Abenteuer in den Calanche und kaiserliches Flair in Ajaccio
Heute werden wir die berühmten – oder berüchtigten – Calanche erleben. Die schmale Strasse ist für unseren grossen Car nicht geeignet, weshalb wir in einen lokalen, viel kürzeren Bus umsteigen, und das Abenteuer kann starten. Die Fahrt bringt uns zuerst in die Berge; wir sehen vor uns die höchsten und noch schneebedeckten Spitzen Korsikas, den Monte Cinto mit seinen über 2’700 Metern. Dann geht es wieder hinunter an der Küste entlang und anschliessend wieder höher in die Bergdörfer Osani, Curzo und Partinello. Die Strasse ist zum Teil extrem eng und sehr exponiert, aber Alexandre, unser lokaler Chauffeur, meistert sie mit Bravour. Der Halt in Porto mit seinem kleinen Hafen und den verschiedenen gemütlichen Bistros tut uns gut – es ist herrlich, hier an der Sonne einen Kaffee zu geniessen. Nach einer Weile kommen wir endlich an den Calanche an, einer bizarren Felsenlandschaft aus rötlichen Granittürmen. Die Strasse ist hauchdünn und wir stehen immer wieder am Rand einer tiefen Schlucht. Unseren Chauffeur scheint das überhaupt nicht zu beeindrucken; er fährt zügig, bremst im richtigen Moment und meistert den Gegenverkehr perfekt. Ein wahrer Künstler der Strasse! In Ajaccio treffen wir schliesslich auf Josette, unseren lokalen Guide. Sie wirkt, als wäre sie regelrecht in Napoleon verliebt – sie weiss einfach alles, erzählt uns mit viel Hingabe aus seinem Leben, kennt jedes Detail und die ganze Familie. Die Führung durch das Museum in seinem Geburtshaus ist hervorragend. Die Stadt Ajaccio selbst ist wunderschön, und unser Hotel liegt genial im Zentrum in der Fussgängerzone. Das ist die perfekte Lage, um am Abend noch zu Fuss durch die Gassen zu flanieren.