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Eine Reise nach Dresden & Leipzig im Advent

Bericht vom 3. – 6. Dezember 2018 | Bus Nummer 27                              

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

Eine Reise nach Dresden & Leipzig im Advent 1

Cornelia Scalenghe

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. – Antoine de Saint-Exupéry

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiter geworden?

Schon in meinem früheren Beruf als Flight Attendant (Flugbegleiterin) hat mich das Reisen fasziniert und nach einer 10-jährigen Pause hat mich die Lust wieder gepackt , etwas in dieser Richtung zu arbeiten.

 Was zeichnet dich als Reiseleiter aus?

Herzlichkeit

 Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Unvoreingenommenheit

Neugier

Gute Laune

 Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

An etwas  ausgesprochen Lustiges kann ich mich gar nicht erinnern, doch an  viele schöne Momente, die ich mit meinen Gästen verbracht habe; die Dankbarkeit die man spürt, wenn die Gäste beim „adieu“ sagen „es sich super gsii“.

 Worin siehst du die Vorteile / den Mehrwert einer Gruppenreise?

Es erstaunt mich immer wieder wenn ich sehen, das die Gäste während einer Reise Freundschaft schliessen, Menschen die sich im Alltag wohl gar nicht kennenlernen würden; jung und alt, bunt gemischt…

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Dresden mit Steigenberger

5 Reisetage ab Fr. 899.-

Reisedaten:
5. – 9. April 2020
20. – 24. Juli 2020
27. – 31. Juli 2020
16. – 20. August 2020

Eine Reise nach Dresden & Leipzig im Advent 2

Dresden – ein Bild von einer Stadt. Die Frauenkirche erstrahlt in altem Glanz, die Kostbarkeiten des Grünen Gewölbes sind zurück an ihrem Platz im Schloss. Dresden ist ein faszinierendes Architekturensemble von strahlender Schönheit. Mittendrin beziehen wir im luxuriösen Hotel Steigenberger unsere Zimmer. Schöner lässt es sich in Dresden kaum wohnen: im Herzen der Altstadt und vis-à-vis der berühmten Frauenkirche!

Dresden & Leipzig im Advent

Am Bahnhof in Thun erwartet mich heute früh mein Chauffeur Jürg Beyeler  und erklärt mir kurz seinen Bus, was wo geladen ist, denn es ist doch schon eine Weile her, das ich mit einem Doppelstöcker unterwegs war. Dann treffen schon meine ersten Gäste ein und wir fahren quer durch die Schweiz, um all meine Reisewilligen aufzuladen, die sich mit mir auf die kurze Reise zu den Weihnachtsmärkte nach Dresden und Leipzig freuen.

In Sargans verlässt uns Jürg schon wieder und es steigt unser eigentlicher Chauffeur Willi ein, der uns während der ganzen Reise sicher an unsere Ziele bringen wird.

Im Bus wird geplaudert, getrunken und etwas geschlafen und trotz der etwas langen Anreise kommen wir gut voran. Die ersten Gruppen haben sich gebildet und es geht zum Teil sehr lustig her. Am späten Abend werden wir im Hotel Achat Premium in Dresden zum Abendessen erwartet und dann legen sich die meisten auch gleich schlafen.

Ausgeruht und in erwartungsvoller Stimmung treffen wir uns am nächsten Morgen zu einem ausgiebigen Frühstück. Gestärkt und gut eingepackt in dicke Jacken,  Schal und Mützen  bringt uns Willi ins Zentrum, wo uns drei aufgestellte Stadtführerinnen zu einem Stadtrundgang erwarten. Es ist zwar kalt, doch der Wettergott meint es gut mit uns und trotz angesagtem Regen, entdecken wir die Stadt Dresden sogar mit etwas Sonnenschein.

Unsere ortskundigen Damen führen uns durch das wundervolle Dresden und erzählen uns natürlich die Geschichte vom legendären Kurfürsten August dem II. oder auch August der Starke genannt. Er war der Kunst und den Frauen gleichermaßen verfallen und prägte wie kaum eine anderer  das heutige Erscheinungsbild der Stadt. Damals sind unter anderem der Dresdner Zwinger, das Taschenpalais und viele weitere Bauwerke entstanden. Auf unserem Rundgang darf natürlich auch die wiedererbaute Frauenkirche nicht fehlen. Zwischen 1726 und 1743 errichtet, am 13./14. Februar 1945 zerstört. Nach einem halben Jahrhundert wurde sie in den neunziger Jahren durch ein hohes Spendenaufkommen wieder aufgebaut. Sie gilt als das  alte und neue Wahrzeichen der Stadt.

Vergessen dürfen wir auch nicht die weltbekannte Semperoper. Auch sie fiel der Bombardierung Dresdens im Jahre  1945 zum Opfer. Die Semperoper gilt als eines der schönsten Opernhäuser weltweit und ist Sitz und Hauptspielstätte der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Doch jetzt genug der historischen Geschichte. Meine Gäste werden „entlassen“ und verschwinden ganz schnell in dem Getümmel der verschiedenen Weihnachtsmärkte Dresdens. Der berühmteste und älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands ist der Striezelmarkt. In der Mitte steht  hier wie jedes Jahr die welthöchste erzgebirgische Stufenpyramide, ein riesiger Weihnachtsbaum und der über 5 Meter hohe Schwibbogen, der als Eingangstor zum Markt dient. Es herrscht eine unglaublich schöne und magische Stimmung. Die Leute trinken fast überall Glühwein und es riecht so gut, dass man nicht anders kann als den ganzen Tag zu essen und zu trinken und die feinen Köstlichkeiten einfach zu probieren.

