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Rom, Amalfi & Capri

Bericht vom 28. März – 4. April 2022| Bus Nummer 1                              

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Rom, Amalfi & Capri 1

Steffy Wunderlich

Die grösste Sehenswürdigkeit ist die Welt—sieh sie dir an!!

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiterin geworden?

Durch meine Kollegin Gisela Jähn. Sie arbeitet schon einige Zeit bei Cartours.

Was zeichnet dich als Reiseleiter aus?

Meine gute Laune und grosse Einsatzbereitschaft-immer das beste für die Kunden „rauszuholen“.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Zur Zeit Venedig. Ich bin einfach jedesmal überwältigt von dieser geheimnissvollen Stadt mit ihren hunderten Gassen. Man kann bei jedem Besuch etwas neues entdecken und kann nie sagen, man kennt schon alles.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Gute Laune, gute Vorbereitung, gute Zusammenarbeit mit Chauffeur.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Bei einem Aufenthalt in Venedig liessen sich ein paar Gäste von einem Cartoon-Maler malen. Aber ich musste es als Erste auf den Stuhl des Künstlers. Es wurden Tränen gelacht. Später wurden die Kunstwerke im Bus herumgezeigt. Ein Gaudi. Das Bild hängt als schöne Erinnerung in meiner Wohnung.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Es gibt immer wieder schöne Komplimente von den Gästen. Das schönste ist jedoch am Ende eines jeden Tages ein Lächeln auf den Gesichtern unserer Gäste.

Rom, Amalfi und Capri (ohne Capri)

Reisehungrig sind unsere Gäste und wir auch. 8 Tage Süden bei hoffentlich warmen Temperaturen… leider spielt uns die Natur da einen Streich.

Die Reise beginnt in Basel. Yvo, unser erster Chauffeur von Zerzuben steht mit einem blitzeblank sauberen Bus da und wartet auf die Gäste. Es geht weiter über Egerkingen, Aarau in Richtung Pfäffikon und Sargans. Die Fahrt geht Richtung San Bernadino. In der Region Domleschg sieht man die vielen Burgruinen an den Berghängen. Eine Burg sticht besonders ins Auge. Schloss Ortenstein. Dieses ist heute noch bewohnt. Vorbei an Thusis in Richtung San Bernadino Tunnel treffen wir auf schneebedeckte Wiesen. Noch winterlich hier im Hinterrhein und wenn wir wüssten, dass wir auch im Süden auf Schnee treffen werden….

Der San Bernadino Tunnel wurde im Jahr 1967 fertig gestellt und ist mit seinen 6,6 km eine sehr wichtige Nord Süd Verbindung.

Bellinzona, die Hauptstadt des Tessins, empfängt uns mit dem Anblick seiner 3 Burgen. An der Raststätte wird ein kurzer Stopp eingelegt. Yvo hat Feierabend und übergibt den Bus an Rolf, der mit uns diese Reise fährt.

Es wird ein langer Weg nach Rom. Unterwegs werden Pausen eingelegt und die Strecke führt uns vorbei an Mailand, Parma, Bologna und Florenz. Alles Städte, die unbedingt auch eine Reise wert sind.

Am späteren Abend erreichen wir unser Hotel Ergife am Stadtrand von Rom. Die Gesellschaft ist müde aber happy. Das Abendessen erwartet uns und wir lassen den Tag bei einem Glas Wein ausklingen. Auch ist unser 2. Bus mit Gästen im Hotel. Schön die Kollegen Viviane und Willy zu sehen und mit Ihnen parallel diese Reise zu machen.

„Rom antik“ so heißt es heute. Die Sonne lacht und wir fahren mit dem Bus in die Stadt. Und wir wären nicht in Italien, wenn auf diesem eigentlich kurzen Weg die Straßen wegen eines Streiks des öffentlichen Verkehrs gesperrt sind und unser Weg viel länger wird. Mit Humor nähern wir uns dem Kolosseum- dem größtem Amphitheater der Welt. Es wurde zwischen 72 und 80 n. Chr. Erbaut und diente als Austragungsort von Veranstaltungen. Heute ist es das Wahrzeichen der Stadt und zugleich ein Zeugnis der Baukunst der Römer in der Antike.

