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Hauptstädte des Nordens mit Cornelia Scalenghe

Vier Länder, faszinierende Hauptstädte, eindrucksvolle Fährpassagen und sogar eine unerwartete Begegnung mit einem Elch: Diese Reise durch Skandinavien steckt voller besonderer Momente. Gemeinsam mit Buschauffeur Peter und 46 Gästen geht es von der Schweiz über Dänemark, Schweden und Finnland bis nach Norwegen – mit jeder Menge Erlebnissen, Begegnungen und Geschichten im Gepäck.


Cornelia Scalenghe-Karlen
Reisebericht von Cornelia Scalenghe-Karlen
Reiseleiterin
30. August – 7. September 2026


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Auf nach Skandinavien

„Ich kenne nur ein einziges wahres Luxusgut, und das ist die menschliche Gemeinschaft.“
Antoine de Saint-Exupéry

Sehr früh am Morgen – für die meisten wahrscheinlich viel zu früh – geht es los. Die Koffer sind verstaut, die Plätze im Bus verteilt und unsere Reise kann beginnen. Quer durch Deutschland fahren wir Richtung Norden, vorbei an Freiburg im Breisgau, Frankfurt und vielen weiteren Städten, die wir heute allerdings eher durch die Busfenster kennenlernen. Unser Ziel für heute: Lübeck.

Dort angekommen, beziehen wir unser Hotel und freuen uns erst einmal auf ein leckeres Abendessen. Nach diesem langen Reisetag werden die Augen bei einigen schon ziemlich klein. Also nichts wie ins Bett, denn morgen klingelt der Wecker wieder früh!

Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Fehmarn und nach Puttgarden. Und heute haben wir richtig Glück: Wir erwischen wie erhofft die frühere Fähre nach Dänemark! Wenn alles klappt, machen wir unsere Mittagspause nicht irgendwo auf der Strecke, sondern bereits in Kopenhagen. Und tatsächlich, der Plan ist aufgegangen!

Willkommen in Kopenhagen!

Hier bekommt jeder ein bisschen freie Zeit. Mittagessen, Kaffee, ein kleiner Stadtbummel – oder vielleicht doch gleich ab auf die berühmte Strøget, eine der längsten Fußgänger- und Einkaufsstraßen Europas? Schließlich muss man Prioritäten setzen! Danach wartet unsere Stadtführerin Gitte auf uns und zeigt uns die schönsten Seiten der dänischen Hauptstadt. Natürlich darf Amalienborg, die Residenz der dänischen Königsfamilie, nicht fehlen. Wir fahren am farbenfrohen Nyhavn vorbei, wo sich die bunten Häuser wunderbar im Wasser spiegeln. Und es gibt auch das Pflichtprogramm für jeden Kopenhagen-Besucher: die Kleine Meerjungfrau. Klein ist sie tatsächlich – aber berühmt ist sie umso mehr!

Viel zu schnell heißt es danach schon wieder Abschied nehmen von Dänemark.

 

Stockholm, Helsinki und der „Bussikuski“

Stockholm – das Venedig des Nordens

Schon auf der Fahrt zum Hafen bekommen wir einen ersten Eindruck von Stockholm. Die schwedische Hauptstadt liegt auf 14 Inseln und wird deshalb gerne „Venedig des Nordens“ genannt. Nur Gondeln gibt es hier keine; dafür umso mehr Brücken und Wasser. Doch die Stadt entdecken werden wir erst in zwei Tagen. Erstmals heißt es: weiter mit der Fähre nach Finnland!

Der Check-in klappt erstaunlich schnell. Also heißt es: Kabine suchen, Gepäck verstauen und dann raus an Deck! Die Abfahrt aus Stockholm ist einfach wunderschön. Wir fahren durch die fantastische Welt der schwedischen Schären – unzählige kleine Inseln, Felsen, Wasser und Natur, soweit das Auge reicht. An Bord wird ebenfalls einiges geboten: Musik, Karaoke, Shopping und jede Menge Möglichkeiten, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Und so fahren wir langsam Richtung Helsinki.

