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Trüffelfest in der Toskana

Bericht vom 22. – 26. November 2017 | Bus Nummer 11

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Steffy Wunderlich

Die grösste Sehenswürdigkeit ist die Welt—sie sie dir an!!

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiterin geworden?
Wie bist du Reiseleiterin geworden?

Durch meine Kollegin Gisela Jähn. Sie arbeitet schon einige Zeit bei Cartours.

Was zeichnet dich als Reiseleiter aus?

Meine gute Laune und grosse Einsatzbereitschaft-immer das beste für die Kunden „rauszuholen“.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Zur Zeit Venedig. Ich bin einfach jedesmal überwältigt von dieser geheimnissvollen Stadt mit ihren hunderten Gassen. Man kann bei jedem Besuch etwas neues entdecken und kann nie sagen, man kennt schon alles.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Gute Laune, gute Vorbereitung, gute Zusammenarbeit mit Chauffeur.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Bei einem Aufenthalt in Venedig liessen sich ein paar Gäste von einem Cartoon-Maler malen. Aber ich musste es als Erste auf den Stuhl des Künstlers. Es wurden Tränen gelacht. Später wurden die Kunstwerke im Bus herumgezeigt. Ein Gaudi. Das Bild hängt als schöne Erinnerung in meiner Wohnung.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Es gibt immer wieder schöne Komplimente von den Gästen. Das schönste ist jedoch am Ende eines jeden Tages ein Lächeln auf den Gesichtern unserer Gäste.

Trüffelfest in der Toskana

Eine Reise in den Spätherbst

In Basel, unserem ersten Einsteigeort ist es noch sehr kalt am frühen Morgen. Unser Chauffeur Paul und ich begrüßen die ersten Gäste und wir starten mit dem Doppelstock-Bus vom Zerzuben in Richtung Zürich, Pfäffikon und Sargans.

In Sargans machen wir die erste Pause im Hotel Post. Das mit so viel Herz und Freundlichkeit geführte Haus besuchen wir sehr gerne. In Sargans bringt uns der Zubringer-Bus noch Gäste von Winterthur, Wil und St.Gallen und es geht noch zum Bahnhof. Jetzt sind wir komplett und wir können die Reise antreten. Unsere Gäste freuen sich trotz des frühen Aufstehens sehr auf die Toskana. Über das sonnige Domlegsch, Richtung San Bernardino Tunnel bis nach Mailand verläuft die Fahrt sehr gut und auch im Sonnenschein. Dann setzt in der Po-Ebene, dem Reisanbaugebiet Norditaliens, der typische Nebel ein der uns eine Weile begleitet. Man darf ja nicht vergessen, das wir Winter haben, auch hier in Norditalien. Gegen 18 Uhr haben wir Montecatini Terme erreicht und unsere Gäste freuen sich auf einen Spaziergang durch die weihnachtlich geschmückte Stadt. Mit dem Nachtessen im Hotel Reale schließen wir diesen ersten Reisetag heute ab.

Guten Morgen aus Montectini Terme. Der Ort mit seinen 20.000 Einwohnern erwacht langsam. Montecatini ist seit langem ein Thermalort. Durch die Bäder, in denen man Badekuren sowie auch Trinkkuren mit dem Thermalwasser machen kann, wurde der Ort weltweit bekannt und beherbergt sehr viele Feriengäste in den ca. 150 Hotels. Am Ende des Kurparks liegt die Talstation der Standseilbahn, die hinauf nach Montecatini Alto fährt. Montecatini Alto war bis 1905 Sitz der Gemeinde. Unser Weg führt uns heute in die wunderschöne Stadt Siena. Wir werden begleitet von Gabriella unserer Ganztags-Guide. Es begleiten uns 2 Stadtführerinnen auf einer Stadtführung durch die Gassen von Siena. Bei einer Gruppe von 75 Gästen ist es besser, die Gruppe in 2 zu teilen. Siena gehört mit seiner historischen Altstadt seit 1995 zum UNESCO Welterbe. Die Universität Siena, gegründet 1240 gehört zu den ältesten Universitäten Italiens. Siena ist ebenso bekannt für den Palio di Siena, einem Pferderennen, das am Piazza del Campo ausgetragen wird. Bei diesem Rennen, das seit dem Mittelalter eine große Bedeutung hat, treten 2x im Jahr jeweils 10 Contrade ( Bezirke) der Stadt an. Am Nachmittag fahren wir in das Chiantigebiet und besuchen das Weingut Aiolo. Dort können unsere Gäste den bekannten Chianti probieren sowie Salami und Käse. Die Runde ist gemütlich und lustig und zum Abschluss des schönen Nachmittags wird noch ein wenig für den heimischen Weinkeller eingekauft. Es geht zurück nach Montecatini Terme und viele Gäste nutzen die milden Temperaturen noch für einen Spaziergang.

