Mythos, Meer und Meteora
Griechenland ist ein Land, in dem Geschichte und Mythologie ineinander übergehen, als wären sie nie getrennt gewesen. Wir wandeln auf den Spuren von Zeus, der vom höchsten Berg Griechenlands, vom Olymp aus, das Wetter lenkte und die Götterwelt durcheinander brachte.
Eine kleine Gruppe fand sich ein, um mit mir die Mythologie und die antiken Stätten zu «erobern».
Gestartet sind wir in Italien, nämlich in Rimini. Nach einem interessanten Abstecher in die älteste Republik der Welt, San Marino, legte unsere Fähre in Ancona ab. Unser Ziel ist Igoumenitsa, eine Hafenstadt in der Nähe Albaniens. Pünktlich betreten wir den griechischen Boden. Wo aber sind die wärmenden Sonnenstrahlen, die wir erwartet haben? Hat Zeus etwa da schon wieder seine Finger im Spiel?
Am Hafen treffen wir unsere Lokal-Reiseleiterin Maria und fahren mit unserem Chauffeur Yvo über das eindrucksvolle Pindosgebirge. Unser Ziel ist Kalambaka am Fuss der Meteora Klöster. Zeus zeigt sich doch wieder von der versöhnlichen Seite und wir können die ersten angeklebten Klöster an den Felsen erspähen. Östlich vom Pindos-Gebirge ragen mächtige Sandsteinfelsen bis zu einer Höhe von etwa 500 Metern empor, auf deren Gipfeln einst 24 Klöster errichtet wurden. In sechs davon leben auch heute noch Mönche und Nonnen. Die Klöster zählen mittlerweile zum Weltkulturerbe der UNESCO und werden auch gerne als „schwebende Klöster“ bezeichnet, da sie bei Nebel oder tief stehenden Wolken fast so wirken. Wir freuen uns, zwei davon morgen näher kennen zu lernen.
Das A und O liess nicht lange auf sich warten – wunderbar diese sakralen Bauten! Ein weiterer Höhepunkt unserer gemeinsamen Rundreise.
Delphi
Unser nächster Tag führt uns nach Delphi, vor allem berühmt wegen des Orakels von Delphi. Dort sass die Priesterin Phytia, die im Namen Apollos Weissagungen machte. Menschen aus ganz Griechenland – sogar Könige und Feldherren – kamen zu ihr um Rat zu erbitten. Warum durfte diese Phythia als einzige Frau in den Apollon-Tempel? Dies wissen bis heute nur die Götter…..
Delphi galt ausserdem als «Nabel der Welt» (Omphalos). Der Sage nach liess Zeus zwei Adler von den entgegengesetzten Enden der Erde fliegen. Genau an dem Punkt, wo sich die beiden trafen, markierte er das Zentrum!
Kloster Hosios Loukas
Mein Lieblingskloster, inmitten von Olivenhainen im Helikon Gebirge. Es wurde im 10. und 11. Jahrhundert n.Chr. rund um das Grab des Eremiten Loukas erbaut. Wie schön glänzen die byzantinischen Mosaike. Es grenzt an ein Wunder, dass der Brand im August 2023 keine verheerenden Schäden anrichtete und diese unter UNESCO stehende Sehenswürdigkeit nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Epidaurus
Was wäre eine Griechenlandrundreise ohne einen Abstecher nach Epidaurus, meine liebste Stätte. Zeigt sich uns das wunderbare antike Theater mit der unvorstellbaren Akustik.
Asklepios, der Gott der Heilung und der Medizin und Sohn des Apollon, galt als zentrale Gottheit des Heiligtums. Epidaurus war eines der wichtigsten Heilzentren der antiken Welt. Unzählige Menschen kamen aus ganz Griechenland zur Behandlung. Asklepios kombinierte damals schon Religion, Therapie, Schlafheilung und Naturmedizin. Noch heute erinnert der Stab aus Olivenholz mit der Äskulapnatter an die Heilkunst, nämlich bei vielen Apotheken oder Krankenhäusern.
Mykene
Kultur aus 1600-1000 vor Christus. Der Sage nach Königssitz von Agamemnon, spielte eine zentrale Rolle um den Trojanischen Krieg. Ja, Mykene die «Stadt der Könige und Mythen», dies konnten wir im schönen und eindrucksvollen Museum sehen und erleben.
Olympia
Heiligtum des Gottes Zeus und natürlich Ort der antiken Olympischen Spiele ab 776 v. Chr. Wir besichtigen diese imposante Stätte und bewundern u.a. das Stadion der antiken Spiele, den Tempel des Zeus und denjenigen der Hera sowie das Gymnasion und die Palästra. Sie ahnen es schon, das ist nach wie vor der Ort, wo immer noch das olympische Feuer entzündet wird.
Bei guter Stimmung und feinem Essen haben wir diese Orte der Götter besucht und von unserer lokalen Reiseleiterin Maria vieles über Mythologie, Geografie und das Leben der Griechen, aber auch griechische Rezepte erfahren.
Ich danke an dieser Stelle Maria für die liebenswerte Zusammenarbeit und unserem netten Chauffeur Yvo für die professionelle und angenehme Begleitung.
Elisabeth, Geri, Franz, Liliane, Ursula, Christoph, Erika, Peter, Bruno, Heidi, Ellen, Christina, Marlis, Ruggero, François, Edith, Emil, Silvia und Suzanne – es war eine tolle Reise mit euch!
Yassu … und seid herzlich gegrüsst
Irène