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Der Zauber Apuliens mit Cornelia Scalenghe

Apulien verzaubert mit strahlender Sonne, mediterraner Lebensfreude und kulturellen Schätzen: Erleben Sie barocke Städte wie Lecce, die märchenhaften Trulli von Alberobello, die «weisse Stadt» Ostuni und die einzigartige Felsenstadt Matera. Eine Reise voller Geschichte, Genuss und unvergesslicher Begegnungen im Süden Italiens.

Cornelia Scalenghe-Karlen
Bericht von Cornelia Scalenghe-Karlen, Reiseleiterin, 8. – 15. April 2025

Apulien verzaubert mit strahlender Sonne, mediterraner Lebensfreude und kulturellen Schätzen: Erleben Sie barocke Städte wie Lecce, die märchenhaften Trulli von Alberobello, die «weisse Stadt» Ostuni und die einzigartige Felsenstadt Matera. Eine Reise voller Geschichte, Genuss und unvergesslicher Begegnungen im Süden Italiens.

«Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“
– Johann Wolfgang von Goethe

Eine Reise ins Herz Apuliens – Sonne, Kultur & italienische Lebensfreude

Unsere Reise führt uns in den sonnigen Süden Italiens – nach Apulien, eine Region voller Geschichte, Genuss und mediterraner Schönheit. Am Flughafen treffe ich meine Gäste, die sich auf eine besondere Woche freuen dürfen. Mit der charmanten Crew der Edelweiss heben wir ab in Richtung Brindisi. Schon bei der Ankunft werden wir herzlich empfangen: Mirella, unsere liebenswerte lokale Stadtführerin, und Giuseppe, unser  freundlicher Chauffeur, erwarten uns schon. Die Fahrt nach Castellaneta Marina verläuft wie im Flug – und bei einem spritzigen Glas Prosecco lernen wir uns kennen, lachen, plaudern und geniessen später ein köstliches gemeinsames Abendessen. Der Urlaub kann beginnen!

Am nächsten Morgen brechen wir auf nach Taranto, wo eines der bedeutendsten archäologischen Museen Italiens auf uns wartet. Selbst wer sich bisher nicht gross für Antike interessierte, staunt über die Vielfalt der Exponate: prachtvolle Vasen, kunstvoller Goldschmuck, uralte Münzen; eine Reise in die Vergangenheit.


«Tock, tock!» Mirella ermahnt uns zum Zuhören, denn am Nachmittag tauchen wir ein in die Welt der Keramik: In einem kleinen Familienbetrieb in Grottaglie erleben wir hautnah, wie aus einem Stück Ton in liebevoller Handarbeit eine Karaffe entsteht oder ein kunstvoller Teller bemalt wird. Die Hingabe des Künstlers begeistert uns – und beim anschliessenden Bummel durch die berühmte Töpferstrasse kommen so einige mit einem kleinen Souvenir zurück.

Der nächste Tag beginnt kühl und die Sonne lässt sich nur zögerlich blicken – doch das hält uns nicht auf. Auf dem Weg nach Altamura plaudert Mirella  über Land und Leute. Ein Spaziergang durch das charmante Städtchen, ein schneller Café, vielleicht ein neuer Pulli für den frischen Wind, und schon kehren meine Gäste mit vollen Einkaufstaschen zurück. Die kleinen italienischen Läden sind einfach zu verführerisch!
In der Bäckerei Santa Lucia erwarten uns knusprige Crostini, ofenfrische Focaccia, würzige Tarallucci – das berühmte Brot von Altamura. Gerne greifen wir zu und kaum jemand hat danach noch Hunger.
Am Nachmittag erwartet uns ein wahrer Höhepunkt: Castel del Monte.  Das imposante achteckige Bauwerk, das Kaiser Friedrich II. im 13. Jahrhundert errichten liess, fasziniert Besucher aus aller Welt. Es ist die Krone von Apulien. Seine einzigartige Form, seine tiefen historischen Wurzeln und die Mythen, die sich um das Castel del Monte ranken, machen es zu einem der eindrucksvollsten Monumente Italiens.  Eine populäre Theorie besagt, dass das Schloss als Ausdruck der Faszination Friedrichs II. für die Wissenschaften, insbesondere die Astronomie, erbaut wurde.

Auf dem Rückweg tauchen wir ein in das satte Grün der Wiesen und das strahlende Gelb der Rapsfelder – Farben, die man in Apulien nicht lange sieht, die Dürre kommt in wenigen Wochen, wenn die Hitze die Felder in düsteres Braun verwandelt.

