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Transatlantik Kreuzfahrt nach Buenos Aires auf der Costa Favolosa mit Ann-Christin Alheit

Von der pulsierenden Metropole Buenos Aires über das legendäre Rio de Janeiro und die farbenfrohen Kapverden bis nach Tanger, Barcelona und Marseille: Diese aussergewöhnliche Reise verbindet zwei Kontinente und unzählige Eindrücke. 24 Tage lang führt uns die Costa Favolosa über den Atlantik, vorbei an faszinierenden Städten, traumhaften Küsten und ganz unterschiedlichen Kulturen. Dazwischen bleibt viel Zeit, das Leben an Bord zu geniessen, neue Bekanntschaften zu schliessen und einfach den Blick über das endlose Meer schweifen zu lassen. Eine Reise voller Entdeckungen, Genussmomente und unvergesslicher Erlebnisse – von Südamerika bis zurück nach Europa.

Ann-Christin Alheit
Reisebericht von Ann-Christin Alheit
Reiseleiterin
10. März - 2. April 2026

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Aufbruch ins südamerikanische Abenteuer

Es ist Abend am Zürcher Flughafen, die Spannung steigt je näher man dem Gate kommt, welches „Buenos Aires“ anzeigt. Ich sitze an einem überfüllten Gate und halte Ausschau nach meinen Gästen. Ach! Da sieht jemand mein „car-tours.ch Cruises“ Schild und fragt mich: Reisen wir gemeinsam nach Argentinien? Ich sage euphorisch: Ja! Ich freue mich schon drauf! – und die lange Reise geht los!

17 Stunden sind wir insgesamt im Flieger unterwegs, bis wir gegen Mittag im 28°C heissen Buenos Aires landen. Pulli und Jacke werden verstaut und für Tshirts eingetauscht! In der Ankunftshalle warten unsere Local Guides Laura und Yanil freudenstrahlend auf uns!

Weiter gehts ins Hotel, wo wir die nächsten 2 Nächte verbleiben.

Eine Stadtrundfahrt und 2 fakultative Ausflüge (mit dem Boot durchs Tigre Gebiet und ein Dinner mit Tango Show) lassen die zweieinhalb Tage wie im Flug vergehen! Was für ein Erlebnis, auf dem Tigre zu gleiten, die Hütten auf den vielen Inseln und auch die eigene Schule der Inselkinder zu sehen! Und Abends ein 350g(!!) Steak verspeisen, während 4 Paare auf der Bühne vor uns den leidenschaftlichsten Tanz Argentiniens zur Schau stellen.

Leinen los – unser Zuhause auf dem Atlantik

Bereits sonnengeküsst und etwas vom Flug erholt, machen wir uns auf den Weg zum neuen Hafen von Buenos Aires, um auf unser Zuhause für die kommenden 3 Wochen zu gelangen: Die Costa Favolosa!

Nach einem rasanten Check in, der Immigrationskontrolle und natürlich der Sicherheitskontrolle (wie am Flughafen!) finden wir uns auf dem Schiff wieder und die Kabinensuche fängt an!

Der erste Nachmittag und Abend verlaufen (wie immer) etwas chaotisch, aber meine Gäste wissen Ruhe und Gemütlichkeit zu bewahren! Und so beginnen die ersten 2 Tage / Nächte auf See bis zu unserem nächsten Ziel: Rio de Janeiro!

Kreuzfahrtschiff Costa Favolosa liegt bei strahlendem Sonnenschein im Hafen

Rio de Janeiro – zwischen Corcovado und Traumstränden

In Rio kommen wir am Mittag an und die meisten Gäste haben einen Ausflug gebucht, denn wenn man das erste Mal nach Rio reist, lohnt es sich durchaus, dies mit professioneller Begleitung zu tun. Den Zuckerhut oder die Christusstatue besuchen? Oder doch die unzähligen wunderschönen Sandstrände oder die Dschungellandschaften um Rio herum? Wir haben nun die Qual der Wahl.

Einige von uns haben sich entschieden, den Corcovado hinaufzufahren. Die Wartezeit für die Zugfahrt, steil hinauf den Berg, war lange, jedoch hat es sich gelohnt! Die Aussicht vom Corcovado über die ganze Stadt ist unschlagbar! Und selbst wenn man hinauf sieht, ergibt sich ein Blick sondergleichen: Die beeindruckende Statue des Christo Redentor, 38 Meter hoch, beide Arme ausgestreckt, um uns alle in Rio willkommen zu heissen.

