Reiseblog

Advent im Schwarzwald mit Patricia Bortolin

Geschrieben von Patricia Bortolin | Feb 12, 2026 12:55:46 PM

Unsere Adventsreise führte von St. Gallen durch den Schwarzwald bis nach Freiburg. Höhepunkte waren die nostalgische Fahrt mit der Sauschwänzlebahn, das Backen der berühmten Schwarzwälder Kirschtorte, stimmungsvolle Weihnachtsmärkte in Hinterzarten und Freiburg sowie verschneite Panoramen und weihnachtliche Lichter. Vier Tage voller Winterzauber, regionaler Spezialitäten und stimmungsvoller Erlebnisse machten diese Reise zu einem unvergesslichen Adventsausflug.

Mitte Oktober erhielt ich die Anfrage, ob ich die Reise Advent im Schwarzwald begleiten kann. Ich habe kurz das Reiseprogramm angeschaut und für mich war sofort klar: Diese Reise werde ich als Reiseleiterin begleiten. Ich liebe den Advent, die vielen Lichter, schöne Dekorationen und die kleinen Weihnachtsmärkte. So habe ich mein Ok ans Büro gemeldet.

Am Samstag, 29. November ging es los. Die Reise startete in St. Gallen. Unser Busfahrer, Ueli, hat dann alle Einstiegsorte angefahren, wo wir unsere Gäste herzlich begrüssen konnten. An der Raststätte Pratteln war unser erster Kaffeehalt. Wir konnten auch die Gäste, welche mit einem sogenannten Zubringer nach Pratteln gefahren wurden, in Empfang nehmen. Nächster Halt Basel, hier sind die letzten zwei Gäste zugestiegen. Nun war der Bus voll und unsere Reise in den Schwarzwald konnte starten. Da der Mensch essen muss, haben wir in Waldshut eine Mittagspause eingelegt und konnten über den ersten Weihnachtsmarkt schlendern.

Um 14 Uhr ging es weiter Richtung Blumberg-Zollhaus. Hier erwartet uns eine schöne Zugfahrt mit der Sauschwänzlebahn. Die Sauschwänzlebahn ist eine historische Museumsbahn im Wutachtal zwischen Blumberg-Zollhaus und Weizen. Die Strecke ist berühmt für ihre einzigartige Streckenführung: Sie «windet» sich mit Kehrschleifen, Tunneln und Viadukten durch das Tal – daher der Spitzname „Sauschwänzlebahn“ (weil sie sich wie ein Schweineschwänzchen kringelt). Eröffnet wurde die Bahn 1890. Als wir ankamen, war der Zug schon bereit und wir konnten unsere reservierten Plätze in Beschlag nehmen. Der Bahnhof und die Waggons waren sehr schön weihnachtlich dekoriert. Und schon ging es los. Wir konnten die wunderschöne Strecke und ein bisschen Nostalgie geniessen. Am Bahnhof Fützen gab es einen 50-minütigen Aufenthalt. Der Bahnhof war auch schön dekoriert, zum Aufwärmen gab es grosse Feuerschalen und für das leibliche Wohl war auch gesorgt, der Glühwein hat sehr gut geschmeckt. Wer wollte, konnte ein Foto mit dem Nikolaus machen. Bevor wir wieder in den Zug stiegen, konnten wir noch einen fantastischen Sonnenuntergang geniessen. Nun ging es wieder zurück nach Blumberg-Zollhaus. Im Sommer fährt die Sauschwänzlebahn bis nach Weizen. Im Winter ist das nicht möglich. In den Tunnels zwischen Fützen und Weizen halten Fledermäuse ihren Winterschlaf. Die Mopsfledermaus ist vor dem Aussterben bedroht und selten. Daher wurde entschieden, dass sie in Ruhe ihren Winterschlaf halten können. Von Blumberg-Zollhaus hatten wir nur noch eine kurze Fahrt ins Hotel, wo wir unsere Zimmer beziehen konnten. Nach einem feinen Abendessen ging es in die wohlverdiente Nachtruhe.

