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Schweizer Traumpaar – Glacier & Bernina Express

Bericht vom 22. – 25. Juli 2017 | Bus Nummer 25

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Brigitte Zumstein

„Das Reisen ist Bewegung zwischen Weltfindung und Selbstfindung“.

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiterin geworden?

Ich war vor ein paar Jahren sehr lange zu Fuss, nur mit meinem Rucksack, unterwegs und habe dabei erfahren, dass ich meine bisherige Tätigkeit ändern möchte. Anfangs wusste ich noch nicht genau was dies beinhalten sollte. Fest stand nur, dass es eine Arbeit sein sollte, die mich vermehrt in Kontakt mit Menschen bringt. Schritt für Schritt wurde ich Reiseleiterin.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Die Nähe zum Menschen gefällt mir besonders gut. Ich kann 1:1 spüren, wie es den Gästen geht und allenfalls etwas dazu tun, damit auch alle zufrieden sind. Die Arbeit hat auch eine gewisse kreative Seite. Das gefällt mir gut. Zudem kann ich selbständig handeln. Als sehr schön empfinde ich auch immer die tollen und lieben Worte am Schluss einer Reise.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mir wurde letzthin gesagt, ich sei „die Reiseleiterin mit Herz“. Ich denke, dass dies eines meiner Merkmale ist, welches mich auszeichnet. Ich bin voll mit dem Herzen dabei. Dieses Aussage hat mich sehr gefreut.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Einerseits darin, dass man ohne grosse Vorbereitung und Verantwortung auf Reisen gehen kann. Es wird gut zu einem geschaut und bei Problemen hat man gleich eine Ansprechperson vor Ort. Andererseits gibt es auch immer wieder die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und nette Bekanntschaften zu machen.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei Car Tours am besten?

Ich persönlich finde es schön, den Leuten Freude zu schenken und Ihnen ein gutes Gefühl auf den Weg zu geben.

Was unterscheidet Car Tours Reisen von anderen Reisegesellschaften?

Von Vorteil ist sicherlich, dass jede Reise von einem Schweizer Reiseleiter/in begleitet wird. So kann sich der Fahrer auf die Fahrt konzentrieren, was im heutigen Verkehrsaufkommen sehr wichtig ist und die Reiseleiter/in kann sich vollumfänglich den Gästen widmen.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich liebe Italien, weil ich die Leute mag, das Essen super finde und diese ungezwungene „Italienità“ schätze.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Ich freue mich sehr, das Polarlicht zu sehen. In dieser Zeit liegt einfach ein Zauber inne.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Die Fröhlichkeit muss unbedingt an Bord sein. Auch das seriöse Vorbereiten und das liebevolle Führen der Gruppe. Habe ich diese drei Dinge „dabei“, kann nichts mehr schief gehen.

Wer ist dein Held in der Geschichte des Reisens?

Der Norweger Fridtjof Nansen, der 1888 als Erster Grönland durchquert hatte. Er versuchte bei seinerFram-Expedition (1893–1896) den Nordpol zu erreichen. Dabei liess er sich mit seinem Schiff Fram vom Packeis einschließen, um die natürliche Eisdrift des Arktischen Ozeans zu nutzen.

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Ich hatte leider noch nie die Chance nach Peru zu fliegen. Dort möchte ich gerne den Inka-Trail zu Fuss gehen und auf dem Machu-Picchu steigen.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Ich hatte eine unglaublich lustige Gruppe im Tirol. Dabei sind wir abends noch in der Bar gesessen und haben uns die Bäuche vor Lachen gehalten.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Du bist die Reiseleiterin mit Herz.

Wohin reist du privat?“

Ich mache gerne Ayurveda-Kuren in Sri Lanka, auch bin ich gerne zu Fuss auf dem Jakobsweg unterwegs.

Schweizer Traumpaar – Glacier & Bernina Express

In Pfäffikon ist unsere Gruppe komplett und die Reise durch die Bündner- und Walliseralpen kann beginnen. Unter einer mächtigen schattenspendenden Platane geniessen wir ein feines Mittagessen im Hotel Post in Sargans. Gemütlich fahren wir durchs Prättigau über den Wolfgangpass nach Davos. Nach Erhalt der Zimmerschlüssel und der Davos Card machen sich viele schnell auf den Weg, hinauf auf die Schatzalp, der Zauberberg von Thomas Mann. Einige Unentwegte scheuen sich nicht, eine gute halbe Stunde zu Fuss ins Dorf runter zu laufen. Beim Znacht lassen wir den ersten Tag ausklingen.

Am zweiten Tag bringt uns der Bus nach Pontresina. Dort besteigen wir die Berninabahn. Sie wurde, zusammen mit der Albulabahn, 2008 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die eindrückliche Fahrt führt uns durch die imposante Bergwelt, vorbei an Gletschern und Seen. Auf dem Berninapass sieht man vom Zug aus die gelbe Hinweistafel, welche die Wasserscheide zwischen Donau und Po markiert. Sie ist zugleich auch die Sprachgrenze zwischen romanisch und italienisch. Wir geniessen den Halt auf der Alp Grüm, wo wir einen tollen Ausblick auf den Palü-Gletscher haben. in unzähligen Kehren geht es das Puschlav hinunter. Wir staunen über Kreisviadukt von Brusio. Die Kameras laufen heiss.

Italianità in Tirano! Die vielen Restaurants laden zu einem feinen italienischen Essen ein. Viele besuchen auch die wunderschöne Wallfahrtskirche Madonna di Tirano. Schon wartet unser Bus und bringt uns sicher zurück. Auf dem Ospizio Bernina schnuppern wir noch einmal milde Südluft. Auf dem kargen Flüelapass hingegen weht uns ein kühler Wind ins Gesicht.

Am Morgen verlassen wir unser Hotel in Davos. Der Bus bringt uns nach Chur, wo wir den Glacier Express, den langsamsten Schnellzug der Schweiz, besteigen. Die spektakuläre Rheinschlucht, der Grand Canyon der Schweiz, zieht uns in ihren Bann. Vom Lokwechsel in Disentis merken wir nichts. Ab hier verkehrt die Bahn mit Zahnrad und heisst jetzt Matterhorn-Gotthard-Bahn.

Über Kopfhörer werden immer wieder interessante Informationen vermittelt. Nach dem Oberalppass durchqueren wir ein kleines Stück den Kanton Uri. Heute führt die Strecke durch den Furka-Basistunnel und der Blick auf den Rhone-Gletscher ist nicht mehr möglich. Dieser Gletscher, französisch glacier, hat dem Zug den Namen gegeben. In Brig haben wir Zeit, einen Kaffee zu trinken und die hübsche Altstadt zu besichtigen.

Bei der Firma Mathier in Salgesch dürfen wir verschiedene Weiss- und Rotweine degustieren. Anschliessend wird uns ein feines Raclette à discrétion mit vier verschiedenen Käsesorten serviert.

Schon bricht der letzte Tag an, Tag der Heimreise. Auf der Fahrt runter durchs Wallis weiss unser Fahrer Heiri einiges zu erzählen. Die letzten Regentropfen fallen und die Sonnenstrahlen bahnen sich einen Weg durch die dunklen Wolken, als wir in Montreux eintreffen. Die Uferpromenade lädt zum Flanieren ein. Bald darauf sind alle Ausstiegsorte erreicht und die Gäste haben sich in alle Winde zerstreut…

Schön war es, und interessant. Einige freuen sich bereits auf die nächste Reise.

Brigitte Zumstein

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