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Karneval in Venedig

Bericht vom 21. – 24. Februar 2020 | Bus Nummer 12

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Susanna Giovanoli

Carnevale di Venezia

 

LA VITA È BELLA

 

Venedig – die Lagunenstadt – ist mit Sicherheit eine der prachtvollsten Städte der Welt und so was wie ein Star unter den Städten der Welt.

Zigmal fotografiert und immer wieder beschrieben ! Gäbe es Venedig nicht, keiner würde auf die Idee kommen, diese Stadt zu erfinden.

Venedig, eine uralte, aus 118 Inseln bestehende Stadt in einer Lagune.

  • Paläste, die auf Stelzen stehen.
  • ein Ort, der eine mächtige Vergangenheit hat.
  • Die Bauwerke sind von künstlerischer Schöpferkraft und die Kanäle geben der Stadt eine ungeahnte Einzigartigkeit.
  • Die Feuchtigkeit der Kanäle fordert von den Bauten ihren Tribut.
  • Der Putz der Fassaden bröckelt, wenn er denn überhaupt noch vorhanden ist.
  • Doch dies ist auch Teil der Lebendigkeit Venedigs, deren Mauern wie alles Lebende eben auch vergänglich ist.
  • Dem Stadtbild verleihen diese „Unzulänglichkeiten“ einen morbiden Charme.
  • Wasser nagt von allen Seiten an den Grundfesten der Stadt und sorgt dafür, dass sie über kurz oder lang untergehen wird.
  • Gleichzeitig ist Venedig die Stadt der Liebenden, der Muschelfischer, der Wassertaxis, der Gondolieri und schwarzen Gondeln auf dem Canale Grande, der geschwungenen Brücken, der grossen Hotels, von Comissario Brunetti….

….und last but not least – die Stadt des Carnevale.

 

Der Karneval von Venedig ist ohne Zweifel nach dem Karneval in Rio die be­kann­teste Karneval-Ver­anstaltung der Welt.

Auch 900 Jahre nach seiner ersten geschichtlichen Erwähnung, geht vom Carnevale di Venezia eine Faszination aus, die an­dere Veranstaltungen dieser Art nicht erreichen….

….und genau deswegen oder unter anderem deswegen, fahren wir – die car tours Gruppe des Busses 12, kommend ein bisschen aus der ganzen Schweiz – in die wunderschöne Lagunenstadt.

Die ersten Gäste treffe ich bereits frühmorgens in Basel. Nach den weiteren Einsteigeorte Aarau, Zürich, Pfäffikon und der Autobahnraststätte Heidiland fahren wir via San Bernardino und erst noch bei strahlendem Wetter Richtung Süden.

Wir sind eine Gruppe, die sich schon bald als eine fröhliche, freundliche, harmonierende und pünktliche Truppe herausstellt. Unser charmanter Chauffeur Yvo fährt uns ruhig und sicher durch die Poebene an Mailand, Bergamo, Brescia, Verona, Vicenza und Padova vorbei bis nach Lido di Jesolo. Im Hotel Miami, unser Quartier für die folgenden drei Nächte, werden wir bereits von den freundlichen Mitarbeitern mit dem Nachtessen erwartet.

 

Ausgeschlafen und gestärkt mit einem feinen Frühstück fahren wir am zweiten Tag bei strahlendem Wetter nach Punta Sabbione. Von dort geht’s mit unserem Privatboot in einer halben Stunde nach Venedig in die Nähe des Markusplatzes.

Am Markusplatz startet unsere Stadtführung mit den beiden lokalen Führern Lucia und Max. Dabei lernen wir den Zauber von „la Serenissima“, die durchlauchteste Republik kennen. Spuren bewegten Lebens, Ruhm und Verfall dicht neben­ein­ander. Wir spazieren durch enge Gassen, treppauf, treppab über Brücken, durch stille Hinterhöfe über viele Campi und erfreuen uns überall dieser Maskenmenschen – anmutig und zauberhaft. Auf den Kanälen lachen uns die Gondolieri zu…. eine einzigartige Stimmung. Wir fühlen uns wie in eine andere Zeit versetzt.

 

Im 17. und im 18. Jh. erlebte der Karneval mit prunkvollen Festen seine Glanzzeit. Im Schutz der Maske konnte man das ausschweifende Leben geniessen. Man darf nicht vergessen, dass Vene­dig im 18. Jh. die Welt von Gia­como Ca­sa­nova war, eine Stadt, die sich den schönen Künsten und der Ero­tik hinge­ge­ben hatte.

