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Superaktion Sardinien

Bericht vom 20. – 25. Mai 2019 | Bus Nummer 39

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Scalenghe Cornelia

Cornelia Scalenghe

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. – Antoine de Saint-Exupéry

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiter geworden?

Schon in meinem früheren Beruf als Flight Attendant (Flugbegleiterin) hat mich das Reisen fasziniert und nach einer 10-jährigen Pause hat mich die Lust wieder gepackt , etwas in dieser Richtung zu arbeiten.

Was zeichnet dich als Reiseleiter aus?

Herzlichkeit

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Unvoreingenommenheit

Neugier

Gute Laune

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

An etwas ausgesprochen Lustiges kann ich mich gar nicht erinnern, doch an viele schöne Momente, die ich mit meinen Gästen verbracht habe; die Dankbarkeit die man spürt, wenn die Gäste beim „adieu“ sagen „es sich super gsii“.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Es erstaunt mich immer wieder wenn ich sehen, das die Gäste während einer Reise Freundschaft schliessen, Menschen die sich im Alltag wohl gar nicht kennenlernen würden; jung und alt, bunt gemischt…

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Grosse Sardinien – Rundreise

8 Reisetage ab Fr. 1199.-

Reisedaten:

18. – 25. April 2020
10. – 17. Mai 2020
20. – 27. September 2020
4. – 11. Oktober 2020

Costa Smeralda - Sardinien

Sardinien ist ein wahres Paradies – türkisblaue Buchten, feinsandige Strände, atemberaubende Panoramastrassen und fantastische Schätze aus der bewegten Vergangenheit. car-tours.ch hat für Sie die Insel intensiv bereist und tolle Leistungen zu einer herrlichen Rundreise kombiniert, die Ihnen nicht nur den bekannten Norden, sondern auch den wunderschönen Süden näherbringt.

Superaktion Sardinien

„Nimm dir Zeit und verschwende sie mit tollen Menschen“

Heute Morgen ist mein Lächeln doch etwas verhalten, denn es ist 4.50h morgens und es regnet in Strömen, als ich meine ersten Gäste in Thun begrüße. Doch aus Erfahrung weiß ich, der erste Eindruck zählt und fröhlich gehe ich auf meine Gäste zu, die mich in verschiedenen Einsteigeorten erwarten.

Eine aufgestellte offene Gruppe und wir freuen uns alle auf Sardinien. Unser Chauffeur Rolf Dirren fährt tapfer durch den Regen und wir hoffen sehr, dass die Wettervorhersagen bestätigen werden, die auf Sardinien schönes Wetter vorhergesagt haben. Wer fährt schon in den Süden und erwartet Regen?

Wir kommen gut voran und haben genügend Zeit, die Formalitäten für die Einschiffung zu erledigen. Auf der Fähre essen die meisten noch eine Kleinigkeit, doch dann verschwinden alle ganz schnell und müde von dem langen Tag in ihren Kabinen. Die Überfahrt verläuft sehr angenehm denn das Meer ist ruhig und am frühen Morgen werden wir im Golfo Aranci von strahlendem Sonnenschein und Reiseleiter Tiziano begrüßt.

Gleich geht’s los Richtung Costa Smeraldo. Tiziano ist bestens gelaunt, obwohl es erst 8.00 morgens ist. Das wir sogleich ins italienische Leben eingestimmt sind, singt uns Tiziano mit seiner wirklich tollen Stimme auch gleich ein Lied. Die Stimmung ist bestens und wir beginnen mit einem kleinen Spaziergang in Porto Cervo. Der kleine Ort ist mit seinem schmucken Hafen ist noch völlig verschlafen, doch das wird sich in den nächsten Monaten gewaltig ändern, denn bald beginnt auch hier die Saison, doch wir genießen die Ruhe und das herrliche Wetter.

