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Mandelblüte auf Sizilien

Bericht vom 22. Februar – 01. März 2020 | Bus Nummer 3

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Irene Marti

Mit viel Herz und Begeisterung den Gästen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern und in der Ferne den Alltag in die Ferne rücken.

Weitere Infos

Wie wurdest Du Reiseleiterin?

Ich absolvierte eine kaufmännische Lehre und machte anschliessend in England und Italien Sprachaufenthalte. Um dann die Fremdsprachen zu praktizieren und mein Fernweh zu stillen, bewarb ich mich 1984 bei einem Zürcher Städteflugunternehmen als Reiseleiterin. Im April 1984 durfte ich meinen ersten Städteflug nach Budapest begleiten. Später kamen Rundreisen über den ganzen Erdball dazu. Seit nun gut drei Jahren bin ich für Holiday Partner unterwegs und erfreue mich an den Schönheiten unserer Nachbarländer.

Welche Eigenschaften braucht man um diesen Beruf professionell auszuüben?

Ich muss Menschen lieben, mich am Organisieren und Improvisieren erfreuen und mich für jegliche Religionen und Kulturen interessieren. Ich freue mich auf die car-tours-Reisen und trete engagiert für meine Gruppe ein.

Was sind Deine liebsten Reiseziele als Reiseleiterin?

Afrika; wenn ich an Namibia denke, diese Sanddünen, den Ethosa Park und dessen Tierwelt, die verschiedenen Völker vereint in diesem wunderbaren Land, dann schlägt mein Herz höher…. Ich liebe aber auch das aussergewöhnliche Myanmar mit seinen Tempeln und Pagoden und den Menschen, die den Überlebenskampf täglich in Angriff nehmen müssen. Aber auch in unserem Europa gibt es Reiseziele die durchaus eine Reise wert sind, ich denke da ans schöne Tirol mit seiner eindrücklichen Bergwelt, den Seen, der Glaskunst und nicht zuletzt wegen der Musik.

Was macht eine Car-Tours Reise aus?

Klassische Musik an einem schönen Ort; Blumenriviera, Donau oder immer wieder gerne Opernträume in Verona.

Verreist Du auch in den eigenen Ferien, wenn JA, wohin?

Ich wohne mit meinem Mann im Berner Oberland und in den Sommermonaten sind wir sehr oft in unserem Ferienhaus am Lago Maggiore – das sind Ferien für mich!

MANDELBLÜTEN AUF SIZILIEN

Mandelblüten – Frühlingszeit – lasst uns zusammen die Insel Sizilien erkunden!

Herzlich willkommen liebe Leser, zum Rückblick unserer wunderbaren Rundreise.

Behutsam und ruhig scheppert unsere Fähre dem Hafen von Palermo zu. Interessiert und voller Vorfreude stehen unsere Gäste auf dem Aussendeck oder warten geduldig im Schiff auf das Anlegen. Es ist schon dunkel und wir freuen uns auf unser erstes Abendessen im Hotel La Torre Mondello-Palermo. Das Hotel liegt direkt am Meer und am anderen Ufer spiegeln sich die Lichter der Häuser. Nach einem ersten Reisetag sinken alle müde ins Bett – Reisen ist anstrengend!

Nach einem reichhaltigen Frühstück besichtigen wir mit unserem Lokalen Reiseleiter «Don» Vittorio das laute und wunderschöne Palermo. Eine Stadt mit Charme, trotz dem hektischen Alltag. Wir lassen uns auf der Fussgängerpromenade einfach treiben. Den Nachmittag verbringen wir beim Besuch des Dom von Monreale «dem schönsten Gotteshaus der Welt». Die 94 Stufen vom Parkplatz bis zum historischen Zentrum nehmen meine Gäste mit Leichtigkeit. Die Strassenhändler, die sich jeweils auf den Treppen breit machen und ihre Sachen verkaufen, sind noch nicht da – zu wenig Touristen! Dieses Gotteshaus, ein fabelhafter Bau eines normannischen Königs aus dem 1200 Jahrhundert. Schon alleine das Eingangsportal aus Bronze mit den 42 Quadraten, in denen Szenen aus der Bibel abgebildet sind, sind einen Besuch wert. Aber da ist noch der schöne Kreuzgang mit seinen Säulen und alles dekoriert mit Mosaiksteinchen, die in der Nachmittagssonne funkeln. Nach dieser Führung geht unser Tag im Hotel zu Ende und wiederum sind wir froh, die Füsse hochlegen zu dürfen – Reisen ist anstrengend!

