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Frühling in Venedig

Bericht vom 09. – 12. Mai 2019 | Bus Nummer 5

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Steffy Wunderlich

Die grösste Sehenswürdigkeit ist die Welt—sieh sie dir an!!

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiterin geworden?

Durch meine Kollegin Gisela Jähn. Sie arbeitet schon einige Zeit bei Cartours.

Was zeichnet dich als Reiseleiter aus?

Meine gute Laune und grosse Einsatzbereitschaft-immer das beste für die Kunden „rauszuholen“.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Zur Zeit Venedig. Ich bin einfach jedesmal überwältigt von dieser geheimnissvollen Stadt mit ihren hunderten Gassen. Man kann bei jedem Besuch etwas neues entdecken und kann nie sagen, man kennt schon alles.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Gute Laune, gute Vorbereitung, gute Zusammenarbeit mit Chauffeur.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Bei einem Aufenthalt in Venedig liessen sich ein paar Gäste von einem Cartoon-Maler malen. Aber ich musste es als Erste auf den Stuhl des Künstlers. Es wurden Tränen gelacht. Später wurden die Kunstwerke im Bus herumgezeigt. Ein Gaudi. Das Bild hängt als schöne Erinnerung in meiner Wohnung.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Es gibt immer wieder schöne Komplimente von den Gästen. Das schönste ist jedoch am Ende eines jeden Tages ein Lächeln auf den Gesichtern unserer Gäste.

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Frühling in Venedig

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Ein wohl unschlagbares Frühlingsangebot!

Venedig, Burano oder Murano? Wo ist es schöner?

Unsere Reise geht los im kalten St.Gallen, führt uns über Winterthur, Zürich und Luzern. In Luzern sind wir komplett und Kurt und ich erklären den Bus. Die Reise kann starten.
Viele Gäste waren schon in Venedig, die wenigsten aber auf Burano und Murano.
Durch den knapp 17 km langen Gotthard-Tunnel geht es heute ohne Stau Richtung Süden. Vorbei an Como und Mailand. Es wird etwas wärmer in der Region vom Gardasee. Der Gardasee ist ein sehr beliebtes Feriendomizil, kann man sich doch dort auf Wanderungen, Wassersport oder einfach nur beim Baden erholen. Bekannte Orte sind Sirmione, Riva del Garda und Malcesine mit seiner schönen Scaligerburg. Unser Ziel ist heute jedoch Lido di Jesolo. Der gekannte Badeort mit seinem 15 km langen Sandstrand an dem tausende von Liegestühlen und Sonnenschirmen stehen.

Am späten Nachmittag haben wir das Hotel Bolivar in Lido di Jesolo erreicht. Schnell werden die Koffer aufs Zimmer gebracht und es geht ab an den Strand. Trotz der kühlen Temperaturen baden wir unsere Füsse im Meer und es werden ganz viele Fotos gemacht. So können die Kurzferien beginnen.
Es geht nach Venedig. Am Morgen fahren wir nach Punta Sabbioni, dort wartet unser Schiff nach Venedig. Capitano Sante wartet schon am Steg der Il Dodge. Er ist für den reibungslosen Ablauf und die Einteilung der Boote zuständig. Wir freuen uns sehr, einander zu sehen, kennen wir uns doch schon einige Jahre von vielen Reisen. Schnell sitzen wir auf dem Boot und los geht’s in die Lagunenstadt zu unserer Stadtführung.

Venedig und seine Lagune stehen seit 1987 auf der Liste der UNESCO Liste des Weltkulturerbes. Sie inspirierten besonders die Künstler und Venedig wurde zu einer der meistbesuchten Städte.
Die Stadt Venedig entstand auf mehr als 120 ehemalige sumpfigen Inseln. Sie wurden durch über 400 Brücken miteinander verbunden. Es entstand der Stadtstaat Venedig, der innerhalb kürzester Zeit an Reichtum und Macht gewann. Das Wappentier Venedigs ist der geflügelte Löwe von San Marco, der die Verbindung von Phantasie und Macht der Stadt verdeutlicht und den scheinbaren Sieg über die Schwerkraft darstellen soll.
Venedig hat so viele Sehenswürdigkeiten. In einer 2 stündigen Stadtführung sehen unsere Gäste die wichtigsten:

Markusplatz:

Er stammt aus dem 9. Jahrhundert, als vor einer bescheidenen Markus-Kirche eine kleine Freifläche entstand. Seit dieser Zeit war der Platz ein Ort für die Ankündigungen und Staatsakte. Heute Touristenmagnet besiedelt mit Cafe’s. Den teuersten Kaffee gibt es sicher auf dem Markusplatz in Venedig.

Basilica di San Marco:

Der Markusdom war bis 1797 das zentrale Staatsheiligtum der Republik Venedig. Nach dem Fall der Republik ist der Markusdom seit 1807 die Kathedrale der Patriarchen von Venedig.

Dogenpalast:

Einer der bekanntesten Bauwerke der Stadt. Der erste Bau aus Holz wurde bereits im 9. Jahrhundert errichtet. Die Nachfolgebauten folgten im 12., im 14. und 15. Jahrhundert. Der Dogenpalast war über achthundert Jahre lang Sitz des Dogen und der Regierung der Venezianischen Republik.

