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Wintertraum Lappland

Bericht vom 14. – 18. Januar 2022                     

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Karin Bösch

Wintermagie Lappland

Um die Magie zu spüren, machen wir uns auch dieses Jahr auf in den Hohen Norden. Ziel Kittilä oder wohl besser bekannt unter dem Namen Levi. Das grösste Wintersportgebiet in Finnland. Dieses hübsche kleine Dorf mit dem grossen Skigebiet, heisst uns schon am ersten Abend mit Polarlichtern willkommen. Das freut natürlich die Gäste sehr, da dies doch für viele der Grund ist, hierher zu reisen. Aber es gibt noch soviel mehr zu entdecken, erleben und zu geniessen. Also packen wir es an.

Zuerst mal müssen wir uns aber mit dem Thermoanzug und den Schuhen sowie Mütze und Handschuhe eindecken. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese perfekte Winterausrüstung bis zum letzten Tag behalten dürfen. Ja, obwohl die Kälte trocken ist, sind so Minus 12-19 Grad nachts durchaus üblich.

Der erste Spaziergang durch das Dorf Levi zeigt uns, dass hier viel los ist. Restaurants, Cafés und natürlich viele Shops machen das Bummeln zum Vergnügen. Die Tage sind kurz, mit ca. 4 Stunden Tageslicht und bei schönem Wetter noch 2 weitere Stunden Dämmerung, hat man viel zu tun. Aber genau diese Dämmerung ist die Magie, von der alle sprechen. Es ist ein silbernes Licht und das ganze Land leuchtet. Der Himmel wechselt von rosa zu pink und dann zu violett und man kann nicht aufhören, dieses Leuchten anzuschauen. Es wird geknipst und geknipst. Es werden Sonnenuntergänge fotografiert um 13.30h und überall ist dieser herrliche Schnee und auch die Bäume sind dick verschneit. Man muss sagen, magisch.

Nach dem frühen Abendessen machen wir uns auf den Weg ins Snow Village, das Schneehotel. Wir fahren durch den tiefen, verschneiten Wald und selbst im Dunkeln können wir uns dem Reiz dieser speziellen Gegend nicht entziehen. Dieses Hotel wird jedes Jahr wieder neu aufgebaut, und zwar aus Tonnen von Kunstschnee und glasklarem Eis aus den umliegenden Flüssen. Das Motto dieses Jahr lautet Zukunft, oder vielleicht eher Aufbruch. Auch das Hotel hatte die letzten zwei Jahre zu kämpfen. Wir nehmen Platz im Restaurant aus Eis und Schnee, spazieren durch die meterdicken Mauern und Räume, besuchen die Eisbar und landen beim Raumschiff. Wir nehmen Platz auf den Stühlen aus Eis und werden entführt in die 10 Zimmer, die alle unterschiedlich gestaltet sind. Es wird mit Licht und Farben sowie mit Motiven gespielt. Wir treffen schaurige Aliens, riesige Astronauten und futuristische Wesen. Obwohl wir alle von der Arbeit und dem speziellen Motto begeistert sind, möchte eigentlich niemand bei den minus 5 Grad hier schlafen. Zwischendurch wird immer wieder der Himmel kontrolliert, aber es schneit, also heute keine Polarlichter. Wir wärmen uns deshalb am Feuer in der Kota, einem typischen Samenzelt auf und heisser Beerensaft sowie ein Heidelbeer-Schnaps gehören zu diesem Abend.

