Zwischen funkelnden Lichtern, festlichem Duft und winterlicher Rheinlandschaft entführt uns diese Flusseise in die zauberhafte Adventszeit. Auf der Amadeus Cara erleben wir gemütlichen Luxus, kulinarische Highlights und stimmungsvolle Weihnachtsmärkte. Von Koblenz über Rüdesheim und Heidelberg bis nach Strassburg geniessen wir stimmungsvolle Spaziergänge, historische Städte und den vorweihnachtlichen Glanz – begleitet von guter Musik, herzlicher Atmosphäre und dem einzigartigen Charme des Rheins.
Wie sagt man so schön: Der frühe Vogel fängt den Wurm….
Dies gilt auch für unsere Reise: Advent auf dem Rhein! Also machten wir uns frühmorgens auf, um all unsere Gäste an den vereinbarten Orten abzuholen. Es ist kalt und neblig, eigentlich typisches Novemberwetter. Gut, dass wir dem entfliehen können. Die Gäste geniessen den Sitzkomfort und die Wärme im Bus. Die Stimmung ist gut und ab und zu zeigt sich sogar die Sonne. Auch unser guter Kaffee ist gefragt. Ja, wir haben viele Gäste an Bord, die schon einige Male mit uns verreist sind, und sich bestens mit dem Bordservice auskennen. So sind wir dann um 17.00 Uhr in Köln angekommen. Die Schiffscrew erwartete uns schon mit einem herzlichen Lächeln. Unsere Koffer wurden auf die Kabine gebracht, während wir das Check-In machten. Kurze Einführung über das Leben an Bord mit anschliessendem Sekt-Empfang. Wie herrlich ist das denn? Unser Schiff, die Amadeus Cara, ein Traum! Alle sind hellbegeistert. Wow, da werden wir also die nächsten Tage verbringen dürfen. Schon ist es Zeit für das erste gemeinsame Nachtessen; Verwöhnprogramm pur. Kulinarische Leckerbissen auf wunderbar angerichteten Tellern serviert, einfach köstlich. So ging unser erster Tag zu Ende. Gute Nacht und … psst … alles schläft.
Koblenz und Rüdesheim
Nach einem ausgiebigen Frühstück, das keine Wünsche offenlässt, ging’s los. Zu Fuss erkundeten wir die Stadt Koblenz, die sich am Deutschen Eck befindet, wo sich die Mosel und der Rhein vereinen. Michael Flöck, unser lokaler Reiseleiter, hat uns mit viel Schalk und Witz durch das Städtchen geführt. Habt ihr gewusst, dass die «waschechten» Koblenzer Schängel genannt werden? Was es mit dem Schängel auf sich hat, na ja, das erfahrt ihr bei einer nächsten Reise nach Koblenz! Hihihi…
7 Weihnachtsmärkte zelebriert Koblenz. Klein, aber fein, wunderschön dekoriert, jeder ein Besuch wert. Koblenz weiss zu begeistern, und hätten wir etwas mehr Zeit gehabt, wären wir sogar noch auf die Festung Ehrenbreitstein (112 Meter über Koblenz) mit der Gondelbahn gefahren.
Nach diesem ausgiebigen Spaziergang mussten wir uns wieder stärken. Das Mittagessen war angerichtet. Köstlich, ob à la Carte oder am Buffet in der Panoramalounge. Heute passieren wir wohl eine der schönsten Strecken des Rheins. Genannt Romantischer Rhein, weil man auf diesem Streckenabschnitt über 40 Burgen und Schlösser sieht, eingebettet in wunderbare Landschaften. Weinhänge, Wäldchen, Auen.
Auch passieren wir den Loreley Felsen und alle halten Ausschau nach der schönen Maid, die ihr goldenes Haar kämmt und betörend singt. Allerdings haben wir sie nicht gesehen, obwohl wir traumhaftes Wetter, Sonne pur, während der ganzen Passage hatten. So sind wir dann am späteren Nachmittag in Rüdesheim angekommen, wo wir die Gelegenheit nutzten, den schönen Rüdesheimer Weihnachtsmarkt im magischen Lichterglanz zu besichtigen und uns dem vorweihnachtlichen Zauber hinzugeben. Natürlich genossen wir auch den vielgepriesenen Vinzer Glühwein, den Weissen! Das soll der Beste sein.
