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Die grosse Sardinien Rundreise

Bericht vom 19. – 26. April 2019 | Bus Nummer 2

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Es berichtet für Sie unsere Reiseleiterin

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Steffy Wunderlich

Die grösste Sehenswürdigkeit ist die Welt—sie sie dir an!!

Weitere Infos

Wie bist du Reiseleiterin geworden?

Durch meine Kollegin Gisela Jähn. Sie arbeitet schon einige Zeit bei Cartours.

Was zeichnet dich als Reiseleiter aus?

Meine gute Laune und grosse Einsatzbereitschaft-immer das beste für die Kunden „rauszuholen“.

Welches Reiseziel in Europa ist dein liebstes und warum?

Zur Zeit Venedig. Ich bin einfach jedesmal überwältigt von dieser geheimnissvollen Stadt mit ihren hunderten Gassen. Man kann bei jedem Besuch etwas neues entdecken und kann nie sagen, man kennt schon alles.

Welche drei Dinge sind auf jeder Reise unverzichtbar?

Gute Laune, gute Vorbereitung, gute Zusammenarbeit mit Chauffeur.

Was ist das lustigste, was du auf einer Reise mit einer Gruppe erlebt hast?

Bei einem Aufenthalt in Venedig liessen sich ein paar Gäste von einem Cartoon-Maler malen. Aber ich musste es als Erste auf den Stuhl des Künstlers. Es wurden Tränen gelacht. Später wurden die Kunstwerke im Bus herumgezeigt. Ein Gaudi. Das Bild hängt als schöne Erinnerung in meiner Wohnung.

Welches war das schönste Kompliment, das du von einem Gast erhalten hast?

Es gibt immer wieder schöne Komplimente von den Gästen. Das schönste ist jedoch am Ende eines jeden Tages ein Lächeln auf den Gesichtern unserer Gäste.

Buchen Sie jetzt Ihr Reiseerlebnis!

Grosse Sardinien-Rundreise

8 Reisetage ab Fr. 1199.-

Reisedaten April, Mai, September / Oktober 2020

Sardinien_Costa-Smeralda

Sardinien ist ein wahres Paradies – türkisblaue Buchten, feinsandige Strände, atemberaubende Panoramastrassen und fantastische Schätze aus der bewegten Vergangenheit. car-tours.ch hat für Sie die Insel intensiv bereist und tolle Leistungen zu einer herrlichen Rundreise kombiniert, die Ihnen nicht nur den bekannten Norden, sondern auch den wunderschönen Süden näherbringt.

Die grosse Sardinien-Rundreise

«Als Gott die Erde schuf hatte er noch etwas Sand übrig. Er warf diesen ins Meer. Das sah etwas unförmig aus- so stand er mit dem Fuss drauf und Sardinien ist entstanden…»

So lautet die Legende um die Entstehung Sardiniens. Und wenn man genau hinschaut, ist die Insel ein Fussabdruck- einfach auf dem Kopf…

8 Tage Sardinien liegen vor uns, eine Rundreise einmal um die ganze Insel, die 270 km lang und 145 km breit ist.

In St. Gallen startet unsere Reise, über Winterthur, Luzern, Erstfeld und Bellinzona geht es weiter. Heute Morgen stellt sich bei allen eine grosse Frage: Wie lang ist der Stau am Gotthardtunnel? Ist doch Karfreitag und die Autolawine rollt in den Süden. 14 km prophezeit der Verkehrsfunk. Aber Ueli, unser Chauffeur von Zerzuben hat eine gute Lösung (die hier nicht verraten wird-Betriebsgeheimnis). So sind wir doch sehr zügig in Bellinzona, wo die letzten Gäste einsteigen und unsere Gruppe von nun an komplett ist. Einige der Gäste waren schon auf Sardinien, doch der grosse Teil noch nicht.

Der heutige Tag endet in Genua. Nach etwas Freizeit in der am Hafen angrenzenden Stadt checken wir auf unser Fährschiff Janas von der Tirrenia ein. Die Kabinen sind schnell bezogen und die 12-stündige Überfahrt kann beginnen. Diese Fährschiffe transportieren Lastwagen, Busse, Autos, Töff und natürlich auch Fussgänger.