Den heutigen Tag konnten wir gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück starten. Gegen zehn Uhr traf unsere lokale Reiseleiterin Marion beim Hotel ein. Sobald alle im Bus waren, ging es durch den schönen Schwarzwald nach Feldberg. Marion hat uns während der Busfahrt viel Interessantes über die Gegend erzählt. In Feldberg «Zum Gscheiten Beck» wurden wir schon erwartet. Seniorchefin Frau Bizenberger hat uns im Showraum in das Geheimnis der Schwarzwälder Kirschtorte eingeführt. Sie hat dies mit viel Witz gemacht, immer schlagfertig und mit einem lustigen Spruch auf den Lippen. Wir haben viel gelacht. Nach der Präsentation konnten wir ein Stück Torte ausprobieren, dazu gab es einen Kaffee. Die Torte war wirklich sehr lecker. Schon war es Zeit weiterzufahren. Nach einer kurzen Busfahrt haben wir Mittagspause in Titisee gemacht, bei schönem Wetter. Einige haben die Zeit mit einem Spaziergang am See genossen, andere mit einem kleinen Mittagessen.

Kurz vor drei Uhr haben wir uns wiedergetroffen. Unsere Busfahrt führte uns über die Panoramastrasse nach Hinterzarten, St.Peter, Kirchzarten, Himmelreich nach dem Hofgut Sternen. Auch wenn Regen eingesetzt hatte, konnte man die schöne Aussicht erahnen, mit den Nebelschwaden mystische Stimmung. Während der Fahrt hat uns Marion über das Leben in früheren Zeiten im Schwarzwald erzählt. Das Leben in den grossen und schönen Schwarzwaldhäuser, die einst mit Roggenstroh bedacht waren. Auch die Tracht mit den bekannten vierzehn roten Bollen hat sie uns nähergebracht. Beim Hofgut Sternen befindet sich der bezaubernde Weihnachtsmarkt. Unter dem grossen Eisenbahnviadukt (40 Meter hoch) der Höllentalbahn findet man diverse Stände mit regionalen Produkten und Handwerk, Glühwein und andere kulinarische Angebote. Einer der schönsten Märkte die ich kenne, heimelige Atmosphäre, schöner Einstieg in die Weihnachtszeit. Sobald es dunkel wird, kommt die einmalige Stimmung zur Geltung, mit all den Lämpchen, Tannenbäumen und dem beleuchtenden Viadukt! Einziger Wermutstropfen: der Regen. Alles Schöne hat aber ein Ende und schon war es Zeit wieder in den Bus zu steigen, ins Trockene. Ueli hat uns sicher ins Hotel gefahren, wo wir den Tag mit dem Abendessen und gemütlichem Beisammensein beendet haben.

Und schon ist es unser letzter Reisetag. Doch bevor wir die Heimreise antreten, haben wir noch einen Termin in Freiburg im Breisgau. Nach dem Frühstück hiess es Koffer laden, und schon ging es Richtung Freiburg. Die Fahrt durch den Schwarzwald war zum Geniessen. Nebelschwaden, Sonne, angeschneite Hügel, ein Traum. In Freiburg haben unsere lokalen Reiseleiter Udo und Gerd schon auf uns gewartet. Die grosse Gruppe wurde in zwei kleine aufgeteilt und wir konnten den Stadtrundgang starten. Es ging durch die Altstadt und uns wurde die Geschichte von Freiburg erzählt. Freiburg wurde durch die Zähringer gegründet, wie auch Bern, Thun und Fribourg. Am Münster angekommen, hatten wir noch eine «Lesestunde». In früheren Zeiten konnten nicht alle Menschen schreiben und lesen, so wurden die Geschichten mit Statuen, Figuren und Bildern erzählt. Dies ist sehr schön im grossen Portal des Münsters dargestellt. Herzlichen Dank an Udo und Gerd. Jetzt war es aber an der Zeit, den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Um 14 Uhr haben wir endgültig die Heimreise angetreten. Nach mehreren Halt und Verabschiedungen sind die letzten gegen 19 Uhr in St. Gallen angekommen.

Es war eine sehr schöne Reise, mit diversen Highlights. Das Wetter hat mitgemacht.

 

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