Reiseblog

Zauberhafter Oman mit Beatrice Greve

Geschrieben von Beatrice Greve | Apr 20, 2026 11:54:16 AM

Der Oman empfängt Reisende wie ein gut gehütetes Geheimnis der arabischen Halbinsel. Von den glänzenden Marmorböden der Sultan-Qaboos-Moschee in Muskat bis hin zu den goldenen Weiten der Wahiba Sands entfaltet sich ein Land voller Kontraste und tiefer Herzlichkeit. Eine Reise durch eine Welt, in der historische Forts von vergangenen Zeiten erzählen, während in den lebendigen Souks der Duft von Weihrauch und frischen Datteln in der Luft liegt.

Ein gelungener Start in Muskat

Mit 30 erwartungsvollen Gästen trafen wir uns am Gate in Zürich. Die Vorfreude war gross – einzig zwei Personen liessen sich zunächst nicht blicken. Ein kurzer Moment der Ungewissheit begleitete uns bis nach der Ankunft in Muskat. Nach Fingerprint-Kontrolle und Gepäckausgabe dann die Erleichterung: Draussen standen die beiden bereits. Die Gruppe war komplett – das Abenteuer Oman konnte beginnen.

Eigentlich waren wir für drei Nächte im Hotel Radisson Panorama gebucht. Aufgrund einer Überbuchung verbrachten wir jedoch die erste Nacht im Radisson Blu. Für uns bedeutete das ein komfortables Upgrade und einen entspannten Einstieg in die Reise. Am Abend genossen wir ein wunderbares Buffet auf der Terrasse, die Getränke wurden offeriert – ein gelungener Auftakt.
Einige nutzten den Nachmittag bereits für erste Entdeckungen. Beim Geldwechseln stiessen wir auf einen Souk mit einer unglaublichen Warenvielfalt – besonders die unzähligen Thermokannen in allen Formen und Farben sorgten für Staunen. Pool, Sonne und drei Stunden Zeitverschiebung verarbeiten – wir kamen langsam im Ferienmodus an. Am Abend noch ein Bummel an der Corniche am Meer, warme Luft und viele Lichter – ein sehr schöner Beginn.  

Moschee, Kultur und omanische Gastfreundschaft  

Am nächsten Morgen trafen wir Achmed, unseren lokalen Reiseleiter – sympathisch, kompetent und mit viel Wissen über das Land. Gemeinsam besuchten wir die beeindruckende Sultan-Qaboos-Moschee. Alle Damen waren korrekt gekleidet, nämlich vollständig bedeckt, kein Haar sichtbar. Die Herren durften ihr Haar offen tragen und ihre Unterarme zeigen.  

Wir wurden draussen unter schattenspendenden Bäumen mit Kaffee und Datteln empfangen. Die wunderschöne Anlage brachte uns auf die Idee gleich ein Gruppenfoto zu knipsen. Im Innern faszinierte die Moschee mit ihrem gewaltigen Swarovski Leuchter, dem riesigen Teppich und den kunstvollen Details. Die gepflegten Gärten mit ihren Blumen und Grünanlagen waren wunderschön und rundeten den Besuch stimmungsvoll ab.  

Weiter ging es ins Royal Opera House. Dort zeigte sich, dass Zeitmanagement manchmal flexibel interpretiert wird – plötzlich wurde eine andere Treffzeit kommuniziert, einige Gäste mussten noch vom Kaffee geholt werden. Ab diesem Moment übernahm ich diskret die Zeitkoordination, und von da an lief alles reibungslos.  

Wir schlenderten durch den Souk, assen eine Kleinigkeit in einem einfachen Restaurant am Meer mit frischen Säften, besuchten das Bait Al Zubair Museum und warfen einen Blick auf den Sultanspalast – ein abwechslungsreicher Tag.  

Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen im Oman ist einfach einmalig. Überall wurden wir mit offenem Lächeln empfangen, eingeladen zu kleinen Gesprächen, zu Kaffee und Datteln, und spürten überall echte Wärme und Freundlichkeit. Das macht das Land und die Begegnungen unvergesslich.  

 

Wadi und Wüste – ein Höhepunkt der Reise  

Unser Busfahrer Ashraf begleitete uns sicher und zuverlässig. Später wechselten wir in komfortable Landcruiser. Unsere Jeepfahrer waren Beduinen – erfahren, ruhig und mit grosser Selbstverständlichkeit in dieser Landschaft unterwegs. Mit Hilfe eines Übersetzungsprogramms ergaben sich immer wieder amüsante kleine Gespräche.  

Im Wadi Bani Khalid spazierten wir entlang der Wasserbecken. Vorne badeten einige noch bedeckt aus Rücksicht auf Einheimische, weiter hinten war normales Badezeug möglich. Kristallklares Wasser, angenehme Temperatur und viel Zeit für ein individuelles Picknick im Schatten – jeder suchte sich sein Plätzchen.  

Danach fuhren wir in die Wahiba Sands. Empfang mit Datteln und Kaffee, dann bezogen wir unsere komfortablen Zelte mit Dusche und Kühlschrank – mitten in der Wüste. Wir besuchten Beduinen, trafen eine Beduinenfrau mit ihren Kamelen und Ziegen und fuhren anschliessend auf eine Düne zum Sonnenuntergang. Goldene Farben, weite Stille – ein unvergesslicher Moment.  

Am Abend erwartete uns im Camp ein feines Essen. Später wurde Musik und Tanz geboten. Am Lagerfeuer unter einem fantastischen Sternenhimmel konnte der Abend genossen werden. Die Ruhe der Nacht in der Wüste war eindrücklich. Das Frühstück am nächsten Morgen überraschte mit einer riesigen Vielfältigkeit und war sehr fein.  

 

Entspannung an der Küste  

Nach diesem intensiven Erlebnis ging es weiter an die Küste ins Boutiquehotel Sifawy. Wunderschöne Zimmer, eine grosszügige Anlage und sehr gutes Essen erwarteten uns für die letzten Tage.  Ein Shuttle brachte uns zum traumhaften Strand mit hoteleigenem Beachrestaurant. Feiner Sand, klares Wasser, bequeme Liegen – perfekte Tage zum Entspannen. Einige genossen ausgedehnte Strandspaziergänge, andere nutzten die Zeit für eine Runde Golf. Ein Abend mit Beach-Buffet und Live-Musik rundete den Aufenthalt stimmungsvoll ab.  

Mit vielen Eindrücken nach Hause

Die Tage vergingen rasch. Eine harmonische Gruppe, viele gute Gespräche und ein engagierter lokaler Guide machten diese Reise besonders angenehm.  Der Rückflug mit einem Tankstopp in Salalah verlief problemlos, und wir kamen gut zuhause an – inklusive kleinem Temperaturschock.  Was bleibt, sind warme Erinnerungen: excellentes Essen, eine prachtvolle Moschee, eine elegante Oper, bunte Souks, historische Forts, klares Wasser im Wadi, goldene Dünen, Sternenhimmel in der Wüste, das türkis-blaue Meer an der Küste – und die einmalige Herzlichkeit der Menschen, die uns überall begegnet ist.  

Eine Reise voller Kontraste – und voller schöner Momente.  

Raji‘ li- Uman qarib, in scha’Allah  

Beatrice Greve

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