Weiter geht es  zu dem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt im Stallhof und zu dem   Biedermeier Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt.  Überall herrscht eine fröhliche, ausgelassene Stimmung. Die vielen Verkaufsstände sind reich geschmückt mit weihnachtlichen Motiven, Tannzweigen, Sternen, Holzfiguren und Lebkuchen.

Berühmt sind in Dresden natürlich der Dresdener Stollen, der Pulsnitzer Pfefferkuchen, Bratwürste und jede Menge Glühwein. Das Handwerk und die Holzfiguren aus dem Erzgebirge werden hier noch groß  geschrieben. Wer also noch etwas für zuhause oder ein kleines Mitbringsel braucht, wird hier sicher fündig werden.. Man findet wunderschöne Weihnachtspyramiden, die so bekannten Schwibbögen, Weihnachtssterne und allerlei Schleckereien. Trotz der vielen Menschen ist die Stimmung entspannt und märchenhaft. Man kann sich kaum sattsehen  an den reichgeschmückten Weihnachtsständen, die so liebevoll hergerichtet sind. Ab und zu treffe ich einige meiner Gäste und als ich dann endgültig kalte Füße bekomme, lasse ich mir  im  berühmten Colaispalais einen feinen Kaffe und ein Stück Kuchen schmecken.

Bei Einbruch der Dunkelheit bin ich der Stadt dann endgültig verfallen. Diese herrliche Adventsstimmung und  die vielen Lichter der so reich geschmückten Stadt ziehen mich vollends in ihren Bann. Ein großartiger Tag mit aufgestellten Gästen geht zu Ende.

Unser zweite Höhepunkt der Reise ist heute die Stadt Leipzig. Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein quer durch das Bundesland Sachsen wo wir   bei der Thomaskirche mit unseren Stadtführerinnen verabredet sind. Wer sich ein bisschen in der klassischen Musik auskennt weiß auch, dass hier Johann Sebastian Bach während  seiner Zeit in Leipzig gewirkt hat und sich hier auch seine letzte Ruhestätte befindet.

Zwischen der Thomaskirche, dem Auerbachs Keller und dem Altem Rathaus  finden wir den größten und wohl auch schönsten Weihnachtsmarkt Leipzigs. Ich muss aufpassen, dass mir meine Gäste nicht gleich weglaufen, doch natürlich sind sie noch gespannt, was die Stadt sonst so für Sehenswürdigkeiten zu bieten hat.

Ein Spaziergang durch das einzigartige Passagensystem und die Messepaläste erinnert an die jahrhundertealte Tradition als Messestadt. Bereits seit 500 Jahren wird das Bild der Leipziger Innenstadt von ihnen bestimmt. Zwar können auch andere europäische Städte viele Geschäftspassagen vorweisen, aber nur Leipzig verfügt über ein solch geschlossenes System , das in  Europa einmalig ist. Zu den wohl bekanntesten Passagen zählt die elegante Mädler-Passage mit dem traditionsreichen Auerbachs Keller, in dem schon Goethe weilte. Während der Weihnachtszeit ist sie reich geschmückt und vor dem prächtigen Christbaum in der Mitte machen wir noch schnell ein paar Erinnerungsfotos. Weiter Richtung Nikolaikirche finden wir immer wieder Plätze kleinen Weihnachtsmärkte und trotz der vielen Leute spürt man eine feierliche und entspannte Stimmung.

Viel Neues haben wir von unseren einheimischen Reiseprofis gehört, doch jetzt  freuen sich alle auf einen gemütlichen freien  Nachmittag in den herrlich geschmückten  Straßen Leipzigs. Meine 74 Geäste verschwinden schnell auf den zahlreichen Märkten und vollbepackt treffen wir uns am späten Nachmittag wieder bei Willi auf dem Bus. Gekonnt und vorsichtig verstaut er alle Einkaufstüten  und bringt uns sicher zurück in unser Hotel nach Dresden. Es ist unser  letzter Abend und beim Abendessen wird noch lange  gemütlich  geplaudert und dann heißt es Koffer packen, denn früh am nächsten Morgen machen wir uns auf die Heimreise.

Eine kleine Herausforderung für unseren Chauffeur Willi, das viele Gepäck richtig nach Aussteigeort zu sortieren, aber er ist eben ein Profi und schon bald sitzen alle im Bus und freuen sich auf zu hause.

Heute ist Nikolaustag und ich habe noch ein kleines Geschenk für meine Gäste. Ein kleines Lebkuchengepäck soll sie an unsere schöne gemeinsame Zeit erinnern und ich wünsche allen ganz Frohe Festtage ,viel Gesundheit und vielleicht auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr auf einer unseren vielen  Reisen!

Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird. (Buddha, 560-480 v.Chr.)

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