Der Carnevale di Venezia, wie wir ihn heute kennen, wurde erst 1979 wie­der­belebt. Ausgelöst wurde er durch den Film „Casanova“ von Federico Fellini.

Heutzutage wird der Karneval offiziell 10 Tage vor Aschermittwoch mit dem tra­ditionellem En­gels­flug auf dem Markusplatz eröffnet. Von diesem Zeitpunkt an gibt es in der Stadt auf verschiedenen Bühnen künstlerische und artistische Darbietungen. Das Haupt-Spektakel findet in den engen Gassen zwischen Markusplatz und Rialtobrücke statt, aber auch auf vielen bekannten Plätzen, in den Höfen der Palazzi, in den Gassen und auf den Kanälen, wo die sehr aufwendig verkleidete Leute tags und nachts herumflanieren, feiern, singen, tanzen und sich vergnügen.

Das Besondere am Karneval in Venedig sind die farbenprächtigen Masken, die es erlauben, die eigene Identität zu verstecken und in eine neue Rolle zu schlüpfen. Für ein paar Tage im Jahr gibt man sich dem Karneval hin und kann Sorgen, soziale Stellung, Alter und das eigene Ich gegen eine Illusion eintauschen.

 

Der dritte Tag führt uns, wiederum mit einem Vaporetto und wiederum begleitet von zwei lokalen Führerinnen, diesmal sind es Rosanna und Manola, auf die Insel Burano. Das malerische Inseldorf ist die Wiege der Spitzenstickerei, eines sehr ertragreichen Erwerbszweiges der Venezianerinnen vom 16. Jh. Typisch für Burano sind auch die vielen kleinen in jeweils einer zu den Nachbarhäusern kontrastierenden kräftigen Farbe gestrichenen Fischerhäuser, die sich in den Kanälen spiegeln und die die Individualität der jeweiligen Hausbesitzer betonen. Diese kuriose Farbenpracht zieht heute noch viele Maler und Fotografen auf die Insel.

Heute ist die Lagune und Murano mystisch in Nebel gehüllt, für den Zauber des Carnevale perfekt inszeniert.

Ach – dürften wir doch nur mehr Zeit in Murano verbringen !

 

Das Vaporetto fährt uns weiter nach Murano, eine kleine Inselgruppe nordöstlich der Altstadt von Venedig. Murano ist bekannt für ihre Glaskunst. Die Inselgruppe besteht aus sieben Einzelinseln, die durch acht Kanäle voneinander getrennt und durch elf Brücken miteinander verbunden sind.

Muranoglas ist zum beliebten Sammlerartikel geworden. Dabei ist aber deutlich zu unterscheiden zwischen Glasgalerien, in denen die zeitgenössischen Arbeiten venezianischer Studioglaskünstler ausgestellt und verkauft, und touristischen Souvenirläden, die in Serienproduktion in China hergestellte Glasobjekte vertreiben.

Fasziniert verfolgen wir die Herstellung einer kleinen Vase und eines „Ferrari-Pferdchens“ und wissen nun über die verschiedenen Herstellungsarten der Glaskunst.

Zurück in Venedig tauchen wir noch einmal in den Zauber des Karnevals ein und staunen weiter über dieses inszenierte Schauspiel. Unendlich vielfältig und wunderschön sind die Kostüme und die Masken. Niemand kann sich diesem faszinierenden bunten und bi­zar­ren Theaterspiel entziehen!

 

Bereichert mit vielen neuen Eindrücken treten wir am vierten Tag die Heimreise an. Manch einer von uns döst vor sich hin und träumt und zehrt von den vielen schönen eben erst gelebten Erlebnissen am «CARNEVALE DI VENEZIA».

 

Venedig ist definitiv eine Stadt, die man in seinem Leben nicht nur einmal besuchen sollte !

 

Ein grosses Dankeschön an jeden einzelnen von Euch, liebe Gäste! ….dass wir diesen Zauber in Venedig zusammen erleben durften, für die gute Laune, die Freundlichkeit, das Mitmachen, die Pünktlichkeit…. und natürlich auch ein grosses Dankeschön an unseren tollen Busfahrer Yvo, der die vielen Kilometer landauf und landab so souverän und einwandfrei gefahren ist.

 

Gerne wieder ein andermal – mit Euch allen !

 

Herzlichst, Eure Reiseleiterin, Susanna Giovanoli

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