Weitere zwei Tage auf See lassen uns die nötige Zeit, um uns vom wilden Trubel von Rio zu erholen, damit wir mit voller Kraft die nächste Stadt erkunden können.

Farbenfrohes Recife und das Leben auf hoher See

Recife ist eine Stadt, die von verschiedensten Epochen und Kulturen geprägt wurde. Wir können die erste Synagoge von Amerika sehen, die Wassersysteme der niederländischen Periode und natürlich einiges an Architektur der portugiesischen Epoche. Als Teil eines Ausfluges, wird ein sehr spannendes Bauwerk erkundet: Ein Gefängnis! Dieses war ganze 118 Jahre als solches in Gebrauch. Ein einziger Wachmann hat hier einst über 150 Häftlinge gewacht. Jetzt ist in jeder Zelle ein winziger Shop eingerichtet. Das Gefängnis wurde im Jahr 1976 zu einem Kulturzentrum umgewandelt, wo man heute handgefertigte Häkelware, Lederschuhe und Taschen und kleine Figuren, welche das Leben der Bevölkerung darstellt, kaufen kann. Auch Künstler zeigen und verkaufen ihre Bilder. Bunt, bunter, am buntesten – so würde ich dieses Gebäude und die Stimmung drinnen heute beschreiben.

Ein kurzer Abstecher zu einem der wichtigsten Strandabschnitte Recifes, welcher sich 7km lang der Küste entlang streckt, bildet einen wunderschönen Abschluss der Tour.

Nach einem sehr schwül-heissen Tag in Recife, kommen wir alle wieder an Bord der Costa Favolosa. Die nächsten 4 Tage und Nächte überqueren wir den Atlantik.

Was macht man denn so 4 ganze Tage auf einem Schiff? Langweilig wird es bestimmt nicht!

Ich sitze in der «Grand Palatino Bar» für meine tägliche Sprechstunde und beobachte nur wenige der verfügbaren Aktivitäten: Tanzstunden, Gymnastik, Entspannungsübungen und vieles mehr! Das ist aber längst nicht alles. Wer hinter die Kulissen vom Schiff sehen möchte, kann sogar einen Rundgang durch das gesamte Schiff buchen. Für drei Stunden können wir die Küchen, die Brücke, die Wäscherei, die Personalquartiere und noch mehr entdecken. Ich finde es sehr interessant und buche diesen Rundgang für mich und gehe auf Entdeckungstour! So ist die Atlantiküberquerung schnell vorbei und schon sehen wir ein paar Inseln in der Ferne!

Inselzauber zwischen Kapverden und Teneriffa

Die Kapverdischen Inseln machen sich schon im frühen Morgen für uns sichtbar, als wir um 8 Uhr früh in Mindelo anlegen. Die Inselgruppe gehört zwar zur Afrikanischen Küste, jedoch auch hier zeigt sich ein grosser Einfluss der Portugiesen-Belagerung in Kleidung, Küche und allgemeinem Flair. Ich spaziere durch die Gassen vom Hafen bis zur alten Markthalle, wo es nur so duftet von reifem Obst, Gemüse, Gewürzen, frischem Fisch und lokaler Kunst. Nach einem Spaziergang durch die kleine Altstadt verschlägt es mich und viele andere an den lokalen Strand. Ich habe selten so klares und hellblaues Wasser gesehen, wie hier! Wir geniessen die Sonne, das Flair und ein kühles Getränk in einer der Strandbars!

Zurück auf dem Schiff, begeben wir uns wieder für 2 Tage aufs Wasser – denn der nächste Stopp ist eine weitere Insel: Teneriffa!

Teneriffa ist die grösste Insel der Kanaren. Ein wohl bekanntes und beliebtes Urlaubsziel für viele Sonnenliebende. Dass kurz vor unserer Ankunft ein Sturmtief wütete, konnte niemand voraussagen. Die Natur hat eben ihre eigenen Spielregeln! Wir kommen auf die Insel bei (wieder) schönem Wetter, 20°C und Sonnenschein. Die Nachwirkungen des Sturmes sind aber natürlich erkennbar.

Eines der bekanntesten Ziele für viele von uns ist der Tierpark «Loro Parque». Von Papageien, Orcas, bis zu Delphinen kann man hier alles sehen. Aber natürlich hat die Insel so viel mehr zu bieten. Der höchste Gipfel Spaniens «Cañadas del Teide» kann mit einer Seilbahn erreicht werden, wobei andere von uns eher in die Tiefe gehen: Mit dem Uboot erkunden sie die Unterwasserwelt vor San Miguel.

Es gibt also einiges zu erleben!