Finnland – und Chauffeur Peter wird zum „Bussikuski“

Am nächsten Morgen erwartet uns auf der Fähre erst einmal ein tolles Frühstücksbuffet. Das würde glatt auch fürs Mittagessen reichen.Gut gestärkt treffen wir anschließend unsere Stadtführerin Ingelis in Helsinki.Und falls irgendjemand geglaubt hat, die Finnen seien besonders ruhig und schweigsam – Ingelis belehrt uns sofort eines Besseren! Wie ein Wirbelwind geht es durch Helsinki. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten bekommen wir gleich noch einen kleinen Crashkurs in Finnisch. Und plötzlich ist Peter nicht mehr einfach unser Chauffeur.Nein! Peter ist jetzt unser „Bussikuski“.Auch andere finnische Wörter bleiben uns im Gedächtnis, spätestens dann, wenn es um Schokoladeneis geht! Aber auch die Sehenswürdigkeiten beeindrucken uns. Besonders die berühmte Felsenkirche, die direkt in den Granit hineingebaut wurde, ist ein echtes Highlight. Dazu kommen der Senatsplatz, der Dom und viele weitere interessante Ecken Helsinkis.

Nach dem Mittagessen und genügend Freizeit geht es am frühen Abend wieder zurück auf unsere Fähre, und wieder erwartet uns eine ruhige Fahrt durch die Ostsee zurück nach Stockholm.

Am nächsten Tag treffen wir unsere Stadtführerin Brigitta. Bei herrlichem Wetter machen wir uns dann auf, Stockholm zu entdecken. Und Brigitta lässt wirklich kein Highlight aus. Natürlich darf auch Gamla Stan, die wunderschöne Altstadt, nicht fehlen. Kleine bunte Häuser, enge Gassen und jede Menge gemütliche Geschäfte laden zum Bummeln ein. Und irgendwann meldet sich wieder unser Magen.Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein genießen wir eine Kleinigkeit, stöbern durch die kleinen Geschäfte und lassen Stockholm noch ein wenig auf uns wirken.Gerne würden wir noch ein bisschen bleiben, doch es geht weiter Richtung Karlstad am Vänern, dem größten See Schwedens. Unser Hotel liegt mitten im hübschen Ort. Wer noch Energie hat, kann einen kleinen Verdauungsspaziergang machen.

Oslo, Göteborg und zurück nach Deutschland

Denn morgen wartet bereits die letzte Hauptstadt unserer Reise auf uns: Oslo!

Kunst, Königshaus und eine ziemlich hohe Schanze Zuerst aber geht es in die Mittagspause.

In Oslo liegt eine besondere Stimmung über der Stadt. Die Norweger trauern gerade um ihren König, welcher vor wenigen Tagen verstorben ist. Vor dem königlichen Schloss liegen zahlreiche Blumen. Man spürt, dass die Menschen eine besondere Verbindung zu ihrem Königshaus haben.

Später wartet unser Stadtführer Daniel auf uns und zeigt uns seine Stadt. Mit unserem Bus geht es am Rathaus und der Königsresidenz vorbei bis zum berühmten Vigeland-Park, den wir zu Fuß besuchen. Hier stehen hunderte Skulpturen des Künstlers Gustav Vigeland, und Daniel weiß natürlich jede Menge darüber zu erzählen. Besonders spannend ist, dass sich Vigeland selbst ebenfalls in seinem Skulpturenensemble verewigt hat. Wer Kunst mag, kommt hier also voll auf seine Kosten.

Danach geht es für uns hoch hinaus zur weltberühmten Holmenkollen-Skisprungschanze. Schon von unten bietet sie einen spektakulären Anblick. Beim Blick nach oben frage ich mich ganz ehrlich, was eigentlich im Kopf eines Skispringers vorgeht, wenn er dort oben steht und sich freiwillig in die Tiefe stürzt. Beeindruckend ist die Schanze aber ohne Frage!

