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Südenglands Traumküsten

Bericht vom 19. – 26. Mai 2019 | Bus Nummer 1

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Gisela-Jaehn-NEU

Gisela Jähn

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Mit 30 hatte ich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung – deshalb habe ich mich beim Imholz beworben und habe mehrere Jahre als stationäre Reiseleiterin vor allem für Städtereisen gearbeitet. Nach fast 20-jährigem Unterbruch arbeite ich nun seit Mai 2014 bei car-tours.ch, da einen die Reisebranche nie loslässt.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Die Vielfältigkeit dieses Berufes! Man lernt viele neue Menschen und Länder kennen, keine Reise ist wie die andere. Man kann sehr selbständig
arbeiten.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Ich bin flexibel in meinem Tun, kann mich gut anpassen und auf Menschen aller Art eingehen. Habe nie schlechte Laune !

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Man ist mit Gleichgesinnten zusammen, es entstehen Bekanntschaften oder sogar Freundschaften. Der Endpreis für den Kunden ist attraktiver.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei Car-Tours am besten?

Wie oben schon erwähnt, dass man sehr selbständig arbeiten kann. Man darf Beruf und Hobby verbinden.

Was unterscheidet car-tours von anderen Reisegesellschaften?

In erster Linie: Es ist immer eine Reiseleitung mit dabei. Exklusive Musikanlässe und Preis- Leistung ist unschlagbar.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Auf jeden! Jeder ist auf seine Art einmalig.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Eine gutes Verhältnis zu den Kunden, eine kollegiale Zusammenarbeit mit dem Fahrer und ein attraktives Programm.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Beim Konzert einer Blasmusik im Tirol hat mein Chauffeur dem Dirigenten gesagt, dass seine Reiseleiterin „unbedingt“ mal eine Kapelle dirigieren möchte ! Natürlich musste ich auf die Bühne und die Gäste, und auch ich, hatten an meinen Dirigentenkünsten unheimlich
viel Spass!

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Unbescheiden darf ich sagen, dass ich sehr viele tolle Komplimente von den Gästen bekomme.

Buchen Sie jetzt Ihr Reiseerlebnis!

Südenglands Traumküsten

11 Reisetage ab Fr. 1499.-

Reisedaten:

17. – 24. Mai 2020
6. – 13. September 2020

schild TOP

Malerische Dörfer, blütenreiche Gartenanlagen, kleine Buchten und immer wieder spektakuläre Küstenabschnitte. Auf erlebnisreichen, meist kurzen und gut zu bewältigenden Wanderungen lernen wir die eindrücklichen Landschaften Südenglands persönlich kennen und lassen uns vom Britischen Charme verzaubern.

Südenglands Traumküsten

Aufgrund dieses Titels kommt wahrscheinlich vielen Menschen als erstes unvermeidlich Rosamunde Pilcher in den Sinn. Diese englische Schriftstellerin hat in der Tat sehr viel dazu beigetragen, dass dieser wunderschöne, südlichste, Teil von Grossbritannien in unseren Breitengraden eine solch grosse Bekanntheit erlangt hat.

Eigentlich ist es nur die Grafschaft Cornwall, in der diese meist sehr romantischen Geschichten spielen. Bevor uns die Reise aber dorthin führte, durften wir noch viele weitere wunderschöne Landschaften durchfahren und besuchen.

Angefangen hat unsere 8-tägige Tour frühmorgens in St. Gallen und führte uns am ersten Tag via Basel, Strassburg, Luxemburg nach Lille zur ersten Zwischenübernachtung, bevor wir am nächsten Tag von Calais nach Dover den Ärmelkanal überquerten. Die Hafenstadt Calais, vielen bekannt als „trostlosen Wartesaal“ von zahlreichen Flüchtlingen, die sich eine Chance erträumen, von dort illegal nach Grossbritannien zu gelangen. Sei dies versteckt in einem Camion oder Reisebus. Dass dies keine Schauermärchen sind, sondern traurige Realität, konnten wir bei der Zollabfertigung am Hafen hautnah miterleben. Im Reisebus vor uns wurde im Kofferraum zwischen dem Gepäck ein Flüchtling gefunden.

