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Historische Fachwerkhäuser, Türme und Brücken an der Pegnitz in der Nürnberger Altstadt.

Romantik & Wein am Main mit Corinne Graber

Vier Tage, unzählige Eindrücke und jede Menge fränkische Lebensfreude: Unsere Reise führte uns von der Schweiz über das malerische Rothenburg ob der Tauber bis nach Nürnberg und weiter nach Bamberg und an die Mainschleife. Bei schönstem Sommerwetter entdeckten wir historische Städte, genossen regionale Spezialitäten, tauchten in Nürnbergs Unterwelt ein und lernten bei einer Weinprobe Franken von seiner genussvollen Seite kennen. Vor allem aber waren es die gemeinsamen Erlebnisse, Begegnungen und vielen fröhlichen Momente, die diese Reise unvergesslich machten.

Corinne Graber
Reisebericht von Corinne Graber
Reiseleiter
15. - 22. August 2026

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Auftakt zwischen Allgäu und Rothenburg

Tag 1 – Von der Schweiz über das Allgäu und Rothenburg ob der Tauber nach Nürnberg

Schon am frühen Morgen hiess es: Koffer im Car verstauen, Platz nehmen und losfahren!
Die Vorfreude war bei allen spürbar. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen verliessen wir die Schweiz und machten uns auf den Weg Richtung Deutschland.

Die Fahrt führte uns zunächst durch das Allgäu, eine Landschaft, die mit ihren grünen Wiesen, sanften Hügeln und den typischen Bauernhöfen schon während der Busfahrt für Feriengefühle sorgte. Diese Region gehört zu den beliebtesten Ferienlandschaften Deutschlands und verbindet Landwirtschaft, Natur und Tourismus auf ganz besondere Weise.

Weiter ging es nach Memmingen, einer der historischen Städte Oberschwabens und von dort Richtung Ulm. Natürlich durfte dabei ein Blick auf das berühmte Ulmer Münster nicht fehlen. Mit seinem 161 Meter hohen Kirchturm besitzt Ulm den höchsten Kirchturm der Welt. Von Ulm aus ging es weiter Richtung Norden – unserem ersten grossen Höhepunkt entgegen: Rothenburg ob der Tauber, die weltberühmte mittelalterliche Stadt mit ihren Türmen, Mauern, Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen ist ein echtes Bilderbuchstädtchen.
Bei unserer Stadtführung erfuhren wir viel über das mittelalterliche Leben und die prächtigen Bürgerhäuser.
Nach der Führung blieb genügend Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu entdecken. Einige genossen einen gemütlichen Kaffee und ein Stück Kuchen, andere schlenderten durch die romantischen Gassen, bestaunten die Fachwerkhäuser oder stöberten in den zahlreichen Geschäften. Und natürlich begegnete uns überall das berühmte Rothenburger Weihnachtsgefühl – selbst mitten im Sommer. Rothenburg ist nämlich eng mit dem Weihnachtsartikel-Hersteller Käthe Wohlfahrt verbunden. Wer hier hineingeht, braucht eigentlich nur noch einen Glühwein, um völlig zu vergessen, welcher Monat gerade ist!

Weiter nach Nürnberg. Am späteren Nachmittag hiess es wieder: Einsteigen bitte! Unser nächstes Ziel war Nürnberg, die fränkische Metropole mit ihrer über 950-jährigen Geschichte. Nach der Ankunft bezogen wir unser schönes, modernes Leonardo Royal Hotel. Das Haus bot den perfekten Ausgangspunkt für unsere kommenden Erkundungen.
Nach dem Einchecken teilte sich die Reisegruppe ein wenig auf: Ein Teil der Gruppe liess den Tag gemütlich im Hotel ausklingen und genoss ein Abendessen mit libanesischen Spezialitäten. Andere Gäste wollten dagegen noch etwas von Nürnberg erleben und machten sich auf den Weg in die Innenstadt. Bei den warmen Temperaturen war dies natürlich besonders schön. Die Stadt zeigte sich von ihrer sommerlichen Seite, und so konnten die Gäste durch die Innenstadt bummeln, erste Eindrücke sammeln und in einem der zahlreichen Restaurants ein feines Abendessen geniessen.

Mainschleife, Weinberge und Genuss

Weiter nach Volkach – der Main wartet

Nach den vielen Eindrücken aus Bamberg hiess es wieder: „Bitte einsteigen – wir fahren weiter!“ Unser nächstes Ziel lag mitten im fränkischen Weinland: Volkach an der Mainschleife. Die Landschaft veränderte sich nun spürbar. Rund um Volkach prägen Weinberge, sanfte Hügel und der Main das Landschaftsbild. Die Mainschleife bei Volkachgehört zu den bekanntesten Flusslandschaften Frankens. Der Main macht hier eine grosse, beinahe spektakuläre Schleife durch die Landschaft. Und genau diese wollten wir nicht nur vom Ufer aus betrachten.

