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Seit dem 28.02.2026 kommt es zu militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Die Lage bleibt angespannt und kann sich kurzfristig verändern. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) rät derzeit von touristischen und nicht dringenden Reisen in die Golfstaaten (Bahrain, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Oman) ab.



Im Reiseverkehr muss weiterhin mit Einschränkungen gerechnet werden, insbesondere aufgrund teilweise gesperrter Lufträume sowie verspäteter oder annullierter Flüge. Betroffene Gäste informieren wir selbstverständlich direkt.



Die Entwicklungen in der Region haben zudem zu deutlich gestiegenen Treibstoffpreisen geführt. Unsere Transportpartner haben entsprechende Zuschläge eingeführt. Bei betroffenen Reisen wird dieser Zuschlag bei Neubuchungen berücksichtigt; für bereits gebuchte Reisen kann er nachträglich erhoben werden.

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Costa Rica mit Dario Del Monaco

25 Reisegäste, unzählige Tierbegegnungen und die pure Lebensfreude Mittelamerikas! Dieser Reisebericht führt Sie zu den schönsten Orten Costa Ricas.

Dario Del Monaco
Reisebericht von Dario Del Monaco
Reiseleiter
23. Februar – 7. März 2026

 

Reise nach Costa Rica

Zürich-Flughafen an einem Donnerstag im Februar, eine sehr gelassene Atmosphäre, keine Schlangen an der Sicherheits-Kontrolle. Wie am Anfang jeder Reise bin ich gespannt auf meine Gäste. Auf dieser Reise sind es 25 an der Zahl. Am Gate lerne ich sie alle kennen, man freut sich auf die Reise, auf die wärmeren Temperaturen, das Meer, die grünen Landschaften und v.a. auf die verschiedenen Tierarten, dass man im Freien Sehen kann…sieht man wirklich ein Faultier aus nächster Nähe, wir werden es herausfinden! Mit der Schweizer Airline Edelweiss fliegen wir in knapp 12 Std in die Hauptstadt Costa Ricas, der grössten Stadt im Zentralamerikanischen Staat. Wir haben eine kleine Verspätung und dies hat zur Folge, dass wir mit 5 anderen Maschinen zur gleichen Zeit landen. Dies führt dazu, dass wir eine Stunde benötigen, um durch die Passkontrolle zu kommen, aber gleichzeitig eine gute Gelegenheit ist, um sich in der Warteschlange kennenzulernen. Unsere Gepäckstücke sind bereits neben dem Kofferband aufgereiht und deshalb geht es zügig zum Ausgang. Der lokale Führer erwartet uns mit dem car-tours.ch-Schild und nach wenigen Metern sind wir bereits beim Bus, der uns in 20 Min zu unserem ersten Hotel fährt. Das Hotel Studio im Stadtteil Santa Ana, hat die 2.-grösste Kunstobjekt-Sammlung nach dem Kunstmuseum in San José, diese können wir nur für 1 Nacht bestaunen, denn am nächsten Morgen geht es bereits weiter zur Karibikküste.

San José – Puerto Viejo

Um 09.00h geht es los mit unserem grossen 58er-Sitz-Bus. Da wir, nebst unseren Fahrer Carlos und lokaler Führer Adrian, 26 Personen sind, haben wir bestens Platz im Bus. Unser heutiges Ziel liegt 220 Kilometer entfernt; Puerto Viejo de Talamanca. Die Fahrt geht erst durch die Hauptstadt San José und nach ein paar Kilometer nehmen wir die berühmte Ruta 32, die wichtigste Verbindung zwischen dem Hochland und der Karibikküste, deshalb auch viele Lastwagen anzutreffen sind.  Die Straße windet sich durch den Braulio Carrillo National Park, einen riesigen geschützten Regenwald. Nach dem Pass beginnt die lange Abfahrt Richtung Küste. Mit jedem Kilometer wird es tropischer. Die Vegetation verändert sich. Palmen und grosse Bananenplantagen tauchen auf. Kurz vor der Küste erreichen wir die Kleinstadt Limón mit dem wichtigsten Hafen Costa Rica’s. Von hier werden Bananen, Ananas und Kaffee in die weite Welt exportiert. Ein kurzer Fotostopp und es geht weiter auf der Küstenstraße nach Süden. Das Meer taucht immer wieder zwischen Palmen auf und bald erreichen wir unser heutiges Ziel, das ruhige Küstendorf Puerto Viejo. Das Boutique Hotel Sharawanda, eine himmlische Bungalow-Anlage inmitten eines tropischen Gartens mit wildlebenden Tieren und nur 300 Metern zum schönen Sandstrand, wird unsere Schlafstätte für die nächsten 2 Tage sein. Hier sehen wir auch unser erstes Faultier...es gibt ihn also doch! In der Nacht hören wir auch die lauten Rufe der Brüllaffen. Diese Affenart gehört zu den lautesten Landtieren der Welt.

