tiere liessen sich ohne weiteres streicheln und der junge Same erklärte uns deren Haltung.

Getoppt wurde dieser Tag von einer Schamanen-Zeremonie, erst wurden allen Gästen die bösen Geister ausgetrieben,danach gab es zur Entspannung ein wohltuendes Kräuterfussbad, zusammen mit einer Tasse Tee. Es war ein Bild für Götter, alle meine Gäste barfuss im Kreis sitzend mit den Füssen im Wasserbecken zu sehen ! Das einzig Störende an diesem Tag waren die Mücken, die sich an unserem Blut den Bauch vollgeschlagen haben, dafür ist Finnland bekannt.

Schon bald stand ein „historisches“ Ereignis auf dem Programm: die Überschreitung des Polarkreises auf 66° nördlicher Breite. Den Polarkreis kann man, u.a. in Rovaniemi, bekannt für sein Nikolausdorf, überschreiten. Der Besuch des Weihnachtsdorfes ist ein „Muss“ auf einer Skandinavienreise. Kitsch pur aber heiss geliebt, Jingle Bells, Weihnachtsschmuck, der Nikolaus in Vollmontur – und das mitten im Sommer – ein Touristenhighlight par excellence. Wir begossen dort unsere Polartaufe, die Gäste erhielten, zusammen mit einem kräftigen Schnaps, ihre Nordlandfahrerzertifikate.

Immer näher kam eines der Top-Highlights dieser Reise – das Nordkap ! Wird uns das Wetter wohlgesonnen bleiben. Es ist bekannt, dass das Wetter dort oben innerhalb weniger Stunden komplett umschlagen kann. Von herrlichstem Sonnenschein zu stockdickem Nebel, sodass man seine Hand nicht mehr vor dem Gesicht sieht. Wir waren wohl alle ganz brav, denn schöner hätte es nicht sein können. Eine klare Nacht wurde uns beschert, wobei Nacht ist das falsche Wort. Es wird ja von Mitte Juni bis ca. Ende Juli nie dunkel. Für uns Mitteleuropäer ist dieses Phänomen schon sehr ungewohnt und beeindruckend. Man muss sich regelrecht zwingen, zu glauben, dass es nun halt schon Mitternacht ist, die Sonne aber noch am Himmel steht. Erstaunlicherweise wird man auch nicht richtig müde, zumindest mir ging es so, da der Körper enorm auf Dunkel-Hell eingestellt ist.

Obwohl wir mitten im Sommer waren, war die Temperatur um diese Nachtzeit ganz schön kalt, Handschuhe und Stirnband waren angesagt.

Nun hatten wir also schon die Hälfte hinter uns und es ging „geographisch“ wieder abwärts, d.h. an der Westküste Skandinaviens, immer in der Nähe des Atlantiks, entlang. Das Nordkap gehört geographisch auch bereits zu Norwegen.

Von meiner letzten Skandinavienreise hatte ich Finnland besonders ins Herz geschlossen, (Norwegen hatten wir damals nur kurz gestreift), musste dieses Land nun aber auf den zweiten Platz verweisen. NORWEGEN ist schlichtweg einmalig. Die vielen grossen und kleinen Fjorde, die unendlichen Weiten ohne ein einziges sichtbares Lebewesen, das satte Grün der Wiesen, das Rot der Holzhäuser – ein wahrgewordener Traum !!

Den Hotels möchte ich ein besonderes Kapitel widmen. Was Car Tours für diese Reise buchen konnte, war absolut perfekt. Ein wunderbarer Mix von Modernem und Traditionellem. Jedes der 18 Hotels hatte seinen eigenen Charme. Mein absoluter Favorit war allerdings das „Robru“ in Leknes. Auf den ersten Blick barackenähnliche Häuser, derselbe Gedanke ging auch den Gästen durch den Kopf, ich habe es ihnen angesehen. Aber von innen ! Absolut charmant und in die Gegend passend, mit einem Ausblick auf’s Meer (ohne Dunkelheit) – schlichtweg genial und kaum in Worte zu fassen.

Die nächsten Tage verliefen nach Programm, es gab noch weitere Highlights zu erleben. So z.B. die Fahrt auf den Hurtigruten, der legendären ehemaligen Poststrecke, die von Bergen bis hoch nach Kirkenes über 4000 km führt. Wir haben natürlich nur einen Teil davon auf einer Tagesfahrt erlebt, was dem grossartigen Erlebnis durch die wunderschöne Landschaft keinen Abbruch tat.

Zahlreiche Fjorde, Gletscher, weite grüne und auch zerklüftete Landschaften säumten unseren Weg in südlicher Richtung.

Bis es dann dem Ende der Reise zuging und wir noch eine interessante Stadtführung in Oslo erleben durften. Gleich anschliessend hiess es erneut: Einschiffung Richtung Kiel. Die Fähre kann mit nur zwei Worten umschrieben werden: Luxus pur !! Ich habe auf meinen Reisen schon viel Wunderbares erleben dürfen und diese Schiffspassage gehört ab sofort auch zur Kategorie „Spitzenerlebnis“. Vom Casino, über einen Wellnessbereich, Theater, zahlreiche Restaurants und Shops, ein schwimmender Palast.

Und plötzlich bricht der letzte Tag an und eine gewisse Wehmut überkommt einem. Mir geht es auf jeder Reise so. Da beginnt man mit fremden Menschen eine Tour und nach 20 Tagen sind sie einem so ans Herz gewachsen, dass man regelrecht traurig wird, dass nun alles vorbei ist. Aber so ist es halt nun mal in unserem Job – am Ende man hat immer ein lachendes und ein weinendes Auge.

Da hilft nur eines: Sich auf den nächsten Einsatz mit vielen neuen lieben Gästen freuen !

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