Nächster Tag; Tal der Tempel
Das von den Griechen erbaute Akragas – heutiges Agrigento beeindruckt. Viele schöne antike Tempel, die niemand in Sizilien erwartet hätte, stehen vor uns. Dorische Säulen mitten in dieser schönen Landschaft. Mandelbäume, Zitrusbäume, Agaven und knorrige Olivenbäume runden das Bild ab. Ja, wir sehen nun zum ersten Mal Mandelbäume in ihrem vollen Blust. Am Hafen von Agrigento lassen wir uns das Mittagessen munden und freuen uns auf die bevorstehende Weiterreise nach Taormina im Osten. Check-In im Hotel Antares und ein tolles Abendessenbuffet, an dem wir unsere hungrigen Bäuche vollschlagen – Reisen ist anstrengend!

Nächster Tag; Siracusa und Welt der Mandeln
Heute ist der Besuch auf dem Gutshof Busulmona angesagt. Wir wollen bei einem Mandelbaumbauer reinschauen und einiges über die diversen Sorten der angebauten Mandeln hören, wollen probieren und vielleicht auch Etwas kaufen. Nach einem schönen Spaziergang durch die Mandelbäume sind wir beim Hof der Familie angekommen und eine Angehörige führt uns in die Wissenschaft der Mandelbäume ein. Wussten sie, liebe Leser, dass Mandeln (kern)gesunder Superfood sind? Mandeln enthalten zwar einen hohen Kalorienwert, aber keine Angst, genau wie beim Olivenöl besteht hier das Fett hauptsächlich aus ungesättigten, also den gesunden Omega-Fettsäuren. Dann haben die Mandel-Ballaststoffe einen nützlichen Effekt; sie unterstützen das Wachstum probiotischer Bakterien im Darm. Mit anderen Worten, sie stärken unsere Abwehrkräfte. Mit Einkaufstaschen voller Gutsprodukten schlendern wir zurück zum Bus.

Ortygia ist der Name der kleinen Insel vor der Ostküste Siziliens, die das historische Zentrum der Stadt Siracusa bildet und nur wenige Meter vom Festland getrennt ist. Mittagshalt beim Piazza Duomo, vor der wunderschönen Kathedrale. Später besuchen wir den Archäologischen Park, das römische Amphitheater (das in spätrömischer Zeit vor allem für Gladiatorenkämpfe genutzt wurde), das griechische Theater mit 15.000 Plätzen (war einst das grösste Theater der Welt) und am Ende führt uns der Spaziergang zum Grab des Archimedes. Reisen ist anstrengend!

Nächster Tag: Ätna und Taormina
Schon an den vorangegangenen Tagen haben wir den Ätna mit seiner Rauchwolke aus allen Richtungen bewundert. Wir fahren mit unserem Bus auf 2200 m – der Ätna ist 3350Meter hoch. Ein kalter Wind weht über die schwarzen Lavaflächen, hier und dort hat es noch etwas Schnee. Einige kämpfen dem Sturm entgegen und gehen zum Krater, andere direkt zum warmen Cappuccino. Ja, dieser Ätna. Er ist für die Umgebung Fluch und Segen zugleich. Immer wieder ein besonderes Erlebnis diesem aktiven Vulkan so nahe zu kommen! Weiter geht’s nach Taormina, Hügelstadt an der Ostküste und St. Moritz des Siziliens genannt. Die Stadt liegt nur gerade 3km vom Italienischen Festland entfernt und als vor ein paar hundert Jahren die ersten Urlauber über die Strasse von Messina, der Meeresenge zwischen dem Festland und Sizilien kamen, wurde Taormina schnell zum Lieblingsort der Schönen und Reichen. Heute noch dient das Teatro Greco für Tanz- und Musikvorführungen. Wir schlendern auf der Corso Umberto I und bewundern die vielen eleganten Boutiquen und Juweliergeschäfte. Reisen ist anstrengend!

Letzter Tag auf der Insel: Cefalù und Palermo
Die Koffer sind gepackt und gespannt warten wir auf unseren letzten Ausflug, der uns nordwärts ins schöne Cefalù führt. Cefalù ist eine reizvolle mittelalterliche Stadt. Das Stadtbild ist geprägt von historischen Bauten rund um den Dom. Unser Gruppenbild haben wir vor der Kathedrale aufgenommen. Nach der Führung durch das Gotteshaus stand die Mittagspause an, manch Einer hat zum letzten Mal auf dieser Reise in einem Ristorante oberhalb des Meeres Fisch oder Meeresfrüchte gegessen. Am späteren Nachmittag fahren wir nach Palermo. Letzte Souvenirs werden gekauft und um 21.00h ist es an der Zeit zu boarden. Wir machen es uns auf der Fähre gemütlich und bei einer ruhigen Fahrt dürfen wir die Heimreise antreten. Bald sind alle Gäste in den Kabinen, denn – Reisen ist anstrengend!

Herzlichen Dank liebe Gäste für die gelungenen Tage in Sizilien, danke auch an unseren Don Vittorio für seine Erklärungen und Merci unserem Chauffeur Noldi für die umsichtige Fahrt und die gute Zusammenarbeit!

Reisen ist anstrengend – aber so nachhaltig beeindruckend!

Herzlichst und auf ein Wiedersehn freut sich Irene

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