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Silvester im zauberhaften Harz

Bericht vom 29. Dezember 2017 – 2. Januar 2018 | Bus Nummer 5

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Maria Abegg

Winterzauber im Harz

5 Reisetage ab Fr. 899.-

Reisedatum 27. Februar - 2. März 2020

Brockenbahn Harz TOP

Eine herrliche Winterreise für Eisenbahn-Nostalgiker & Geniesser
Schon 1777 schwärmte kein anderer als der Geheimrat Goethe aus Weimar vom „grenzenlosen Schnee“ dem er hier gegenüberstand. Und so ist es noch heute – im Harz werden Winterträume wahr! Hier zeigt sich die weisse Jahreszeit in ihrer ganzen Pracht! Freuen Sie sich auf schöne Tage in bester Gesellschaft, auf winterliche Dampfeisenbahn- Erlebnisse der Superlative und auf malerische Fachwerkstädte wie Wernigerode oder Quedlinburg.

Silvester im zauberhaften Harz

Das Jahr 2018 hat für unsere Reisegruppe wunderbar begonnen. Um Mitternacht standen wir mit einem Glas Champagner in der Hand auf dem Platz vor dem Hotel in Quedlinburg, lauschten den Kirchenglocken und stiessen auf das neue Jahr an.

Nach einer lustigen Silvesterfeier gingen wir den ersten Tag im Jahr gemütlich an, schliefen zuerst einmal richtig aus und frühstückten anschliessend. Auch der Himmel meinte es gut mit uns und wir konnten das hübsche Quedlinburg bei Sonnenschein besichtigen. Die Altstadt von Quedlinburg steht unter Unesco-Weltkulturerbe und besteht aus lauter Fachwerkhäusern, von welchen beinahe alle nach der Wende renoviert wurden. Die Stiftskirche war zwar am 1. Januar geschlossen, aber es lohnte sich trotzdem auf den Schlossberg zu gehen, denn von dort aus hatte man eine sehr schöne Aussicht auf Quedlinburg und seine Umgebung.

Die Reise begann bereits im alten Jahr sehr erfreulich. Nach einem langen, doch schönen Anfahrtsweg nach Quedlinburg, erreichten wir unser wunderschönes, historisches Hotel. Am ersten Tag im Harz war die Fahrt mit der berühmten Brockenbahn vorgesehen. Der Brocken ist „nur“ 1’142 m ü.M. hoch und wir als Schweizer sollten das Gebirgsklima gewöhnt sein. Das Wetter auf dem Brocken hat uns jedoch alle völlig überrascht. Als wir ausstiegen, glaubten wir in Sibirien angekommen zu sein. Kalt peitschte uns der Wind mit 130 km/h den Schnee ins Gesicht, der sich wie Nadeln anfühlte. Von Aussicht konnte keine Rede sein. Wir waren schon froh, dass wir die Person direkt vor uns noch sahen. Zum Glück wurde niemand weggewindet und niemand ging im Nebel verloren. Die Einen machten gleich wieder auf dem Absatz kehrt und fuhren mit der Bahn zurück nach Drei-Annen-Hohne. Die Anderen kämpften sich bis zum Restaurant durch, welches zwar in der Nähe des Bahnhofes war, aber bei der schlechten Sicht nicht einfach zu finden war. Dort haben wir uns mit Glühwein und/oder dem Schierker Feuerstein (Schnaps) aufgewärmt. Trotz des garstigen Wetters war die Stimmung super. Spätestens als wir im warmen Bus sassen und Richtung Wernigerode fuhren, konnten wir wieder herzhaft lachen. Dieses einmalige Erlebnis auf dem Brocken wird bestimmt niemand so schnell vergessen!

Ein weiteres eindrückliches Erlebnis war der Besuch des 19-Lachter-Stollens in Wildemann. Der 19-Lachter-Stollen war eine der wichtigsten Anlagen des alten Oberharzer Silberbergbaus. Als erstes wurden wir mit Helmen ausgerüstet. Schon beim Stolleneingang waren einige froh, den Schutzhelm aufzuhaben, denn er war nieder und immer wieder hörte man im Stollen das Aufschlagen eines Helmes. Wir fuhren, so wird Gehen in der Bergmannssprach genannt, etwa 300 m in den Stollen ein. Bei einer interessanten Führung erfuhren wir mehr über den Untertagebau. Als wir hörten, dass die Bergleute früher, als sie noch mit Schlägel und Eisen das Erz freiklopften, nur einen Zentimeter pro Tag vorwärtskamen, staunten wir nicht schlecht und fingen an zu rechnen…

Da die Bergleute das Öl für die Lampen jeweils selber bezahlen mussten, arbeiteten sie bei ganz schummrigem Licht. Für uns Touristen ist jetzt das Bergwerk natürlich gut ausgeleuchtet worden. Nur zu Vorführzwecken wurde das Licht kurz ausgemacht. Das Prunkstück des Stollens ist das riesige Wasserrad, welches eine Kehrradanlage ist, mit dessen Hilfe der Förderkorb nach unten oder nach oben gebracht wurde. Mit ihm konnte man die Bergleute in den Stollen runterlassen und wieder raufholen indem man die Richtung des Wasserlaufes wechselte. Natürlich wurde damit auch das Erz nach oben befördert. Nach einer ausgiebigen und interessanten Führung trafen wir uns im Stübchen nebenan und genossen den Glühwein mit einem süssen Stollen dazu. Danach ging die Fahrt nach Goslar, wo wir nach der Mittagspause an einer Stadtführung teilnahmen. Um unsere Leute zu erkennen, musste ich jetzt nicht mehr in die Gesichter schauen, sondern nur auf die Hosenstösse und Schuhe achten. Wenn sie dreckig waren, gehörten sie zu uns – ein kleines Souvenir vom Bergwerk!

Am letzten Tag fuhren wir mit vielen guten Erinnerungen und neuen Freundschaften in die Schweiz zurück. Dank der sehr angenehmen und ruhigen Fahrweise von Marius haben die meisten im Bus geschlafen und vielleicht vom Brocken und den Hexen geträumt. Bei dieser Gelegenheit möchte möchte ich mich bei Marius bedanken, der uns sicher ins Harzgebiet und wieder zurück gefahren hat.

Ich wünsche allen ein gutes, gesundes Jahr mit vielen spannenden Reisen!

Maria Abegg

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