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Andorra – Prinzessin des Glücks

Bericht vom 24. Juni – 01. Juli 2019 | Bus Nummer 2

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Heidi-Halter-NEU

Heidi Halter

Kaum zu Hause, zieht es mich wieder in die Ferne

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Nach Jahren in einem Bürojob wollte ich die letzten Jahre meines aktiven Berufslebens mit einer Tätigkeit ausfüllen die mir wirklich Spass macht.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Der Umgang mit Menschen, das Organisieren und Improvisieren, die immer wieder neuen Destinationen, die meist tollen Leute und die Zufriedenheit wenn sich die Gäste mit einem „danke, es war toll“ verabschieden nach einer Reise

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mein Bestreben, mit 100% zufriedenen Kunden von der Reise zurückzukommen.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Meist geht es auf einer Gruppenreise lustig zu, die Leute verstehen sich gut, können sich über das Erlebte austauschen und oft wird gelacht (oder gar gesungen) im Bus.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei car-tours.ch am besten?

Ich kann mich darauf verlassen, dass das Programm gut ausgearbeitet ist, dass die Hotels, Restaurants, etc. gut sind. Zudem kommt niemals Routine auf, jede Reise ist wieder anders.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich bin Schottland Fan geworden, ganz besonders die Highlands begeistern mich. Und…. Ich liebe Haggis.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Es gibt unzählige Reisen die ich gerne machen würde und wenig bis keine Destinationen die mich nicht interessieren. Der absolute Hit wäre natürlich eine Reise zu den Nordlichtern, da ich von Astronomie und allem was damit zusammenhängt fasziniert bin.

Was auf jeder Reise unverzichtbar?

Das NW Fähnli ist immer dabei

Welches Buch darf auf keiner Reise fehlen?

Habe während der Reisen keine Zeit zum lesen ?

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Sankt Petersburg habe ich privat schon besucht, würde aber eine car-tours-Reise dorthin absolut super finden.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Wir fuhren auf einen Parkplatz in Schottland, da sagte der Chauffeur „super, da um die Ecke sind ja auch gleich Toiletten“. So liess ich die Leute aussteigen und schickten sie in die Richtung dieser Toilette. Sie kamen alle wieder und sagten, dass sie keine Toiletten gefunden haben… Als ich dann nachschauen ging, kam ich zu einem Schild wo stand „To let“. Wir alle (auch der Chauffeur) haben uns köstlich darüber amüsiert und lachten wenn immer wir ein „to let“ Schild sahen während der ganzen Reise.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast und dein schönstes Erlebnis bei car-tours.ch Reisen?

Eine ganze Gruppe Westschweizer Gäste dankte mir mit dem wunderschönen Lied La Montanara zum Abschied. Das ging echt unter die Haut, es waren sehr gute Sänger in der Gruppe und ich musste mir fast ein Tränchen der Rührung wegwischen.

Wohin reist du privat?

Für private Reisen zieht es mich in den asiatischen Raum.

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Andorra – Pinzessin des Glücks

8 Reisetage ab Fr. 1099.-

22. – 29. Juni 2020

Kirche Sant Esteve Andorra TOP

„Als Prinzessin geboren und Erbin, neutral zwischen zwei Nationen, blieb nur die einzige Tochter des Reiches Karls des Grossen.“ heisst es in der andorranischen Nationalhymne. Und wirklich, die Menschen in Andorra sind stolz, frei und glücklich. Freuen Sie sich auf die sympathischen Menschen und erleben Sie mit uns das ganze Land mit seiner einzigartigen Naturlandschaft, majestätischen Bergen, kleinen Bergdörfern und idyllischen Bergseen – Sie werden von diesem Kleinod begeistert sein!

Andorra – Prinzessin des Glücks

… so wird der kleine Staat in den Pyrenäen, eingeklemmt zwischen Frankreich und Spanien in seiner Nationalhymne besungen. 46 Neugierige wollen sich auf dieser Reise versichern, ob diese Lobhymne zutrifft und machten sich gemeinsam auf die Reise in das kleine, unabhängige Fürstentum.

Der erste Tag führte uns nach Lyon und der kommende Tag vorbei an Valence, Montelimar, Perpignan, und dann auf Nationalstrassen in Richtung Andorra. Dann werden die Berge immer höher, wir sind in den Pyrenäen. Die Schnellstrassen werden zu Landstrassen. Rings herum grüne, mit unzähligen Alpenrosen bewachsene Weiden, wo Kühe und Pferde grasen. Durch den Zufahrtstunnel unter dem Paso de la Casa gelangen wir nach Andorra.