Wanderung im Cahuita-Nationalpark

Heute steht uns eine erlebnisreiche Wanderung im Cahita Nationalpark auf dem Programm. Am Eingang dessen werden alle Taschen kontrolliert, keine Plastikflasche kommt hier rein! Wir haben vorgesorgt und uns im Supermarkt mit Thermosflaschen eingedeckt! Der Wanderweg ist flach, grösstenteils auf Naturboden, einen Teil führt direkt entlang der Küste, sodass wir immer wieder einen wunderschönen Blick auf das Meer haben. Und auf einmal müssen wir sogar eine kleine Flussmündung überqueren, d.h. Schuhe ausziehen und rein ins kühle Wasser! Der Kontrast zwischen dichtem, grünem Dschungel und dem hellen Strand ist beeindruckend. Während der Wanderung können wir zahlreiche Tiere beobachten; neugierige Kapuzineraffen, mampfende Waschbären, niedliche Nasenbären, die kleine giftigen gelbe und orange Lanzenotter. Immer wieder begegnen uns auch verschiedene Vogelarten.   Was diese Wanderung besonders macht, ist die Nähe zur Natur. Die Kombination aus Regenwald, Strand und Tierwelt macht den Cahuita-Nationalpark zu einem unvergesslichen Erlebnis. Am Ende der Wanderung waren wir zwar müde, aber begeistert von den Eindrücken und konnten am Nachmittag in unserer Hotelanlage entspannen und die gemachten Fotos nochmals bestaunen.   

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Puerto Viejo – Tortuguero Nationalpark

Wiederum ausgeschlafen, fahren wir vom kleinen Küstenort Richtung Pavona – dem wichtigsten Zugang zum Tortuguero-Nationalpark. Die Straße führt zunächst entlang der Küste und später immer tiefer ins Grüne Herz der Provinz Limón. Palmen und Bananenplantagen und Straßenständen mit frischer Ananas und Wassermelonen ziehen an uns vorbei. Lastwagen mit Bananen aus den umliegenden Plantagen sind häufige Begleiter auf der Strecke. Die Strasse endet im kleinen Dorf Pavona – mehr als ein paar Gebäude, Boote und ein Parkplatz gibt es hier nicht. 2 lange, schmale Motorboote warten am Ufer auf uns. Eines fürs Gepäck und das zweite für uns Passagiere. Nach einer Stunde Fahrt auf dem Río La Suerte (das Glück) treffen wir in unsere Lodge Evergreen ein. Bevor wir die Zimmerverteilung vornehmen, geniessen wir ein typisches Mittagessen. Am Nachmittag steht ein gemütlicher Spaziergang im Dorf Tortuguero (Platz der Schildkröten) auf dem Programm, dieser liegt wie ein schmaler Streifen zwischen dem dichten Regenwald und der offenen Karibik. Es gibt keine Autos, nur sandige Wege, auf denen Kinder zur Schule laufen und Fahrräder langsam vorbeirattern. Bekannter als das Dorf ist der hiesige Strand, dort kommen nämlich zwischen März und Oktober mehrere Arten von Schildkröten zurück, um ihre Eier abzulegen. Dieses Naturschauspiel zählt zu den wichtigsten Brutgebieten dieser bedrohten Art weltweit. 