Tag 3 in der Toskana beginnt mit etwas Nebel, aber die Sonne gewinnt im Tagesverlauf die Oberhand. Wir sind gut gelaunt auf dem Weg nach Florenz-in die Wiege der Renaissance. Zahlreiche namhafte Künstler kommen mit Florenz in Verbindung: Leonardo da Vinci, Michelangelo, Galileo Galilei. Die historische Innenstadt wurde 1982 zum Weltkulturerbe erklärt und sorgt damit für ein enorm großes Besucheraufkommen jedes Jahr. Bei einer sehr interessanten Stadtführung mit LG Marta und Sylvia lernen wir Florenz etwas näher kennen. Es geht vorbei an der weltbekannten Kathedrale Santa Maria del Fiore mit einer stattlichen Höhe von 114m, der Franzikanerkirche Santa Croze, die im Jahr 1295 ihre Grundsteinlegung gehabt haben soll ( Historiker können nur vermuten) über den Piazza della Republica-dort befand sich in der römischen Zeit das Stadtzentrum von Florenz. Wir enden schließlich um viele Informationen reicher an der Ponte Vecchio- der ältesten Brücke über den Fluss Arno. Die Brücke gilt als eine der ältesten Segmentbogenbrücken der Welt und wurde 1345 fertig gestellt. Heute befinden sich auf der Brücke ein Juweliergeschäft an das andere gereiht. In der freien Mittagszeit heißt es: gut essen, shoppen und sicher auch das ein oder andere Gebäude/ Kirche nochmal genauer anschauen.

Unsere Gäste nehmen Abschied von Florenz und nach einer kurzen Fahrt treffen wir am Weingut Il Poggio in Montecarlo ein. Das Weingut liegt in der Luccesischen Hügellandschaft unweit von Colodi-dem Geburtsort von Pinochio. Auf dem Gut gibt es viel über die Wein-und Olivenölherstellung erklärt und es wird Platz genommen zum typisch toskanischem Nachtessen mit Wein und Musik. Und der Abend hätte noch lange dauern können, war es doch so gemütlich. Es wurde gelacht und getanzt zur italienischen Musik. Vielen Dank an das Weingut Il Poggio, das wir hier immer so gut bedient werden. Die kurze Fahrt ins Hotel verlief mit einem „Schunkeln“ zur Musik im Bus.

Unser letzter Tag in der Toskana bricht an und die Wettervorhersage tönt gar nicht so schlecht. Gabriella, unsere Local Guide wird uns heute wieder begleiten. Alle freuen sich und sind gut gelaunt, denn es geht heute endlich zum Trüffelmarkt nach San Miniato. Vorher fahren wir jedoch nach Lari, einem kleinen Bergdorf auf 130 müM. Das Dorf hat knapp 1300 Einwohner und wohl eines der schönsten Standesämter der Toskana im Castello di Lari, das schon im 12. Jahrhundert eine wichtige Rolle für die toskanischen Machtverhältnisse spielte. Wir besichtigen die kleinste Pastafabrik „Martelli“ der Toskana mit gerade mal 8 Angestellten, die es seit 1926 gibt. Luca Martelli erklärt uns die Pasta Produktion. Ebenso können wir in einer Bar den hier typischen Kirschlikör probieren. Nach einem kurzen Aufenthalt kommen unsere Gäste mit vielen Einkaufstüten wieder zum Bus. Ein bisschen Italien für zu Hause-das muss einfach auch sein… San Miniato-hier steht heute alles im Zeichen des Trüffels. Der alljährliche an 3 Wochenenden im November stattfindende Trüffelmarkt lockt Besucher von nah und fern an.

Bei einem gemütlichen Stadtrundgang mit unseren Local Guide Agneta und Franz gibt es nicht nur geschichtliche Informationen sondern auch alles wissenswerte rund um den Trüffel. Die weißen Trüffel aus der Toskana sind eine Delikatesse und haben dieses Jahr einen sehr hohen Preis da es wegen der Trockenheit wenige gibt. Es gibt natürlich nicht nur die Knolle Trüffel sondern auch viele andere Produkte mit Trüffel: Öl, Salami, Honig…

Die Sonne strahlt vom Himmel und wir können diesen Tag auf dem Markt so richtig genießen. Chauffeur Paul und ich hatten uns für diese Reise eines vorgenommen: kein Regen in der Toskana. Waren wir doch so viele Male mit Unterkunft in Montecatini dieses Jahr mit Cartours und es hat nie einen Tropfen Regen gegeben. Die Toskana hat sich von Ihrer schönsten Seite gezeigt an diesen Frühwinter-Tagen.

Am letzten Abend im Hotel angekommen begann es dann doch zu regnen… hatten wir ein riesen Glück…

Danke an Paul für diese tolle Fahrt in die Toskana. Es ist schön, solch ruhigen und erfahren Chauffeur am Lenkrad zu haben. Und auch vielen Dank an meine lieben Gäste für Euer Lachen. So ist es auch für mich immer wieder ein Vergnügen mit Euch zu reisen.

Allen unseren treuen car-tours Gästen, Chauffeuren, Reiseleitern, Local Guide und Hoteliers eine besinnliche Adventszeit, schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

Eure Steffy

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