Mit dem Schiff durch die Mainschleife

Nun begann ein besonders entspannter Teil unseres Tages: Eine Schifffahrt durch die romantische Mainschleife. Nach den vielen historischen Eindrücken in Bamberg konnten wir uns zurücklehnen und die Landschaft einfach auf uns wirken lassen. Der Main schlängelte sich ruhig durch die Landschaft. An den Hängen zogen sich die Rebberge entlang, dazwischen kleine Ortschaften und immer wieder grüne Uferbereiche. Die Region rund um Volkach gehört zu den bekanntesten Weinbaugebieten Frankens. Besonders typisch ist der Silvaner, aber natürlich werden hier auch Müller-Thurgau, Bacchus und andere Rebsorten angebaut.
Während das Schiff gemächlich durch die Schleife fuhr, bot sich immer wieder ein neues Bild: Mal standen die Weinberge im Mittelpunkt, mal das Wasser, mal die kleinen Orte am Ufer. Nach unserer wunderschönen Schifffahrt durch die Mainschleife wartete bereits das nächste Erlebnis auf uns – eine Weinprobe im Weinkeller Römmert in Volkach.

Nach einem Tag mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von rund 35 Grad kam uns schon der Gedanke an einen kühlen Weinkeller ausgesprochen gelegen! Kaum hatten wir den kühlen Keller betreten, waren die hohen Sommertemperaturen weit weg. Nach der Hitze draussen war die angenehme Kelleratmosphäre eine wahre Wohltat. Und natürlich gab es hier nicht nur angenehme Temperaturen, sondern vor allem etwas, das hervorragend zu Franken passt: Wein!
Bei einer interessanten Führung erhielten wir Einblicke in die Welt des fränkischen Weinbaus. Wir erfuhren Wissenswertes über die Rebsorten, den Anbau, die Weinherstellung und die Besonderheiten des fränkischen Weinlands. Dabei wurde auch deutlich, wie stark der Weinbau mit der Landschaft verbunden ist. Die Weinberge rund um Volkach sind nicht einfach nur schöne Kulisse – sie prägen seit Jahrhunderten die Kultur und das Leben der Region.

Und dann wurde verkostet … Nach der Theorie kam selbstverständlich der angenehmere Teil: die Weinprobe!Verschiedene Weine aus der Region durften probiert werden. Dabei konnten wir feststellen, dass Franken weit mehr zu bieten hat als nur eine schöne Landschaft.
Besonders typisch für Franken ist der Bocksbeutel – jene ungewöhnlich geformte, bauchige Flasche, die fast so aussieht, als hätte jemand eine normale Weinflasche ein wenig zu fest gedrückt. Der Bocksbeutel ist längst zu einem Markenzeichen des fränkischen Weins geworden.
Die Weine präsentierten sich angenehm süffig und vielfältig. Jeder konnte seinen persönlichen Favoriten entdecken und nach der Weinverköstigung bot sich die Gelegenheit, ein paar Flaschen zu kaufen.
Und während die Sonne langsam tiefer stand und sich die Landschaft in warmes Licht tauchte, fuhren wir gemütlich zurück ins Hotel nach Nürnberg. Im Bus gab es nun viel Gesprächsstoff. Die Eindrücke des Tages wurden ausgetauscht, die schönsten Momente besprochen – und vielleicht wurde auch noch einmal darüber diskutiert, welcher Wein bei der Probe denn nun wirklich der beste gewesen war.

Ein lauer Sommerabend in Nürnberg

Zurück in Nürnberg konnte jeder Gast den Abend individuell gestalten.
Einige Gäste machten sich auf in die Innenstadt, suchten sich ein schönes Restaurant und genossen ein feines Abendessen. Vielleicht bei fränkischer Küche und vielleicht bei einem kühlen Getränk, denn mittlerweile hatten wir innerhalb von nur zwei Tagen bereits unglaublich viel gesehen:

Der zweite Tag war genauso abwechslungsreich wie der Erste. 35 Grad, eine Schifffahrt auf dem Main, Weinberge, ein kühler Weinkeller und eine Weinprobe – wenn das kein fränkischer Sommertag war! Es war eine wunderbare Mischung aus Kultur, Kulinarik, Landschaft und Erholung.

Doch die Reise war noch lange nicht zu Ende. Am nächsten Tag wartete bereits das nächste fränkische Highlight auf uns …

Nürnberg über und unter der Erde

Tag 3 – Zauberhaftes Nürnberg, verborgene Gänge und fränkische Gemütlichkeit

Wir entdeckten Nürnberg - eine Stadt mit vielen Gesichtern: Kaiserburg und mittelalterliche Gassen, prachtvolle Kirchen und Bürgerhäuser, aber auch eine bewegte Geschichte. Bei unserer unterhaltsamen Stadtführung hörten wir Geschichten über Kaiser, Kaufleute und Handwerker und erfuhren, warum Nürnberg im Mittelalter zu den bedeutendsten Städten des Heiligen Römischen Reiches gehörte. Natürlich durfte auch die berühmte Kaiserburg nicht fehlen. Hoch über der Stadt gelegen, erinnert sie daran, welch grosse Bedeutung Nürnberg einst hatte.

