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Zauberhaftes Schweden mit Priska Stettler

Endlose Wälder, glitzernde Seen, charmante Städte und natürlich die erste Begegnung mit einem echten Elch: Unsere Reise durch Schweden hielt unzählige besondere Momente für uns bereit. Zwischen gemütlicher Fika, einer Fahrt auf dem berühmten Götakanal, den Schären vor Stockholm und königlichen Gärten lernten wir das Land von seinen schönsten Seiten kennen. Eine Reise voller Natur, Genuss, herzlicher Begegnungen und unvergesslicher Erlebnisse – typisch Schweden eben!

Priska Stettler
Reisebericht von Priska Stettler
Reiseleiterin
5. – 13. August 2026

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Auf in den Norden – die ersten Schweden-Momente

Schweden – das Land der endlosen Wälder, glitzernden Seen und faszinierenden Weiten. Schon lange hatten wir den Wunsch, dieses skandinavische Land mit seinen beeindruckenden Landschaften und charmanten Städten selbst zu entdecken. Unsere Reise führte uns quer durch Schweden, vorbei an malerischen Küsten, kleinen Dörfern und lebhaften Städten. Dabei erlebten wir nicht nur die abwechslungsreiche Natur, sondern lernten auch die schwedische Lebensweise und Kultur kennen. In diesem Reisebericht möchte ich von unseren schönsten Erlebnissen, besonderen Begegnungen und den Eindrücken erzählen, die diese Reise für uns unvergesslich gemacht haben.

Nach einer Zwischenübernachtung in Hildesheim begann der eigentliche Weg in Richtung Norden. Unsere Route führte uns über die Inseln Fehmarn, Lolland und Falster bis nach Puttgarden. Von dort setzten wir mit der Fähre nach Rødby in Dänemark über und genossen die erste maritime Etappe unserer Reise.

Ein besonderer Höhepunkt der Anreise war die Überquerung der beeindruckenden Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet. Wenig später erreichten wir Malmö – und damit Schweden. Vor uns liegen nun viele Kilometer, abwechslungsreiche Landschaften und spannende Erlebnisse in einem Land, das wir auf unserer Reise von seiner schönsten Seite kennenlernen wollen. Malmö – ein idealer Ort, um sich einen ersten Apéro in Schweden zu gönnen.

Einen richtigen Elch sehen, das war der Traum von uns allen. Erwartungsvoll betreten wir den Elige Wildpark. Wow – stolz, prächtig und in voller Grösse stehen sie uns gegenüber. Mit erstaunlicher Gelassenheit kamen die Elche auf uns zu und schnappten sich die angebotenen Zweige direkt aus unseren Händen. Dabei zeigten sie einen erstaunlich guten Appetit. Kaum war ein Zweig verspeist, wurde schon nach dem nächsten Ausschau gehalten – offenbar hatten wir es mit ziemlich anspruchsvollen „Zweige-Liebhabern“ zu tun.

Besonders lustig wurde es, als einer der Elche offensichtlich fand, dass wir viel zu langsam mit dem Nachschub waren. Vorsicht – dein Handy! Er streckte seinen Kopf immer weiter vor und sah uns dabei so erwartungsvoll an, als wollte er sagen: „Na, wird's bald? Ich habe schliesslich nicht den ganzen Tag Zeit!“

So wurde aus dem einfachen Füttern der Elche eine äusserst unterhaltsame Begegnung, an die wir noch lange mit einem Schmunzeln zurückdenken werden.

Von Jönköping auf den Götakanal

Auf unserem Weg nach Jönköping machten wir einen kurzen Abstecher und besichtigten die vollständig aus Holz gebaute Habo-Kyrkan. Besonders die kunstvoll bemalten Wände und die detailreiche Ausstattung machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Anschliessend ging es weiter zum Tändsticksmuseet. Dort erfuhren wir viel über die Geschichte der Streichholzherstellung, die in Schweden eine lange Tradition hat. Es war erstaunlich zu sehen, welche Bedeutung die kleinen Streichhölzer einst für die Region hatten und wie aufwendig ihre Herstellung früher war. Ein eher unscheinbarer Alltagsgegenstand wurde hier plötzlich zu einem interessanten Stück schwedischer Industriegeschichte. Am Abend geniessen wir den schönen Blick auf den Vätternsee.

Ein besonderer Leckerbissen unserer Schwedenreise war die Bootsfahrt auf dem Götakanal von Motala nach Borensberg. Der historische Wasserweg führt uns durch eine Landschaft, gespickt mit typischen kleinen, roten Häusern. Wir passieren mehrere Schleusen und konnten hautnah miterleben, wie das Schiff Schritt für Schritt auf die nächste Wasserhöhe abgesenkt wurde. Es war faszinierend zu beobachten, wie die Schleusentore geöffnet und geschlossen wurden. Die ruhige Fahrt, die grünen Ufer und das faszinierende Zusammenspiel von Wasser, Technik und Natur machten diese Bootsfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis unserer Reise.