Weiter in Porto Rotondo ist es schon lebhafter. Wer von meinen Gästen lieber die gemütlichere Variante möchte, kann sich im Städtli mit einem kleinen Zügli herumfahren lassen; wir anderen laufen ins Zentrum und Tiziano zeigt uns, warum es hier Costa Smeralda, also Smaragdküste heißt. Unglaublich klares türkisfarbenes Wasser und feine weiße Sandstrände überall und man hat das Gefühl, irgendwo in der Karibik zu sein. Das VIP-Gefühl bleibt ebenfalls nicht aus, denn hier findet man die edelsten Boutiquen und wir Damen lassen unsere Augen schon mal an den Schaufenstern vorbeischweifen. Und mit den Augen bleibt es auch, denn auch die Preise sind sehr „edel“.

Aber einen feinen Cappuccino oder Apero gönnen wir uns jetzt. Nach etwas Freizeit fahren wir weiter nach Baia Sardinia, eine etwas günstigere Variante der Costa Smeralda . Die ersten „rennen“ zum Strand und andere essen gemütlich irgendwo zu Mittag. Die Auswahl ist groß und wer Fisch und Meeresfrüchte liebt, hat die Qual der Wahl..

Am Nachmittag chauffiert uns Rolf weiter nach Castelsardo, ein schmucker kleine Ort im Norden Sardiniens. Es hat eine bezaubernde Altstadt und die nur über Treppen und schmale Gassen erreichbar ist. Autos haben hier keine Chance. Es bietet sich uns ein herrlicher Blick auf das Meer und von weitem können wir sogar die Südspitze Korsikas erkennen. Auch Frieda, immerhin 94 Jahre jung , spaziert mit ihrem Sohn Treppen hoch und hinunter und lässt es sich nicht nehmen, auch die hinterste Ecken zu erkunden.

Andere zeigen da schon weniger Ausdauer und ich treffe Heinz schon nach kurzer Zeit beim Bierchen… eine wirklich sympathische aufgestellte Gruppe, meine Gäste.

Angekommen im Hotel Corte Rosado, sind wir nun doch etwas müde. Es war ein langer Tag, doch die Lage des Hotels direkt am Meer und der tolle Pool bringt wieder Leben in meine Gäste und ein paar lassen es sich nehmen, wenigstens die Füße ins Meer zu strecken und nach einem feinen Abendessen legen sich doch die meisten gleich schlafen .

Am nächsten Morgen werden wir von Vincenzina erwartet. Mal sehen, ob sie auch so hübsch singt, wie gestern Tiziano. Zumindest ist sie genauso aufgestellt und quirlig wie alle Italiener und erwartet uns beim Bus zum Tagesausflug nach Bosa.

Am Meer entlang führt die Panoramaroute Richtung Bosa. Diese Straße bietet zu jeder Jahreszeit atemberaubend schöne Ein- und Ausblicke auf die zerklüftete Küstenlinie. Dazu einen wundervollen Blick auf das schimmernde Meer und auf eine fast unberührte Naturlandschaft; vorbei an imposanten, schroffen Felsen, die steil ins Meer fallen und auch durch sanfte Hügel, grün bewachsen und kleinen Buchten. Die Route von Alghero nach Bosa gilt als eine der schönsten Straßen auf ganz Sardiniens!

Die kleine Stadt Bosa liegt wunderschön eingebettet zwischen den umliegenden Hügeln im Westen Sardiniens. Um ins Zentrum zu gelangen, müssen wir die alte Steinbrücke „Ponte Vecchio“ überqueren; natürlich nicht zu verwechseln mit dem Ponte Vecchio in Florenz. Hier überqueren wir nur das kleine Flüsschen Temo, wo am Flussrand noch die alten Gebäude einer Gerberei stehen. Früher wurden hier noch die sardischen Felle und Leder verarbeitet, doch durch die Industrialisierung und die Konkurrenz des Fernostens mussten sie schließen.

Doch genug der traurigen Erinnerungen. Weiter geht’s in Richtung Altstadt, etliche Treppen hinauf und hinunter, der Stadtmauer entlang erkunden wir das hübsche Städtchen. Zum Abschluss wollen wir noch die Kirche besichtigen. Es ist mittlerweile zehn vor zwölf und als Vincenzina die Kirchentür öffnen will, ist diese verschlossen. Vincenzina kann es nicht fassen. Die Kirche sollte bis 12 Uhr geöffnet sein und jetzt stehen wir da vor verschlossener Türe. Das geht gar nicht und sie wettert temperamentvoll drauflos und gleich morgen werde sie beim Bischof in Alghero Beschwerde einlegen. Sie kenne ihn gut, denn sie lebt ja in Alghero.