Guten Morgen Sardinien- die Insel empfängt uns mit Wind und bedecktem Himmel. Wir starten unsere Nord Tour und haben heute viel auf dem Programm:

Castelsardo

Schon bei der Anfahrt haben wir einen schönen Blick auf die am Berg unter der Burg angereihten Häuser. Wir steigen um in den Ortsbus und fahren hinauf in die schöne Stadt. Die Burg ist aus dem 12. Jahrhundert und in ihr befindet sich auch das Museum der Korbflechtkunst, die in Castelsardo noch immer gemacht wird. Alte Damen sitzen vor ihren Häusern und flechten.

Rocca dell Elefante- der Elefantenfelsen

«Ich glaub mich tritt ein Elefant»- richtig! Und der steht unweit von Castelsardo. Der Tachytfels ist so eigentümlich verwittert, wie ein Elefant. Die Kameras klicken und alle belächeln den Felsen.

Auf dem Weg nach Santa Teresa haben wir noch einen schönen Blick auf die Isola Rossa, einer Halbinsel aus roten Felsen mit dem gleichnamigen kleinen Ferienort. Ein wunderbares Wandergebiet das Natur pur verspricht.

Santa Teresa di Gallura

Im nördlichsten Ort Sardinien werden wir unsere Mittagspause verbringen. Auffällig sind die gerade angeordneten Strassen- wie ein Schachbrett. Von einer Aussichtsterrasse hat man einen schönen Blick auf die nahe gelegene Insel Korsika.

Unser Tag ist noch lange nicht vorbei und es geht weiter Richtung Palau, dort fahren die Fähren auf die schöne Insel La Maddalena. Oberhalb der Stadt machen wir einen Stopp an einem Aussichtspunkt und haben einen Blick auf das gesamte La Maddalena Archipel- ein Naturschutzgebiet mit über 60 Inseln und Eilanden.

Costa Smeralda- Porto Cervo

Inbegriff von türkisfarbenem Meer, traumhaften Buchten und Reichtum. Bis in den 1950-er Jahren nannte man diesen Küstenstreifen Monti di Mola und er war isoliert und zum Teil nur mit dem Boot erreichbar. Die wenigen Einwohner waren arme Bauern denen man das Land für wenig Geld abkaufte und investierte.

Wir halten in Porto Cervo und machen mit dem Trenino eine eindrucksvolle Rundfahrt durch den Ort. Zu Fuss kaum machbar, da alles sehr weit auseinander ist. Vorbei am alten und neuen Hafen, an den Luxusvillen der Stars und Sternchen. Und zum Schluss sind wir uns alle einig- es gibt sicher schöneres als hinter hohen Mauern versteckt zu wohnen…

Vorbei an Olbia geht es zu unserem Tagesziel- Orosei. Das Hotel Marina Beach Resort liegt etwas abseits der Stadt und beim Aussteigen aus dem Bus hören wir das Meer rauschen. In dieser sehr schönen und gepflegten Hotelanlage bleiben wir 2 Nächte. Am 3. Tag unserer Reise ist der Himmel noch immer bewölkt. Einige unserer Gäste haben bereits am Morgen einen Spaziergang am Strand gemacht. Stürmisch ist es und die Wellen sehr hoch. Auch ich war am Meer unterwegs und habe die Taschen voller Steine und Muscheln… als Erinnerung. Ich bin am Meer aufgewachsen und auch sonst habe ich eine Tiefe Verbindung dazu.

Orgosolo

Die Symbolstadt der Hirten und berüchtigtes Banditendorf in dem bis in die 1960-iger Jahre Raubüberfälle und Viehdiebstahl zum Alltag gehörten. Warum fahren wir denn dort hin? Wegen der Wandmalereien- Murales wie sie heissen. Politische und soziale Fragen wurden hier als Malereien auf den Häuserfassaden artikuliert. Und es dauerte dann auch nicht lange, das die ersten Touristen nach Orgosolo kamen. Die Einheimischen nehmen es gelassen, denn spätestens am Abend tritt wieder Ruhe ein. Am Mittag sind wir zu Besuch bei einer Hirtenfamilie und bekommen von Ihnen ein typisch sardisches Mittagessen serviert. Würste, Schafskäse, hausgebackenes Brot und natürlich Fleisch… Dazu Wein und Hirtengesang mit einem kleinen Tänzchen. Die Runde ist lustig und unsere beiden Gruppen geniessen es hier sehr.

