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Kastelruther Spatzen Advent

Bericht vom 12. – 15. Dezember 2019 | Bus Nummer 9

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Heidi-Halter-NEU

Heidi Halter

Kaum zu Hause, zieht es mich wieder in die Ferne

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Nach Jahren in einem Bürojob wollte ich die letzten Jahre meines aktiven Berufslebens mit einer Tätigkeit ausfüllen die mir wirklich Spass macht.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Der Umgang mit Menschen, das Organisieren und Improvisieren, die immer wieder neuen Destinationen, die meist tollen Leute und die Zufriedenheit wenn sich die Gäste mit einem „danke, es war toll“ verabschieden nach einer Reise

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mein Bestreben, mit 100% zufriedenen Kunden von der Reise zurückzukommen.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Meist geht es auf einer Gruppenreise lustig zu, die Leute verstehen sich gut, können sich über das Erlebte austauschen und oft wird gelacht (oder gar gesungen) im Bus.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei car-tours.ch am besten?

Ich kann mich darauf verlassen, dass das Programm gut ausgearbeitet ist, dass die Hotels, Restaurants, etc. gut sind. Zudem kommt niemals Routine auf, jede Reise ist wieder anders.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich bin Schottland Fan geworden, ganz besonders die Highlands begeistern mich. Und…. Ich liebe Haggis.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Es gibt unzählige Reisen die ich gerne machen würde und wenig bis keine Destinationen die mich nicht interessieren. Der absolute Hit wäre natürlich eine Reise zu den Nordlichtern, da ich von Astronomie und allem was damit zusammenhängt fasziniert bin.

Was auf jeder Reise unverzichtbar?

Das NW Fähnli ist immer dabei

Welches Buch darf auf keiner Reise fehlen?

Habe während der Reisen keine Zeit zum lesen ?

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Sankt Petersburg habe ich privat schon besucht, würde aber eine car-tours-Reise dorthin absolut super finden.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Wir fuhren auf einen Parkplatz in Schottland, da sagte der Chauffeur „super, da um die Ecke sind ja auch gleich Toiletten“. So liess ich die Leute aussteigen und schickten sie in die Richtung dieser Toilette. Sie kamen alle wieder und sagten, dass sie keine Toiletten gefunden haben… Als ich dann nachschauen ging, kam ich zu einem Schild wo stand „To let“. Wir alle (auch der Chauffeur) haben uns köstlich darüber amüsiert und lachten wenn immer wir ein „to let“ Schild sahen während der ganzen Reise.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast und dein schönstes Erlebnis bei car-tours.ch Reisen?

Eine ganze Gruppe Westschweizer Gäste dankte mir mit dem wunderschönen Lied La Montanara zum Abschied. Das ging echt unter die Haut, es waren sehr gute Sänger in der Gruppe und ich musste mir fast ein Tränchen der Rührung wegwischen.

Wohin reist du privat?

Für private Reisen zieht es mich in den asiatischen Raum.

Kastelruther Spatzen Advent

Südtirol, das ist eine aufsehenerregende und sagenumworbene Landschaft zwischen alpinen Alpenzügen und mediterranen Weinlandschaften, inmitten der Schönheit der Dolomiten gelegen. Hier gibt es die bekannten Südtiroler Spezialitäten, Europas grösste Apfelplantagen, Wein von 20 verschiedenen Rebsorten und den leckeren Speck, einen mild geräucherten und gutgereiften Rohschinken.

Südtirol, ist einer der begehrtesten Lebensräume Europas mit über 300 Sonnentagen. Es ist das Zusammentreffen der italienischen, deutschen und ladinischen Sprache. Und mitten im Südtirol liegt das wunderschöne Dorf Kastelruth, weitherum bekannt durch die Spatzelruther Spatzen. Nebst dem legendäre Spatzen Konzert, laden die Musikanten im Dezember zum Weihnachtskonzert in ihrem Dorf, das unterhalb der Seiser Alm im Schlerngebiet der Dolomiten gelegen ist.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass wir uns alle freuen, auf diese 4 tätige Reise in das schöne Südtirol, mit dem Besuch des Kastelruther Weihnachtsfestes.

Am Nachmittag des ersten Reisetages treffen wir in Feldthurns ein, wo wir bereits von der Familie Brunner im Hotel Oberwirt erwartet werden. Das schöne Hotel liegt genau gegenüber vom Schluss Feldthurns, das bereits im Mittelalter von den Bischöfen von Brixen als Sommerresidenz auserkoren wurde. Der Ort liegt inmitten von Apfelplantagen und Kastanienbäumen. Um es genauer zu sagen, es gibt in Feldthurns genau 3326 Kastanienbäume. Und wie überall im Eisacktal, werden die Kastanien besonders beim Törggeln geschätzt, diese jahrhundertealte Tradition, wo die Bauern ihre Mitarbeiter zu einem guten Schmaus einladen mit Leckereien aus Küche und Keller, wie Speck, Kohl, Geselchtes und eben als Nachspeise mit Krapfen und den gerösteten Kastanien. Dazu wird der neue Wein verkostet.