Ich denke meine Gäste waren nicht halb so enttäuscht, dass sie die Kirche nicht besichtigen konnten, doch wir amüsierten uns köstlich über das italienische Temperament von unserer Reiseleiterin.

Es ist Zeit für eine Mittagspause und auf der herrlichen „piazza IV Novembre“ kann sich jeder ein Lokal zum Essen aussuchen. Am Nachmittag steht auf unserem Programm eine Malvasiaverköstigung; Malvasia gehört wohl zu den bekanntesten Weinen der Insel und wird als Dessertwein zu speziellen Anlässen serviert. Auch meinen Gästen scheint er bestens zu schmecken…

Danach fahren wir zurück zum Hotel. Beim Abendessen wird noch etwas geplaudert und später auf der Terrasse bei einem Glas Grappa lassen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Heute haben meine Gäste den ganzen Tag zu freien Verfügung und das genießen sie in vollen Zügen. Das Wetter ist traumhaft und die ganz mutigen wagen sich ins Meer oder in den Pool. Wer sich etwas sportlich betätigen will, kann in dem nahegelegenen Naturpark einen Spaziergang unternehmen und die Vielfalt der Pflanzen-und Tierwelt bestaunen oder sich ein E-Bike mieten. Die meisten kosten die freie Zeit in der wirklich schöne Hotelanlage aus, um einfach die Seele baumeln zu lassen. Eine wirklich schöne Abwechslung und ein entspannter Tag.

Und auch am nächsten Morgen wartet Vincenzina auf uns in der nahegelegen Stadt Alghero, wo wir gemeinsam einen Spaziergang durch die Stadt unternehmen. Als Ausgangspunkt wählen wir den malerischen Hafen, denn von hier aus bietet sich ein schöner Ausblick auf den Golf und die dort liegenden Boote. Steht man auf der Piazza di Bastione della Maddalena, schaut man auf die Befestigungsmauern, die früher Ziel vieler Angriffe waren. Noch heute können Teile der Stadtmauer besichtigt werden. Die Altstadt, die überwiegend gotische Merkmale trägt, hat ihr Zentrum auf der Piazza de Porta Terra. Sehenswert sind die Via Roma, über die Besucher zur beindruckenden römisch-katholischen Kathedrale der Santa Maria Immacolata gelangen. Vom achteckigen Glockenturm aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und Umgebung.

Schon sind wieder 2 Stunden vorbei und wir verabschieden uns von Vincenzina. Meine Gäste haben Freizeit, um alleine noch etwas zu bummeln, kleine Geschenke zu besorgen und natürlich Zeit zum Mittagessen.

Am Nachmittag steht uns noch ein besonderer Höhepunkt bevor; eine tolle Bootsfahrt nach Capo Caccio, wo wir die Neptun Grotten besuchen. Die Tropfsteinhöhle zählt zu den schönsten des Mittelmeers. Experten schätzen das Ausmaß der Naturhöhle auf etwa 4 km Länge. Doch nur einen Teil dieses ausgedehnten Höhlensystems, mit seinen märchenhaft schönen Tropfsteingebilden, mit seinen Grotten und Gängen, kann man besichtigen, doch es ist traumhaft und lässt uns mit offenem Mund dastehen. Nach dem Rundgang fahren wir wieder die etwa 45 minuetige Fahrt mit dem Boot zurück nach Alghero und weiter nach Porto Torres, wo wir einschiffen und die Nacht behaglich schlafend auf der Fähre verbringen. Es ist eine überaus ruhige Überfahrt nach Genua, wo wir am nächsten Morgen fit und gutgelaunt die Heimreise antreten.

Rolf lotst uns schnell und sicher aus der schönen Hafenstadt und wir verbringen plaudernd die Reise Richtung Schweiz. Es haben sich wie so oft viele nette Freundschaften gebildet und wie immer ist auch etwas Wehmut dabei, als ich mich von meinen lieben Gästen in der Schweiz verabschieden muss!

Glück ist da Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ Albert Schweitzer

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