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Wandern Südtiroler Dolomiten mit Anita Jörimann

Bericht vom 23. – 28. Juni 2025

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Anita Jörimann 1

Anita Jörimann

Reiseleiterin

Reisehit 183 | 6-tägige Reise
2. - 7. Juni 2026 (Frei) | 22. - 27. Juni 2026 (Frei) | 20. - 25. September 2026 (Ausgebucht) | 11. - 16. Oktober 2026 (Frei)

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CHF999
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Wandern Südtiroler Dolomiten

Ein turbulenter Auftakt mit viel Intuition
Pünktlich um 7 Uhr morgens ging’s los in Thun – die ersten zwei Gäste steigen frisch und munter zu, und Michel, unser Buschauffeur, bringt uns schwungvoll Richtung Bern. Dort steigt die zweite Gruppe zu. Doch kaum hatten wir die Stadtgrenze von Bern hinter uns gelassen, meldete sich das Schicksal in Form einer Autobahnsperrung. Unfall. Nichts ging mehr.
Aber wir hatten ja Michel! Der Mann hat nicht nur zwei Navigationsgeräte im Cockpit, sondern auch einen eingebauten Orientierungssinn, der jedem Kompass Konkurrenz macht. Mit einem Mix aus Technik, Erfahrung und Bauchgefühl lotste er uns souverän über Nebenstraßen, durch Dörfer und gefühlt auch mitten durch ein paar Bauernhöfe, bis wir plötzlich – wie durch ein Wunder – in Luzern standen. Weitere Gäste stiegen zu, es wurde enger, fröhlicher, lebendiger.

Nächster Stopp: Pfäffikon. langsam füllt sich der Bus und das Abenteurer kann richtig losgehen. In Sargans kam dann der große Zusammenschluss. Weitere Reisegäste trudelten ein, man begrüßte sich, lachte, ordnete Koffer neu – und endlich gab’s eine Stärkung: Kaffee und Gipfeli. Wer bis dahin noch müde war, war spätestens nach dieser Pause bereit für den nächsten Abschnitt.
Es ging via Rheintal in Richtung Feldkirch, durchs Vorarlberg und dann hinein in den Arlbergtunnel. Eine Fahrt wie aus dem Reiseprospekt: saftig grüne Hügel, charmante Dörfer, Kühe am Strassenrand. Kurz vor Innsbruck legten wir unsere große Mittagspause an der Alpenraststätte Tirol ein – eine Oase für hungrige Reisende und Menschen mit steifem Rücken.
Frisch gestärkt ging’s weiter. Der Bus brummte Richtung Brennerpass, die Stimmung war gut, die Aussicht grandios – bis sich die ersten dicken Wolken auftürmten. Regen, Blitz und Donner. Willkommen in den Bergen!
Hinter dem Brenner, bei Brixen, verließen wir die Autobahn und tauchten ins Pustertal ein.. Alles ein bisschen langsamer, ein bisschen voller, aber immerhin waren die Straßen jetzt frisch gewaschen – der letzte Regenguss hatte für glänzende Fahrbahnen gesorgt.

Langsam aber sicher näherten wir uns unserem Ziel: Die Landschaft wurde dramatischer, die Wälder dichter, die Berge höher. Erste Blicke auf die majestätischen Dolomiten ließen selbst die Müdesten im Bus wieder aufhorchen. Und dann – mit einer nur ganz kleinen Verspätung – rollten wir in Silian ein, dem charmanten Grenzort zurück auf österreichischer Seite. Der Empfang: herzlich. Das Abendessen: vom Buffet und absolut köstlich. Die Gäste: satt, zufrieden und ziemlich müde.
Nach einem Tag voller Eindrücke, Kurven, Umleitungen und landschaftlicher Highlights hieß es dann: Gute Nacht, ihr Lieben – morgen geht’s weiter!

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Pragser Wildsee und Cappuccino-Glück 