Unsere lokale Reiseleiterin wartet auf uns. Die Kopfhörer sind montiert und wir begeben uns zu Fuß auf den Weg in die Antike. Bei diesem schönen Wetter spazieren wir durch die Stadt und enden am Kapitols Hügel. Dieser Platz ist heute der Zentrale Platz und wurde vom italienischen Staat mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Auch hat man von der Rückseite dieses Platzes einen fantastischen Ausblick auf das Forum Romanum, das älteste Forum und der Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Lebens im alten Rom.

Die Stadtführung ist vorbei und unsere Gäste gehen auf eigene Entdeckungstouren. Das Wetter stimmt und der Streik des öffentlichen Verkehrs ist auch vorbei. Somit läuft Rom wieder. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und wir treffen uns am nächsten Morgen ganz früh zum Frühstück wieder.

Die Papstaudienz steht auf dem Programm. Dafür heißt es früh aufstehen, warm anziehen inkl. Regenschutz. Denn leider regnet es heute Morgen in Strömen. Rolf bringt uns nach Vatikan Stadt und wir stellen uns am Morgen um 7.15 Uhr in die lange Schlange vor den Vatikan an. 2 Stunden harren wir mit hunderten anderen aus. Durchnässt durchgehen wir die Sicherheitskontrollen bevor wir endlich in dem Saal sind, wo die Audienz stattfindet. Zuvor geht es noch an den Schweizer Gardisten vorbei. Seit 1506 schützt die Garde den Papst und seine Residenz.

Es ist schon ein gewaltiges Gefühl, in einem riesigen Raum mit tausenden Menschen aus aller Herren Länder. Sie alle haben nur einen Wunsch: den Papst zu sehen und zu hören.

Papst Franziskus betritt den Saal. Der 266. Papst wird bejubelt….

Viel schreiben kann man nicht von dieser Audienz, man muss sie einfach erleben, auch wenn wir bis auf die Haut durchnässt sind. Es hat sich gelohnt.

Meine Kollegin Viviane und ich gehen in der Mittagspause in das Restaurant „La Vittoria“. Es ist das Restaurant was wohl fast jeder Gardist kennt. So hören wir mehr „Schweizer Dialekt“ wie denn die italienische Sprache und fühlen uns hier in Rom wie daheim. Schnell entstehen Gespräche mit den Tischnachbarn die im Vatikan tätig sind. Da mag man gar nicht wieder raus in den Regen.

Am Nachmittag steht noch das „klassische Rom“ auf unserem Programm. Engelsburg, Trevi Brunnen und viele versteckte schöne Gassen. Leider alles im Regen und unsere Gruppe atmet auf, als Rolf uns abholt und ins Hotel bringt.

Wir haben Rom genossen, wir kommen wieder, wir wollen noch mehr sehen von dieser fantastischen Stadt. Und lieber Papst, lass deine Beziehungen spielen und bestelle uns dafür nächstes Mal schönes Wetter.

Am 4. Tag unserer Reise geht es in Richtung Süden. Pompeji ist unser nächstes Ziel. Maurizio wartet schon, er wird uns die nächsten Tage begleiten.

Pompeji war einst eine wohlhabende und sehr kultivierte römische Stadt. Nach dem gewaltigen Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. wurde es unter einer meterhohen Ascheschicht bedeckt. Im 18. Jh. wurde die Stadt wieder entdeckt und man begann mit den Ausgrabungen. Noch heute wird weiter ausgegraben. Es scheint eine endlose Geschichte zu sein…

Unsere Gäste sind tapfer und erkunden die Ausgrabungsstätte auch im Regen. Nach einer kurzen Pause geht es weiter in Richtung Hotel in Sant Agata sui due Golfi Im Regen und Nebel den Berg hinauf. Eigentlich hat man von hier oben eine der schönsten Aussichten. Nämlich auf den Golf von Neapel und den Golf von Salerno.

