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Perlen der Nord- und Ostsee mit Maria Abegg

Von der rauen Schönheit Sylts über die charmanten Städte Dänemarks bis hin zum lebhaften Kopenhagen und den herrlichen Ostseestränden auf Rügen: Diese Reise hält eine «Perle» nach der anderen bereit. Faszinierende Landschaften, überraschende Entdeckungen und besondere Begegnungen machen die Fahrt entlang der Nord- und Ostsee zu einem abwechslungsreichen Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleibt.

Maria Abegg
Reisebericht von Maria Abegg
Reiseleiterin
5. - 11. August 2026

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Raue Schönheit auf Sylt

Nach einem anstrengenden Anreisetag lohnt sich das frühe Aufstehen am nächsten Tag, denn wir erwischen den früheren Autozug nach Sylt. Dadurch haben wir eine Stunde mehr Zeit in Westerland. Doch zuerst kann unser Chauffeur Daniele zeigen, wie gut er fahren kann und zirkelt den Car gekonnt auf den schmalen Zug. Danach fahren wir rückwärts über das eindrückliche Wattenmeer in Richtung Sylt. Dort werden wir mit einem Regenguss begrüsst. Es ist nur eine kleine Regenwolke, die sich ausgerechnet beim Aussteigen über uns entleert. Später bleibt es trocken, jedoch kühl und windig. Da wir wissen, welche Temperaturen in der Schweiz herrschen, freuen wir uns sogar darüber, dass wir etwas frieren. Mit dem kühlen Wind ist es dann leider doch zu kalt zum Baden. Nach etwas freier Zeit in Westerland machen wir eine Inselrundfahrt. Die lokale Tourguide zeigt uns mit viel Herzblut und trockenem Humor die raue Landschaft von Sylt und erklärt uns die Architektur der Häuser, welche praktisch alle Reetdächer haben, eine traditionelle Dacheindeckung aus getrocknetem Schilfrohr. Dabei wird klar, dass nur Vermögende ein Haus hier besitzen, denn ein Reetdach ist Vorschrift und teuer. Die Inselrundfahrt schliessen wir mit einem Fischbrötchen und einem Glas Prosecco ab. Da viele gierige und freche Möwen auf unvorsichtige Touristen warten, die im Freien essen, ziehen wir das Essen im Restaurant vor. Anschliessend setzen wir mit der Fähre auf die Insel Rømø über. Diese Nacht schlafen alle sehr gut, denn es ist kühl und mucksmäuschenstill. Ausgeschlafen und gut gelaunt beginnen wir den nächsten Tag und unsere Reise führt uns weiter Richtung Ribe.

Dänemarks charmante Städte

Die drei sehr unterschiedlichen Städtchen Ribe mit den vielen Fachwerkhäusern, Kolding mit der hohen Restaurantdichte und Odense, der Heimat von Hans Christian Andersen, liegen alle in Dänemark und ein Besuch ist absolut lohnenswert.