Nach der Führung blieb Zeit für eine gemütliche Pause. Einige Gäste suchten sich ein schönes Café und genossen einen Kaffee und vielleicht ein Stück Kuchen. Andere nutzten die Gelegenheit für einen kleinen Einkaufsbummel oder liessen einfach die Atmosphäre der Nürnberger Altstadt auf sich wirken.
Nürnberg sollte uns an diesem Tag noch eine ganz andere Seite zeigen. Wir begaben uns nach der Pause unter die Erde! Bei einer Führung durch die unterirdischen Gänge Nürnbergs tauchten wir tief in die Vergangenheit der Stadt ein. Das weit verzweigte System aus Felsengängen und Kelleranlagen gehört zu den faszinierendsten Besonderheiten Nürnbergs. Über Jahrhunderte wurden die Gänge in den Sandstein gehauen und unter anderem zur Lagerung von Biergenutzt. Und hier zeigt sich einmal mehr, wie eng in Franken Geschichte und Genuss miteinander verbunden sind: Die Führung war spannend und teilweise fast ein wenig geheimnisvoll. Enge Gänge, niedrige Decken. Und natürlich war es unter der Erde angenehm kühl – was bei unseren sommerlichen Temperaturen von rund 35 Grad durchaus ein weiterer Pluspunkt war!

Freier Nachmittag – Nürnberg ganz persönlich

Nach diesem Erlebnis durfte jeder Nürnberg auf seine eigne Art entdecken. Einige gingen noch einmal durch die Altstadt, andere suchten Souvenirs oder genossen die sommerliche Atmosphäre in einem Strassencafé und vielleicht wurde auch das eine oder andere Stück Nürnberger Lebkuchen gekauft.

Der krönende Abschluss – Abendessen im Mautkeller

Am Abend trafen wir uns wieder – diesmal zu unserem gemeinsamen Abschlussabend im historischen Mautkeller in Nürnberg. Schon das Ambiente passte hervorragend zu unserer Reise. Historische Räume, gemütliche Atmosphäre und eine fränkische Küche. Auf den Tisch kamen typische Spezialitäten der Region: Deftige fränkische Küche, herzhafte Gerichte und natürlich die passenden Getränke dazu. Die Stimmung war ausgezeichnet. Es wurde erzählt, gelacht und auf die vergangenen Tage zurückgeblickt. Und plötzlich merkte man, dass aus einer Gruppe von Menschen, die am ersten Morgen vielleicht noch nicht alle miteinander bekannt waren, inzwischen eine richtige Car-tours-Familie geworden waren. Man hatte gemeinsam gelacht, gestaunt, gegessen, angestossen, neue Orte entdeckt und viele Erlebnisse geteilt.

Ein letzter Drink und viele schöne Erinnerungen

Nach dem Essen liessen einige Gäste den Abend noch bei einem feinen Drink gemütlich ausklingen. Es wurde noch lange zusammengesessen und erzählt. Welcher Ort hatte am besten gefallen Rothenburg? Bamberg? Die Mainschleife? Die Weinprobe? Oder vielleicht doch Nürnberg? Eine eindeutige Antwort gab es nicht. Denn genau das machte diese Reise aus: Sie hatte für jeden etwas dabei.

Abschied mit vielen Erinnerungen

Tag 4 – Abschied von Nürnberg und Heimreise

Am nächsten Morgen hiess es dann: Koffer packen, ein letztes Frühstück und Abschied nehmen. Nach vier abwechslungsreichen Tagen machten wir uns auf den Weg zurück in die Schweiz. Auf der Rückfahrt im Bus liessen die Gäste die Reise noch einmal Revue passieren, andere tauschten Fotos und Kontaktdaten aus. Und vielleicht war genau das eines der schönsten Ergebnisse dieser Reise: Aus Reisebekanntschaften waren Freundschaften geworden.

Wir erlebten vier Tage voller Geschichte und Kultur, herrlicher Landschaften, fränkischer Küche, Wein und Genuss, spannender Führungen, gemeinsamer Erlebnisse, viel Lachen und guter Laune. Von den mittelalterlichen Gassen Rothenburgs über das historische Bamberg, die romantische Mainschleife bei Volkach und die fränkische Weinprobe bis hin zum zauberhaften Nürnberg mit seinen unterirdischen Gängen – jeder Tag brachte viele neue Eindrücke.

Von Herzen bedanke ich mich bei euch, ihr lieben Gästen für die schönen Begegnungen und die wunderbare Zeit. Diese Reise bleibt mir in bester Erinnerung.
Eure Reiseleiterin Corinne

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