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Rennwochenende in Kitzbühel

Bericht vom 24. – 27. Januar 2020 | Bus Nummer 1

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Christine Schäfer

auf bekannten Wegen stets Neues entdecken

Weitere Infos

Wie wurdest Du Reiseleiterin?

Ich habe immer in der Reisebranche gearbeitet. Meine Ausbildung absolvierte ich bei der Swissair. Nachdem meine Kinder älter wurden, habe ich bei Imholz Reisen als Teilzeitreiseleiterin begonnen – zusammen mit Christine Oberholzer. Mit einem Seminar absolvierte ich die Ausbildung zur Reiseleiterin und seither übe ich diesen Beruf seit 24 Jahren mit viel Freude aus.

Welche Eigenschaften braucht es, um diesen Beruf professionell auszuüben?

Als Reiseleiter sind wir für alles zuständig, wir brauchen viel Geduld, Belastbarkeit, Geschick für Organisation, Interesse an Kultur und Geschichte der zu bereisenden Länder, vor allem viel Freude an diesem interessanten Beruf und an den vielen verschiedenen Menschen. Für mich ist es jedes Mal Ziel und Herausforderung zugleich, allen Gästen so viel wie möglich weiter zu geben und viele zufriedene Gäste – wenn möglich nur zufriedene – nach Hause zu bringen.

Was sind Deine liebsten Reiseziele als Reiseleiterin?

Das Südliche Afrika! Meine ersten grossen Reisen als Reiseleiterin führten mich ins Südliche Afrika: So entstand die „Liebe“ zu diesen schönen Ländern, der Tierwelt und Natur, den unendlichen Weiten und liebenswürdigen Menschen. Durch car-tours, ist auch das Tirol zu einer meiner liebsten Reiseziele geworden.

Was macht eine Car-Tours Reise aus?

Aufgestellte und zufriedene Gäste, die es geniessen, in gemütlicher Gesellschaft für ein paar Tage den Alltag hinter sich zu lassen. Schöne und interessante Reiseprogramme mit Musik. Oft sind die Gäste auch sehr erfreut, „ihren“ Musikstar live zu erleben.

Hast Du einen Künstler, den Du favorisierst resp. Konzertreisen, die Du besonders gerne magst?

Mein Lieblingskünstler ist Hansi Hinterseer: Seine zutreffenden Lieder über die Berge und das wunderschöne Bundesland Tirol! Mir gefallen eigentlich alle Musikreisen sehr gut, besondere Stimmung kommt jeweils an Open Air‘s auf oder an Veranstaltungen, bei denen an 2 – 3 Abenden verschiedene Künstler auftreten: Zum Beispiel am Salzburger Musikfrühling. Adventsreisen haben für mich ebenfalls eine besinnliche, einmalige Atmosphäre: Weihnachtsmärkte verbunden mit einem schönen Weihnachtskonzert.

Verreist Du auch in den eigenen Ferien? Wenn Ja, wohin?

Das Südliche Afrika! Ich reise allgemein gerne, ob in nahe oder ferne Länder. Winterferien verbringe ich in der Schweiz.

Rennwochenende in Kitzbühel

HOPP SCHWIIZ HOPP SCHWIIZ HOPP SCHWIIZ

Unter diesem Motto fahren wir mit unserem Zerzuben-Doppelstock-Bus ins Tirol und freuen uns, bei den 80. Hahnenkamm-Skirennen live mit dabei sein zu können. Wer von unseren Schweizern kann dem grossen Druck der Skirennen in Kitzbühel standhalten? Wir drücken Beat Feuz, Ramon Zehnhäusern, Mauro Caviezel, Carlo Janka, Daniel Yule und allen anderen Schweizern die Daumen. Doch wir hoffen auch, dass alle Fahrer, die am Start der Königsdisziplin Abfahrt auf der berühmten Streif und des Slaloms am Ganslernhang sind, ihr Bestes geben können und uns spannende Rennen bieten werden.

Erwartungen – Hoffnungen

Kitzbühel bietet uns so viel an diesem verlängerten Wochenende: Schönes Wetter, spannende Rennen, einmalige Stimmung, vor Ort als Zuschauer bei der gefährlichsten Abfahrt der Welt dabei sein und nach dem Rennen zum Starthaus gehen und von da aus die Steilheit dieser Piste sehen. Und natürlich die Hoffnung auf Erfolge der Schweizer Fahrer.

Für die Abfahrt sind sich fast alle einig, unser Beat Feuz ist ein grosser Favorit. Doch Carlo Janka hat starke Trainingsresultate geliefert, so dass die Fans auch auf ihn hoffen. Und wer weiss, eventuell werden wir von unserem jungen Niels Hintermann positiv überrascht. Aber alle wissen, es gibt grosse Konkurrenz von anderen Ländern: Die Norweger Jansrud und Kilde und vor allem auch die Österreicher Mayer und Kriechmeyer werden als Favoriten genannt.

Für den Slalom ist es etwas schwieriger mit den Prognosen, denn da braucht es zwei starke Läufe, bei denen jeder ans Limit gehen muss und kein Fehler verziehen wird. Trotzdem sind wir uns einig, unser starkes Slalom-Team wird uns sicher einen Podestplatz liefern: Daniel Yule ist im Moment in Topform und auch Ramon Zehnhäusern ist viel zuzutrauen. Oder überraschen uns Reto Schmidiger oder gar Tanguy Nef mit einem Spitzenresultat?

