Herzliches Wiedersehen
Die 5. Jassreise von car-tours.ch war ein tolles Erlebnis – eine einzigartige Mischung aus Spiel, Vergnügen, Genuss und Geselligkeit. Einmal mehr hat sich der familiäre Geist der Jasserinnen und Jasser sowie des Veranstalters gezeigt. «Weisch no?» – schon die Begrüssung am Abreisetag war herzlich. Zwei Drittel aller Teilnehmenden waren bereits 2025 mit dabei. Die Neuen wurden gut in die Jassfamilie aufgenommen. Chauffeur Kurt steuerte uns mit ruhiger Hand ins Tirol – das Herz der Alpen – und Reiseleiterin Christine erklärte viel Wissenswertes über Land und Leute, Natur und Kultur. Die Carfahrt verging wie im Flug, sodass wir bereits zur Zvierizeit im Kaiserhotel Neuwirt in Oberndorf in Tirol eintrafen.
Mit Leidenschaft und Fairness dabei
An drei Nachmittagen wurde turniermässig in jeweils vier Passen (Runden) à 12 Spielen gejasst. Dazu kamen viele vergnügliche Stunden am Abend, zwischendurch und auch am Plausch-Nachmittag – sei es im Hotel oder unterwegs beim Kartenspiel. Ergänzend zum klassischen Schieber wurden auch andere Formen gespielt. Besonders beliebt war der «Entlebucher», bei dem man eine Karte austauschen kann. Dabei ist man jedoch stets im Trumpfzwang. Die Atmosphäre unter den Jasserinnen und Jassern war jederzeit ruhig und fair, sodass man sich ab und zu zweimal überlegen konnte, welche Karte gespielt werden soll.
Jasser-Latein
Lauschte man den Gesprächen an den Jasstischen, waren immer wieder ähnliche Aussagen zu hören – teils bestätigend, manchmal ratlos und ab und zu auch ein bisschen vorwurfsvoll. «Das ist aber super gelaufen!», «Ich hätte auch keinen besseren Trumpf machen können» oder «Das Rosen-Banner hättest du aber schmieren sollen…!»
Zahlenspielereien
Da die Jassleitung selten als Schiedsrichter auftreten musste, konnte sie sich auch um spannende Zahlen kümmern. Bei 32 Jasserinnen und Jassern gibt es 496 mögliche Paarungen, und um auf das Total von 157 Punkten zu kommen, gibt es 78 Varianten – natürlich alle Kombinationen ausser 1 plus 156.
Vielfältige Ausflüge
Die Palette reichte vom Besuch der legendären Orte Kitzbühel, St. Johann und Zell am See über eine entspannende Schifffahrt auf dem Zeller See mit Blick auf die Gletscherwelt der höchsten Berge des Landes bis zur Fahrt mit der Gondelbahn von Ellmau auf den Hartkaiser mit dem schönsten Blick auf das frisch verschneite und imposante Massiv des Wilden Kaisers. Überall blieb genügend Zeit für den Genuss der Tiroler Gastlichkeit und das gesellige Beisammensein. Manchmal wurden gar die Jasskarten ausgepackt.
Begegnungen der besonderen Art
Tiroler Landwirte sind clever und erfinderisch. Wir lernten zwei Originale kennen, welche diese Theorie bewiesen haben. Christian Stöckl, der Sohn des Betreibers des Hotels Neuwirt, zeigte uns den Bio-Bauernhof der Familie. Dass er bereits die 9. Generation auf dem Hof ist, beeindruckte uns. Der Stall war leider leer. Bereits Ende April wurde das Vieh auf die Alm geführt, damit das Unkraut auf der Weide gar nicht erst gedeihen kann. «Dies erspart uns viel Arbeit», bemerkte Christian mit einem Schmunzeln. Ein kleiner Umtrunk mit selbst gebranntem Obstler rundete den spannenden Besuch ab. Ebenfalls clever und erfinderisch war der «wilde» Käser Bernd in Kirchdorf. «Meine Frau stammt von hier, und ich bin dann gleich mit dem Haus umgezogen.» Die 1500 Teile seines ursprünglichen Daheims wurden aufgefrischt und am jetzigen Standort wieder feinsäuberlich aufgebaut – ein Puzzle der besonderen Art. Die Heumilch verleiht seinen Produkten den würzigen Geschmack. Bernd ist wahrlich «mit Laib und Seele» Käser. Wir erfuhren auch, dass die meisten Landwirte in Tirol vier Standbeine haben: die klassische Landwirtschaft auf und um den Hof, die Waldwirtschaft, einen touristischen Nebenbetrieb sowie eine Anstellung – meist bei einer der über hundert Bergbahnen der Region.
Besonderheiten im Tirol
Herzlich, gemütlich und bodenständig – diese Eigenschaften beschreiben die Besonderheiten Tirols. Die Gastfreundschaft wird grossgeschrieben. Dies zeigte sich beim Servicepersonal im Hotel ebenso wie überall sonst. In Tirol werden die Traditionen gelebt. Dazu zählt der Glockenstuhl auf vielen Hausgiebeln. Der Hintergrund liegt in der früher fehlenden Telefonerschliessung bei Notfällen oder darin, die Landwirtin vom Feld an den Herd zu läuten. In vielen Restaurants findet man ein gemütliches Stübchen aus Holz. Kein Wunder, sieht man doch überall grosse Sägereien und Tischlereien. Auch das liebevolle «Pfiät di!» oder «Servus» verbreitet in Tirol viel Herzlichkeit.
Darum lohnt sich car-tours.ch
Mit dem 2010 gegründeten Unternehmen zu verreisen, hat viele Pluspunkte. Reiseleiterin Christine gelang es, einige Überraschungen zusätzlich ins Programm einzubauen, und der Chauffeur von Zerzuben Touristik war wie stets zuverlässig. Car-tours.ch hat viele treue Stammgäste. So freuen sich etliche Reiseteilnehmende schon auf die nächste Reise oder bereits auf die Durchführung der 6. Jassreise im kommenden Jahr. Das gesellige Vergnügen und das genussvolle Erlebnis haben alle car-tours.ch-Reisen gemeinsam.