Bootssafari im Tortuguero-Nationalpark

Unsere heutige Bootssafari beginnt bereits um 06.00h morgens, als der Regenwald langsam erwacht. Unsere 2 kleinen Boote gleitet über das ruhige Wasser, überall um uns herum erwacht der Dschungel zum Leben. Unser Guide zeigt plötzlich auf einen Ast direkt über dem Wasser. Ein grüner Leguan liegt regungslos in der Morgensonne. Kurz darauf hören wir das laute Rufen von Brüllaffen und nochmals fahren wir an einem schlafenden Leguan vorbei, diesmal orange-farbigen! In den Bäumen entdeckt unser Guide mehrere Kapuzineraffen, die von Ast zu Ast springen. Während wir tiefer in die schmalen Wasserkanäle fahren, wird die Natur immer dichter. Riesige Farne, Palmen und Lianen bilden ein grünes Labyrinth. Plötzlich bremst das Boot ab, am Ufer liegt regungslos ein mittelgrosser Kaiman – die Fotoapparate schiessen ein Foto nach dem anderen. Auch die Vogelwelt zeigt sich von ihrer beeindruckenden Seite. Mehrere farbenprächtige Eisvögel schießen über das Wasser, Reiher stehen ruhig am Ufer, wir erblicken sogar einen Tukan mit seinem auffällig bunten Schnabel. Nach 2 Stunden kehren wir zurück zur Lodge. Die Bootssafari im Tortuguero-Nationalpark war mehr als nur ein Ausflug – sie war eine Begegnung mit einer faszinierenden und wilden Natur, die man so schnell nicht vergisst. Beim Abendessen wird mit einer köstlichen Torte, den Geburtstag von einem Gast zelebriert – Happy Birthday!

Finca Surà mit Ananasverkostung

Früh morgens fahren wir von unserer Lodge per Boot zurück nach Pavona, wo unser Bus und Fahrer Carlos auf uns wartet. Auf der Strecke machen wir einen interessanten Halt bei einer Bananen-Verpackungs-Fabrik. Dort werden die Bananen direkt auf der Plantage verpackt und auf Laster zum Hafen für den Export gefahren. Weiter geht’s nach Sarapiqui zur ökologischen Finca Surà. Beim Betreten des Anwesens werden wir vom sympathischen Besitzer Manolo herzlichst begrüsst und uns wird klar, dass hier Landwirtschaft im Einklang mit der Natur gelebt wird. Da unsere Mägen bereits knurren, wird uns zuerst ein köstliches Mittagessen auf der offenen Terrasse der Finca serviert. Auf den Tisch kommen frische, regionale Spezialitäten – darunter natürlich auch Produkte direkt von der Finca. Besonders den frischen Ananas-Saft ist ein Highlight; unglaublich süß und voller Aroma. Nach dem köstlichen Mittagessen brechen wir auf für einen Spaziergang durch die Finca. Der erste Halt führt zu den Ananasfeldern. Anders als auf großen industriellen Plantagen wachsen die Ananas hier in überschaubaren Parzellen und werden nach ökologischen Prinzipien kultiviert. Manolo erklärt uns, dass hier besonders darauf geachtet wird, den Boden fruchtbar zu halten und chemische Pestizide zu vermeiden. Stattdessen setzt man auf natürliche Methoden wie organischen Dünger, Mischkulturen und viel Handarbeit. Weiter führt der Weg zu den Fischteichen. Mehrere kleine Becken liegen eingebettet zwischen Bäumen und Grünflächen. Hier betreibt die Finca nachhaltige Fischzucht, vor allem mit Tilapia. Das Wasser stammt aus natürlichen Quellen der Region und wird ständig erneuert. Beim letzten Halt erklärt uns Manolo alles über die Zuckerrohrpflanze und zum Abschluss erklären sich 2 Gäste aus der Gruppe bereit, das Auspressen des süssen Saftes aus dem Strauch zu übernehmen – die Gruppe dankt und geniesst!  Unser Gastgeber Manolo winkt uns zum Schluss allen zu und wir verlassen die Finca Surà mit dem Gefühl, nicht nur einen wunderschönen Ort besucht, sondern auch einen kleinen Einblick in eine nachhaltige Art der Lebensmittelproduktion erhalten zu haben. Nach einer einstündigen Fahrt kommen wir in dem hübschen Städtchen La Fortuna an („Das Glück“), wo auch unser Hotel Lavas Tacotal für die nächsten zwei Nächte unser Zuhause sein wird.  

