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Über Gian-Paul Civelli

Gian-Paul Civelli

Wie bist du Reiseleiter geworden – was hat dich auf diesen Weg geführt?
Das Reisen hat mich das ganze Leben hindurch fasziniert. Von 1980 bis 1988 habe ich schon einmal als Reiseleiter an verschiedenen Destinationen gearbeitet und danach in verschiedenen Positionen bei Reiseveranstaltern oder in Unternehmen, welche der Touristikbranche massgeschneiderte Lösungen für ihre Kunden anboten. Nach meiner Pensionierung möchte ich sehr gerne noch ein paar Jahre etwas Sinnvolles tun. Aufgrund meines beruflichen Rucksacks lag es deswegen nahe, dass ich mich deswegen auf  «back to the roots» konzentriere, weil ich da (so glaube ich) den car-tours.ch-Gästen und dem Unternehmen wirklich einen Mehrwert bieten kann.

Seit wann bist du Teil der car-tours.ch Familie?
September 2025

In welchen Sprachen begleitest du deine Gäste?
Deutsch, Italienisch, Französisch. Ich spreche zudem noch Englisch und schlage mich auch recht gut mit Griechisch durch.

Was macht dir an deinem Job als Reiseleiter am meisten Freude?
Am meisten Freude habe ich, wenn ich glückliche car-tours.ch-Gäste sehe und es mir gelingt, dass meine Gäste die Reise noch lange in bester Erinnerung behalten können. 

In welchen Regionen fühlst du dich besonders zuhause?
Ich fühle mich überall auf der Welt wohl: in den Bergen, am oder auf dem Meer, in der Wüste... Ganz speziell am Herzen liegt mir aus familiären Gründen jedoch Griechenland.

Was macht deinen Reiseleiter-Stil einzigartig?
Ob es «einzigartig» ist, kann ich nicht beurteilen. Ich versuche auf jeden Fall immer, einen persönlichen Touch hineinzubringen, mal eine kleine Überraschung einzubauen und unseren car-tours.ch-Gästen die Reisedestinationen übers Reiseprogramm hinaus näherzubringen. Dabei konzentriere ich mich insbesondere auf die Sinne «Hören» (z.B. paar Sprachbrocken beibringen), «Sehen» (z.B. auch mal etwas ausserhalb des Programmes unternehmen, falls routentechnisch und zeitlich überhaupt möglich) und «Schmecken» (z.B. auch mal die lokale Küche, sprich Essen und Getränke, zu probieren).

Ohne welche drei Dinge reist du nie los?
a) Technische Tools (Mobile Phone, Laptop): Ohne diese Tools ist man heute praktisch aufgeschmissen; b) diverse Bezahlvarianten wie Cash, Kreditkarten; c) notwendige Dokumente wie Pass/ID, Notfallkarte, Versicherungskarte etc.

Worauf dürfen sich Gäste freuen, wenn sie mit dir unterwegs sind?
Ich glaube, dass sie einen motivierten, reisebegeisterten Reiseleiter erwarten dürfen, welcher kreative Ideen hat, und mit allen verantwortungsvoll und freundlich umgeht. 

Hast du einen Tipp, wie Gäste ihre Reise noch mehr geniessen können?
Ich fahre am besten, wenn ich das Gastland so annehme, wie es ist, und nicht mit zu Hause vergleiche. Gerade das macht das Reisen so faszinierend: anders zubereitete Speisen / Getränke, andere Essenszeiten, andere Ruhezeiten, andere Verkehrsregeln, andere Tänze, andere Ruhe-, resp. Lärmpegel usw. Wenn man mit den Einheimischen in Kontakt kommt, erfährt man dann oft auch Hintergründe, weshalb etwas so ist. Und oft stelle ich dann fest, dass für uns anfänglich Unverständliches eben doch Sinn macht für diese Lokalität.

Was sollten Gäste unbedingt über dich wissen, bevor es gemeinsam losgeht?
Das ist gar nicht soviel. Mir ist es wichtig, dass unsere car-tours.ch-Gäste tolle Ferien verbringen und mit einem Lächeln zurückkehren. Wer kennt nicht den Spruch: «Wenn einer auf Reise geht, kann er was erleben.» Das gilt sowohl für Positives, als auch für Negatives. Positives höre ich gerne und erlebe es allenfalls auch mit Freude mit, Negatives will ich sofort im Sinne des Gastes beseitigen. Deswegen ist mir wichtig, dass sich meine Gäste sofort bei mir melden, falls es für sie irgendwas Negatives geben sollte.