Es stehen uns sicherlich spannende Renntage voller einzigartiger Eindrücke bevor. Daumen drücken ist in den nächsten Tagen angesagt und ein kräftiges HOPP SCHWIIZ!

Samstag – Abfahrt auf der Streif

Nach einem ausgiebigen Frühstück im schönen 4-Sterne Hotel Reschenhof geht es los Richtung Kitzbühel. Einige stossen im Bus bereits am Morgen auf diesen bevorstehenden Tag an – oder sogar bereits auf einen Schweizer Podestplatz?

Unser super Fahrer Patrick bringt uns bis zum Schwarzsee, von wo die meisten die knapp 2 Kilometer zu Fuss zur berühmt berüchtigten Streif-Piste gehen. Einige kommen mit mir mit dem Shuttle Zug nach Kitzbühel, wo wir direkt unterhalb der Hahnenkamm-Bahn aussteigen. Und hier ist bereits Hochbetrieb. Die Fanclubs von vielen Rennfahrern sind vor Ort und stimmen sich auf das Rennen ein. Norweger, Franzosen, Deutsche, viele Schweizer und natürlich die Österreicher schwingen ihre Fahnen und sorgen für großartige Stimmung. Kitzbühel bietet eine einmalige Rennstimmung, das Ziel der Streif ist fast im Ort selbst, so überträgt sich die sensationelle Stimmung bis ins Dorf.

 

11.30 Uhr, der Countdown läuft: 20, 15, 10, 5, 4, 3, 2, 1 und es geht los. Der Amerikaner Bryce Bennett eröffnet dieses Rennen und wird im Ziel frenetisch empfangen. Mit der Nummer 6 kommt der erste Österreicher und viele der 50’000 Zuschauer sind aus dem «Häuschen». Der Lärmpegel steigt und ein grosser Applaus rauscht durch die Massen für Max Franz. Gleich danach sind wir Schweizer nicht mehr zu halten: Unser Beat Feuz kommt die Hausbergkante runter und stellt eine neue Bestzeit auf. «Bravo Beat» tönt es durch die Zuschauermenge, das war eine super Fahrt. Spitze, grandios! Doch der Österreicher Vincent Kriechmeyer egalisiert die Zeit von unserem Beat und diese zwei Topfahrer werden schlussendlich nur noch von einem Fahrer geschlagen: dem Österreicher Matthias Mayer. Die Österreicher sind nicht zu halten, erster und zweiter Platz auf ihrer Abfahrt, ihrer Streif – das wird entsprechend gefeiert. Doch auch wir Schweizer sind mit unseren Athleten sehr zufrieden, vor allem unser Beat Feuz auf dem gemeinsamen zweiten Platz begeistert uns alle. Es hätte ja nicht sein müssen, dass Beat Feuz – wie bereits 3 x auf der Streif – wieder Zweiter wird, doch in einem Interview hat er eine passende Antwort bereit gehabt: «In Italien, in Bormio, haben wir Abfahrer den Italiener Paris gewinnen lassen, in der Schweiz haben die Kollegen mich siegen lassen und in Österreich haben wir eben den Mayer gewinnen lassen….»

Sonntag – Slalom am Ganslern

Wir sind uns heute Morgen alle einig, heute lassen wir uns von keinem den Sieg nehmen – einer unserer Top-Slalomfahrer wird es schaffen. Mit dieser positiven Einstellung geht es Richtung Ganslern Hang. Einige steigen fast bis zum Start hoch – obwohl es auch neben der Piste wie immer sehr eisig und rutschig ist. Doch es ist einfach ein wahnsinniges Erlebnis, bei einem Slalom direkt neben der Piste zu stehen. Was diese Athleten alle leisten ist einfach bravourös. Der erste Lauf verläuft ganz nach unseren Wünschen, Daniel Yule ist auf Platz zwei und auch Nef, Zehnhäusern und Schmidiger sind in Lauerstellung. Beste Voraussetzungen für einen zweiten Lauf. Und dieser zweite Lauf ist an Spannung nicht zu überbieten, ein Krimi der besten Art und dann noch die Krönung mit einem Schweizer Sieg. Unser Daniel Yule schlägt alle, behält die Nerven und gewinnt den Slalom an den 80. Hahnenkamm-Skirennen! BRAVO DANIEL! Einen Weltcup Slalom live zu erleben, das kann man nicht beschreiben, muss man selbst erleben. Und direkt nach dem Slalom kommt die Siegerehrung, die wir alle mit viel Freude für und mit unserem Yule miterleben. Bei der Schweizer Hymne wird nicht nur vom Sieger selbst die eine oder andere Freudenträne vergossen. Bei unserer Rückfahrt zum Hotel und im Hotel feiern auch wir diesen Sieg ausgelassen und stossen auf diese super Tage an!

Es war ein sensationelles car-tours.ch Skiwochenende. Kitzbühel hat sich von seiner schönsten Seite präsentiert und die Skirennen waren an Spannung nicht zu überbieten. Zudem haben uns unsere Schweizer verzaubert. Das war megamässig, das war Feuz- und Yule-mässig! Und viele waren sich auf der Heimfahrt einig:

Auf Wiedersehen bei den 81. Hahnenkamm-Rennen im Jänner 2021!

Eure Reiseleiterin

Christine Schäfer

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