Heute kehren wir etwas früher ins Hotel zurück. So können alle noch die schöne Anlage geniessen und nochmal einen Spaziergang machen, Apero oder einfach nur die Beine strecken…

Der 4. Tag führt uns bis in den Süden der Insel. Auch Sardinien hat Gebirge und viele viele Kurven. Ueli fährt uns durch das Gennargentu-Gebirge und irgendwann hören wir auf, die Kurven zu zählen. Ein muss ist der Stopp an der Gola Gorropu Schlucht. Vom Aussichtspunkt kann man das Gebiet nur erahnen. Ein sehr freundlicher junger Bergführer erklärt uns, welch verschiedenen Wanderungen man in der Schlucht machen kann. Ja dann, beim nächsten Mal vielleicht.

Das «Gekurve» geht weiter über den kleinen Passo Genna Silana 1017 müM. Wir fahren an einer Käserei vorbei und da kommt uns eines in den Sinn: der lebendige Käse- eine Delikatesse auf Sardinien. Ich kann die Entstehung hier nicht in Details beschreiben, das mag nicht jeder lesen. Vielleicht möchten Sie es ja Googlen- aber Achtung.

Arbatax

Mittagshalt bei den Roten Felsen- ja wo sind sie denn? Erst auf dem Parkplatz bekommt man sie zu sehen. Wow. Ein weiteres Wunder der Natur auf Sardinien.

Costa Rei und Villasimius

Endlose weisse Sandstrände an der es selten Hotels gibt, sondern nur Ferienanlagen und Privatvillen. Nur heute ist das Meer sehr unruhig und bringt meterhohe Wellen an den Strand.

In Villsasimius können wir es uns dann doch nicht verkneifen, direkt am Strand den Bus zu parkieren und dem tosenden Meer einen Besuch abzustatten. Der Strand ist fast weg und nicht nur wir «Touristen» sondern auch die Einheimischen sind fasziniert von diesem Schauspiel. Es werden Videos gemacht und viele Fotos. Und plötzlich eine besonders hohe Welle und es gibt fast nasse Füsse…

Der Ort selber ist sehr belebt. Noch immer haben alle frei- Ostermontag. In Italien begeht man diesen Tag mit einem Picknick gegen Nachmittag oder man geht in eines der vielen Restaurants mit der ganzen Familie zu Essen. Villasimius ist sehr lebendig an diesem Nachmittag.

Das Ziel ist am frühen Abend erreicht- Hotel Califfo in Quartu S. Elena unweit von der Hauptstadt Cagliari. Der Wind und die Kurven haben unsere Gäste müde gemacht. Trotz der Wolken am Himmel gab es schöne Fotos und Eindrücke von dieser schönen Fahrt in den Süden.

Stadtführung Cagliari

Auf dem Weg vom Hotel in die Innenstadt kommen wir an den Salzseen vorbei und finden dort 1000 von Flamingos. Endlich- darauf haben wir gehofft.

Marcella unsere Local Guide zeigt uns ihre Stadt. Im Süden der Insel am Ufer des gleichnamigen Golfes erstreckt sich die Stadt auf einer hügelspitze und wird Castello genannt. Zu Fuss erkundet die Gruppe die Gassen und Plätze und von überall haben wir eine schöne Sicht auf das Meer.

Tharros

Ein Schritt zurück in das Zeitalter der Nuraghen. Zwischen dem 11. Und 8.Jahrhundert v. Chr. Was diese Stadt bis in die späte römische Kaiserzeit eine reiche Handelskolonie und wurde 1070 aufgegeben und Oristano als neues Zentrum gegründet.

Ausgrabungsarbeiten brachten die Ruinen der Stadt Mitte der 1960- er Jahre ans Licht. Hier findet man die Geschichte Sardiniens auf einem grossen Gelände. Tharros liegt auf der Sini-Halbinsel am südlichen Zipfel. Von Tharros aus hat man eine fantastische Aussicht auf die wunderschönen Strände der Region.

Tagesziel ist Alghero. Die schöne Anlage des Hotel Corte Rosarda wartet bereits auf uns. Und wir sind wieder im nördlichen Teil der Insel angelangt. Auch hier gibt es viel zu entdecken in den nächsten Tagen.

Auf unserer Rundreise haben wir die ein oder andere Nuraghe am Wegesrand gesehen. Nuraghen sind prähistorische Turmbauten. Erbaut wurden sie etwa 1600-400 v.Chr und ihr Nutzen ist umstritten. Eventuell als Kultstätten, Grabanlagen oder auch als Wohn und Befestigungskomplex.

Es gibt ca. 7000 Nuraghen auf Sardinien und wir werden heute eine besuchen. Die grösste und auch am besten erhaltene Nuraghe Santa Antine liegt auf unserem Weg nach Bosa. Fast alle besichtigen dieses Eindrucksvolle Kulturgut auch von innen. Würde man heute sowas noch bauen können?

