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Goldener Herbst auf dem Rhein

Bericht vom 30. Oktober – 6 . November 2019 | Bus Nummer 10

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Franziska-Megert-Neu

Franziska Megert

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen. (Johann Wolfgang von Goethe)

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Wie bist du Reiseleiterin geworden?

Ich war vor ein paar Jahren sehr lange zu Fuss, nur mit meinem Rucksack, unterwegs und habe dabei erfahren, dass ich meine bisherige Tätigkeit ändern möchte. Anfangs wusste ich noch nicht genau was dies beinhalten sollte. Fest stand nur, dass es eine Arbeit sein sollte, die mich vermehrt in Kontakt mit Menschen bringt. Schritt für Schritt wurde ich Reiseleiterin.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Die Nähe zum Menschen gefällt mir besonders gut. Ich kann 1:1 spüren, wie es den Gästen geht und allenfalls etwas dazu tun, damit auch alle zufrieden sind. Die Arbeit hat auch eine gewisse kreative Seite. Das gefällt mir gut. Zudem kann ich selbständig handeln. Als sehr schön empfinde ich auch immer die tollen und lieben Worte am Schluss einer Reise.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Mir wurde letzthin gesagt, ich sei „die Reiseleiterin mit Herz“. Ich denke, dass dies eines meiner Merkmale ist, welches mich auszeichnet. Ich bin voll mit dem Herzen dabei. Dieses Aussage hat mich sehr gefreut.

Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Einerseits darin, dass man ohne grosse Vorbereitung und Verantwortung auf Reisen gehen kann. Es wird gut zu einem geschaut und bei Problemen hat man gleich eine Ansprechperson vor Ort. Andererseits gibt es auch immer wieder die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und nette Bekanntschaften zu machen.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei Car Tours am besten?

Ich persönlich finde es schön, den Leuten Freude zu schenken und Ihnen ein gutes Gefühl auf den Weg zu geben.

Was unterscheidet Car Tours Reisen von anderen Reisegesellschaften?

Von Vorteil ist sicherlich, dass jede Reise von einem Schweizer Reiseleiter/in begleitet wird. So kann sich der Fahrer auf die Fahrt konzentrieren, was im heutigen Verkehrsaufkommen sehr wichtig ist und die Reiseleiter/in kann sich vollumfänglich den Gästen widmen.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Ich liebe Italien, weil ich die Leute mag, das Essen super finde und diese ungezwungene „Italienità“ schätze.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Ich freue mich sehr, das Polarlicht zu sehen. In dieser Zeit liegt einfach ein Zauber inne.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Die Fröhlichkeit muss unbedingt an Bord sein. Auch das seriöse Vorbereiten und das liebevolle Führen der Gruppe. Habe ich diese drei Dinge „dabei“, kann nichts mehr schief gehen.

Wer ist dein Held in der Geschichte des Reisens?

Der Norweger Fridtjof Nansen, der 1888 als Erster Grönland durchquert hatte. Er versuchte bei seinerFram-Expedition (1893–1896) den Nordpol zu erreichen. Dabei liess er sich mit seinem Schiff Fram vom Packeis einschließen, um die natürliche Eisdrift des Arktischen Ozeans zu nutzen.

Verrate uns deinen unerfüllten Reisetraum?

Ich hatte leider noch nie die Chance nach Peru zu fliegen. Dort möchte ich gerne den Inka-Trail zu Fuss gehen und auf dem Machu-Picchu steigen.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Ich hatte eine unglaublich lustige Gruppe im Tirol. Dabei sind wir abends noch in der Bar gesessen und haben uns die Bäuche vor Lachen gehalten.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Du bist die Reiseleiterin mit Herz.

Wohin reist du privat?“

Ich mache gerne Ayurveda-Kuren in Sri Lanka, auch bin ich gerne zu Fuss auf dem Jakobsweg unterwegs.