Eigentlich wäre der nächste Tag zur freien Verfügung – doch car-tours.ch hat kurzerhand einen spontanen Ausflug organisiert. Da im Hotel das Schwimmbad noch nicht geöffnet werden konnte. Und siehe da: Nur zwei Gäste bleiben im Hotel, alle anderen sind mit Begeisterung dabei. Unsere erste Station: Martina Franca – elegant, lebendig und voller süditalienischem Charme.
In Locorotondo, der «weissen, runden Stadt», machen wir einen kleinen Fotostopp, denn von hier hat man einen  Postkartenblick. Danach verliert sich jeder in den malerischen Gassen  für ein Gelato, einen Aperitif oder einfach nur, um das Leben zu geniessen.

Cisternino, unser letzter Halt, ist ein kleines Juwel. Wir schlendern auch hier noch etwas durch die engen Gassen und kosten noch ein wenig Dolce Vita. Angela feiert ganz still und heimlich ihren Geburtstag, ohne viel Aufhebens.

Der nächste Morgen bringt uns nach Lecce, in eine wunderschöne Barockstadt. Auf dem Weg dorthin erzählt uns Mirella vom Leben in Apulien, vom Schulsystem, aber auch vom traurigen Schicksal der Olivenbäume: Ein Bakterium hat in den letzten Jahren tausende alte Bäume sterben  lassen, eine Katastrophe für Apulien, sagt man doch, dass es hier für jeden Italiener einen Olivenbaum gibt; also etwa 60 Millionen Bäume. In Lecce bestaunen wir die barocken Fassaden, besuchen den Dom und die prächtige Basilika Santa Croce. Die Stadt ist ein kleines Meisterwerk der Antike, aber auch viele kleine Laeden, die uns zum Einkauf verleiten.

Am Nachmittag geht’s weiter nach Otranto. Die Kathedrale Santa Maria Annunziata mit ihrem beeindruckenden Bodenmosaik erzählt Geschichten aus Mythologie, Glaube und Geschichte, doch Mirella bringt sie für uns zum Leben. Der Tag ist lang – aber voller unvergesslicher Eindrücke.

Heute erwartet uns ein weiteres Highlight: Matera in der benachbarten Region Basilikata – die einmalige Felsenstadt. Gemeinsam erkunden wir die in Stein gehauenen Gassen, die Höhlenwohnungen, die Stille und die Schönheit dieser einzigartigen Stadt. Die Geschichte ist faszinierend, aber auch etwas bedrückend, wenn man an das harte Leben vergangener Zeiten denkt. Nach der Mittagspause kehren wir zurück und es bleibt heute noch genügend Zeit für einen Spaziergang am Meer.

Am nächsten Morgen heisst es: Das Beste zum Schluss! Alberobello – die Stadt der Trulli. Ohne Trullo kein Apulien! Obwohl der Himmel heute grau ist, bleibt es trocken und wir spazieren durch das märchenhafte Labyrinth der kleinen weissen Rundhäuser mit ihren Zipfelmützen. Wir erfahren, wie sie gebaut wurden, und warum – und bewundern ihre charmante Schlichtheit. Über tausend Trulli stehen hier und wir haben auch die Möglichkeit, einen zu besichtigen.
Später geht’s weiter nach Ostuni, auch liebevoll «La Città Bianca» genannt. Es ist ein strahlend weisses Juwel, das sich auf drei Hügeln über der apulischen Landschaft erhebt. Die weiss getünchten Häuser, das Gewirr aus Gassen, Bögen und Treppen sowie die fantastische Aussicht bis zur Adria machen Ostuni zu einem der schönsten Orte der Region. Wer möchte, erkundet die Altstadt mit Mirella, andere bummeln lieber alleine durch die einladenden Gassen.

Zurück im Hotel wird gepackt und beim letzten gemeinsamen Abendessen  nehmen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge Abschied von Apulien.

Am Abreisetag wartet frühmorgens noch ein letzter starker Espresso – dazu ein reiches Frühstückspaket für unterwegs. Die Fahrt zum Flughafen verläuft ohne Stau, und trotz der frühen Stunde schlafen die Gäste keineswegs. Ernst schnappt das Mikrofon und gibt ein Ständchen zum Besten, und bald trällern alle «Dini Seel ä chli bambälä la“.

Pünktlich landen wir in Zürich, wo sich am Gepäckband unsere Wege trennen. Doch was bleibt, sind die Erinnerungen – an Landschaften, Aromen, Begegnungen und viele Momente, die man so schnell nicht vergisst.

Arrivederci, Apulien – du bleibst uns im Herzen!

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