Orientalisches Flair in Tanger

Nach einem weiteren Seetag erreichen wir Tanger, Marokko.

Die lokalen Reiseleiter warten schon gespannt im Hafen auf uns Kreuzfahrer und empfangen uns herzlich! Einige von uns haben sich für eine Führung durch die Medina & seine Märkte entschieden – so auch ich! Die Medina ist die Altstadt von Tanger und ist (dank der Portugiesen, welche hier knappe 220 Jahre residiert hatten) durch eine Stadtmauer gekennzeichnet. Am obersten Punkt innerhalb der Medina, thront die historische Festung «Kasbah». Von dort aus geniessen wir einen einmaligen Blick über den Hafen. Da wir mit dem Wetter Glück haben, sehen wir sogar, wie nah Spanien und der Felsen von Gibraltar – welcher zum englischen Hoheitsgebiet gehört – liegen!

Die Souks von Tanger laden zum Spazieren, Flanieren und Einkaufen ein! So viele Sinneseindrücke: Gerüche, Farben und feilschende Händler! So geht unser Tag in Tangier schnell vorbei! Jedoch kann ich nicht zum Schiff zurück gehen, ohne einen frischen Minztee im Hafen getrunken zu haben! Ein gelungener Abschluss, bevor wir uns mit dem letzten Seetag vor uns, wieder in die etwas kälteren Gefilde Europas begeben.

Zurück in Europa – Barcelona und Marseille

Wer kennt sie nicht: Die Sagrada Familia, die ewig «unvollendete» Kirche. 1882 hat der Künstler Gaudi die Kirche begonnen zu bauen, bis heute wurde sie jedoch nicht komplett fertiggestellt. Von aussen bietet sie ein unglaubliches Bild von Kunst, Eleganz und Mysterium. Ein Foto Motiv, welches man sich in Barcelona nicht entgehen lassen sollte! Ich gehe die «La Rambla» entlang, entdecke Märkte und kleine Läden in den Seitengassen der Hauptstrasse und verliere mich beinahe im Getümmel der Leute! Was für eine Stadt.

Ein vom Hafen bereitgestellter Shuttle Bus bringt mich (wie am Vormittag für schlappe 4,50€) auch am Nachmittag wieder zurück zum Schiff und ich geniesse den restlichen Abend auf Deck 11, bevor ich um 18 Uhr das Ausschiffen aus dem Barceloner Hafen beobachte.

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, denn wir sind bereits an der letzten Destination unserer Reise angekommen: Marseille!

Die multikulturelle Stadt Marseille kann in mehreren Teilen und Etappen entdeckt werden: Der alte Hafen «Vieux Port», die moderne Innenstadt mit der langen Shoppingmeile und natürlich die «Basilika Notre-Dame de la Garde», welche oben über der Stadt thront. Es ist ein sonniger Tag und die Restaurants und Bars entlang des «U-förmigen» Vieux Port sind voll mit Touristen und Einheimischen zugleich, welche die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings in Marseille geniessen. Dies machen auch wir Kreuzfahrer: Ich sitze in einem kleinen Restaurant und bestelle mir die wohl bekannteste Suppe in Südfrankreich: eine Bouillabaisse. Tiefrot, mit verschiedenstem Fisch und Meeresfrüchten und intensivem Aroma. Wie kann man den Tag noch besser gestalten?

Dies überlasse ich euch zukünftigen Kreuzfahrern zu überlegen und dann auszuprobieren!

Nach 24 Tagen wieder Richtung Heimat

Ach, wie schnell so eine Reise wieder zu Ende sein kann. Vor 24 Tagen sind wir uns am Flughafen Zürich das erste Mal begegnet und nun erwartet uns bereits der liebe Chauffeur von Zerzuben Touristik vor dem Hafengebäude in Savona für unsere komfortable Heimreise!

Nach der Einreisekontrolle im Cruiseterminal finden wir unsere Koffer schön aufgereiht in der Halle und schon steigen wir in den Bus ein Richtung Heimat. Ich lasse mit den Gästen die Reise mit einigen Anekdoten eines sehr lustigen Buches über Kreuzfahrten noch einmal Revue passieren und wir lachen alle zusammen, bis wir schon die ersten Gäste nach dem Gotthard Tunnel verabschieden. Der Tag ist schnell vorüber und wir lassen uns (wie einige von uns es treffend formulierten) im eigenen Bett nieder und freuen uns doch, nach dieser aufregenden und langen Reise, auf eine ruhige Nacht – ohne die hohen Wellen zu spüren!

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