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Spaziergang im Nationalpark Danaus & Kaffeetour

Um 09.00h brechen wir für einen Spaziergang im privaten Park Danaus. Bevor wir losmarschieren, können wir bei der Vogelfütterung zuschauen. Vögel in unterschiedlicher Grösse und Farben können wir hier bestaunen, kaum jemand aus der Gruppe hat jemals so viele wundervoll bunte Vögel auf einmal bewundern können! Mit diesen Eindrücken geht es auf die Erkundungstour. Der Wanderpfad schlängele sich durch den üppigen Wald, riesige Farne und üppige Orchideen wachsen hier. Wir begegnen wieder einmal einem Aguti, einem kleinen Nagetier, das flink durch das Unterholz huscht. Auf dem Weg kommen wir auch an einem Gehege vorbei. Neugierig treten wir ein und finden uns in einem farbenfrohen Garten voller Schmetterlinge wieder. Nach einer Stunde kommen wir wieder am Vogel-Fütterungs-Stand an und wieder kommen bunte Vögel, um an die Bananen zu picken – welch ein Spektakel!  Zum Mittagessen fahren wir wiederum ins Städtchen La Fortuna und anschliessend gehts zum nächsten Highlight, die Tour auf der biologischen Kaffee- & Kakao-Plantage North Fields.  Schon bei der Ankunft liegt ein intensiver Duft von frisch geröstetem Kaffee in der Luft. Unser Guide begrüsst uns herzlich und erklärt, welche grosse Bedeutung Kaffee für Costa Rica hat. Das tropische Klima, die fruchtbaren Vulkanböden und die Höhenlage bieten ideale Bedingungen für den Anbau hochwertiger Kaffeebohnen. Auf der 10-jährigen Plantage wachsen die Kaffeepflanzen in Reihen entlang sanfter Hügel, umgeben von dichtem, grünem Regenwald.  Während des Rundgangs können wir die verschiedene Kaffeepflanze beobachten, leider ohne Kaffee-Kirschen, da die Erntezeit bereits vorbei ist. Die roten Kirschen werden hier ausschliesslich von Hand gepflückt, damit wird gewährleistet, dass nur die reifen Kirschen gepflückt werden und damit die Qualität des Kaffees erhalten bleibt. Ein Highlight ist der Einblick in den Röstprozess. Hier erfahren wir, wie stark die Röstung den Geschmack des Kaffees beeinflusst – von mild und fruchtig bis hin zu kräftig und schokoladig. Zum Abschluss des Rundgangs dürfen wir verschiedene Kaffeesorten probieren. Die Plantage ist nicht nur bekannt für ihren Kaffee, sondern auch für die Produktion von Schokolade. Wir bekommen ebenfalls interessante Einsicht in die verschiedenen Verarbeitungsschritte, die der Weg von der Kakao-Bohne bis zum fertigen Produkt umfasst. Bei unserer Verkostung wurde uns deutlich, wie vielfältig die Aromen von Kakao und Schokolade sein kann. Mit vielen interessanten Informationen und feinen Geschmack im Mund, fahren wir zurück in unserem Hotel.