Nach einer ruhigen Überfahrt über die nur gerade 34 km breite „Street of Dover“ erreichten wir nach knapp 90 Minuten britischen Boden. Vera Lynn, eine britische Sängerin hat in den 50-er Jahren ein Lied gesungen, das von den berühmten, weissen Kreidefelsen von Dover erzählt „The white cliffs of Dover“. Diese sehr beeindruckende Kulisse, die zum UNESCO-Naturerbe gehört, darf man sich unter keinen Umständen entgehen lassen.

Nach der Ausschiffung führte uns der erste Weg, wohlgemerkt nun auf der linken Strassenseite, zum sehr sehenswerten „Leeds Castle“, das jeder Gast auf eigene Faust besichtigen konnte. Leeds Castle, ein Wasserschloss aus dem 12. Jahrhundert ist umgeben von einem wunderschönen, üppigen Park, in dem sich u a. Eichhörnchen, Enten sowie die berühmten schwarzen Schwäne der Lady Bailey, eine der letzten Bewohnerinnen im 20. Jahrhundert, sehr wohl fühlen. Diese schwarzen Schwäne waren die Lieblingstiere besagter Dame und bis heute vermehren sie sich zahlreich.

Nach der ersten Übernachtung in Eastbourne, direkt an der Küste gelegen, hiess es am nächsten Morgen: „Wanderschuhe und Rucksack“ montieren. Eine 3,5 stündige Wanderung über die „Sieben Schwestern“ stand an. Bei dieser „Grossfamilie“ handelt es sich um 7 Hügel und 7 Senken, d.h. mittlerweile sind es wegen der Erosion eigentlich 8 Hügel. Auf wunderbar weichem Grasuntergrund ging es hoch und runter, die Strapazen lohnten sich aber alleweil, wir wurden mit unglaublichen Aussichten auf die Klippen und das Meer entschädigt.

Am nächsten Morgen, der eine oder andere Gast spürte bestimmt den Berg in den Waden, konnten wir es etwas gemütlicher angehen. Der Weg führte uns von der Grafschaft Devon in die Grafschaft Cornwall. Grossbritannien hat insgesamt 48 Grafschaften. Im hübschen Städtchen Looe verbrachten wir die Mittagspause, um anschliessend einen kurzen Spaziergang zum höchsten Punkt des Ortes zu unternehmen. Looe ist, wie alle anderen südlichen Küstenorte, den Gezeiten enorm ausgesetzt. Bei unserem Besuch lagen sämtliche Kleinboote im Trockenen, sprich, wir sahen das Städtchen bei kompletter Ebbe. Die Gezeiten, auch Tiden genannt (die Dauer zwischen Ebbe und Flut) betragen am besagten Küstenabschnitt des sog. South West Path zwischen 5 und 6 Stunden. Das bedeutet, dass das Wasser vier Mal am Tag geht und wieder kommt. Der Tidenhub (der Unterschied zwischen dem Höchst- und Tiefststand des Wassers) beträgt im Durchschnitt 5-6 Meter, kann bei extremen Bedingungen aber bis 14 Meter hoch werden. Da sich der Tidenhub, aufgrund der Erdrotation, täglich ändert, finden Ebbe und Flut immer zu einer anderen Zeit statt und man muss diesem Aspekt bei Küstenwanderungen enorme Aufmerksamkeit schenken. Das Städtchen Looe wird von der einen Hafenseite vom „einäugigen Nelson“ bewacht, der Skulptur eines Seelöwen, der sich, glaubt man den Einheimischen, zu seinen Lebzeiten stets dort aufgehalten hat.