Wir freuen uns auf das Abendessen und lassen den Abend in Ruhe ausklingen.

Am 5. Tag unserer Reise, nach einer stürmischen und regnerischen Nacht warten vor dem Hotel die kleineren Busse, die uns an die Amalfi Küste bringen sollen. Mit unserem grossen Bus können wir dort nicht hinfahren, sie sind schlicht weg zu lang für die engen Kurven und schmalen Strassen. Somit heisst es für unsere beiden Gruppen: einsteigen und ab geht’s in Richtung Amalfi. Das Wetter klart auf und die Sonne blinzelt durch die Wolken. So haben wir von der Küstenstrasse einen wunderbaren Ausblick auf diese wunderschöne Küste. Die Amalfi Küste ist ca. 50 km lang und liegt im Süden der Halbinsel Sorrent. Der sicher bekannteste der Orte ist Positano. Man findet diese kleine Hafenstadt mit 4000 Einwohnern auf vielen Postkarten wieder.

Unser Ziel ist die Stadt Amalfi. Diese Stadt ist eher klein aber ein wunderschöner Urlaubsort. Im Zentrum steht der Dom Sant`Andrea mit dem bekannten Kreuzgang «Chiostro del Paradiso». Überall in der Stadt findet man Zitronen. Die ganze Küste ist bekannt für den Zitronenanbau.

Die Zitronen werden auf Terrassen angebaut. Die Ernte erfolgt mehrmals im Jahr. Die Zitronenbäume können bis zu 80 Jahre alt werden und das milde Klima hilft, die Ernte zu steigern. Im Normalfall 200 bis 600 Früchte pro Baum im Jahr. Die Schale der Zitronen ist mitteldick und sie soll laut einer Studie der Universität Federico II Neapel einer der reichsten an Vitamin C sein. Die Früchte sind mit mindestens 100 Gramm überdurchschnittlich gross. Und natürlich macht man aus diesen Zitronen den Weltbekannten Limoncello. Mmmhhh welch Genuss…

Es landen viele Zitronen im Gepäck, kann man doch auch daheim einen guten Limoncello selber ansetzen und diesen nach ca. 2 Monaten geniessen (sich an die schöne Amalfi Küste erinnern).

Wir verlassen die Stadt Amalfi, welche in der Umgebung tolle Wanderwege bietet und es geht Richtung Salerno zurück Richtung Hotel. Natürlich müssen wir unbedingt den Limoncello noch probieren, von dem alle reden. Also ein Stopp an einem Herstellungsbetrieb und der Tag neigt sich dem Ende mit einer fantastischen Aussicht von der Küstenstrasse auf die Halbinsel Sorrent.

Die Reise hat den Namen «Rom, Amalfi, Capri»…

In der Nacht zu Tag 6 hat es sehr gestürmt und sogar etwas gehagelt und geregnet. Wenn ich aus dem Fenster schaue, scheint zwar die Sonne, aber ich weiss das der Wind das Meer in Bewegung bringt. Und so ist es dann auch. Um 7 Uhr ruft mich Maurizio, unser einheimischer Local Guide, an und bringt mir diese Nachricht. Capri fällt aus. Es fahren heute keine Schiffe auf die Insel. Die Wellen sind zu hoch, so gegen 3.5 Meter oder höher.

Diese traurige Nachricht müssen wir unseren beiden Gruppen jetzt überbringen. Alle sind heute extra früh aufgestanden für diesen Ausflug. Die Gäste sind traurig, enttäuscht, ein wenig ratlos, haben ganz viele Ideen für den heutigen Tag.