Neugierig bestaunen wir die ersten Häuser dieses kleinen Landes, alle sind sie im selben Stil erbaut, mit Schieferstein. Wie wir später erfahren sollen, wird alles, auch diese Schiefersteine, nach Andorra importiert. Wir fragen uns bereits jetzt, wie dieser Zwergstaat, der nicht der EU angehört, das alles finanziert; Zufahrtstunnel, grosse Hotelbauten, Verbauungen, etc. Die Strasse führt nun recht steil hinab, links und rechts grosse Hotels und kleine Dörfer. Bald sind wir in Soldeu, auf 1700 Meer gelegen und seit 2011 bekannt als Austragungsort von internationalen Skirennen. Noch weiter führt die Strasse ins Tal hinab, bis wir nach Massana kommen, wo wir die nächsten 4 Tage wohnen würden. Rasch haben wir uns im Hotel Magic installiert und können uns an einem grosszügigen Buffet bedienen. Einige hatten sich auf etwas kühlere Temperaturen gefreut, liegt Andorra doch auf einem Hochplateau von etwas über 1000 Meter, aber wir sollten sehr, sehr heisse Tage hier erleben.

Unser erster Ausflug war eine Panoramafahrt durch die Täler dieses bergigen und hügligen Landes. Der erste Halt sollte, gemäss unserem lokalen Reiseleiter Matja der «Sturm in der Teetasse» sein. So waren wir den alle gespannt, wo wir da landen würden. Ueli, unser Chauffeur lenkte den Zerzuben Bus gekonnt durch den Flaschenhals Coll de la Botello auf 2069 Meter hinauf über eine beeindruckende Serpentinen Strasse, bis wir eben zu diesem «Sturm in der Teetasse» kamen, ein Kunstgebilde von Dennis Oppenheim, das Kunst und Natur verbinden soll. Von hier oben können wir die gewaltige Bergkette mit dem höchsten Berg, dem Coma Pedrosa mit 2942m bewundern. Stolz zieht ein Adler seine Runden hoch in der Luft.

Im kleinen, typisch andorranischen Dorf Ordino können wir später verfolgen, wie die Einwohner hier einst gelebt haben und sehen ebenfalls das alte Herrenhaus der Familie Areny aus dem 17. Jahrhundert, das heute ein Museum ist. Dann suchen wir alle ein schattiges Plätzchen für das Mittagessen, es ist heiss und die Sonne brennt von einem wolkenlosen Himmel.

Am Nachmittag geht’s über eine weitere Serpentinen Strasse hoch in die Höhe nach Roc del Quer. Dort können wir die neue, imposante Aussichtsplattform, erst ein Jahr alt und schon jetzt ein Besuchermagnet, bewundern. Es wird geklickt, fotografiert und einige Mutige stellen sich auf den teils gläsernen Aussichtssteg, der weit über den Berg hinausragt und geniessen die super Aussicht auf das ganze Tal. Grand Canyon in Andorra!

Auf der Rückfahrt nach Massana ins Hotel machen wir einen Halt in einer Destillerie und können dort verschiedene feine Liköre, Wurst und Süssigkeiten kosten und einkaufen. Alle staunen über die niedrigen Preise und versichern sich über die erlaubte Einfuhrmenge von einem Nicht EU Land (Andorra) in die EU (Frankreich). Bezahlt wird in Andorra mit Euro, das kleine Fürstentum hat sogar eigene Euromünzen, die besonders bei Sammlern sehr beliebt sind.

Ich spreche immer vom Fürstentum Andorra. Das Land ist zwar ein Fürstentum, aber ohne Fürst. Die Gründung Andorras geht auf das Jahr 1278 zurück, als der Vertrag zwischen dem Bischof Pere d’Urtux aus Spanien und dem Grafen von Foix aus Frankreich unterzeichnet wurde. Seit der Teilung der Macht ist Andorra ein Kofürstentum und hat seit 1993 eine eigene Verfassung. Heute sind die Staatsoberhäupter der französische Präsident Emmanuel Macron, der am 12. September zum erstenmal nach Andorra kommen wird, und der spanische Bischof von Urgell. Das Land war lange Zeit isoliert und verarmt, hatte weder Strom noch Wasserversorgung. Seit dem zweiten Weltkrieg kennt es aber einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Tourismus. Heute kommen jährlich 9 Millionen Besucher in den kleinen, nun recht wohlhabenden Zwergstaat. Die Fläche beträgt grad mal 468 km2. Sie kommen, weil das Land als Steueroase und Einkaufsparadies gilt. Aber auch zum Skifahren im Winter, Andorra hat mehr KM Skipisten als Strassen, zum Wandern und Velofahren im Sommer. Auch die Tour de France und die Vuelta a Espana haben Andorra besucht.