Man hat Studenten damit beauftragt, in 2 Jahren eine Nuraghe zu bauen. Es ist Ihnen nicht gelungen. Das Bauwerk stürzte immer wieder ein. (das ist eine wahre Geschichte).

Begeisterung bei unseren Gästen: wie haben die das nur gemacht? Ohne Maschinen, ohne Kran, nur mit Manneskraft. Und es hält immer noch! Die Antwort bleibt im Verborgenen.

Bosa

Das Handwerker und Weinstädtchen bekannt vom Malvasia. Und Bosa ist zu einem der 10 schönsten Orten in Italien erkoren worden. Bosa liegt am Fluss Temo und wird überragt vom Castello Serravalle. Wir dürfen eine typischen Malvasia probieren. Die Frauen haben diesen Dessertwein gerne, ist er doch süss. Die Männer eher nicht. Da sei das sardische Bier Ignuusa besser, heisst es.

Auch heute kehren wir etwas früher via Küstenstrasse ins Hotel zurück. Ein Strandspaziergang ist ein Muss, wenn das Hotel schon direkt in einer kleinen Bucht am Meer liegt.

So langsam wird uns bewusst, dass unsere Rundreise bald zu Ende ist.

Am letzten Tag auf Sardinien besuchen wir Alghero. Für mich eine der schönsten Städte auf Sardinien.

Alghero im Sonnenschein

Endlich bekommen wir einen sonnigen Tag mit blauem Himmel… so lange haben wir darauf gewartet. Die Koffer sind geladen und Ueli fährt mit uns auf Alghero.

Dicke Mauern umschliessen die Altstadt von Alghero, die auf einem Felsvorsprung liegt. Bei einer Stadtführung erklärt uns Local Guide Vizenzina alles was wir über Alghero wissen müssen. Der Stadtkern ist nicht gross, es herrscht aber Trubel in den Gassen, da heute wieder ein Feiertag ist. Nach dem Mittag steht der Besuch der Neptungrotte mit dem schiff auf dem Programm. Leider können wir nicht an der Grotte anlegen, da die Wellen so hoch sind. Sehr schade. Aber die 2-stündige Panorama-Bootsfahrt bei Sonnenschein und blauem Himmel ist auch wunderschön und vermittelt eine schöne Übersicht über die Küstenregion um die Landzunge Capo Caccia.

Die Neptungrotte zählt zu den schönsten des Mittelmeeres. Experten schätzen das Ausmass der Naturhöhle auf ca. 4 km Länge. Doch nur ein Bruchteil des Höhlensystems mit seinen Tropfsteingebilden, Stalagmiten und Stalagtiten die noch immer wachsen können besichtigt werden.

Neben dem Zugang mit dem Schiff, der bei hohem Wellengang nicht möglich ist, gibt es noch die Möglichkeit, die Treppen vom Capo Caccia Escala del Cabriol zu nutzen. Diese Treppe ist sehr steil und mit 654 Stufen ein Weg nicht für jedermann geeignet. Sehr schade für unsere Gäste. Aber vielleicht gibt es beim nächsten Besuch diese Möglichkeit.

An der Küste Alghero sind auch die bekannten Korallen beheimatet. Man findet sie als Schmuck verarbeitet in ausgewählten Juweliergeschäften in der Stadt.

Am Abend steigen wir in den Bus und fahren Richtung Porto Torres, dem Ausgangspunkt unsere Sardinien-Rundreise. 1200 km einmal rund um die Insel sind gefahren, viele schöne Eindrücke im Kopf und auch das Verlangen, nochmal auf die Insel zu kommen.

Das Fährschiff Nuraghe von Tirrenia wartet schon. Es ist die SuperMan Fähre und wir müssen lachen, als und die Figur SuperMan an der Reception erwartet.

Sardinien ist ein ungeschliffener Diamant im Mittelmeer. Eine Trauminsel. Wir kommen wieder. Ganz bestimmt.

Danke an alle meine lieben Gäste. Ihr seid jetzt Wind-Erprobt und mögt wahrscheinlich lange keine Kurven mehr sehen und zählen.

Danke an Ueli für die sichere Fahrt auf Deiner Insel. Merci an RL Carmen und BF Carmelo für die super Zusammenarbeit. So macht es Spass und so sollte es sein.

Eure Reiseleiterin

Steffy Wunderlich

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