Mit vielen Fotos und tollen Eindrücken schlafen alle herrlich und sind am morgen wieder fit für das nächste Abenteuer. Heute ist eigentlich ein freier Tag, aber wir fahren zu den Rentieren. Eine Rentier-Schlittenfahrt gehört hier einfach dazu und ist nach dem Neuschnee noch romantischer. Wir erfahren viel über die Lebensweise der Samen und ihren Tieren. Ein wunderbarer Ausflug, der wiederum die Natur, die Ruhe und das fantastische Licht perfekt inszeniert. Ja, und als wir auch noch die kleinen Rentiere füttern dürfen, muss ich wirklich aufpassen, dass nicht plötzlich eines fehlt oder ein Gast hierbleiben möchte.  Gerade heute gehen wir zum grossen Rentier-Fest, also wieder in eine typische Kota der Samen und werden da mit einheimischen Spezialitäten verwöhnt und natürlich darf das sehr gutschmeckende Rentierfleisch nicht fehlen. Ein gemütlicher Abend, wo viel über diese so eindrückliche Reise und den Erlebnissen geplaudert wird.  Aber der Tag ist noch nicht vorbei, heute ist wiederum Polarlichter jagen angesagt. Einen Spaziergang durch den tief verschneiten Wald, vorbei an Blockhäusern. Meine Polar-App schickt einen Alarm am andern, aber wir sehen keine. Ah doch, tatsächlich der milchig weisse Streifen erscheint am Horizont und es gibt noch einige tolle Aufnahmen. Nicht so gross und tanzend, wie wir es gerne hätten, sondern eher schüchtern, klein und fein. Ja, die Polarlichter sind eine launische Sache und sie zu finden, oft eine Herausforderung.

Und wieder ein Tag der uns alle verzaubert hat.

Heute ist sicher der Höhepunkt für unsere Gäste. Wir werden Hundeschlitten fahren. Die Voraussetzungen sind nicht ideal, zu viel Neuschnee und bei der zweiten Gruppe war es zu warm. Aber wir freuen uns trotzdem und werden nicht enttäuscht. Wir hören die Hunde schon von weitem Bellen, sie freuen sich auf das Laufen und den Schlitten.  Wir hören gespannt den Anweisungen und der Einführung zu. Einer lenkt den Schlitten, einer sitzt im Schlitten. In der Mitte wird gewechselt. Wir lernen die Zeichen, wie man schnell bremst und das man in der Kurve die Hunde unterstützen kann. Auch hier wird es den Gästen ein bisschen mulmig, ob sie das schaffen. Aber es ist wirklich eine so tolle Erfahrung und als sie die Schlitten und die Hunde sehen, sind alle Zweifel wie weggewischt. In einem ziemlichen Tempo rennen die Hunde los und wir geniessen die Fahrt auf der perfekt präparierten Piste über die Weite Ebene und durch den Wald. Wir fahren Kurven, es geht bergauf und runter und zwischendurch muss auch mal angehalten werden. Etwas vom eindrücklichsten, was man erleben kann. Zu schnell sind die 5 km vorbei und wir sind wieder im Hunde-Camp. Endlich dürfen wir die Hunde knuddeln, streicheln und natürlich fotografieren. Bei heissem Beerensaft erfahren wir viel über die Huskies, wie diese Hunde ja genannt werden. Also Husky ist keine Hunderasse, sondern eine Berufsbezeichnung. (Der Hund der den Schlitten zieht). Wir trinken wieder mal heissen Beerensaft und jeder meiner Gäste und auch ich sind einmal mehr so berührt von dieser Erfahrung.

Natürlich haben wir viel noch zusätzlich gemacht. Fast jede freie Minute sind wir wandern und spazieren gegangen, sei es am Tag oder in der Nacht. Hoch mit der Bahn zum Panorama-Hotel und dann entlang der tollen Ferien-Blockhäuser, dem zugefrorenen See wieder zurück. Einige Gäste fuhren mit dem Motorschlitten in der Nacht raus und durften über den riesigen See «rasen», auch dies ein einmaliges Erlebnis. Der Aufenthalt ist für alle viel zu kurz und wir möchten noch länger bleiben. Aber bereits am nächsten Tag heisst es wieder Abschiednehmen von diesem Ort, der uns wirklich verzaubert hat. Die Magie hat gewirkt und wirkt immer noch. Herzlichen Dank an  beide Gruppen, die so wunderbar harmonierten. Wir hatten so viel Spass. Auch mir werden diese beiden Reisen lange in Erinnerung bleiben.

Karin

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