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Faszination Nordkap & Lofoten

Bericht vom 22. Juli – 4. August 2019 | Bus Nummer 4

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Gisela-Jaehn-NEU

Gisela Jähn

Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.

Weitere Infos

Wie wurdest du Reiseleiterin?

Mit 30 hatte ich den Wunsch nach einer beruflichen Veränderung – deshalb habe ich mich beim Imholz beworben und habe mehrere Jahre als stationäre Reiseleiterin vor allem für Städtereisen gearbeitet. Nach fast 20-jährigem Unterbruch arbeite ich nun seit Mai 2014 bei car-tours.ch, da einen die Reisebranche nie loslässt.

Was gefällt dir an dieser Tätigkeit besonders?

Die Vielfältigkeit dieses Berufes! Man lernt viele neue Menschen und Länder kennen, keine Reise ist wie die andere. Man kann sehr selbständig arbeiten.

Was zeichnet dich als Reiseleiterin aus?

Ich bin flexibel in meinem Tun, kann mich gut anpassen und auf Menschen aller Art eingehen. Habe nie schlechte Laune !

Worin siehst du die Vorteile/ den Mehrwert einer Gruppenreise?

Man ist mit Gleichgesinnten zusammen, es entstehen Bekanntschaften oder sogar Freundschaften. Der Endpreis für den Kunden ist attraktiver.

Was gefällt dir an deinen Aufgaben als Reiseleiterin bei Car-Tours am besten?

Wie oben schon erwähnt, dass man sehr selbständig arbeiten kann. Man darf Beruf und Hobby verbinden.

Was unterscheidet car-tours von anderen Reisegesellschaften?

In erster Linie: Es ist immer eine Reiseleitung mit dabei. Exklusive Musikanlässe und Preis- Leistung ist unschlagbar.

Auf welchen Reiseleiter-Einsatz freust du dich jetzt schon?

Auf jeden! Jeder ist auf seine Art einmalig.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Eine gutes Verhältnis zu den Kunden, eine kollegiale Zusammenarbeit mit dem Fahrer und ein attraktives Programm.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Beim Konzert einer Blasmusik im Tirol hat mein Chauffeur dem Dirigenten gesagt, dass seine Reiseleiterin „unbedingt“ mal eine Kapelle dirigieren möchte ! Natürlich musste ich auf die Bühne und die Gäste, und auch ich, hatten an meinen Dirigentenkünsten unheimlich viel Spass!

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Unbescheiden darf ich sagen, dass ich sehr viele tolle Komplimente von den Gästen bekomme.

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Faszination Nordkap

12 Reisetage ab Fr. 1899

Reisedaten Juni / Juli 2020

Nordkap_Samenstadt Alta

Faszination Nordkap – Der erste, der bereits 1664 das (damalige) Ende der Welt besuchte, berichtete begeistert darüber. Aber nicht nur die Tatsache an Europas nördlichstem Punkt angekommen zu sein, fasziniert bis heute, sondern natürlich der atemberaubende Blick über die unendlichen Weiten und das tiefblaue Meer im Schein der Mitternachtssonne. Bei dieser wohl konkurrenzlosen car-tours Reise ist der Weg das Ziel! Die langen, aber herrlichen Tagesetappen führen uns durch aufregende Traumlandschaften – freuen Sie sich auf unermessliche Weiten, gletscherbedeckte Berge, Wälder und imposante Hochebenen, malerische Fischerdörfer sowie schmucke Städte!

Faszination Nordkap & Lofoten

Wenn man sich die Entfernung von 8500 Kilometer im Kopf vorstellt, erscheint es einem, diese Strecke mit dem Bus in 14 Tagen bewältigen zu können, beinahe aussichtslos.

36 reiselustige Passagiere haben dieses Abenteuer mutig in Angriff genommen und am Montagmorgen früh den Bus, in begeisterter Vorfreude, Richtung Norden bestiegen. Am ersten Tag bekamen die Gäste bereits einen ersten Vorgeschmack auf lange Tagestouren mit vielen Kilometern unter den Rädern. Hannover- die Hauptstadt von Niedersachsen, war unser erstes Etappenziel zur Zwischenübernachtung.

Nach einem kurzen Mittagshalt im bezaubernden Städtchen Burg auf der Insel Fehmarn, ging es erst per Fähre innert 45 Minuten nach Rödby, danach von Helsingör, beide Städte in Dänemark gelegen, innert 25 Minuten nach Helsingborg in Schweden und von dort nach Växjö in der Provinz Smaland gelegen. Am nächsten Morgen, auf dem Weg nach Stockholm, war ein Besuch im Zuckerbäckerstädtchen Gränna am Vätternsee ein absolutes MUSS. Die Herstellung der süssen Schleckereien, schwedisch „Polkagris“ genannt, wurde von Amalia Eriksson im Jahre 1859 ins Leben gerufen. Traditionell wurden die klebrigen, gekrümmten Bonbonstangen in Rot/Weiss mit Pfefferminzgeschmack hergestellt, mittlerweile gibt es sie in diversen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen und jeder Zahnarzt hätte seine helle Freude daran! Während der nachmittäglichen Stadtführung mit Helia, unserer lokalen Reiseleiterin, erfuhren wir viel Wissenswertes über die schwedische Hauptstadt.