Gibt es eine besonders lustige oder unvergessliche Anekdote, die du teilen möchtest?
Da kommt mir spontan unsere Kos-Reise in den Sinn. Die Teilnehmer unserer Gruppe waren altersmässig zwischen 19 und 86 Jahre alt. Es war eine Freude zu sehen, wie gut alle zusammen harmonierten und zusammen auch viel gemeinsam unternahmen. Der Höhepunkt war dann sicher ein aus vollem Herzen vorgetragener Jodel von zwei Teilnehmern während unserer Mittagspause anlässlich der Inselrundfahrt, mitten in einer vollbesetzten Taverne am tiefblauen Mittelmeer. Das griechische Personal der Taverne wie auch die anwesenden Gäste waren tief davon beeindruckt und freuten sich über diese spontane Einlage (der sonst doch eher als zurückhaltend bekannten Schweizer - was für diese Gruppe sicher nicht zutraf, denn auch am Abend tanzte jung und alt zu griechischer Musik)

Was war dein emotionalster Moment als Reiseleiter?
In meiner langjährigen Laufbahn gab es viele bewegende Momente. Besonders geprägt haben mich jene Augenblicke, in denen der starke Zusammenhalt innerhalb eines Teams spürbar wurde. Solche Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wertvoll gegenseitiges Vertrauen und echte Menschlichkeit im Reisealltag sind.

Was war die grösste Herausforderung auf einer Reise – und wie hast du sie gemeistert?
Vor meiner Zeit bei car-tours.ch gab es Phasen, in denen mehrere unvorhergesehene Ereignisse gleichzeitig volle Aufmerksamkeit erforderten. Solche Situationen haben wir stets durch enge Teamarbeit und eine lückenlose Kommunikation mit dem Hauptsitz, den lokalen Agenturen und den Fachorganisationen gemeistert. Diese intensiven Erfahrungen haben mein Verantwortungsbewusstsein geschärft und geben mir heute die Gelassenheit, auch in komplexen Situationen stets besonnen und lösungsorientiert zu handeln.

Wer oder was inspiriert dich beim Reisen?
Das Erlernen von Neuem, die Menschen, Kulturen, die verschiedenen Gerüche, Laute, das andere Klima, die brodelnden Städte, die Weite des Meeres, die brütend heisse Wüste. Reisen ist (für mich) die beste Lebensschule, und bei jeder Reise füllt sich mein Rucksack ein bisschen mehr. Und es hat noch viel Platz darin.

Was macht für dich den besonderen Mehrwert  einer Gruppenreise aus?
Die meisten Menschen sind für die Gesellschaft gemacht. Während der Ferien neue Menschen kennenzulernen, Freundschaften zu schliessen, Diskussionen zu führen – was gibt es Schöneres? 

Wenn du Gästen nur einen Satz mit auf den Weg geben könntest – welcher wäre es?
Sei offen für Neues, das Leben zahlt es dir 1'000 Mal zurück!

Dein Lieblingsreiseziel privat?
Eins reicht nicht, aber ich zähle mal ein paar auf: Sicher Griechenland, hoch im Kurs steht auch Australien, als Stadt Singapur. Aber eben, ich liebe das Neue zu fest, um mich auf EIN Lieblingsreiseziel festzulegen.

Welche Musik, welches Buch oder welcher Film begleitet dich unterwegs?
Oft lokale Musik, weil ich mich dort einfach in der Stimmung fühle. Privat stehe ich auf Rock (es bit's Dräck dörfs ha); bei Büchern besuche ich unsere lokale Bibliothek; mit einem guten Thriller kann ich recht gut abschalten; Filme schaue ich fast nie (höchstens mal einen Download für einen 2–3‑stündigen Flug – dann gerne etwas Action, Thriller oder eine gute Dokumentation).

Hast du ein Lebensmotto oder Lieblingszitat?
Die politische Weltlage und die kriegerisch gestimmten Machthaber einiger Länder machen mich traurig und erinnern mich an die 60er/70er Jahre mit Sprüchen wie «make love, not war» oder «stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin». Weniger mit der aktuellen Situation, aber auch immer ein Lebensmotto von mir war: «Besser auf neuen Wegen etwas stolpern, als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.»

Gian-Paul's Reiseberichte

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