Beim „Lost Garden of Heligan“, dem weiteren Programmpunkt dieses Tages, handelt es sich um einen phantastischen Garten mit einem subtropischen „Dschungel“, in dem man sich in der Tat wie im tiefsten Urwald vorkommt. Riesige Farne, Gunneras (ähneln den Rhabarberblättern), meterhohe Bananenstauden oder die Überquerung der wackeligen Seilbrücke machten diesen Besuch unvergesslich.

„Land’s End“ – das westliche Ende des englischen Kontinents begrüsste uns am nächsten Tag bei recht gutem Wetter. „Recht gut“ bedeutet in diesem Fall – ein bisschen bedeckt aber kein Regen. Das ist in diesem Teil der Insel nicht selbstverständlich, auch wenn im restlichen Gebiet die Sonne scheint. Es kann durchaus vorkommen, dass man auf diesem Fleckchen Erde seine Hand nicht vor den Augen sieht. Die heutige Tour führte uns von Sennen Cove nach Land’s End und nach der Mittagspause von Penzance nach Marazion. Heute bestätigte sich, dass sich Ebbe und Flut innert weniger Tagen verschieben, hätten wir nämlich mit Penzance-Marazion begonnen (wie meine Kollegin die Woche zuvor), hätten wir den Mount St. Michel nur per Schiff erreichen können, da der Steg am Morgen überflutet war.

St. Michel’s Mount, das englische Gegenstück des Mont Saint Michel in Frankreich, ist eine Schloss- und Abteianlage aus dem 11. Jahrhundert.

Im Gegensatz zu seinem französischen Geschwisterberg leben auf dem St. Michael’s Mount heute keine Mönche mehr. Stattdessen bewohnt die St.-Aubyn-Familie schon in zwölfter Generation die Schlossanlage, ein Teil davon ist heute Museum, zudem umgibt das Gebäude eine phantastische Gartenanlage.

Für die nächste und zugleich letzte Wanderung der Reise musste man schwindelfrei sein, wollte man die spektakulären sog. „Bedruthan Stepps“ zum Meer hinuntersteigen. Wild und ungezähmt peitschte das Meer an die zerklüfteten Felsen – ein sehr beeindruckendes Spektakel. An sämtlichen Küstenabschnitten, die wir besucht haben, gibt es zum Meer hin nicht einen einzigen Zaun, der die Sicht auf die Weiten des Meeres behindert. Wohl nicht ganz ungefährlich aber schlichtweg traumhaft.

Am Nachmittag stand der Besuch des bezaubernden Dörfchens Clovelly, wieder in der Grafschaft Devon, auf dem Programm. Clovelly ist ein Ort mit knapp 400 Einwohnern, im Privatbesitz der Familie Rous und kann ausschliesslich zu Fuss besichtigt werden. Aussen herum führt eine Strasse zum und vom Hafen aber im Dorf selber gilt Fahrverbot. Es wäre auch gar nicht möglich, dort zu fahren, da die Gässchen viel zu schmal und steil für Fahrzeuge sind. Sämtliche Waren, Gepäck oder Baumaterialien, werden mit Holz- oder Kunststoffschlitten oder selten noch mit Eseln, transportiert. Einen Besuch im Fitnessstudio benötigen die Einwohner mit Garantie nicht ! Um den ursprünglichen Charakter dieses Ortes zu erhalten, wird von den Besuchern seit 1988 ein Eintrittsgeld verlangt.

Bevor uns die Reise am nächsten Tag wieder nach Dover führte, verbrachten wir noch eine Nacht in Bristol in der Grafschaft Somerset. Die Rückfahrt über den Kanal verlief dieses Mal problemlos und so erreichten wir am Nachmittag Calais, um von dort nach Lille zur Zwischenübernachtung zu fahren.

Nach einer letzten Nacht in Frankreich haben wir die Heimreise via Reims, Nancy angetreten und sind am Sonntagabend müde aber voller schöner Erinnerungen in der Schweiz angekommen.

Wir bedanken uns bei allen Reiseteilnehmern für die tolle gemeinsame Zeit. Es war schön mit Euch !

Auf ein anderes Mal

Herzlichst, Gisela & Thomas

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