Der Tag beginnt wie aus dem Bilderbuch: Die Sonne strahlt, der Himmel zeigt sich im schönsten Blau, und der Duft von frischem Kaffee zieht durchs Hotel. Unsere Gäste treffen sich gut gelaunt am Frühstücksbuffet – eine bunte Mischung aus Rührei, frischen Brötchen und Südtiroler Spezialitäten.
Gut gestärkt und bestens gelaunt warten wir auf unseren Chauffeur Michel – der wie immer mit einem Lächeln und der gewohnten Ruhe bereitsteht. Heute kommen aber noch zwei echte Südtiroler Naturburschen dazu: Robert und Luis, unsere lokalen Guides. Zwei Kerle, wie aus dem Wanderführer ausgeschnitten – wetterfest, herzlich und mit einem Bergwissen, das selbst Steinböcke neidisch machen würde.
Unser Ziel: das Pragser Tal und der berühmte Pragser Wildsee, auch bekannt als „Perle der Dolomiten“. Klingt romantisch – und ist es auch, wären da nicht… ein paar andere Touristen, die dieselbe Idee hatten. Oben angekommen, wimmelt es von Menschen, Selfiesticks und Wanderstöcken. Ein bisschen wie auf einem grossstädtischen Hauptbahnhof, nur mit mehr Holzbrücken und weniger Abfahrtstafeln.
Aber wir wären ja nicht wir, wenn uns das abschrecken würde. Tapfer und mit einer Prise Humor stürzen wir uns ins Getümmel und beginnen die Umrundung des Sees. Und siehe da – je weiter wir laufen, desto mehr verläuft sich die Masse. Plötzlich ist Platz, Luft, Ruhe – und ein See, der mit seinem türkisgrünen Wasser und den mächtigen Bergen drumherum fast kitschig schön wirkt.
Ganz am hinteren Ende des Sees geht’s noch ein Stück weiter hinauf zu einer kleinen Alm – dort wartet unsere verdiente Mittagsrast. Die vom Hotel vorbereiteten Sandwiches schmecken in der klaren Bergluft doppelt so gut, und wer mag, gönnt sich noch ein kühles Getränk oder einen stillen Moment mit Blick ins Grüne. Wanderschuhe hochlegen, Sonne ins Gesicht, die dampfenden Füsse im Bach kühlen und einfach genießen.
Der Rückweg zum See ist gemütlich, die letzten Schritte der Umrundung sind rasch geschafft – und da steht auch schon wieder Michel, der Buschauffeur mit Geduld und Timing. Wir steigen ein, lassen die Berge hinter uns und rollen Richtung Toblach, wo der nächste kleine Genussmoment auf uns wartet.
Nach einem kurzen Spaziergang erreichen wir die Bar Cristallino – ein süßes Plätzchen mit noch süßerem Kuchen. Cappuccino dazu, ein bisschen Sonne im Gesicht, angeregte Gespräche in kleinen Grüppchen – man merkt, die Reisegruppe wächst zusammen.
Es ist inzwischen ziemlich warm, also schlängeln wir uns von Schatten zu Schatten zurück zum Bus – südtirolerisch elegant, versteht sich – und machen uns auf den Weg zurück ins Hotel.
Dort bleibt noch genügend Zeit für alles, was das Herz begehrt: ein zweites Stück Kuchen, ein bisschen Wellness, ein kleiner Spaziergang oder einfach mal nichts tun. Einige zieht’s ins Hallenbad, andere in die Sauna – wer sagt, dass Erholung nicht auch aktiv sein kann?

Der Tag klingt aus mit einem weiteren, fantastischen Abendessen vom Buffet. Das Essen ist köstlich, die Auswahl groß, der Wein gut – was will man mehr? Die Stimmung ist gelöst, der zweite Tag wird besprochen, gelobt und belächelt. Und dann – ganz entspannt – geht es langsam Richtung Zimmer. Denn morgen wartet schon das nächste Abenteuer.

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Wasserfälle, Waldwesen und Wanderfreuden

Frisch gestärkt vom Frühstücksbuffet  ging es wieder los mit Michel und dem Bus – diesmal Richtung Bruneck ins Tauferer Tal. Ziel des Tages: die Reinbach-Wasserfälle.
Schon beim Aussteigen merkte man: Heute wird’s märchenhaft. Der Weg führte uns durch einen moosgrünen Wald, über Wurzeln, Steine und kleine Brücken – und irgendwo dazwischen meinte jemand, eine Fee oder einen Gnom zwischen den Baumstämmen huschen gesehen zu haben. Wer weiß?