Die Törggelsaison ist vorbei, aber nichtsdestotrotz werden wir im Hotel mit einem sehr guten Nachtessen verwöhnt. Zufrieden, dass die Reise so gut verlaufen ist, zufrieden mit dem schönen Hotel und der Gastfreundschaft der Besitzerfamilie und des Personals, sitzen wir alle beim Nachtessen, als plötzlich beim Dessert der Samichlaus anklopft. Er ist mit einem Kinderwagen voller Geschenke unterwegs, drückt mir eine rote Zipfelmütze auf den Kopf und erklärt mich zum Hilfs Weihnachtsmann. Zusammen kurven wir mit dem Kinderwagen zwischen den Tischen und der Samichlaus übergibt jedem Gast eine wunderschöne Teetasse.

Nach einem währschaften Frühstück verlassen wir Feldthurns am kommenden Morgen, nicht ohne vorher im Schnee noch schnell ein Familienfotos geknips zu haben. Dann sind wir auf der Fahrt nach Brixen, die Apfelplantagen liegen im Schnee, alles ist weiss angezuckert und es ist sehr kalt. In Brixen, dem schönen Alpenstädchen können wir nebst dem schönen Weihnachtsmarkt mit den kulinarischen und kunsthandwerklichen Bijous auch den barocken Dom und den schönen Kreuzgang besichtigen. Es schneit und ist sehr kalt, genau die richtige Stimmung für diesen Weihnachtsmarkt. Made in China Produkte sieht man hier nicht, stattdessen setzt die Region auf lokales Kunsthandwerk und landwirtschaftliche Produkte. Am Nachmittags geht es dann weiter, etwas im Tal entlang und dann steigt die Strasse wieder auf gut 1000 Meter Höhe nach Kastelruth. Unser Chauffeur Michi nimmt die Kurven gekonnt und bald sind wir vor dem Sportzentrum, wo das Weihnachtskonzert stattfinden soll. Wir haben Zeit, uns gemütlich einzurichten an unseren Tischen und dann beginnt das Konzert mit wunderschönen Melodien. Als 4 Männer mit tiefen Stimmen BAJAZZO anstimmen, läuft es mir echt kalt den Rücken hinunter, so ergriffen bin ich. Die Kastelruther Spatzen erfreuen uns mit bekannten und neuen Klängen, alles ist sehr besinnlich, die Bühne ist mit einem riesigen Christbaum geschmückt, auf den Tischen flackern Kerzen. Einfach schön. Auch der Weihnachtsgeschichte lauschen wir ergriffen.

Die Fahrt zurück nach Feldthurns ins Hotel am Abend verläuft recht schweigsam, alle geniessen die schön verschneite Abendstimmung und lassen die wunderschönen Klängen nachhallen.

Am nächsten Morgen geht die Fahrt wieder hinunter in Tal und auf der Brennerautobahn fahren wir nach Meran. Der Himmel ist strahlend blau und die Temperaturen in Meran verlocken, einen Café oder Aperitif draussen auf einer Terrasse zu trinken oder eine feine Brezel mit Speck zu kosten. Wir alle kennen die Sissi Filme und wissen, dass die Kaiserin 1870 zum erstenmal in die Thermalstadt Meran kam, um vom Thermalwasser und vom milden Klima zu profitieren. Heute allerdings ist die Sissi Stadt weihnachtlich geschmückt, auf beiden Seiten der Passer stehen die Weihnachtsbuden, übergrosse Weihnachtskugeln und Imbissstände. Man fühlt sich in dieser Stadt, die umgeben ist von hohen Bergen wirklich wie irgendwo im Mittelmeerraum, überall stehen Palmen, Oleandersträuche und andere südländische Pflanzen. Wir hätten den ganzen Tag hier verbringen können, aber wir wollten noch in den Hauptort des Südtirols, nach Bozen. Auch dort war vor der Kirche auf dem Waltherplatz ein Weihnachtsmarkt aufgebaut. Weihnachtsschmuck, Tannzapfenkränze, bemalte Glaskugeln, Stickereien, handgezogene Kerzen schmücken die Stände. Die Statue von Walther auf der Vogelweide drohnt auf seinem Sockel und scheint das Gedränge und Getummel belustigt zu beobachten. Hier haben wir nochmals Zeit, die letzten Weihnachtsgeschenke einzukaufen, ein Stück des köstlichen Südtiroler Specks zu verkosten oder einen Glühwein zu trinken.

Zu spät wollen wir am Abend nicht ins Hotel zurückkehren, denn auf dem Menuplan steht ein Galadinner. Wir alle sind gespannt darauf und niemand wurde enttäuscht, es war ein köstliches Essen und mit viel Applaus liessen wir die beiden Köche hochleben und dankten ihnen für das ausgezeichnete Essen, mit dem sie und an den drei Abenden verwöhnt hatten.

Ja, und dann war schon der Tag der Rückreise da. Viel zu schnell war die Zeit hier im Südtirol verflogen. Als Andenken übergab uns der Samichlaus, sprich Stefan von Südtirol Concerts, ein kleines Andenken. Als kleines Dankeschön hatte er unser Gruppenbild hübsch eingerahmt in Bilder vom Südtirol und mit einem Schön, dass es dich gibt Herz versehen.

Ja, wir wurden wirklich verwöhnt hier, da waren wir uns alle einig. Ich bin sicher, dass wir alle noch recht lange an diese schönen Vorweihnachtstage Tage im Südtirol zurückdenken werden.

Allen wunderschöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Herzlich, eure Reiseleiterin

Heidi

 

 

 

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