Goldener Herbst auf Rhein und Mosel

Eine ganz spezielle Reise nimmt am Mittwoch, den 30. Oktober in Basel ihren Anfang. Bis vor einigen Tagen, das heisst bis letzten Freitag, war unsere Reise „Goldener Herbst auf dem Rhein“ eigentlich anders geplant. Doch, wie es so passieren kann, hat ein Leck an unserem vorgesehenen Schiff sicher einige Leute ins Schwitzen gebracht und andere enttäuscht. Vom Freitag bis spätestens am Montag mussten schliesslich alle Gäste, die diese Reise gebucht hatten, darüber informiert werden, welche Lösung ihnen Car-Tours anzubieten hätte. Sie konnten sich entscheiden, ob sie trotz Änderung der Route, welche nicht mehr bis Amsterdam, dafür noch auf die Mosel führen würde, mitreisen wollen . Ein grosser Einsatz unserer Verantwortlichen hat dank ihres Wochenendeinsatzes einen Hit gelandet. Sie fanden ein anderes Schiff, welches unsere Gäste überhaupt noch aufnehmen konnte und zudem eine ähnliche Reise anbot.

Leider hatte ein Grossteil der Gäste kein Interesse mehr, dafür die zehn noch übrig gebliebenen umso mehr und sie sollten es nicht bereuen.

Man stelle sich vor: Von Basel bis Köln werden wir von unserem Chauffeur Arun mit einem 48 Plätzer Bus gefahren. Er wird uns auch bei jeder Anlegestelle vom Schiff abholen und auch wieder zurück bringen, nachdem wir unsere Besichtigungen beendet haben und das für 10 Gäste! Dann ein wunderschönes Schiff namens MS Rhein Symphonie mit gediegenen, geräumigen Kabinen mit Balkon, das uns in Köln erwartet.

Der erste Abend auf dem Schiff, alle hatten ihre Kabinen bezogen, trafen wir uns im schönen, mit weissen Tischdecken präsentierten Speisesaal und alle waren hell begeistert von ihren grossen Kabinen. Oh, welch ein Luxus, da hat sich aber Car Tours etwas einfallen lassen….. tönte es von allen Seiten. Wir hatten zwei Tische nebeneinander und wurden von einem ägyptischen Kellner namens Mostafa bedient als wären wir Königinnen und Könige. Er las uns alle Wünsche von den Lippen ab und er wusste schon nach 2 Tagen, wer Kaffee oder Tee zum Frühstück trinken möchte.

Ein ganz besonderer Tag war schon Tag 2. Morgens legten wir bereits am verträumten, romantischen Städtchen Cochem an der Mosel an. Es ist umgeben von Rebbergen, welche golden leuchten. Den uns zur Verfügung stehenden Vormittag geniessen alle nach eigenem Gusto. Ein paar sind durch die schmalen Gässchen geschlendert und sind bis zur hochgelegenen Burg spaziert. Andere haben mit einem gelben Tschu tschu-Bähnchen eine halbstündige „Stadtrundfahrt“ absolviert, und sind danach noch mit einer Seilbahn den Hügel mit dem Binninger Kreuz hochgefahren, von wo man einen grossartigen Ausblick auf die Mosel und ins Tal runter hatte. Wieder zurück auf dem Schiff wartete schon ein herrliches Mittagessen oder ein „kleiner“ Lunch auf uns. Nach dem Mittagessen hiess es aber schon wieder Leinen los und wir verlassen Cochem und gleiten auf der sich sanft durch die Rebberge schlängelnden Mosel weiter in Richtung Traben-Trarbach, wo wir bereits bei Dunkelheit ankommen.