Heidelberg
Wer hat nicht schon von dieser Universitätsstadt gehört? Sogar mit riesigem Schloss, das oberhalb des Neckars thront. Also, um es kurz zu machen: Heidelberg ist eine charmante Stadt mit schönen Gässchen. Auch hier, alles im wunderbaren Weihnachtskleid. Alles ist mit viel Liebe verziert und was uns begeistert hat, sind die vielen kleinen Boutiquen, die man so bei uns fast nicht mehr findet.
Unsere kundige Führung durch das Städtchen und die Geschichte hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gerne wären wir noch geblieben, aber wir hatten ja noch Speyer auf dem Programm.
Bevor wir uns Speyer widmeten, genossen wir Reiseleiter, Sandra, Hertha und meine Wenigkeit mit unserem Busfahrer ein gemeinsames Mittagessen an Bord der Amadeus Cara. Wie schön, bei einer gemütlichen Tafel über Gott und die Welt zu sinnieren.
Danach machten wir uns wohlversorgt am Nachmittag auf, um Speyer bei einem Spaziergang zu besichtigen. Speyer ist bekannt durch sein imposantes Münster. Natürlich gab’s auch genügend Freizeit, um diesen Weihnachtsmarkt zu erkunden und diverse Weihnachtsgebäcke zu kosten.
Einige der Gäste genossen an diesem herrlich sonnigen Nachmittag lieber das Aussendeck und den aufmerksamen Service der Crew. Andere wiederum benötigten nach all dem Gesehenen eine etwas grössere Siesta … Was immer das Herz begehrte, es war alles machbar. Vor dem Nachtessen fand ein gemütlicher Austausch über das Erlebte des heutigen Tages in der Panoramalounge statt. Cocktails wurden gemixt, es wurde gelacht und gescherzt. Unsere Schiffsband, um genau zu sein ein Duo, begleitete mit dezenter Hintergrundmusik. Nach dem Abendessen jedoch spielten sie so richtig auf. ABBA, Ramazzotti etc. Es wurde getanzt, die halbe Nacht … und dann noch eine Polonaise.
Strassburg
Unsere letzte Station auf dem Rhein. Die Busse standen bereit, um uns an den Place Étoile zu bringen, wo unsere lokalen Guides bereits schon warteten. Was für eine tolle Stadt. Viele verwinkelte Gassen und Kanäle. Besonders begeistert waren viele Gäste von dem District «La Petite France» kleine enge Gässchen mit hübschen Fachwerkhäuschen und wunderbaren Geschäften. Natürlich alles ganz toll geschmückt. Und ja, überall der Geruch von Leckereien, Glühwein, Flammkuchen … Am Morgen besuchten wir die Stadt unter kundiger Führung. Am Nachmittag konnte dann jeder auf eigene Faust nochmals durch das romantische Strassburg spazieren. Einige nutzten die Zeit, um sich mit Delikatessen einzudecken, andere, um auf das Strassburger Münster zu steigen, ganze 330 Stufen …, und andere, um nochmals weihnachtliches Getränk zu kosten, oder die letzten Geschenke zu besorgen. Am Abend war das Gala Dinner angesagt. Alle machten sich besonders hübsch zurecht und die Band spielte besinnliche Hintergrundmusik. Dann stellte der Hotelmanager seine Crew nochmals vor. Es gab tosenden Applaus! Denn ja, diese Crew hat alles gegeben, um uns rundum zu verwöhnen. Prosecco wurde serviert, um nochmals auf die tolle Flussfahrt und all das Erlebte anzustossen, bevor wir ein letztes Mal gemeinsam auf der Amadeus Cara ein köstliches Nachtessen serviert bekamen. Natürlich spielte danach nochmals die Musik in der Panoramalounge auf. Aber ja, auch Kofferpacken, Rechnung begleichen etc. waren angesagt und so gingen die meisten nicht allzu spät zu Bett.
Heimreise
Ein letztes, reichhaltiges Frühstück, herzliche Verabschiedungen, und dann hiess es nicht etwa Leinen los, sondern Bus los Richtung Heimat. Mit vielen schönen Erlebnissen und ja wohl auch etwas Wehmut haben wir den Heimweg unter die Räder genommen. Eines ist sicher, wir kommen wieder….
Silvia Stöckli