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Schweizer Panorama-Safari

Bericht vom 15. – 18. Juni 2019 | Bus Nummer 10

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Heidi Halter

Kaum zu Hause, zieht es mich wieder in die Ferne

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Nach Jahren in einem Bürojob wollte ich die letzten Jahre meines aktiven Berufslebens mit einer Tätigkeit ausfüllen die mir wirklich Spass macht.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Der Umgang mit Menschen, das Organisieren und Improvisieren, die immer wieder neuen Destinationen, die meist tollen Leute und die Zufriedenheit wenn sich die Gäste mit einem „danke, es war toll“ verabschieden nach einer Reise

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mein Bestreben, mit 100% zufriedenen Kunden von der Reise zurückzukommen.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Meist geht es auf einer Gruppenreise lustig zu, die Leute verstehen sich gut, können sich über das Erlebte austauschen und oft wird gelacht (oder gar gesungen) im Bus.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei car-tours.ch am besten?

Ich kann mich darauf verlassen, dass das Programm gut ausgearbeitet ist, dass die Hotels, Restaurants, etc. gut sind. Zudem kommt niemals Routine auf, jede Reise ist wieder anders.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich bin Schottland Fan geworden, ganz besonders die Highlands begeistern mich. Und…. Ich liebe Haggis.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Es gibt unzählige Reisen die ich gerne machen würde und wenig bis keine Destinationen die mich nicht interessieren. Der absolute Hit wäre natürlich eine Reise zu den Nordlichtern, da ich von Astronomie und allem was damit zusammenhängt fasziniert bin.

Was auf jeder Reise unverzichtbar?

Das NW Fähnli ist immer dabei

Welches Buch darf auf keiner Reise fehlen?

Habe während der Reisen keine Zeit zum lesen

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Sankt Petersburg habe ich privat schon besucht, würde aber eine car-tours-Reise dorthin absolut super finden.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Wir fuhren auf einen Parkplatz in Schottland, da sagte der Chauffeur „super, da um die Ecke sind ja auch gleich Toiletten“. So liess ich die Leute aussteigen und schickten sie in die Richtung dieser Toilette. Sie kamen alle wieder und sagten, dass sie keine Toiletten gefunden haben… Als ich dann nachschauen ging, kam ich zu einem Schild wo stand „To let“. Wir alle (auch der Chauffeur) haben uns köstlich darüber amüsiert und lachten wenn immer wir ein „to let“ Schild sahen während der ganzen Reise.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast und dein schönstes Erlebnis bei car-tours.ch Reisen?

Eine ganze Gruppe Westschweizer Gäste dankte mir mit dem wunderschönen Lied La Montanara zum Abschied. Das ging echt unter die Haut, es waren sehr gute Sänger in der Gruppe und ich musste mir fast ein Tränchen der Rührung wegwischen.

Wohin reist du privat?

Für private Reisen zieht es mich in den asiatischen Raum.

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Die schönsten Fensterplätze der Schweiz

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Der grossartige Bernina Express bringt uns von Pontresina bis ins Alpenstädtchen Tirano. Das Panorama der mächtigen Berglandschaften ist bei der Fahrt über eine der höchsten und schönsten Bahnstrecken der Welt überwältigend. Das gilt auch für die Fahrt mit dem legendären Glacier Express, dem wohl bekanntesten Panoramazug überhaupt, der uns im genüsslichen Tempo von Chur quer durch die Schweiz nach Brig bringt. Zum Abschluss gleiten wir mit dem GoldenPass Panoramic-Express ab Montreux – mit atemberaubender Aussicht auf den Genfersee und die Weinreben – über Gstaad bis nach Zweisimmen!

Schweizer Panorama Safari

Warum in die Ferne schweifen, wenn es so viel Schönes im eigenen Land gibt.

So dachten 42 Teilnehmer von Bern, Thun, der Zentral- und der Ostschweiz. Die Passagiere der zwei Zubringerbusse und des Hauptbusses von Zerzuben, gelenkt durch Arun treffen sich zum gemeinsamen Mittagessen in Sargans. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung nach Davos, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden. Einige nutzen den freien Nachmittag für einen Besuch auf der Schatzalp, andere spazieren gemächlich durch’s Dorf oder nutzen gar das Hallenbad des Hotels.

Der nächste Tag beginnt kühl und bedeckt. Arun fährt mit uns über den 2383 Meter hohen Flüela Pass, wo immer noch recht viel Schnee liegt, hinunter ins Unterengadin, nach Pontresina, wo wir den Bernina Express besteigen.