Lavafelder & Monteverde

Am heutigen Morgen steht eine Wanderung im Lavafeld 1968 am Vulkan Arenal. Schon auf dem Weg dorthin ist der gewaltige Vulkan aus der Ferne zu sehen, leider war die Spitze in Wolken umhüllt, dies verlieh dem Berg aber eine mystische Stimmung. Der Name erinnert an den großen Vulkanausbruch im Jahr 1968. Damals schleuderte der Arenal große Mengen Lava, Asche und Gestein aus und veränderte die Landschaft rund um den Vulkan stark. Die Wanderung führt uns vorerst durch einen Wald mit tropischen Pflanzen und grossen Bäumen. Nach einiger Zeit wird die Vegetation jedoch lichter und wir erreichen die dunklen Lavafelsen. Die erstarrte Lava bildet eine raue, unebene Landschaft aus schwarzen und grauen Steinen. Beim Weitergehen wird deutlich, wie sich die Natur inzwischen einen Teil des Gebietes zurückerobert hat. Zwischen den Felsen wachsen kleine Pflanzen, Moose und Sträucher. Am Rande eines kleinen Baches beobachten einige von uns ein Nasenbär, der nach Nahrung sucht. Über uns kreist ein Schopf-Karakara laut rufend. Nach etwa 1 1/2 Stunden erreicht der Pfad eine kleine Lichtung. Von hier hat man die Wahl, ob man den Pfad verkürzt oder doch den längeren Weg spaziert. Treffpunkt für alle ist das Restaurant oberhalb des Parkplatzes, von wo man einen spektakulären Ausblick auf den Arenal Vulkan und dem nahegelegenen Arenal-See hat. Nach dieser sportlichen Aktivität geniessen wir die Weiterfahrt mit unserem grünen Bus umso mehr. Die Strasse führt uns entlang des grossen Arenal-Sees, einem der grössten Stauseen Costa Ricas. Schon kurz nach der Abfahrt bietet sich ein beeindruckender Blick auf die weite Wasserfläche, die von grünen Hügeln und dichtem Wald umgeben ist. Wir halten kurz an 2 Aussichtspunkten an, von denen aus wir die weite Wasserfläche und die umliegenden Berge sehen und fotografieren können. Während der Fahrt schlängelt sich die Strasse immer wieder durch kleine Ortschaften, vorbei an Weiden wo Kühe grasen. Je weiter wir fahren, desto dichter wird die Vegetation. Der tropische Wald rückt näher an die Strasse heran und die Landschaft wird wieder grüner und lebendiger bis wir schliesslich unser heutiges Ziel erreichen, nämlich das kleine Städtchen Monteverde («grüner Hügel»), wo wir die Zimmer im Hotel Almore für die nächsten 2 Nächte beziehen.

Hängebrücken im Selvatura Park

Am heutigen Tag haben wir etwas ganz Spezielles vor, den Besuch im Selvatura Park, der für seine beeindruckenden Hängebrücken im Nebelwald bekannt ist. Der Rundweg führt über mehrere Brücken, die hoch über dem Waldboden zwischen den Baumwipfeln gespannt sind. Dadurch hat man die Möglichkeit, den Regenwald aus einer ganz besonderen Perspektive zu erleben. Natürlich sollte man Schwindelfrei sein, damit man es richtig geniessen kann…2 Gäste und ich, sind es leider nicht, deshalb machen wir es uns im Restaurant mit der schönen Aussicht gemütlich!  Zu Beginn führt der Weg durch dichten, grünen Wald. Überall wachsen Farne, Moose und große Bäume, deren Äste mit Pflanzen überwuchert sind. Die Luft ist feucht und es nieselt leicht, typisch für den Nebelwald von Monteverde. Man hört das Rufen von Vögeln und mit etwas Glück auch Tiere in den Bäumen entdecken. Nach kurzer Zeit erreicht man die erste Hängebrücke. Sie spannt sich hoch über ein kleines Tal und schwankt leicht, während man darüber läuft. Von hier hat man einen beeindruckenden Blick auf die Baumkronen des Waldes. Der Weg führt weiter über mehrere dieser Brücken, manche sind nur wenige Meter über dem Boden, andere führen deutlich höher durch den Wald. Jede Brücke bietet neue Perspektiven auf die Pflanzenwelt und die Landschaft des Nebelwaldes. Die Möglichkeit, den Wald aus der Höhe zu betrachten, macht den Rundgang zu etwas ganz Besonderem. Nach der Wanderung fahren wir zurück nach Monteverde, wo die Gruppe den Rest des Tages zur freien Verfügung hat, einige besuchen den interessanten Orchideengarten, andere kaufen Souvenirs und andere lassen sich Zeit für ein ausgiebiges Mittagessen oder entspannen in der weitläufigen Hotelanlage.  