Kopenhagen und Malmö

Bevor wir einen Abstecher nach Malmö in Schweden machen, besuchen wir natürlich Kopenhagen, die Hauptstadt Dänemarks. Pünktlich um 15 Uhr erreichen wir Kopenhagen und es steigt eine örtliche Tourguide dem Bus zu und zeigt uns ihr Kopenhagen. Nach den gemütlichen Städtchen in Dänemark müssen wir uns zuerst an die vielen Leute in Kopenhagen gewöhnen. Das absolute Highlight ist die Müllverbrennungsanlage, was etwas verrückt klingt. Doch die Müllverbrennungsanlage in Kopenhagen ist ein sehr spezielles Gebäude. Auf einer Seite gibt es eine imposante Kletterwand und auf dem Dach befindet sich eine Skipiste mit Bügellift. Wir nehmen den Aufzug und während der Fahrt nach oben sehen wir in das Innere der Verbrennungsanlage. Vom Dach bietet sie einen tollen Ausblick auf die Stadt. Natürlich gibt es auch eine Bar und Tische für ein Picknick. Der Dampf, welcher aus der Anlage rauskommt, wärmt uns zusätzlich und ist glücklicherweise giftfrei. Obwohl es schön warm ist, herrscht ein reger Betrieb auf der Skipiste. Schon komisch, wenn voll ausgerüstete Skifahrer mitten im Hochsommer zu beobachten sind. Die Skipiste besteht aus Plastikgras und auf ihr gleitet es erstaunlich gut. Es ist herrlich, den Sommerskifahrern zuzuschauen. Das zweite spezielle Highlight in Kopenhagen ist die Tiefgarage beim Opernhaus. Sie wurde nämlich begrünt, d.h. man wähnt sich in einem Dschungel oder botanischen Garten, jedoch nicht in einer Garage. Natürlich sehen wir auch die «normalen» Highlights der Stadt, wie die kleine Meerjungfrau, Nyhavn usw. Nach der Stadtrundfahrt fahren wir zuerst durch den Tunnel und danach über die Öresundbrücke nach Malmö. Nicht weit von der Brücke entfernt übernachten wir im neuen trendigen Hyllie-Quartier im Arena Hotel. In diesem Quartier gibt es viele interessante und moderne Bauten. Nach dem spannenden Tag lassen viele von uns den Abend in der Skybar ausklingen und geniessen den tollen Ausblick auf das Quartier, den Öresund, die Brücke und den Wasserturm, der mit der nächtlichen Beleuchtung wie ein UFO aussieht.

Am nächsten Morgen fahren wir wieder über die spektakuläre Öresundbrücke nach Kopenhagen zurück, wo sie noch eindrücklicher aussieht, weil sie scheinbar einfach im Meer endet, da der Tunnel nicht sichtbar ist. Weiter geht es nach Gedser zum südlichsten Ort Dänemarks. 

Von Rostock nach Rügen

In Gedser nehmen wir die Fähre nach Rostock. Die Überfahrt verläuft zum Glück sehr ruhig und niemand wird seekrank. Plötzlich ändert sich die blaue Farbe und das Meer wird grün. Es ist ein gewaltiger Blaualgenteppich, der da vor Rostock schwimmt. Jedes Jahr gibt es Blaualgen in der Ostsee, aber das Ausmass mit eigenen Augen zu sehen, ist noch eindrücklicher. Am Hafen von Rostock geht es sehr lebhaft zu und her, da gerade ein Segel- und Hafenfest stattfindet. Trotzdem fahren wir weiter auf die Insel Rügen nach Binz. Binz ist ein hübscher Kurort an der Ostsee, zum Glück ohne Blaualgen, mit herrlichen Promenaden, wunderschönen Häusern, vielen Cafés, Restaurants und natürlich auch Läden. Hier kann man sich wirklich sehr gut erholen.

Leipzig und Abschied

Tags darauf fahren wir nach Leipzig, zu einer geschichtsträchtigen und gemütlichen Stadt, wo wir den ganzen Nachmittag zur freien Verfügung haben und jeder auf seine Kosten kommt.

Und schon fahren wir wieder nach Hause zurück. Wir haben Glück und stecken nirgends im Stau, doch wir sind ganz erstaunt, wie viele LKWs auf der Strasse unterwegs sind. Das ist das Resultat von der anhaltenden Dürre, weil der Rhein momentan nicht mehr schiffbar ist und die Waren jetzt auf der Strasse transportiert werden.

Müde von den vielen spannenden Eindrücken fahren wir zurück in die Schweiz, wo wir uns dann erholen können und uns hoffentlich noch lange an die schöne Reise erinnern werden.

Ich danke euch, Ihr wart eine wunderbare Gruppe! Auch ein grosser Dank geht an unseren fantastischen Chauffeur Daniele.

Maria

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