Wir hatten eine wunderschöne Reise entlang der Südtiroler Weinstrasse, mit Stationen in Eppan und den Dolomiten. Highlights sind der Besuch von Bozen, eine Weinkellerei-Tour, ein freier Tag für individuelle Erkundungen und ein Ausflug nach Meran. Die Reise endet mit einem Besuch der prachtvollen Gärten von Schloss Trauttmansdorff.
Heute früh steige ich in einen Bus, der seinem Namen alle Ehre macht: Royal Class! Grosszügige Sitze, viel Beinfreiheit, Sitzkomfort wie in der Business Class. Wenn Busreisen, dann bitte so! Unsere 26 Gäste machen es sich bequem und sind voller Vorfreude.
Unser Ziel: die Südtiroler Weinstrasse, genauer gesagt das charmante Eppan. Die Anfahrt durchs Inntal ist abwechslungsreich und kurzweilig. Es gibt immer etwas zu entdecken, sei es ein charmantes kleines Dorf oder das beeindruckende Stift Stams. Bei Innsbruck dann ein kurzer Blick nach rechts; dort ragt die Bergisel-Schanze. Elegant, modern, entworfen von Zaha Hadid, einer wahren Meisterin der Architektur.
Dann geht’s weiter – über den Brenner, hinein ins sonnige Südtirol. Der Pass liegt auf rund 1370 Meter. Baustellen, wohin das Auge blickt – hier entsteht der Brennerbasistunnel, der ab 2032 als längste unterirdische Bahnstrecke der Welt gelten soll. Ein echtes Mammutprojekt!

Südlich davon geht’s durch das Eisacktal, umgeben von Wiesen und Wäldern aus Buchen, Eichen und Lärchen. Und plötzlich: Weinberge! Ein deutliches Zeichen – wir nähern uns dem Ziel.
Im hübschen Hotel Lambrechtshof angekommen, werden wir herzlich empfangen. Und am Abend zaubert uns die Küche ein Gala-Dinner auf der Gartenterrasse, das alle Sinne verwöhnt. Gut gesättigt und entspannt gehen wir jetzt schlafen, denn der Tag war doch recht lang.
Ein Tag in den Dolomiten – Südtirol zeigt sein schönstes Gesicht
Am nächsten Morgen begrüssen uns die Sonne, aber auch die Hitze! Auch hier, in der alpinen Höhenlage, steigen die Temperaturen auf über 30 Grad. Aber die Gäste freuen sich auf ein echtes Highlight: Die Dolomiten! Wir starten durchs Etschtal, vorbei an gepflegten Rebanlagen und duftenden Apfelbäumen. In der Ferne zeigt sich der Dom von Brixen und unsere Stadtführerin Gertrud plaudert munter drauf los, sie kennt jedes Tal, jede Burg und die dazu passenden Geschichten.

Dann tauchen wir ein ins Pustertal, das Tal der Kartoffeln. Danach sehen wir schon die ersten Berge der Dolomiten und bald darauf die «Drei Zinnen», so markant, so einmalig. Dieses Bild kennt jeder, aber live? Atemberaubend. Natürlich halten wir an. Zeit für das perfekte Postkartenfoto, für eine kleine Erfrischung inmitten dieser Naturkulisse. Jeder versucht das beste Foto zu bekommen.
Danach erreichen wir das mondäne Cortina d’Ampezzo. Unsere Stadtführerin Gertrud nennt es liebevoll «die Königin der Dolomiten» und sie hat recht. Cortina strahlt. Edle Boutiquen, schicke Cafés, und rundherum Gipfel, die zum Himmel wachsen. Einziger Wermutstropfen: Die Stadt gleicht derzeit einer Grossbaustelle – Olympia 2026 lässt grüssen! Leider bedeutet das auch eine Busse für unseren Chauffeur Peter, denn der Busparkplatz ist eine einzige Baustelle und irgendwo muss er ja stehen. Aber er nimmt’s mit Humor.
Auf der Rückfahrt dann noch ein letztes Dolomiten-Muss, der Misurinasee, laut Legende gab es hier einmal den König Sorapiss, der sich in eine Zauberfee verliebte. Um bei ihr bleiben zu können, verwandelte er sich in einen Berg. Seine Tochter Misurina war sehr traurig über den Verlust ihres Vaters, und ihre Tränen bildeten den See, der heute ihren Namen trägt. Ob es stimmt, weiss man nicht. Auf der Rückfahrt zum Hotel wird es langsam still im Bus, die Gäste sind doch müde von der langen Fahrt und den vielen Eindrücken