Unser zweiter Tag in Andorra führte uns zuerst zum Nationalheiligtum Andorras, die Kirche Meritxell. Am Nationalfeiertag 1972 fiel die Kirche einem verheerenden Brand zum Opfer. Die Überreste sind noch in den geretteten Bauten der alten Kirche zu sehen. Die neue, sehr moderne Kirche, teils unter freiem Himmel, liegt eingebettet in die umliegenden Bergkuppen.

Weiter geht die Fahrt zur Hauptstadt, Andorra la Vella, wo sich auch der Sitz des andorranischen Parlaments befindet, die Casa de la Vall, das aus Bruchsteinen erbaute kleinste Parlamentsgebäude Europas. Dort sitzen 28 Volksvertreter, die die 22’000 Wahlberechtigten vertreten. Das Land hat zwar gut 78’000 Einwohner aber die meisten sind keine Staatsbürger, sondern zugewanderte Spanier, Franzosen oder Portugiesen. Die Landessprache ist Katalanisch. Am Nachmittag können wir entweder zurück ins Hotel fahren oder in einem der zahlreichen Geschäfte in der Avenida Meritxell einkaufen.

Am nächsten Tag geht unsere Reise über eine panorama- und kurvenreiche Fahrt über die spanische Grenze nach Ribes de Freser. Dort wartet die Zahnradbahn auf uns, die uns in 45 Minuten ins «Tal der Träume» bringt. Die Fahrt geht an Wasserfällen, sprudelnden Bächen, grünen Wäldern vorbei auf 2000m Höhe ins Val de Nuria. Dort steht das weltbekannte Wallfahrts Kloster, schön eingebettet zwischen hohen Bergen und idyllisch gelegen an einem kleinen See. Die Legende sagt, dass man gesund und fruchtbar bleibt wenn man den Kopf in den Kessel in der Kirche steckt. Diese kleine Abkühlung hätten wir gut gebrauchen können, es war auch hier auf 2000 Metern Höhe noch sehr heiss.

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes fahren wir wieder über die spanische Grenze uns besuchen in La Seu d’Urquell. Wir spazieren durch den Olympia Park, der 1990 eröffnet wurde und ein Eldorado für die Kanufahrer ist. Ein mechanisches Pumpen- und Wassermenge Regulierungssystem erlaubt das Kanufahren das ganze Jahr über, sei dies auf einem 800m langen ruhigen Gewässer oder einem 500m langen Wildwasserkanal. Unser Spaziergang führt uns weiter zur wunderschönen Kathedrale und später tauchen wir ein in das quirlige Leben des Wochenmarkts.

Nach diesem erholsamen Aufenthalt in Le Seu d’Urquell fahren wir wieder über die Grenze nach Andorra, tief in die Schlucht und hoch hinauf zum kleinen Bergdorf Os de Civis. Dort werden wir bereits zum Mittagessen erwartet mit typischen Speisen, angefangen mit Brot, Knoblauch und Tomaten, Salaten und Grilladen die direkt vor uns auf dem Feuer gebraten werden. Nach dem Dessert werden zum Kaffee die Likörflaschen auf den Tisch gestellt und wir können uns nach Belieben bedienen. Ja, das Essen war lecker und die Stimmung sehr gut! Im Laden nebenan machen wir noch die letzten Einkäufe, duftet es dort doch verführerisch nach Rauchwürsten, bevor wir nach Massana zurückfahren.

Vor dem letzten Nachtessen im Hotel bleibt genügend Zeit für einen letzten Apero.

Am kommenden Tag müssen wir Andorra verlassen und uns auf den Heimweg machen. Es gibt aber noch ein Highlight, wir fahren nämlich über den 2080 m hohen Paso de la Casa und machen dort einen kurzen Aufenthalt um unser Familienfoto zu machen und die wunderbare Aussicht zu geniessen. Dann geht es hinunter zur französischen Grenze und zurück nach Lyon wo wir nochmals eine Zwischenübernachtung machen.

Es war eine erlebnisreiche, schöne Reise in dieses kleine Land in den Pyrenäen. Ueli hat uns ruhig und sicher über «Berg und Tal» gefahren und die Stimmung unter den Teilnehmern war immer sehr gut und herzlich. Vielen Dank an euch alle!

Au bald hoffe ich

Herzlichst,

Heidi

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