Zurück im Stadtzentrum steuern wir die moderne Oper und die direkt benachbarte Bibliothek an. Hier gebe ich meiner Gruppe nochmals Zeit zur freien Verfügung, damit alle diese beiden architektonischen Highlights im eigenen Tempo erkunden können. In der Bibliothek gibt es übrigens längst nicht mehr nur Bücher – man kann dort sogar Dinge ausleihen, Nähkurse besuchen oder einfach Neues ausprobieren.

Am späten Nachmittag fahren wir schließlich zu unserem Hotel etwas außerhalb der Stadt.

Für den nächsten Morgen haben wir uns entschieden, etwas mehr Zeit für Göteborg einzuplanen. Wir starten also direkt nach dem Frühstück.

Unterwegs begleitet uns immer wieder etwas Regen, doch pünktlich an der Svinesundbrücke bricht die Sonne durch die Wolken. Während wir die Grenze von Norwegen nach Schweden überqueren und den Blick über den Fjord genießen, zeigt sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite – ein fantastisches Fotomotiv!

In Göteborg angekommen, schwärmen meine Gäste sogleich aus, um die Stadt zu erkunden, etwas zu essen und die freie Zeit zu genießen, bis wir uns wieder treffen und gemeinsam zum Hafen fahren. Nun steht unsere letzte große Fährüberfahrt an: Göteborg – Kiel. Nach all den Erlebnissen ist die Müdigkeit spürbar – nicht nur bei den Gästen, sondern auch bei mir. Wir machen es uns an Bord gemütlich und genießen die ruhige Überfahrt.

Hamburg und Abschied von einer besonderen Reise

In Kiel empfängt uns am nächsten Morgen eine noch etwas schüchterne Sonne. Eigentlich steht heute der Hotelbezug in Hannover auf unserem Programm, doch die Strecke ist nicht sehr lang, und so haben Peter und ich noch eine kleine Überraschung im Gepäck: einen Zwischenstopp in Hamburg! Wenn wir schon mal in der Gegend sind, müssen wir diese Gelegenheit einfach nutzen. Und Hamburg zieht wirklich alle Register: Alter Elbtunnel, Speicherstadt, Michel, Rathaus, Miniatur Wunderland und natürlich die imposante Elbphilharmonie. Die Gäste sind begeistert von der Idee und genießen die zusätzliche Freizeit bei angenehmen Temperaturen.

Auf der Rückfahrt fordert der Hamburger Verkehr allerdings etwas Geduld von uns: Wir geraten in einen ordentlichen Stau, der durch die Sperrung des neuen Elbtunnels noch verstärkt wird. Mit etwas Verspätung erreichen wir trotzdem unser Hotel. Nach einem leckeren Abendessen heißt es für alle nur noch: Füße hochlegen und schlafen.

Und plötzlich ist die Reise auch schon wieder fast vorbei! Am nächsten Morgen sitzen wir bereits wieder im Bus Richtung Schweiz. Noch einige Kilometer liegen vor uns, aber auch die schaffen wir gemeinsam. Peter verstaut die Koffer wie immer gekonnt im Gepäckraum und die Fahrt beginnt.

Wenn ich auf diese Reise zurückblicke, bin ich einfach nur begeistert, was wir alles erlebt haben: Wir haben vier Länder bereist, sind über gewaltige Brücken und durch Tunnel gefahren, haben mehrere Fährpassagen erlebt, sind durch Schärenlandschaften geschippert, haben königliche Residenzen gesehen, wunderschöne Städte entdeckt, ein paar Worte Finnisch gelernt, Unmengen an Polkagris-Zuckerstangen eingekauft … und sogar einen echten Elch getroffen!

Vor allem hatten wir eine fantastische Reisegruppe, viel Spaß und viele schöne gemeinsame Momente. Deshalb möchte ich mich ganz herzlich bei allen meinen Gästen bedanken. Es war mir eine große Freude, euch auf dieser Reise begleiten zu dürfen. Und mein ganz besonderer Dank gilt natürlich unserem verlässlichen Chauffeur, unserem „Bussikuski“ Peter.

Cornelia