Canal Grande:

Er ist, der Name sagt es, der grösste aller Kanäle in Venedig. Mit etwa 4 km verläuft er durch das gesamte Stadtzentrum. Die Hauptwasserstrasse ist zwischen 30 und 70 m breit und bis zu 5 m tief.

Rialtobrücke:

Die bekannteste Brücke überspannt den Canal Grande in einem 28m weiten Bogen und ruht auf 12.000 Eichenstämmen. Frisch renoviert strahlt sie im Sonnenlicht.

Gondeln:

Im 16.Jahrhundert war die Gondel das Fortbewegungsmittel Nr.1. 10.000 waren damals im Betrieb und dienten nicht nur dem Transport sondern fungierten auch als Statussymbol für reiche Venezianer. 1562 wurde die Farbe Schwarz vorgeschrieben um der ausufernden Prunksucht venezianischer Bürger Einhalt zu bieten. Eine neue Gondel kostet heute ca. 20.000 bis 30.000 Euro. Ca. 500 solcher Gondeln fahren heute durch Venedig. Die Fahrten für die Touristen dauern 30 min. Wenn man Glück hat, singt der Gondoliere ein Ständchen.

Der Nachmittag bleibt für eigene Entdeckungstouren frei. Gondelfahrt, Gelati, Shopping, zu was auch immer unsere Gäste Lust haben. Die Sonne ist unser treuer Begleiter.
Doch unsere Gäste sind etwas erschrocken – soooo viele Touristen in der Stadt. Dabei waren es heute eher wenig, es ist noch keine Hochsaison.
Wir treffen uns am Bootsanleger und Capitano Sante winkt zum einsteigen. Das Schiff setzt über auf Punta Sabbioni und Kurt fährt uns ins Hotel. Auch heute endet der Tag mit einem Spaziergang am Strand. Es ist einfach zu schön.

Inselhüpfen ist angesagt.

Ria, unsere lokale Reiseleitung, wartet bereits am Schiff auf uns.
Burano ist unsere erste Insel. Schon bei der Anfahrt sieht man die bunten Häuser und den schiefen Kirchturm. Bei einem Rundgang zeigt uns Ria die Mini-Insel und die schmalen Gassen. Ebenso können wir die süsse Spezialität Buranelli probieren, ein Keks aus viel Butter und vielen Eiern (bitte nicht nach den Kalorien fragen). Typisches Handwerk auf dieser Insel sind die Spitzenmacherinnen. Man kann ihnen bei der Arbeit zuschauen und natürlich auch eine Decke oder ähnliches mit nach Hause nehmen.

Aber warum sind die Häuser so bunt? Natürlich gibt es dazu eine Legende:
Die Männer der Insel Burano sind schon seit langen Zeiten Fischer und fahren aufs Meer hinaus. Wenn sie wieder in den Hafen kamen und ihre Arbeit erledigt hatten, gingen sie gerne ein Bier (manchmal auch mehr) trinken. Da kam es oft vor, das die Männer zum falschen Haus heimkamen, weil alle Häuser die gleiche Farbe hatten. Die Ehefrauen fingen an, die Fassaden bunt zu streichen in der Hoffnung, die Männer finden ihr Haus besser… ob es funktioniert hat??? Wer weiss? Die älteren Damen wollten uns darüber keine Auskunft geben, sie lachten nur schelmisch auf diese Frage.

Murano ist die nächste Insel. Sie ist bekannt für die Glasmacher. Bereits seit dem 13.Jahrhundert ist das Glas aus Murano in der ganzen Welt bekannt und beliebt. Es wird in viele Staaten der Erde exportiert. Die Techniken werden wie ein Augapfel gehütet und nur in den herstellenden Familien weitergegeben. Heute gibt es noch etwa 45 produzierende Betriebe auf der Insel.
Wir besichtigen eine Glasbläserei und schauen zu, wie der Meister arbeitet.
Und das ist was für unsere Frauen… die Augen leuchten…

Den Nachmittag verbringen wir nochmals in Venedig. Beim Auslaufen in Richtung Punto Sabbioni stehen wir regelrecht im Stau. Ein Kreuzfahrtschiff-die MSC Sinfonia-läuft aus und legt den gesamten Schiffsverkehr lahm. Trotzdem ein Bild was man nicht alle Tage hat.

Und hiermit beantworten wir noch die Frage, welche der Inseln am schönsten ist: eindeutig Burano mit seinen bunten Häusern, den kleinen Kanälen und dem ach so schiefen Kirchturm… hier vergisst man die Zeit.
Der letzte Abend mit Strandspaziergang , das Wetter ändert sich leider so schnell und es beginnt zu regnen. Hatten wir ein Glück auf dieser schönen und sonnigen Reise nach Venedig und seinen Nachbarinseln.

Danke an meine tollen und immer lustigen Gäste. So macht es einfach nur Spass.
Merci Kurt für die gute und sichere Fahrt.
Und wenn es dann mal Sommer werden sollte, euch allen einen schönen solchen.

Eure Steffy

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