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Venedig, Verona & Mailand mit Cornelia Scalenghe

Bericht vom 8. – 11. Juli 2022| Bus Nummer 1                              

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Venedig, Verona & Mailand mit Cornelia Scalenghe 1

Cornelia Scalenghe

Venedig, Verona & Mailand

„Sag mir nicht, wie alt du bist oder gebildet du bist, sag mir, wohin du gereist bist und was du weißt.“
(Mohammed)

Meine heutige Reise freut mich ganz besonders, denn es geht nach Verona zu den Opernfestspielen, welche dieses Jahr fast wieder im gewohnten Rahmen stattfinden. Mit allen Tickets im Koffer beginne ich die Reise zusammen mit meinem Chauffeur Arun. Nachdem wir alle Gäste eingeladen haben, fahren wir Richtung Süden, in die wohl stylischste und eleganteste Stadt Italiens, nach Mailand. Hier findet man die perfekte Mischung aus Glamour und Eleganz der Modewelt, aber auch charmante Kopfsteinpflasterstraßen, Geschichte, Kultur und Künstler der Antike und modernen Zeit. Wir steigen bei der Festung Sforzesco aus und schlendern gemeinsam bis zum Domplatz, wo wir direkt vor dem Wahrzeichen der Stadt ankommen, dem Mailänder Dom. Das wohl bedeutendste Werk der gotischen Baukunst Italiens. Mit seinen über 3000 Statuen, den farbig gestalteten Glasfenstern, den zahlreichen Verzierungen dominiert er den ganzen Platz. Unter der Herrschaft der Viscontis begonnen, dauerte seine Vollendung über 500 Jahre und hat wohl so einige Baumeister überlebt. Wer Lust hat kann die über 200 Stufen auf die Domterrasse hochlaufen, oder ganz gemütlich den Aufzug benutzen und ist dann mittendrin in den Spitzen aus Figuren und Ornamenten und geniesst einen atemberaubenden Blick über die Dächer Mailands.

Doch das ist nicht das Einzige, was die Stadt zu bieten hat. Mailand gilt als “Hauptstadt” des Nordens und ist sicherlich Italiens größte Industrie- und Handelsstadt. Darüber hinaus ist sie weltbekannt- für Mode, Musik und mit der Galleria Vittorio Emanuele verfügt sie über die wohl die älteste Einkaufspassage der Welt. Diese besteht aus vielen kleinen Cafés, Restaurants und Geschäften und wird deshalb von den Mailändern liebevoll der „salotto“ genannt. Was meine Gäste aber unbedingt machen müssen:

Der Fußboden des Achtecks der Galerie ist von einem Mosaik geschmückt, das einen Stier darstellt. Der Tradition nach sollen Touristen und Bürger auf seinen Hoden dreimal um die eigene Achse mit einem Fuß drehen. Die Legende besagt, dass dieses Ritual viel Glück bringt. Oder einen Aperitif im Camparino, wo der italienische Aperitif geboren wurde. Camparino wurde 1915 unter der Leitung von Gaspare Campari eingeweiht und ist der bevorzugte Ort für diejenigen, die in die wahre Atmosphäre von Campari und seinen Ursprüngen eintauchen möchten, der einen Blick in die Zukunft war. Zwar ist es hier nicht ganz günstig, doch man hat einen Gratisblick auf die elegante Gesellschaft der Stadt. Wer noch etwas Zeit hat, kann gemütlich durch die Galerie schlendern und steht dann bald darauf vor dem weltberühmten Opernhaus, die Mailänder Scala; von außen ehrlich gesagt nicht sehr spektakulär, doch gilt es als eines der bekanntesten und bedeutendsten Opernhäuser der Welt.

Doch genug meiner Erklärungen; so viel Zeit haben wir eigentlich gar nicht; ein paar Stunden nur müssen reichen, um einen kleinen Einblick in diese Stadt zu bekommen. Die Zeit vergeht wie im Flug, doch momentan ist es so heiß in Italien, dass wohl alle froh sind, in den von Arun schön gekühlten Bus einzusteigen und den letzten Teil unserer Anfahrt Richtung Vicenza in Angriff zu nehmen.

„Vielleicht habe ich Angst, Venedig zu verlieren, wenn ich darüber spreche „

Marco Polo

Am nächsten Morgen erwartet uns die romantische Lagunenstadt Venedig. Ich bin erstaunt, wie viele meiner Gäste noch nie dort waren und bin mir so ziemlich sicher, dass sie heute Abend begeistert zurückkehren werden; denn Venedig ist einmalig. Man mag sich an den vielen Touristen stören, aber nirgends auf der Welt findet man die Einmaligkeit dieser Stadt. Mit einem Boot gleiten wir über den Canale Grande Richtung Piazza San Marco. Hier treffen wir auf unsere zwei Stadtführerinnen Lucia und Maria, die uns sofort mit ihren Erzählungen in ihren Bann ziehen. Ein wirklich interessanter Spaziergang durch die verwinkelten Straßen und Gassen und die 2 Stunden vergehen im Flug. Es ist nicht ganz einfach, die Gruppe zusammen zu halten und irgendwann vermisst Luisa ihren Mann, doch zum Glück gibt es Handys und nach etwas Verständigungsschwierigkeiten haben sich alle wiedergefunden und es ist Zeit, sich etwas zu entspannen. Der Canale Grande mit der Rialto Brücke ist eine Pracht, wer aber neugierig ist, was sich in den dichten Vierteln dahinter verbirgt, wird die Freuden des venezianischen Lebens entdecken. Man muss sich auf das bunte Treiben Venedigs einlassen und wie die Venezianer, erstmal zur Ombra (einem Gläschen) in einem der traditionellen Bacari (Weinschänken) einkehren. Das wird zu jeder Tageszeit zelebriert, morgens kommt der Arbeiter und Markthändler vorbei, später der Rentner, Student und Dottore. Zur Ombra gehören die Cicheti (auch Cicchetti), Venedigs berühmte Appetithäppchen. Als ich meine Gäste am frühen Abend wieder treffen, sind alle begeistert von dieser Stadt. Einige haben eine Gondelfahrt unternommen, andere Taschen, Schuhe, oder ein anderes Souvenir gekauft, gegessen, getrunken und die Zeit genossen.

