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Florenz-Neapel-Amalfi

Bericht vom 20.- 26. April 2017 | Bus Nummer 24

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Es berichtet für Sie unser Reiseleiter

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Daniele Degiorgi

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiter geworden?

Ich bin aus beruflichen Gründen sehr oft gereist und habe die ganze Welt erkundet. Bei Car-Tours und als Bergführer mag ich den Konakt mit Menschen und teile gerne mein Wissen unseren Gästen weiter.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Jede Reise ist ein neues Abenteuer. Ich lerne neues kennen in einer fantastischen Umgebung.

Was unterscheidet Car Tours Reisen von anderen Reisegesellschaften?

Das jede Reise von einem Schweizer Reiseleiter begleitet wird ist ein echter Mehrwert für die Gruppe!

Wohin reist du privat?

Als Bergführer mag ich natürlich die Berge. Ich mache Trekkings in unbekanntere Regionen und geniesse die Natur.

Vedi Amalfi, torna a Sorrento

Es ist morgen früh, wir steigen bei schönstem Wetter in den kleineren italienischen Bus ein. Für diese Saison ist das Wetter noch frisch. Unseren heutigen Chauffeur Nello, ein kleinen Neapolitaner mit lebhaften Augen und einem schlauen Lächeln begrüsst und herzlich, der Bus ist blitz und blank sauber, Nello hat es voll in Griff. Unsere Reiseleiterin Diana kennen wir schon, gestern sie hat uns in Pompeij und Neapel begleitet, ein wahres Genie. Sie weiss einfach alles, über Geschichte, Kunst, Musik, Geographie und kann es in einem perfektes Deutsch und auf humorvolle Art vermitteln.

Nach einer kurze Weile kommen wir aus einem Tunnel und ein wunderbarer Blick eröffnet sich vor uns. Eine Stadt über einem hohen Felsen liegend, – ist das schon Amalfi? – Nein, es ist Sorrento, wir befinden uns immer noch auf der Nordseite der Halbinsel. Das war nur das Einspiel auf alles, was heute auf uns zukommen wird.

Es geht weiter, hoch auf den Berg, einer schmale Strasse mit zahlreichen scharfe Kurven entlang. Nello ist voll beschäftigt, mit dem Steuerrad lenkt er den Bus, mit die Hupe gibt er Warnzeichen und mit den Händen zeigt er den Automobilisten wie durchzufahren ist. Keine Hektik, immer mit dem schlauen Lächeln auf seinem Gesicht. Der Berg ist grün, Zitronenbäume geschmückt mit ihre gelben Früchten, Feigenbäume, Mispel Bäume, Olivenbäume, Rebstöcke, ein Paradies. Bei einem Bauernhof halten wir bei einer Oliven und Zitronen-Plantage. Da hängen Limonen von jeder Grösse, einige so gross wie der Kopf eines Kindes. Wir werden in die Geheimnisse der Olivenölproduktion eingeführt und des Limoncellos. Auf dem Hof treffen wir Maria, sie zeigt uns wie die Mozzarella entsteht, ihre Hände herrschen die Agilität, die nur durch Jahrzehnte dauernde Übung und gesammelter Erfahrung von mehrere Generationen kriegen kann.

Unser Ziel ist aber die Amalfi Küste, noch eine halbe Stunde Fahrt, wieder ein längerer Tunnel und da öffnet sich es, die Costa Amalfitana. Das Licht. Die Küste öffnet sich nach Süden, das Meer nimmt die Farbe des Smaragds. Die Dörfer bestehen aus Häuser, die auf den Felsen wie Schwalbennester kleben. Zuerst Positano, den ehemaliger Fischerdorf der John Steinbeck so meisterhaft beschrieben hat: „Positano bites deep. It is a dream place that isn’t quite real when you are there and becomes beckoningly real after you have gone.“ („Positano geht unter die Haut. Es wirkt nicht real, wenn du dort bist, und es wird verlockend real, wenn du gegangen bist.“) Keine Strassen, nur ein Treppen Labyrinth, der die 200 Meter hohe Differenz zwischen der Strasse oben und dem Meer unten verbinden. Sogar der Friedhof liegt oben, mit besten Aussicht auf einen Felsenvorsprung.

Die Fahrt geht weiter, es wird wärmer, der Verkehr nimmt zu. Nello ist immer öfter mit seinen Multitasking Aktivitäten beschäftigt. Dieses Auto muss ein bisschen zurück, die andere sollte sich bitte besser einreihen…. Hupen, winken, weiter fahren. Die Dörfer reihen sich über die Küste wie ein weisses Perlencollier, Vettica, Praiano, Tovere und endlich Amalfi.

Amalfi, die Seerepublik, die im 10. Jahrhundert den Aufstieg zu einer der führenden Mächte Italiens gelang. Amalfi, die auf Augenhöhe mit Bisanz, Venedig und Genua sprach. Amalfi, die, die erste Seerechtskodifikation Italiens entwickelte. Amalfi ist heute ein kleines Dorf, dass auf der schönsten Küste der Welt liegt, aber was für eine Schönheit! Bei einer kurzen Schifffahrt erblicken wir die volle Pracht dieser kleinen Stadt. Hier liegen die Villas der Prominenten der 70ger Jahren, Sofia Loren, Moët Chandon, Jacqueline Kennedy. In der kleinen Altstadt sind die mit Häusern überbauten Bogengänge (supportico), unter denen es im Sommer angenehm kühl ist. In den Strassen und auf dem Platz schicke Restaurants, Gelaterie, Kaffees, schöne Kleider, viele Touristen. Aus der alten Macht bleibt nur noch der Dom Sant Andrea. Er wirkt dominant über dem Platz, 72 Stufen führen die Freitreppe hoch, seine Mosaikfassade, sein Tor aus Bronze der noch in Konstantinopel erstellt worden ist, der Kreuzgang und die Krypta mit der Reliquie des Heiligen Andreas.

Ein Tag, tausend Emotionen, Amalfi …. und noch ein neapolitanisches Lied „Torna a Sorrento“

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