Bernina Express von Pontresina nach Tirano

In Pontresina beginnt unsere Bahnfahrt mit dem Bernina Express, eine Alpentransversale der Superlative. Als einzige Schweizer Bahn führt die Strecke der Bernina Linie offen über die Alpen. Das Wetter, noch kühl und bewölkt in Davos, klärt immer mehr auf und als wir unsere reservierten Plätze einnehmen ist der Himmel schon überwiegend blau. Am Ende des Zugs, genau hinter unseren beiden Waggons ist ein offener Aussichtswagen angehängt und gibt die Möglichkeit Fotos in der freien Natur zu schiessen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen. Bei der atemberaubenden Fahrt über den Bernina Pass klettert die Bahn bis auf 2253 Meter Höhe. Auf der Alp Grüm gibt’s eine 10 minütige Fotopause und alle sind wir begeistert über die herrliche Sicht und die atemberaubende Natur. Die Fotoapparate klicken ohne Unterbruch, denn immer wieder bieten sich einmalige Motive auf das imposante Bündner Gebirge, auf die Gletscher, Täler und Berggipfel. Weiter geht’s vorbei an Poschiavo durch das italienisch sprachige Puschlav und über das bekannte Kreisviadukt ins italienische Alpenstädtchen Tirano auf 429 Meter Höhe. Die 1824 Meter Höhenunterschied zwischen dem Ospizio Bernina und Tirano meistert die Bernina Linie auf einer Horizontaldistanz von nur 22 Kilometer, ohne Zahnrad und das trotz Steigungen von bis zu 70%. Welche Fahrt! Alle sind wir begeistert und sprachlos; wirklich eine Fahrt der Superlative.

In Tirano haben wir etwas Zeit zur freien Verfügung, besichtigen das Städtchen oder sitzen im Schatten bei einem Capuccino oder einem Gelato. Dann wartet Arun mit dem Bus auf uns und bringt uns via dem Julierpass zurück nach Davos. Es war ein langer, aber wunderschöner Tag und beim Nachtessen werden die Ereignisse nochmals rege diskutiert.

Am nächsten Tag geht’s mit dem Bus nach Chur. Dort steigen wir zügig aus, denn Arun muss durch einen grossen Teil der Schweiz fahren da der Furka Pass noch geschlossen ist, um uns pünktlich in Brig wieder aufzuladen.

Glacier Express von Chur nach Brig:

Die Panorama Fahrt mit dem legendären Glacier Express dauert etwas über vier Stunden und zeigt uns einmal mehr die Naturschönheiten «direkt vor der eigenen Haustüre», mit Höhepunkten von Anfang bis Ende. Mit faszinierenden Einblicken in idyllische Bergzüge schlängelt sich der Zug durch entlegene Täler, vorbei an schroffen Felswänden und durch die tiefe Rheinschlucht. Während der Fahrt erfahren wir über die Kopfhörer viel Wissenswertes über die Gegend. Weiden, Wälder, Wildwässerfälle und malerische Bergdörfer ziehen an uns vorbei. Mit Leichtigkeit erklimmt die Bahn den 2033 Meter hohen Oberalppass, umgeben von der grandiosen Kulisse der zumeist noch schneebedeckten Berge. Nach einer steilen Abfahrt erreichen wir Andermatt und nach einem kurzen Halt geht die Reise weiter durch den 15 Kilometer langen Furka Basistunnel, der Realp im Urnerland und Oberwald im Wallis verbindet. Der Zug fährt gemächlich weiter durch’s Obergoms nach Brig. Dort geniessen wir ein Mittagessen oder sitzen bei heissem Wetter in einer Gartenwirtschaft und löffeln ein Glacé. Pünktlich zur angegebenen Zeit trifft Arun in Brig ein und fährt uns zum Hotel, wo wir bereits mit einem Glas Weissein erwartet werden. Nach einer kurzen Pause treffen wir uns wieder im Bus und fahren ins Weindorf Salgesch, wo uns einer der besten Weinkellereien der Schweiz und Winzer der Jahre 2007, 2008 und 2011 mit einer Weinverkostung erwartet. Gut schmecken sie, diese Walliser Weine! Im Anschluss sind wir zu einem Raclette à discretion auf der Terrasse des winzereigenen Restaurants eingeladen, wo wir den langen und ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen lassen.

Wieder weckt uns strahlender Sonnenschein am nächsten Morgen und gut gelaunt geht die Fahrt durch’s Wallis an den Genfersee. Wir sind zwar auf der Heimreise, beginnen aber in Montreux unsere dritte und letzte Bahnreise.

Panoramaexpress von Montreux nach Zweisimmen

Es ist eine Fahrt voller Kontraste. Eben noch schimmerte tief unter uns der blaue Genfersee, immer höher steigt der Zug, die Reise geht durch Wälder, neben sprudelnden Bergbächen und unter hohen Brücken durch bis zur Sprachgrenze. Die Namen der Ortschaften wechseln von französisch zu deutsch und dann sind wir im Saanenland. Vom Zug aus bestaunen wir das mondäne Gstaad und kommen dann an den Endbahnhof, nach Zweisimmen. Dort machen wir gutgelaunt noch unser Gruppenbild und fahren dann zurück an die Ausstiegsorte.

Es war eine wunderbare Reise mit einer ganz tollen Gruppe. Wir haben die Schönheiten in unserem Land genossen und sind uns alle einig: warum in die Ferne schweifen wenn wir so viel Schönheit im eigenen Land haben.

Ein grosses Danke euch allen und auch an unseren Chauffeur Arun, der mit uns über etliche Pässe, enge Strassen und wunderschöne Landschaften sicher und ruhig gefahren ist.

Herzlichst,
Heidi

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