Nach unserem 20-minütigen Bootstransfer, fährt uns Arun zurück zu unseren Hotels. Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass meine Gäste auf dieser Reise die Hotelkategorie auslesen konnten und das gibt auch Anlass, zu lustigen Gesprächen und Vergleichen. Wenn meine Gäste diesen Bericht lesen und ich den morgendlichen Kaffee erwähne, werden sie wissen, was ich meine, aber das ist ein „Insider“ nur für meine Gäste…

 

„Wo die Sprache aufhört, fangt die Musik an“

 E.T.A. Hoffmann

Am nächsten Morgen können wir ausschlafen und unseren Tag ganz langsam angehen. Nach einem freien Vormittag treffen wir uns gegen Mittag zur Abfahrt in die Provinzhauptstadt Verona, die Stadt der Liebe. Doch die Provinzhauptstadt hat einiges mehr zu bieten als Kitsch und Liebesbekundungen. Verona bildet mit seiner wunderschönen Altstadt den perfekten Auftakt für den heutigen Abend und die Oper Nabucco. Wir werden eine Neuinszenierung von dem französischen Regisseur Bernard Arnaud sehen, eine moderne Inszenierung, die sicherlich nicht ganz einfach zu verstehen ist. Arnaud Bernard thematisiert in seiner Interpretation des „Nabucco“ die sogenannten Cinque giornate di Milano, die zu Deutsch: fünf Tage von Mailand. Bernard hat Verdis Nabucco von jedem biblischen Bezug befreit. Kein jüdisches Volk, kein jüdischer Hohepriester, kein babylonischer König und kein König von Jerusalem. Aus Zaccaria wird der italienische Befreiungsheld Mazzini, aus Ismael wird ein italienischer Soldat, und aus Fenea, der Tochter Nabuccos, wird eine österreichische Prinzessin. Und Nabucco tritt mit einem auffälligen Backenbart auf, der an den österreichischen Kaiser Franz Joseph erinnert. Regisseur Arnaud Bernard wagt mit seiner Neuinszenierung des „Nabucco“ das schier Undenkbare im eigentlich operntraditionalistischen Italien. Mal sehen, wie das bei meinen Gästen ankommen wird.

Bevor Arun und ich unsere Gäste aber in die Stadt fahren, überraschen wir  sie mit einem kurzen Abstecher zu einem tollen Aussichtspunkt, zur Klosterkirche „Santuario di Madonna di Lourdes“. Man erlebt hier einen fantastischen Ausblick über die ganze Stadt. Danach fahren wir zum Busparkplatz am „campo marzo“, wo ich dann meine Gäste bis ins Zentrum der Stadt begleite, nämlich zur piazza Bra mit der beeindruckenden Arena. Schnell fühlt man sich an das Colosseum in Rom erinnert. Die Arena in Verona wurde jedoch schon ein halbes Jahrhundert vor dem vermutlich bekannteren Monument in der italienischen Hauptstadt errichtet. Von hier gelangt man über die Via Mazzini zu Veronas wohl bekanntester Sehenswürdigkeit – der Casa di Giulietta. Dementsprechend viel ist bereits auf dem Weg zum Innenhof los, in dem sich dann zahlreiche Touristen tummeln, um Julias Balkon zu fotografieren und Liebesbriefe an den Wänden anzubringen.

Ebenfalls beeindruckend ist die Piazza delle Erbe, die von mehreren Palazzi und Gebäuden umgeben wird. Hingucker ist natürlich der Torre dei Lamberti, der 84 Meter hohe Turm gilt ebenfalls als Wahrzeichen der Stadt. Also meine lieben Gäste, buon divertimento! Die Oper beginnt pünktlich um 21.00 und an diesem sehr lauen Abend können wir uns einfach zurücklehnen und die Aufführung genießen. Zurücklehnen ist zwar in der Arena etwas übertrieben, denn die Plätze sind nicht sehr komfortabel, diese sind keineswegs mit einem Opernhaus zu vergleichen, denn nur die vordersten Plätze sind ein wenig gepolstert. Dafür kann man sich als kleine Erinnerung für ein paar Euro ganz hübsche Sitzkissen kaufen und den Abend etwas komfortabler verbringen. Nach Mitternacht geht der fantastische Abend zu Ende. Am nächsten Morgen können wir gemütlich ausschlafen, frühstücken und gestärkt gegen Mittag die Heimreise antreten.

Meine lieben Gäste, vielen Dank und arrivederci!

Verabschieden bedeutet auch, sich auf die nächste Begegnung zu freuen.“

 

Cornelia Scalenghe

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