Rundwanderung im Rincon de la Vieja Nationalpark

Unsere Reise führt uns Heute weiter in den Nordwesten Costa Ricas, in die Provinz Guanacaste und zum Rincón de la Vieja Nationalpark («die Ecke der alten Dame»). Während der Fahrt verändert sich die Landschaft deutlich. Die üppigen, grünen Wälder rund um den Arenal Vulkan werden nach und nach von trockeneren Wäldern und offenen Weideflächen abgelöst. Immer wieder sehen wir kleine Dörfer, Farmen und große Rinderherden auf den Feldern. Die Fahrt bietet viele schöne Ausblicke auf die hügelige Landschaft. Das Klima ist hier deutlich wärmer und trockener als in den Regenwaldgebieten. Schliesslich erreichen wir den Eingang des Nationalparks, der nach dem gleichnamigen Vulkan benannt ist. Im Park machen wir eine Rundwanderung auf einem gut ausgebauten Wanderweg. Schon nach kurzer Zeit beobachten wir die vulkanischen Aktivitäten in dieser Region. Entlang des Weges sehen wir dampfende Fumarolen, blubbernde Schlammlöcher und kleine heisse Quellen. Der Schwefelgeruch liegt deutlich in der Luft und erinnert daran, dass unter der Erde noch immer starke geologische Kräfte wirken. Nach der Wanderung setzen wir unsere Fahrt fort und fahren zu unserem nächsten Ziel, dem Thermalhotel Borinquen. Das Hotel liegt mitten in der Natur und ist von grünen Hügeln und Wald umgeben. Der Tag endet in einer ruhigen und wunderschönen Umgebung. 

Freie Zeit zum Entspannen im Thermalhotel

Nach den erlebnisreichen Tagen unserer Reise freuen wir uns auf einen entspannten Tag im Thermalhotel Berinquen. Schon beim Frühstück auf der Terrasse begrüsst uns ein neugieriger Nasenbär, bunte Vögel fliegen von Baum zu Baum und irgendwo in der Ferne hören wir Brüllaffen. Heute ist Entspannung pur angesagt – sei es am Pool, in dem Hoteleigenen Thermalbecken oder bei einem Spaziergang durch die grüne Anlage. Der Tag bietet auch die perfekte Gelegenheit, die vielen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Am Abend lassen wir den Tag bei einem weiteren köstlichen Essen ausklingen. 

Rückreise in die Schweiz oder Badeferienverlängerung

Nach unserem erholsamen Tag im Thermalhotel Borinquen, machen wir uns mit dem Bus auf den Weg in Richtung Liberia, dort legen wir einen kurzen Halt ein. Hier findet der Buswechsel für einen Teil unserer Reisegruppe statt. Einige glücklichen Gäste setzen ihre Reise in Richtung Pazifikküste fort, um dort Badeferien am herrlichen Tamarindo-Strand zu verbringen. Nach der etwas traurigen Verabschiedung fährt der Badeferienbus Richtung Meer, während ich mit dem Rest der Gruppe zum Flughafen San José antrete. Am frühen Nachmittag erreichen wir den internationalen Flughafen in San José. Dort verabschieden wir uns von unserem sehr guten Fahrer Carlos und von unserem sympathischen lokalen Führer Adrian.   Die Reise durch Costa Rica hat uns beeindruckende Natur, faszinierende Landschaften, viele verschiedene Tiere und viele neue Eindrücke nähergebracht. Für viele von uns ist klar: Diese Reise wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.  

Dario Del Monaco

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