Rote Holzkirche von Habo, umgeben von Bäumen und einer gepflegten Grünanlage

Stockholm – Fika, Schlösser und Schärenzauber

Stockholm – immer eine Reise wert!

Bei einer Stadtführung lernten wir Stockholm von einer ganz besonderen Seite kennen. Renata verstand es hervorragend, interessante Informationen über die Geschichte, die Sehenswürdigkeiten und das Leben der Stadt mit einer guten Portion Humor zu verbinden. So wurde aus einer gewöhnlichen Führung eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Zeitreise.

Eine Schwedenreise ohne «Fika» undenkbar. Kaffee, «Kanelbulle» und Gemütlichkeit in netter Gesellschaft.

Ein Nachmittag auf dem Wasser: bei angenehmen Temperaturen ließen wir die wunderschöne Uferlandschaft rund um den Malärsee bei Stockholm an uns vorbeiziehen. Mit zerzausten Haaren genossen wir die entspannte Atmosphäre an Bord. Das imposante Schloss Drottningholm, heute Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie, liegt majestätisch direkt am Ufer, inmitten eines riesigen Schlossgartens. Noch schnell ein Glace und weiter geht’s.

Alle sind gespannt auf den Abend. Eine Bootsfahrt durch die Stockholmer Schären zeigt sich von einer besonders romantischen Seite und ist ein wahrer Naturgenuss. Wir ziehen vorbei an kleinen Inseln, roten Holzhäusern, das Wasser glitzert in der Abendsonne und dabei wird uns ein leckeres Essen serviert. Viel schöner kann man einen Tag in Schweden wohl kaum ausklingen lassen.

Auf den Spuren von Astrid Lindgren und schwedischen Traditionen

Småland – die Heimat der berühmten schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. In der idyllischen Landschaft mit Wäldern und Wiesen liess sich Astrid Lindgren inspirieren. Dort scheinen die Geschichten von Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga zum Leben zu erwachen. Pippi mit ihren roten Zöpfen, den ungleichen Strümpfen und ihrem grossen Selbstbewusstsein, ist immer für einen kleinen Unsinn zu haben. Der Michel wollte nie etwas Böses – irgendwie passierte ihm der Schabernack einfach.

Heute Abend essen wir landestypisch – «Hytsill» heisst es. Gesalzener Hering mit Zwiebeln in Sahne gekocht, Wurst und gebratener Speck. Dazu Ofenkartoffeln mit Kräuterbutter. Zum Dessert «Käsekuchen mit Konfitüre». Seltsam -Wir sind gespannt, was uns erwartet. Warmer Quarkkuchen mit Erdbeersauce – mmm fein wars! Für Unterhaltung sorgte ein Gitarrist mit Gesang und fetziger Rock- und Popmusik. Stimmung pur.

Gleichzeitig haben wir noch einen kurzen Einblick in die Technik der Glasbläserkunst erhalten.

Königliches Helsingborg und Abschied von Schweden

Frisch gestärkt, nach einem reichhaltigen Frühstück, fahren wir heute nach Helsingborg an die Küste der Ostsee. Besonders beeindruckend: Der «Kärnan», ein mittelalterlicher Turm, dessen Treppen einem sehr schnell klarmachen, dass «historisches Bauwerk besichtigen» auch als Sportprogramm durchgeht. Mit einem fantastischen Ausblick auf das offene Meer und die charmante Altstadt werden wir mehr als entschädigt.

Sofiero- königliches Gartenparadies mit leichtem Grössenwahn:

Eine unterhaltsame Führung brachte uns die bewegte, königliche Geschichte über die Entstehung des Schlosses etwas näher. Obwohl die Rhododendren nicht blühten, war die Vielfalt der Pflanzen und die Farbenpracht im Schlossgarten überwältigend. Wir überlegen, wie man einen Garten so perfekt hinbekommt.

Nach dem Rundgang waren wir uns alle einig**: Wenn schon königlich wohnen, dann bitte mit Gärtner!**

Heute verabschieden wir uns von Helsingborg – der Stadt, in der man morgens noch ganz entspannt durch schwedische Gassen schlendert und nach einer kurzen Fährfahrt schon in Dänemark ist.

Mit einem Koffer voller Erinnerungen, vielen Fotos und vermutlich ein paar zusätzlichen Kilos dank Zimtschnecken, machen wir uns auf den Heimweg. Schweden war wunderschön – und wer weiss; Vielleicht heisst es irgendwann wieder «Hey Sverige!»

Ein persönliches Dankeschön gebührt Marcel Kolb, unserem «royalen» Busfahrer für die stets gute Vorbereitung und die sehr angenehme Teamarbeit. Seine positive Ausstrahlung und sein Humor, wurden sehr geschätzt und brachten so manchen zum Schmunzeln.

Herzlichen Dank an euch alle und «hebet sorg».

Priska und Marcel

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