Wir organisieren mit Hilfe von Maurizio um und unsere beiden Gruppen fahren nach Neapel zur Stadtführung und Freizeit.

Neapel die wohl chaotische und freundlichste Stadt in ganz Italien. Seit 1995 sind die Gassen der Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe benannt. Mitten in diesem Gewirr der Gassen ist das ganze Jahr Weihnachten – Via San Gregorio Armeno – die Strasse der Weihnachtskrippen. Die neapolitanischen Weihnachtskrippen gelten als Meisterwerke und sind sehr beliebt in Italien.

Und hier gibt es sie – der Teig ist dick, der Belag aus Tomatensugo, cremige Mozzarella und Basilikum- die einzig wahre Pizza Neapels. 2 Millionen Menschen haben per Petition den Antrag Italien bei der UNESCO unterstützt. «Die Kunst des Pizzabäckers» ist auf der Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Na dann – guten Appetit.

Am eindrücklichsten in Neapel ist jedoch der Vesuv. Der 1280 m hohe Vulkan thront am Stadtrand und dank des einsetzenden Regens am Nachmittag ist er mit Schnee bedeckt. Er wird derzeit von Wissenschaftlern genaustens überwacht. Schliesslich ist er einer der gefährlichsten Vulkane. Das ganze Gebiet des Vulkans ist seit 1995 Nationalpark.

Ein paar Stunden war uns der Wettergott gnädig heute. Man vermutet nicht, dass es so kalt sein kann im Süden und dass es um diese Zeit noch Schnee auf dem Vulkan geben kann.

Der 7. Tag bedeutet Abschied nehmen von der Halbinsel Sorrent. Car Tours hat uns für heute ein Mittagessen mit Weindegustation in Umbrien organisiert. Auf dem Weg nach Chianziano Terme, unserem letzten Übernachtungsort machen wir halt auf dem Weingut «Tenuta San Lorenzo» auf dem Hügel gelegen inmitten zauberhafter Natur. Wir werden herzlich empfangen und dürfen Platz nehmen im schönen neuen Wintergarten mit schönster Aussicht. Der Wettergott hat erbarmen mit uns und lässt die Sonne scheinen. Endlich. Wir geniessen das herrliche Essen und die ausgezeichneten Weine. Es wird eingekauft und leider geht die Zeit an diesem schönen Ort viel zu schnell vorbei. Die Weiterfahrt ins Hotel steht an.

Auf unserem Weg liegt Assisi, der Geburtsort des heiligen Franziskus von Assisi, eines der Schutzheiligen Italiens. Die Stadt Perugia ist bekannt für ihre Stadtmauern rund um das historische Zentrum. Der Lago Trasimeo ist der 4. grössten See Italiens und umgeben von bis zu 600 m hohen Bergen. 18 Fischarten leben in diesem See. Er ist ein sehr beliebtes Erholungsgebiet hier in Umbrien.

Angekommen in Chianziano Terme in der Toskana beziehen wir unser letztes Hotel auf dieser Reise. Der Ort ist bekannt für seine ab dem 1915 entstanden Thermenanlagen in denen man kuren kann.

Eine sehr spannende und abwechslungsreiche Reise neigt sich dem Ende. Wir haben viel gesehen, viel erlebt und hatten sehr oft nasse Füsse. Die Schuhe und Kleider waren jeden morgen wieder getrocknet und ihr liebe Gäste habt euch das Lachen nicht verderben lassen.

Vielen Dank für eure Fröhlichkeit. Nach so langer Zeit ohne Reisen war es ein Genuss, mit solch lustiger Truppe unterwegs zu sein. Und wir sehen uns sicher wieder: Capri ist noch offen.

Danke an Rolf für die gute Fahrt und die tolle Zusammenarbeit. So macht es einfach Spass.

Bis bald und dann mit Gummistiefeln im Gepäck… man weiss ja nie

Eure Steffy

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