Bozen, Wein – dies steht heute auf unserem Programm. Wir starten am Bozner Dom, einem gotischen Schmuckstück mit kunstvollen Fresken und einem mächtigen Glockenturm. Am Waltherplatz wird natürlich ein Erinnerungsfoto geschossen – unser Gast Walter muss da einfach mit aufs Bild! Durch die Laubengasse, die schattige Flaniermeile mit ihren Arkaden, spazieren wir weiter. Gertrud kennt hier jede Ecke und jede Geschichte. Besonders charmant: Die Anekdote vom Gasthof «Roter Adler», der irgendwann zum liebevoll genannten «Vögele» wurde. Südtirol eben traditionsreich. Nach etwas Freizeit und Mittagspause fahren wir zum Kalterer See, heute besonders voll, denn bei dieser Hitze sehnt sich jeder nach Wasser.
Danach fahren wir einen Teil der Südtiroler Weinstrasse entlang bis zur Weinkellerei Teutsch, einem der ältesten Weingüter im Unterland. Es begrüsst uns der junge Winzer persönlich. Leidenschaftlich erzählt er von seiner Arbeit in den Weinbergen. Hier wird nicht nur geredet, hier wird Qualität ins Glas gebracht! Und wie schon Goethe sagte: «Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.» Mit ein paar Flaschen mehr im Bus geht’s zurück ins Hotel.
Der nächste Tag gehört den Gästen, ein freier Tag für alle, und jeder kann ihn nach Lust und Laune verbringen. Schon beim Frühstück wird unser Geburtstagskind Irma vom Personal mit einem fröhlichen Ständchen überrascht. Danach schlendern einige nach Eppan, andere fahren nach Bozen und mit der Seilbahn hinauf aufs sonnige Hochplateau, und wieder andere suchen Abkühlung in den «Eislöchern», einer geologischen Besonderheit hier in Eppan, bei der eiskalte Luft aus Felsspalten strömt – eine natürliche Klimaanlage.

Am Donnerstagmorgen besuchen wir die «elegante Schwester» von Bozen, nämlich die elegante Kurstadt Meran. Auch heute haben wir einen Geburtstag zu feiern und auch Susanne freut sich über die Glückwünsche.
Für mich beginnt der Tag schon mal mit Verlust. Mein Handy verabschiedet sich beim Zusammenklappen des Sitzes im Bus – verbogen, kaputt. Chauffeur Peter grinst nur: «Das ist jetzt der dritte Reiseleiter in Folge!» Nun ja, ich ignoriere ihn einfach und setze mein nettestes Lächeln auf, denn es geht zum Stadtrundgang mit Gertrud und sie weiss wieder einiges zu erzählen. Die Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sissi, verbrachte viele Jahre ihres Lebens in Meran und verliebte sich in die elegante Kurstadt und ihre milde, gesunde Bergluft. Noch heute spürt man in Meran den Glanz der Geschichte, die prächtigen Jugendstilvillen und die gepflegten Promenaden sind auch für uns ein besonderes Erlebnis.
Nach der Mittagspause steht unser letztes grosses Highlight auf dem Programm: die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Auf 12 Hektar findet man hier über 80 Gartenlandschaften. Mediterrane, asiatische oder alpine Blütenpracht.
Wer mag, besucht das Schlossmuseum, spaziert durch die vielseitige Pflanzenpracht und geniesst die Aussicht von den spektakulären Panoramaplattformen. Ein toller Abschluss unserer Reise.
„Ob Arrivederci oder Servus – in Südtirol ist beides möglich, denn hier treffen österreichische Wurzeln auf italienisches Flair.“

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