Das Schiff „Galaxy“ der Fährgesellschaft „Silja Lines“ erwartete uns am frühen Abend zur 11 ½ stündigen Überfahrt nach Turku in Finnland. Mit seinem sehr reichhaltigen Abendessensbuffet, das kulinarisch kaum einen Wunsch offen lässt, wähnte man sich eher auf einem Kreuzfahrtschiff denn auf einer Autofähre. Mehr oder weniger ausgeruht erreichten wir am sehr frühen Morgen Finnland, wo wir unsere Uhren eine Stunde vorstellen mussten. Helsinki, die eher kühl anmutende Hafenstadt, überraschte uns während der Stadtrundfahrt mit beeindruckenden Bauten, wie z.B. dem strahlenweissen Dom am Senatsplatz, der Felsenkirche oder der orthodoxen Uspenski-Kathedrale. Unsere lokale Führerin Petra versuchte vergebens, uns einige Worte finnisch beizubringen – ein aussichtloses Unterfangen. Finnisch, der finnougrischen Sprache angehörend, ist für uns ein spanisches Dorf. Es sei nur ein Wort erwähnt (viel Spass beim Üben -Päärynäjäätelötötterö), was übersetzt Birnenglace in der Waffel bedeutet!

Der nächste Tag hielt ein Highlight für uns parat – die Überquerung des Polarkreises auf dem 66-igsten nördlichen Breitengrad. Dieser führt u.a. durch das Weihnachtsdorf in Rovaniemi, das diesen Umstand erfolgreich vermarktet. Streng genommen stimmt die Position allerdings nicht mehr ganz, da sich der Polarkreis durch die Erdrotation jährlich um ca. 14 Meter verschiebt. Da wir das aber alle nicht so eng sehen, wurde der Übertritt natürlich genau dort beim Samichlaus feierlich begossen. Im touristischen Nikolausdorf wird der Besucher tagtäglich mit Weihnachtsmusik berieselt, unabhängig von der Jahreszeit. Da bei uns Temperaturen um 34° herrschten, mutete die allgegenwärtige Weihnachtsdekoration doch etwas befremdlich an. Nichtsdestotrotz nutzten einige Gäste die Gelegenheit, bereits heute ihre Weihnachtspost zu erledigen. Es funktioniert tatsächlich, dass die dort im speziellen Weihnachtsbriefkasten eingeworfene Post erst an Weihnachten beim Empfänger eintrifft.

Da wir alle brav waren, wurde niemand in den Sack gesteckt und komplett konnten wir die Reise weiterführen. Levi – weltbekannter Austragungsort von Weltcup-Skirennen, war unser heutiges Ziel. Hoch über der Stadt, mit einer phantastischen Aussicht über die schier endlose Weite Finnlands, lag unser Hotel. Zur Begrüssung erwarteten uns zwei zahme „Hotelrentiere“ – faul in der Sonne liegend, bereiteten sie uns einen freudigen Empfang. Endlich sahen wir, wenn auch nicht in freien Wildbahn, die langersehnten friedlichen Tiere. Nun fehlte nur noch ein Elch. Diese im Sommer zu sehen, ist allerdings sehr selten, ziehen sie sich zu dieser heissen Jahreszeit doch lieber in die höheren Lagen zurück.

Via Inari See und Karasjok führte uns der Weg zum nächsten Höhepunkt unserer Tour – ans Nordkap. Seit Beginn der Reise war uns der Wettergott wohlgesonnen und hat uns mit viel Sonne und Wärme verwöhnt. Ausgerechnet an diesem Abend aber wollte sich die Mitternachtssonne partout nicht zeigen. Trotz Hoffen, Daumendrücken und vereinzelt lichtem Himmel blieb der Horizont trüb-grau/weiss. Damit muss man bei einem Besuch des nördlichen Endes immer rechnen. Das Wetter wechselt hier innert kürzester Zeit von strahlender Sonne bis dickstem Nebel. Soweit kam es bei uns zum Glück aber nicht, die weltberühmte oft fotografierte Weltkugel auf dem Plateau war immer zu sehen und auch die nur wenige Kilometer entfernten Grenzberge Russlands konnte man vage ausmachen. Die leichte Enttäuschung bei manchen Gästen verflog aber schnell, wir sollten durch den kommenden Besuch der Lofoten vollends entschädigt werden.