Der nächste Tag wurde etwas intensiver, jedoch sehr interessant. Das Wetter war nicht mehr gar so sonnig, aber für den vormittäglichen Stadtrundgang gerade richtig. Bernadette, eine sehr liebenswürdige Bewohnerin von Traben-Trarbach begleitet uns mit Informationen über Geschichte und Traditionen durch die Gassen und zeigt uns die sich noch hier befindlichen Fachwerkhäuser. Anfangs des 20. Jahrhunderts gab es einen Grossbrand, dem die meisten dieser alten Fachwerkhäuser zum Opfer fielen. Nach dem gemütlichen und informativen Spaziergang verabschieden wir uns bereits wieder von Bernadette und begeben uns zurück auf unser Schiff. Nach dem Mittagessen gibt es endlich wieder ein Wiedersehen mit unserem Fahrer Arun, der uns nun noch zu einer Weinprobe nach Körv bringt. Schliesslich befinden wir uns hier in einem äusserst berühmten Weinanbaugebiet! Im Weinkeller HERMES begrüsst uns der Senior Gutsherr und gibt uns einen tiefen Einblick in die Weinherstellung vom Rebbau bis in den Keller. Das heisst, Informationen über die Aufgaben eines Winzers, seine Rebberge, seine Rebsorten und seine Weine, wovon wir im Anschluss an seine interessanten Ausführungen fünf verschiedene goldene Tropfen aus seinem breiten Sortiment degustieren können. Ein Genuss für alle die gerne Wein trinken und bereit sind, auch einen Wein aus einer Gegend kennen zu lernen, die sie bisher nicht kannten. Anschliessend an diesen genüsslichen Nachmittag fährt Arun mit uns zurück zu unserer Rhein Symphonie. Heute Abend nach dem Nachtessen beschliessen wir den schönen Tag noch bei Musik und Tanz.

So geht es auch noch die nächsten Tage mit Stadtbesichtigungen in Mainz, seiner in warmen Rottönen gehaltenen Altstadt mit ihrem Fachwerk und den vielen Brunnen und dem Gutenberg Museum weiter. Unser Führer mit dem lustigen Namen „Umsonst“ hat uns die Stadt in allen Facetten sehr interessant und mit einem speziellen Charme näher gebracht. Mannheim/Speyer, dann Strassbourg, das sich uns bereits im weihnachtlichen Kleid vorstellt und wo wir auch wieder von einer ausgezeichneten Führerin durch die geschichtlich sehr turbulenten Zeiten der Stadt eintauchen konnten und die Fachwerk Idylle des kanaldurchzogenen Gerberviertels „La Petite France“ bestaunen und entdecken durften. Als nächstes folgt noch Koblenz, und hier bringt uns unser Bus hinauf zur Festung Ehrenbreitstein wo uns auch wieder eine sehr nette Dame zur Führung empfängt und wir danach über die Wichtigkeit dieser Festung, die über dem Zusammenfluss von Rhein und Mosel thront, erfahren. Diese Besichtigung hat unser Ausflugsprogramm beendet, denn heute Abend nimmt unsere MS Rhein Symphonie Kurs auf Köln und von da geht es wieder mit Arun zurück nach Basel, wo uns wie wir in den letzten Tagen so hörten, etwas kühleres Wetter erwartet.

Wir geniessen nochmals ein hervorragendes Nachtessen und lassen die Reise mit einem gemütlichen Abend bei Musik zu Ende gehen.

Überall begleiteten uns sicher die liebenswürdigsten und die besten Local Guides. Wettermässig hatten wir so viel Glück, dass wir die Schirme, ausser vielleicht die 5 Minuten vom Bus in den Weinkeller und 3 Minuten auf der Festung, auf dem Schiff hätten lassen können.

Alle zehn Mitreisenden haben sich in Basel nochmals für den Luxus dieser schönen Reise bedankt. Sie würden sicher wieder mit Car Tours reisen und mir wäre es eine grosse Freude, Euch alle wieder auf neuen Wegen begleiten zu dürfen! Ein Dankeschön auch an Arun, unseren guten und liebenswürdigen Fahrer.

 

Auf ein Wiedersehen, Eure Franziska Megert

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