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Über Marisa Marciano Wynn

Marisa Marciano Wynn

Wie bist du Reiseleiterin geworden – was hat dich auf diesen Weg geführt?
Ich wollte schon immer im Tourismus arbeiten. Nach meiner Matura absolvierte ich die damals führende Zertifizierungsausbildung: die Schweizerische Tourismusfachschule in Siders. Danach folgten verschiedene Stationen in der Schweiz bei Reisebüros und Reiseveranstaltern, bis ich schliesslich eine lokale Agentur in Südostasien eröffnete. Ich war schon immer im operativen Bereich tätig. So war es eine ganz natürliche Entwicklung, dass ich mit der Leitung von Gruppen begann und Reiseleiterin wurde.

Seit wann bist du Teil der car-tours.ch-Community?
Seit 2023.

In welchen Sprachen begleitest du deine Gäste?
Auf Französisch. Ich spreche fliessend Italienisch und Englisch. Mein Deutsch ist funktional; ich wage es jedoch nicht, Gruppen in dieser Sprache zu führen, da mir der entsprechende Akzent sowie das notwendige historische und kulturelle Fachvokabular fehlen.

Was macht dir an deiner Tätigkeit als Reiseleiterin am meisten Freude?
Ich liebe die operative Arbeit, und diese Tätigkeit erfordert eine intensive Vorbereitung auf die jeweilige Destination. Ich geniesse es, mich zu informieren, zu lesen und dann in den Bus zu steigen, um viele interessante Informationen teilen zu können. Sobald die Reise beginnt, sind wir für unsere Fahrgäste da und stellen sicher, dass das Programm für alle unter den besten Bedingungen abläuft. Wir meistern heikle Situationen mit einem Lächeln, passen uns an und pflegen ein wohlwollendes Miteinander, damit die Reise für jeden zu einem wunderbaren Erlebnis wird.

In welchen Regionen fühlst du dich besonders zuhause?
Italien ist mein Herzensland und mein Ursprung, aber ich mag auch England, Irland und alle europäischen Länder sehr. Für mich ist die ganze Welt wunderschön; jeder Ort hat seinen eigenen Zauber.

Was macht deinen Reiseleiter-Stil einzigartig?
Jeder Reiseleiter hat seinen eigenen Lebensweg, daher ist jeder auf seine Weise einzigartig. Mein Stil liegt im Operativen. Ich antizipiere so viel wie möglich, um die Abläufe zu optimieren: Zum Beispiel habe ich ein Whiteboard-Schild, auf das ich bei Pausen die Abfahrtszeit des Busses schreibe. Oder ich arbeite mit farbigen Pfeifenputzern, um dem Restaurantpersonal bei Spezialmenüs zu helfen. Ich arbeite so, dass die Reise sowohl für meine Gäste als auch für unsere Partner vor Ort so reibungslos wie möglich verläuft.

Ohne welche drei Dinge reist du nie los?
Mein iPhone, das Tablet und einige Ingwer-Shots, die ich für den Tagesbeginn im Kühlschrank des Busses verstecke (ein altes Hausmittel).

Worauf dürfen sich Gäste freuen, wenn sie mit dir unterwegs sind?
Ich denke, es ist meine stets fröhliche, wohlwollende Art und meine Effizienz.

Hast du einen Tipp, wie Gäste ihre Reise noch mehr geniessen können?
Kommunizieren Sie vor allem mit Ihrer Reiseleitung, wenn es ein Problem gibt. Nutzen Sie zudem die Vielfalt der Gruppe für den Austausch, denn es sind die Begegnungen, die eine Reise in ein echtes menschliches Abenteuer verwandeln.

Was sollten Gäste unbedingt über dich wissen, bevor es gemeinsam losgeht?
😀 Dass ich Menschen liebe und sie bei mir in guten Händen sein werden.

Gibt es eine besonders lustige oder unvergessliche Anekdote, die du teilen möchtest?
Auf dem Rückweg zum Bus vom Bahnhof in La Spezia war die lokale Stadtführerin mit der Gruppe vorne und ich ganz hinten mit einer Kundin, die etwas mehr Mühe beim Gehen hatte. Sie musste dringend eine Pause einlegen, und wir gingen in eine Bar. Die Besitzerin war vom Alter meiner Kundin so gerührt – sie erinnerte sie an ihre eigene Mutter –, dass sie ihren Mann bat, uns zum Treffpunkt des Busses zu fahren, da der Weg noch weit war.

Was war dein emotionalster Moment als Reiseleiterin?
Wenn man am Ende der Reise überrascht wird, indem einem fest die Hand gedrückt wird oder man in den Arm genommen wird und ein herzliches MERCI bekommt.

Was war deine grösste Herausforderung auf einer Reise – und wie hast du sie gemeistert?
Ich hatte viele kleine Herausforderungen: schlechtes Wetter, mechanische Probleme bei einem Zug, eine Platzwunde am Augenbrauenbogen, die genäht werden musste, eine auf der Insel Elba vergessene Jacke samt Telefon und vieles mehr. Jede Herausforderung fand eine Wendung und ein glückliches Ende. Genau das ist unser Job!

Wer oder was inspiriert dich beim Reisen?
Kunst und künstlerische Kreativität inspirieren mich, ebenso wie die Verbindung zur Natur und zu anderen Menschen. Ich zitiere hier gerne Nicolas Bouvier (aus «Die Erfahrung der Welt»): «Manche glauben, sie machen eine Reise, aber in Wirklichkeit ist es die Reise, die dich macht oder bricht.»

Was macht für dich den besonderen Mehrwert einer Gruppenreise aus?
Es ist das Ankommen an neuen Reisezielen mit einem frischen Blick auf die Welt, was den Optimismus nährt, da man andere Kulturen und Lebensweisen kennenlernt. Dadurch erweitert man seine eigenen Perspektiven.

Wenn du Gästen während der Reise nur einen Satz mit auf den Weg geben könntest – welcher wäre es?
Erfinden Sie sich neu und halten Sie Ihren Geist wach!

Dein Lieblingsreiseziel privat?
Italien – ganz Italien – und auch einige fernere Ziele wie Myanmar oder Sri Lanka.

Welche Musik, welches Buch oder welcher Film begleitet dich unterwegs?
Ich spiele Handpan, daher klingen oft inspirierende Klänge in den Hotelzimmern nach, in denen ich übernachte.

Hast du ein Lebensmotto oder Lieblingszitat?
«Und wenn du die Gegenwart verbesserst, wird das, was danach kommt, ebenfalls besser sein.» – Paulo Coelho (Der Alchimist)

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