Bevor wir diesen unbeschreiblich schönen Teil Norwegens erreichten, machten wir noch Station in Alta, unter anderem bekannt durch seine über 15‘000 Jahre alten Felszeichnungen, die heute auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste stehen.

Die Lofoten liegen ca. 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises im Atlantik, vom Festland getrennt durch den Vestfjord, zwischen dem 67. und 68. Breitengrad und grenzen sich nordöstlich durch den Raftsund von der Inselgruppe der Vesterålen ab.

Man muss sie gesehen haben, diese faszinierende Landschaft, blau-grün-weiss gefärbt, sie zu beschreiben, ist kaum möglich. Liv Ulmann, die berühmte schwedische Schauspielerin, hat sie treffend bezeichnet – „die Lofoten sind so schön, dass es schmerzt“. Ein wahres Wort.

Wie gerne wären wir noch geblieben, das Reiseprogramm wollte es aber anders und so mussten wir nach zwei Tagen dieses Juwel der Natur schweren Herzens verlassen. Nach einer weiteren Fährüberfahrt von Moskenes nach Bodö erreichten wir in 3 ½ Stunden wieder das Festland Norwegens.

Die Landschaft änderte sich komplett, es ging hoch und runter, mal auf schnurgeraden kilometerlangen, kaum befahrenen Strassen, dann wieder über enge Serpentinen. Zwangsläufig mussten wir natürlich wieder den Polarkreis in südlicher Richtung überqueren, dieses Mal aber etwas weniger spektakulär, ein gemeinsames Gruppenfoto wurde als Beweis geschossen. Bei dieser Überquerung befanden wir uns bereits wieder in Schweden, nur wenige Kilometer nach der Grenze.

Die „Stadt der 3000 Birken“, Umea am bottnischen Meerbusen gelegen, war unser nächstes Etappenziel. Nach dem letzten verheerenden Brand Ende des 19. Jahrhunderts, bei dem 80% der Bewohner ihr Obdach verloren, hat sich die Stadt dazu entschlossen, Birkenalleen anzulegen, um ein Ausbreiten eines allfällig weiteren Brandes zu erschweren. Zudem wurden die wiederaufgebauten Häuser ab da nur mehr aus Stein gebaut.

Auf dem Weg nach Falun am nächsten Tag wähnte man sich einen Moment lag plötzlich in San Francisco, denn die imposante „Hogakustenbron“, deutsch für Hoheküstenbrücke, ähnelt diesem Bauwerk frappant. Via Sundsvall, der Stadt der Drachen, erreichten wir am Abend die für ihre Sportanlagen des nordischen Skisports bekannte Stadt Falun in der Provinz Dalarna. Einige unserer sportbegeisterten Gäste hätten am liebsten einen Sprung von einer der beiden Schanzen gewagt. Die Region Dalarna ist nicht nur für den Skisport bekannt, sondern auch für seine roten Holzpferdchen, das „Dalahäst“, die im Ausland als typisches Symbol für ganz Schweden gelten.

Da wir am drittletzten Tag nach wie vor von der Sonne verwöhnt wurden, entschlossen wir uns für einen Mittagshalt im kleinen Städtchen Sjötorp, am Göta-Kanal gelegen. Der Göta-Kanal ist ein Wasserweg durch den Landesteil Götaland und hat eine Länge von 190,5 km, passiert 58 Schleusen, 50 Brücken, zwei Trogbrücken und fünf Seen und darf nur von Schiffen mit bis zu 30 m Länge und 7 m Breite befahren werden.

Damit die Gäste zu Hause doch noch von Elchen berichten konnten, planten wir noch einen kurzen Besuch auf einer Elchfarm ein. So konnte man sich zumindest einmal einen Eindruck dieser riesigen Tiere machen. Nach etwas Anlocken mit saftigen Gräsern, stellten sich einige der wackeren Burschen auch brav als Fotomodell zur Verfügung.

In Schweden „ade“ – in Dänemark ein kurzes „hallo“ und in Deutschland ein „guten Abend“, so verging der vorletzte Tag auf der Fahrt von Jönköping via die knapp 8 km lange Öresundbrücke, der Verbindung zwischen Malmö und Kopenhagen, nach Hannover. Noch eine letzte Fährüberfahrt zurück von Rödby nach Puttgarden und danach knappe 4 Stunden Fahrt in die Welfenstadt Hannover.

Nach einer letzten Übernachtung und einer langen Autobahnfahrt erreichten wir am Sonntagabend, müde aber glücklich und voll bepackt mit wundervollen Erinnerungen die Schweiz.

Es war eine phantastische Reise mit phantastischen Gästen. Wir, Christoph, Noldi und ich werden Euch noch lange in bester Erinnerung behalten. Ich sage nur „Springtiere“ – ihr wisst, was ich meine!

Danke für die wundervolle Zeit!

Eure „matkanjohtaja“ Gisela und Eure beiden „bussikuskis“ Noldi und Christoph

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