Der erste Wasserfall war schnell erreicht – beeindruckend, wie das Wasser da tosend über die Felsen stürzt. Doch damit nicht genug. Es ging weiter, und zwar stetig bergauf. Der zweite Wasserfall begrüßte uns mit noch mehr Getöse und Gischt. Das letzte Stück zum dritten Fall wurde dann richtig alpin: steil, felsig und mit Naturdusche gratis – denn der dritte Wasserfall war nicht nur der höchste, sondern auch der sprühfreudigste. 40 Meter stürzt er in die Tiefe, begleitet von Sonnenschein und einem Regenbogen wie aus dem Bilderbuch. Ein Moment zum Innehalten – oder für ein Selfie, ganz wie man will.
An diesem Punkt teilte sich die Gruppe. Die einen wählten den gemütlichen Weg zum Restaurant – Sitzen, Kühlen, Genießen. Die anderen trugen ihre Wanderfreude noch ein Stück weiter den Berg hinauf, bis zur kleinen Burgkapelle.
Nach dem Naturabenteuer ging es zurück nach Bruneck zur wohlverdienten Mittagspause. Jeder durfte tun und lassen, was er wollte: schlendern, shoppen, sich ein feines Mittagessen gönnen oder einfach mal eine Bank mit Aussicht belegen. Frei nach dem Motto: Jeder wie er mag.
Am Nachmittag trafen wir uns wieder für den kulturellen Teil: ein kurzer Spaziergang, den Anstieg hinauf zum Schloss Bruneck, wo uns das Bergvölkermuseum von Reinhold Messner erwartete. Und ja, auch wenn man nicht alle Namen der Völker behalten hat – spannend war’s allemal. Von den Anden bis zum Himalaya – wie Menschen es schaffen, in den unwirtlichsten Gegenden der Welt zu leben, verdient höchsten Respekt.
Zurück im Hotel warteten schon Kaffee und Kuchen – ein fixer Programmpunkt, den niemand infrage stellt. Danach war wieder Zeit zur freien Verfügung: ein bisschen Schwimmen, ein bisschen Ruhen, ein bisschen Flanieren – wie es halt so passt. Und natürlich rundete das feine Buffet am Abend wieder einen rundum gelungenen Tag ab.

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Drei Zinnen, Donnerwetter und Dolce Vita

 

Heute hieß es: Früh aus den Federn! Denn das Highlight unserer Wanderreihe stand bevor – und mit ihm auch ein paar Gewitterwolken am Horizont. Also entschied unser erfahrener Guide, dass wir besser etwas früher losziehen, bevor der Wettergott seine dramatische Seite zeigt.
Die Fahrt zum Startpunkt war schon mal ein Erlebnis für sich: erst durch das idyllische Tal zum Misurinasee, dann die Serpentinen hoch zur Auronzohütte auf über 2320 Meter. Oben angekommen? Postkartenwetter! Blauer Himmel, klare Sicht – und die berühmten Drei Zinnen ganz nah.

Zügig machten wir uns auf den Weg. Es ging vorbei an einer kleinen Kapelle und relativ eben zur Lavaredohütte – dann wurde es sportlicher: Aufstieg zum Paternsattel. Die Wanderung hatte es in sich – rauf, runter, Geröll, Felsen, grandiose Ausblicke. Kein Spaziergang, aber jede Anstrengung wert.
Ein Teil der Gruppe entschied sich, den gemütlicheren Rückweg zur Hütte zu nehmen. Dort wartete Essen, Aussicht und Erholung. Die andere Hälfte – nennen wir sie die „Wetterflüsterer“ – zog in flottem Tempo weiter. Der Weg führte uns an den imposanten Drei Zinnen entlang, vorbei an felsigem, etwas unwegsamem Gelände. Immer wieder diese Kulisse! Die Zinnen im Blick, Blumen zu Füßen und ein Picknick aus dem Rucksack an einem herrlichen Platz.
Nach etwa vier Stunden Wanderung, vorbei an Hütten und durch die aufblühende Alpenflora, erreichten wir wieder den Bus. Die Gewitter? Blieben brav im Hintergrund – fürs Erste.

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Auf der Rückfahrt legten wir einen erfrischenden Zwischenstopp am Misurinasee ein: kühle Getränke, ein feines Gelato oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Doch das war noch nicht alles: Zur Überraschung aller führte uns der Weg nicht direkt zurück ins Hotel, sondern über einen kleinen Umweg durch das charmante Cortina d’Ampezzo. Ein Ort mit olympischem Flair – bald Austragungsort der Winterspiele. Unser Guide Robert hatte dazu natürlich wieder spannende Anekdoten im Gepäck.
Zurück im Hotel warteten – wie sollte es anders sein – Kaffee und Kuchen. Danach war Chill-Modus angesagt: Pool, Sauna, Spaziergang oder einfach nichts tun.
Und dann kam es doch noch: Am Abend zeigte das Wetter, was es draufhat. Blitze zuckten, Donnergrollen füllte das Tal – ein Naturfeuerwerk vom Feinsten! Die Blumen am Hotelbalkon litten ein wenig, aber wir waren froh, dass dieses Schauspiel nicht während der Wanderung losging.

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Abschied und ein letzter Blick

Am nächsten Morgen hieß es dann leider: Abschied nehmen. Auf der Rückfahrt durchs Pustertal war es stiller im Bus – nicht nur wegen der Müdigkeit, sondern auch ein bisschen aus Sentimentalität. Die Dolomiten verabschiedeten sich noch einmal von ihrer besten Seite. Und wir wussten:

Diese Reise bleibt unvergessen.

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